Californication - Red Hot Chili Peppers

Bilder der Ciao Community

Californication - Red Hot Chili Peppers

Rock - 1 - CD - Label: Warner Brothers - Vertrieb: Warner Music - Veröffentlicht am: 7. Juni 1999 - EAN: 093624738626

> Detaillierte Produktbeschreibung

95% positiv

340 Erfahrungsberichte der Community

Erfahrungsbericht über "Californication - Red Hot Chili Peppers"

veröffentlicht 28.10.2002 | JoeSatriani
Mitglied seit : 30.11.-0001
Erfahrungsberichte : 69
Vertrauende : 0
Über sich :
Ausgezeichnet
Pro Wunderbare Songs, wunderbare Melodik, geniale Band
Kontra einige Songs sind "nur" gut
sehr hilfreich

"TRAUM VON DER PERFEKTEN WELT - CALIFORNICATION"

Liebe Leserinnen und Leser!

In Zeiten wo es draußen regnet und stürmt und ich – wie ihr an meinen letzten Berichten erkennen könnt – meine Vorliebe für etwas ruhigere Rockmusik wieder entdeckt habe, möchte ich mich mit einem bekannten Werk beschäftigen: Californication von den Red Hot Chili Peppers.

~~~ Die Band...~~~
...bestand bei den Aufnahmen zu Californication – und besteht auch jetzt noch - aus:
Anthony Kiedis am Mikrophon,
John Frusciante als Gitarrist,
Micheal „Flea“ Balzary am Bass und
Chad Smith am Schlagzeug.
Diese Besetzung hatten sie auch schon bei „Blood Sugar Sex Magik“, welches ja ein Welterfolg wurde. Bei „Californication“ fanden sie erstmals zu der Besetzung zurück und es wurde wieder ein Welterfolg. Auch das neue Album „By The Way“ wurde in dieser Formation eingespielt und es ist wiederum recht erfolgreich.

