Caipirol

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Caipirol

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Ein Drink für alle Fälle

5  01.05.2003

Pro:
Lecker, niederprozentig, wenig Aufwand

Kontra:
wüsste hier nix zu sagen

Empfehlenswert: Ja 

Zero_Urpg

Über sich: Was lange währt, wird endlich gut. Nach langer Abstinenz melde ich mich mal wieder zu Wort. Muß glei...

Mitglied seit:11.09.2002

Erfahrungsberichte:61

Vertrauende:7

Dieses Rezept wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Just in diesem Moment sitze ich vor meinem Rechner, leicht an einem Glas Caipirol nippend, und verfasse diesen Text. Gerade habe ich gesehen, daß es leider schon einen Bericht zu diesem Cocktail gibt. Schade, das macht es für mich ein wenig uninteressanter. Aber dennoch will ich euch meinen derzeitigen Lieblingscocktail ein wenig näher bringen. Ach, ich liebe diesen Drink. Ach wie hört sich das denn an?! Um hier gleich irgendwelchen Behauptungen den Wind aus den Segeln zu nehmen – Nein, ich gehöre nicht zur Gruppe der anonymen (oder öffentlichen) Alkoholikern. So. Ich trinke gerne mal einen (Caipirol), und das aus einem einfachen und guten Grund – weil´s schmeckt.

So, legen wir los. Was brauchen wir so alles. Laßt mich mal kurz nippen und dabei mein Glas betrachten. Richtig, wir brauchen:

- Glas
- Strohalme
- Stirrer
- Limetten
- braunen Rohrzucker
- crushed Ice
- Caipirinha- Stössel
- Aperol

Also, ab geht’s. Ich erklär euch das ganze jetzt mal ohne Angabe von Centilitern oder sonstiges. Das könnt ihr in dem anderen Bericht wegen mir nachlesen. Ich ziehe es vor euch zu beschreiben, wie es ein original Barkeeper handhabt. Wenn ihr alle Utensilien beisammen habt, geht ihr wie folgt vor:

Zuerst einmal solltet ihr ein Original Caipirinha-Glas benutzen. Es fasst ungefähr 0,3l und ist für Caipirinha und dessen verwandte Getränke Standard. Die Strohhalme sollten kurz und großkalibrig sein, einen Stirrer braucht ihr zwar nicht zwangsläufig, aber da wir es ja ganz barkeeperlike machen wollen, solltet ihr nicht darauf verzichten, die Limetten sollten möglichst nicht mit chemischer Keule behandelt worden sein und als Zucker solltet ihr wirklich nur braunen Rohrzucker nehmen. Crushed Ice braucht ihr auch einen ganzen Haufen, obwohl es in der Not (wie gerade bei mir, da unser Ice-Crusher nur von Eltern geborgt war) auch mit ganzen Eiswürfeln geht.

Letztendlich will ich, bevor es nun endlich losgeht, noch ein paar Worte zum Aperol verlieren. Aber nur kurz, vielleicht schreibe ich ja auch noch einen Bericht über ihn an sich. Aperol also ist ein Aperitif aus Italien. Orange-rötlich schimmernd, mit zarten elf Volumenprozenten wird er aus aus Rhabarber, Chinarinde, Enzian, Bitterorangen, aromatischen Kräutern und Alkohol hergestellt. Schmeckt aufgrund der Bitterorangen natürlich bitter und wird deshalb auch als Bitter-aperitif bezeichnet. Okay, genug drumrum geredet:

Zuerst einmal schneidet ihr von der Limette die Enden ab. Dann viertelt ihr die Limette und schneidet sie in Stückchen. Diese werft ihr erst einmal alle in das Glas. Dann nehmt ihr ungefähr zwei Esslöffel braunen Rohrzucker und gebt diesen ebenfalls ins Glas. Wer will kann noch etwas Lime-Juice dazugeben (spart Aperol und Limetten). Die genaue Dosierung der einzelnen Zutaten muß sowieso jeder für sich herausfinden, da der eine es eher süßer oder eher saurer mag. Müsst ihr halt sehen. Ich beschreib es jetzt so wie´s in den Bar´s halt so gemacht wird. So, Limetten und Zucker drin?! Jetzt nehmt ihr den Stössel und zerquetscht die Limetten im Glas ein wenig, so daß sie ihren Saft abgeben. Nich allzu doll zerquetschen, sonst sehen sie nicht mehr so schön aus. Nun tut ihr noch den Stirrer und zwei dieser Strohhalme ins Glas und füllt es bis zum Rand mit dem Crushed Ice. Jetzt gießt ihr das Glas noch mit dem Aperol auf (natürlich nicht bis ganz zum Rand, sonst schwappt ja alles über beim Servieren) – und fertig. Manch ein Barkeeper rührt das ganze jetzt noch kräftig mit dem Stirrer um und manch anderer überlässt dies lieber den Gästen. Für den Heimgebrauch ist es ratsam nochmal alles kräftig durchzurühren, damit sich der Rohrzucker ordentlich verteilt. Also Prost, denn.

Ich will nur mal kurz noch erläutern, warum die Strohhalme großkalibrig sein sollten und nicht solche dünnen, und warum Crushed Ice benutzt wird, anstatt normaler Eiswürfel.

Verwendet man bei diesem Drink dünne Strohhalme, so kommt es öfter vor, daß ein Stück Fruchtfleisch den Strohhalm blockiert und so dem Trinkgenuß ein vorzzeitiges Ende bereitet. Deshalb – dicke Strohhalme. Und das Crushed Ice? Es schmilzt schneller als ein Eiswürfel. Daher trinkt man länger an einem Caipirol mit Crushed Icer als an einem mit Eiswürfeln. Vorrausgesetzt man trinkt ihn mit Genuß. So hat es nämlich immer den Anschein als ob man nur kurz genippt hätte, obwohl man eigentlich schon das halbe Glas geleert hat. Hört sich doof an, ist aber so. Ihr könnt ja mal den Vergleich machen: Crushed Ice oder Eiswürfel.

So, mehr vermag ich eigentlich gar nicht dazu zu sagen. Schmeckt lecker, hat wenig Prozente, ein idealer Drink frühs, mittags und abends, vor, während und nach dem Essen, alleine oder mit Freunden, ......

Laßt ihn euch schmecken,
LG Thomas




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Kommentare zu diesem Rezept
STYXX

STYXX

12.05.2003 01:25

Also mit Aperol....die Variante kenne ich noch nicht. Muss ich probieren. Bisher hatte ich Aperol nur im Prosecco. Danke für den Tipp! Gruß ....STYXX....

RUDERACHTER

RUDERACHTER

06.05.2003 12:39

Das könnte der Sommerdrink im Hause Ruderachter werden!

ganjaklaus

ganjaklaus

02.05.2003 13:41

prost! :-) lg aus le

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