~~~ Das Cover...~~~
...finde ich sehr gut! Man wird recht schnell merken, dass es auf dieser Platte vor allem um Kritik an der Realitätsverfälschung geht, die uns Hollywood usw. tagtäglich bietet, wie ja auch schon der Name „Californication“ sagt (California=Kalifornien und Fornication=Unzucht, also ein Wortspiel aus diesen beiden Wörtern). Man sieht den oberen Teil des Covers blau und es lässt sich von Weiten als Himmel identifizieren. Bei genauerer Betrachtung sieht man aber leicht, dass es sich dabei um Wasser mit Wellen handelt. Unter der Horizontlinie ist ein Swimmingpool abgebildet, der statt Wasser einen orangenen Abendhimmel, anscheinend beim Sonnenuntergang, enthält. Kurz gesagt wurden hier das Wasser und der Himmel einfach vertauscht. Am Rand des Pools steht noch eine Liege usw. Ich finde das Bild nicht nur interessant anzusehen, sondern auch sehr gut zum Album passend, da auch hier etwas von der Natur gegebenes verändert wurde und gerade das wird ja auf der CD kritisiert.

~~~ Die Songs... ~~~
Nun aber zum wichtigsten Teil eines Albums: Den Liedern.

01 – Around The World
Der Opener wurde ja als Single ausgekoppelt und das nicht zu Unrecht. Das Lied beginnt mit etwas Bass, schrillen Gitarren und einem Schrei von Anthony. Danach folgt erstmal ein recht funkiges cleanes Gitarrenriff, was sich vielleicht mit dem neueren „Can't stop“ vergleichen lässt. Anthony spricht seinen Text darauf und im Refrain wird es melodischer Gesang. Der Bass ist ebenfalls die meiste Zeit recht funkig, außer im Refrain. Nach dem zweiten Refrain folgt wieder der schrillere Teil vom Anfang und bietet etwas Abwechslung. Somit wird das Lied beim Hören nicht schnell langweilig. Danach hört man noch eine Art Bass Solo, was aber sehr kurz ausgefallen ist. Trotzdem bringt es weitere Abwechslung in den Song und lockert ihn auf. Im Refrain hört man übrigens wiedermal sehr schöne Backgroundgesänge von John, die Anthony's melodischen Gesang gut untermalen. Gegen Ende hört man noch einen Instrumentalteil, der auch recht gut ausgefallen ist. Insgesamt ein sehr starkes Lied, mit viel Abwechslung und Ideenreichtum!
Wertung: 10/10

02 – Parallel Universe
Mit ein paar abgedämpften Tönen beginnt dieser Song. Obwohl kurz darauf die ganze Band spielt klingt das ganze recht ruhig und interessant. Anthony singt hier in der Strophe sehr melodisch. Überhaupt merkt man jetzt schon, dass bei den Chilis in den Songs mehr Platz für Melodik geschaffen wurde. Im Refrain wird dann die Gitarre verzerrt, der Bass härter und Anthony's Gesang lauter, wobei er dabei an Melodik nicht viel verliert! Nach dem zweiten Refrain hört man – wie schon bei Around The World – ein kleinen Instrumentalteil mit führenden Bass. Nach einer weiteren Strophe mit Refrain hört man einen etwas längeren Instrumentalteil, der bis zum Ende des Songs reicht, wobei dieses Mal die Gitarrenarbeit von John Frusciante im Vordergrund steht. Hier hört man auch ab und zu Mal etwas Rückkopplung, was aber so gewollt ist und mich teilweise an Songs von Jimi Hendrix erinnert. Mit diesem Solo endet der Song. Für mich ein wirklich starker Song, dem aber noch das gewisse etwas fehlt!
Wertung: 9/10

03 – Scar Tissue
Dieser Song stellt die erste Singleauskopplung des Albums dar. Auch dieser Song ist wieder sehr melodisch. Anthony gibt seinen Gesang nach einem kurzen – natürlich recht melodischen – Gitarrenintro sehr gelassen zum Song. Auch er setzt hier sehr auf Melodik, wobei sich diesmal Bass und Schlagzeug dezent im Hintergrund halten. Im Refrain kann man auch hier wieder schöne Backgroundgesänge von John hören, die Anthony's sowieso schon melodischen Gesang noch unterstreichen. Zwischendurch wird der Song mit 2 Gitarrensoli, die jeweils auf den Refrain folgen, aufgelockert. Diese sind immer clean gespielt, also unverzerrt. Sie sind zwar nicht allzu anspruchsvoll, besitzen aber auch wieder eine wunderbare Melodik. Ähnlich ist es beim dritten und etwas längeren Gitarrensolo, was den Song beendet. Diese Melodie steht im Vordergrund, nicht das technische Können, was sich sehr positiv auf das Lied auswirkt. Ich finde den Song sehr gelungen und halte ihn für einen der besten des Albums mit grandioser Melodik und wunderbaren Gitarrenspiel von John.
Wertung: 10/10

04 – Otherside
Auch Otherside wurde von der Gruppe als Single ausgekoppelt. Der Song wird mit eine Weile mit ein paar Gitarren- und Basstönen eingeleitet, wobei der Bass die Gitarre hier aber übertönt. Anthony beginnt den Song hier gleich mit den Refrain. Gegen Anfang wird dieser noch langsamer und lang gezogener gesungen, was aber auch dazu führt, dass die Fans den Teil live besser mitsingen können. Das Schlagzeug steigt ein, Bass und Gitarre ändern sich, wobei der Bass weiterhin im Vordergrund steht und die Strophe klingt ernster, aber weiterhin recht melodisch. Nach einer Weile hört man dann auch wieder ein paar Backgroundgesänge von John, die hier aber aus dem typischen Hintergrund ausbrechen und sich direkt neben Anthony's Gesang mischen, was wieder sehr schön klingt. Zur Auflockerung wird dann die Gitarre verzerrt und Anthony spricht eine kurze Zeit lang seinen Text. Das stellt für mich nur eine Art Überleitung zum darauf folgenden Gitarrensolo dar, was sehr gut klingt. Wiederum sehr melodisch und sehr schön anzuhören. Auch gegen Ende hin singt John weiterhin im Vordergrund mit und unterstützt Anthony sehr gut. Für mich ist Otherside auch ein sehr gutes Lied und eines der besten des Albums. Für mich gibt es an dem Song nichts auszusetzen.
Wertung: 10/10

05 – Get On Top
Schon nach wenigen Sekunden weiß man, dass es hier wieder rockiger und funkiger zur Sache geht. Ein schrille Gitarre eröffnet den Song und das donnernde Schlagzeug und der slappende Bass setzen ein. Anthony singt hier in der Strophe wesentlich aggressiver und rappt bzw. shoutet den Text schon fast ins Mikro. Der Refrain wird dann vom Gesang her melodischer und die Instrumente verstärken den Funk nochmal. Die zweite Strophe nimmt sich von der ersten nicht allzu viel und auch der Refrain bleibt unverändert. Nach dem zweiten Refrain hört man wieder einen Instrumentalteil mit slappenden Bass und vorerst zurückhaltenden, aber funkigen, Gitarren. Kurz darauf hört man die Gitarren auch im Vordergrund und es wird ein Solo gespielt. Nach diesem starken Teil hört man wieder das Riff vom Anfang, nochmal etwas funkiger. Es folgt eine weitere schnelle Strophe, wieder das erste Riff und der Song ist zu Ende. Lange Weile wird beim Hören dieses Songs bestimmt nie aufkommen. Sehr schnell, funkig und intensiv klingt er, mit einem sehr schönen Instrumentalteil in der Mitte und einem wahnsinnig funkigen Hauptriff. Was mich hier von der Höchstwertung abhält, ist lediglich die Wiederholung der Strophen in musikalisch unveränderter Form. Noch etwas mehr Abwechslung wäre hier drin gewesen.
Wertung: 9/10

06 – Californication
Das sechste Lied auf der CD kennen wahrscheinlich viele von euch. Der Titeltrack Californication wurde ebenfalls als Single ausgekoppelt und mit einem grandiosen – fast durchweg computeranimierten – Video beschenkt, welches auch oft im Musikfernsehen zu sehen war. Der Song stellt eher einen der ruhigeren und unauffälligeren Art dar, was ja nicht zwangsläufig schlecht sein muss. Mit einer recht interessanten Melodie von Bass und Gitarre beginnt der Song, diese Melodie taucht im Song immer wieder auf. Der Gesang ist hier sehr melodisch, sowohl in Strophe, als auch im Refrain. Die Gitarre bleibt durchweg unverzerrt und der Bass sehr gut zu hören. Der recht langsam gesungene Refrain besteht lediglich aus den Worten „Dream of Californication, dream of Californication“, was sich auch wieder live von den Fans sehr gut mitsingen lässt. Nach dem zweiten Refrain hört man wie so oft bei den Peppers ein Gitarrensolo. Hier setzt John wieder voll auf die Melodie. Hier praktiziert er die hohe Kunst der Zurückhaltung, denn es nicht sonderlich schwer, was er spielt, aber umso besser klingt es. Mit sehr wenigen ruhigen Tönen schafft er es, ein wunderbares, emotionales und melodisches Solo zu spielen. Nach einer weiteren Strophe und dem Refrain ist das Lied dann zu Ende. Auch hier fehlt mir nur etwas mehr Abwechslung während der Strophen und des Refrains, da die Strophen und der Refrain drei mal ziemlich gleich klingen. Ansonsten ein sehr guter Song!
Wertung: 9,5/10

07 – Easily
Dieser Song beginnt mit druckvollem Gitarren- und Bassspiel. Kurz darauf setzt auch das Schlagzeug und der Gesang ein. Anthony singt hier aggressiver also sonst und auch nicht sehr melodisch. Allerdings gibt es später eine Stelle, die in dem Song öfters auftaucht, die lautet „The story of a woman on the morning of a war...“, wo sich die Begleitung zwar nicht ändert, aber Anthony's Gesang extrem melodisch wird. Diese Stellen lockern den ansonsten recht schnellen Song sehr gut auf und regen zum Mitsingen an. Zwischendurch gibt's wieder mal zwei Gitarrensoli á la John Frusciante. Wie immer clean gespielt, mit wenig Aufwand und genialer Melodik. Wobei das zweite Solo um einiges länger und auch zweistimmig ist und den Song auch wieder einmal beendet. Wieder mal haben uns die Peppers hier einen genialen und sehr abwechslungsreichen Song hinterlassen. Die Gitarrensoli sind wie fast immer einfallsreich und minimalistisch. Für mich gibt's an diesem Song absolut nichts auszusetzen.
Wertung: 10/10

08 – Porcelain
So, hier ist ein Song zum Ausruhen. Alles andere als rockig und funkig geht es hier zu, denn Porcelain ist mit Abstand der ruhigste und balladeske Song des Albums. Mit ganz wenig Begleitung, ein wenig Schlagzeug und Klavierspiel kommt der Song aus. Anthony sing hier sehr langsam, melodisch und ruhig. Der Song ist für mich eine Art Schlaflied. Der Song ist relativ kurz und wird daher auch nicht allzu langweilig, wobei so eine Ballade natürlich Geschmackssache ist. Ich finde das Lied zwar ganz gut, aber auch für eine Ballade teilweise etwas zu langweilig. Aber trotzdem nicht schlecht !
Wertung: 7/10

09 – Emit Remmus
Mit lang gezogenen Gitarrentönen und einer interessanten Basslinie beginnt dieser Song. Der Gesang wirkt zwar melodisch, aber auch irgendwie anklagend. Im Refrain wird die Gitarre mal verzerrt und das das ganze wird etwas lauter und aggressiver, was aber ganz gut zu dem Song passt. Ab und zu gibt es auch hier wieder einen Zwischenteil, der durchaus überzeugen kann. Anthony bleibt hier die meiste Zeit beim melodischen Gesang. Die Basslinie vom Anfang bleibt die meiste Zeit erhalten und rückt zum Glück auch mal in den Vordergrund. Außerdem gibt es hier wiedermal ein wunderbares, etwas verzerrtes Gitarrensolo von John, was den Song auch wieder beendet. Insgesamt ein starker und abwechslungsreicher Song, dem aber wie so oft das gewisse Etwas fehlt, daher kann ich hier keine Höchstnote vergeben. Wahrscheinlich weil mich der Gesang während der Strophen nicht hundertprozentig überzeugen kann.
Wertung: 8/10

10 – I Like Dirt
Hier haben wir den nächsten Funk-Song. Mit einer kleinen Einleitung, die mehr Pause als Einleitung ist, beginnt der Song. Die instrumentale Begleitung ist recht schnell und sehr funkig. Auch der Gesang ist hier sehr funkig und sehr wenig melodisch, was aber sehr gut zu dem Song passt. Der Refrain ist für mich recht kurz und auch etwas einfallslos ausgefallen, da er einfach nur aus simpler Wiederholung der Zeile „I Like Dirt“ besteht. Nach einer Weile hört man hier ein recht krasses Gitarrensolo, was mit ein paar verzerrten Akkorden beginnt und dann eine sehr funkige Melodie annimmt und den Song auch noch eine Weile begleitet. Ich finde dieses Solo von John einfach genial... Nach einer Weile wird die Gitarre wieder unverzerrt, es folgt noch eine weitere Strophe. Da der Song gerade mal 2:38 Minuten lang ist, ist er dann auch schon zu Ende. Die Funk-Freunde unter euch werden diesen Song mit Sicherheit mögen und auch nicht finde den Song recht gut. Wer Funk nicht mag wird folglich diesen Song wohl auch nicht viel abgewinnen können. Etwas melodischer hätte der Song vielleicht noch sein können, aber ansonsten nicht schlecht!
Wertung: 8/10

11 – This Velvet Glove
Mit einer sehr schönen Gitarrenmelodie und zurückhaltendem Bass beginnt dieser Song. Die Gitarre steht hier ganz klar neben Anthony's Gesang im Vordergrund. Kurze Zeit später hört man auch Beach Boy-artige „Uhuhuu-Chöre“, die den Gesang noch untermalen sollen. Im Refrain wird der Gesang schneller und das ganze Lied etwas lauter. Die Strophe wirkt recht gelassen, aber nicht fröhlich. Anthony singt hier recht melodisch, als würde er sich für etwas entschuldigen. Der schon standardmäßige Instrumentalteil kommt hier wieder mit einem sehr minimalistischen Gitarrensolo aus, wo die Melodik wieder im Vordergrund steht. Insgesamt würde ich sagen, dass „This Velvet Glove“ zwar ein gutes Lied ist, aber nicht wirklich herausragend. Etwas mehr Abwechslung hätte dem Lied wie so oft gut getan.
Wertung: 7/10

12 - Savior
„Savior“ hat von Anfang an aufgrund von John's Gitarrenmelodie einen Eindruck, wie aus einem Westernfilm. Der Gesang ist hier recht melodisch und auch der Bass wird mal wieder etwas in den Vordergrund gelassen. Auch hier haben wir wieder einige Backgroundgesänge von John, die sich langsam in den Vordergrund schleichen und Anthony nicht nur untermalen, sondern sehr gut unterstützen. Die Strophen werden von Anthony teilweise schon wie Hymnen gesungen, was zwar gut klingt, aber mich nicht vollkommen überzeugen kann. Das Gitarrensolo von John wird dieses Mal mit verschiedenen Effekten gespielt, die seinen Sound etwas verschwommen und räumlich darstellen. Die Melodik ist hier wieder einmal sehr gut und auch vom technischen Anspruch her würde ich dieses Solo etwas über die anderen der Platte stellen. Insgesamt ein guter Song, mit sehr schönem Gitarrensolo, wobei mir hier der Gesang teilweise nicht wirklich gefällt.
Wertung: 8/10

13 – Purple Stain
Hier haben wieder wieder mal einen Funk-Song, der auch recht typisch für diese Art ist. Wer „I Like Dirt“ mochte, wird also auch wahrscheinlich dieses Lied mögen. Den Rhythmus halte ich für sehr gut und einprägsam. Die Wörter singt Anthony hier wieder einmal sehr abgehackt. Nach einer Weile gibt es auch in diesem Song einen Instrumentalteil, der aber mehr aus Begleitung, als aus Solo besteht und somit gar nicht so sehr auffällt. Gegen Ende wird dann zwar John's Gitarrenspiel doch recht deutlich in den Vordergrund gerückt und beendet den Song wieder einmal, aber für mich ist dieser instrumentale Schlussteil dieses Mal etwas zu lang ausgefallen. Da hätte man ein schöneres, melodischeres Gitarrensolo einfügen können. Insgesamt ist dieser Song wie gesagt recht funkig, wobei mir Anthony's Gesang teilweise etwas gelangweilt wirkt, dass soll aber vielleicht auch gerade so sein. Das Zusammenspiel von Bass und Gitarre find ich hier genial, weil John wieder nur recht wenige Töne spielt, aber aufgrund von Flea's Unterstützung eine sehr schöne Melodie entsteht, die den Song begleitet.
Wertung: 8/10

14 – Right On Time
So, hier wird das Tempo erstmal gründlich hochgedreht, denn mit „Right On Time“ erwartet den Hörer mit Abstand der schnellste Song des Albums. Am Anfang wirkt das ganze etwas wirr und der Gesang sehr sinnlos hineingeworfen. Die Begleitung bei der Strophe wirkt sehr schnell und aufwendig, wobei es eigentlich nur ein paar Akkorde von John und das Schlagzeug sind, die den Song dermaßen vorantreiben. Anthony tut auch seinen Teil dazu und singt hier sehr schnell und abgehackt. Von Melodik ist hier noch keine Spur. Im Refrain singt dann John und dieses Mal auch eine Weile im Vordergrund sehr melodisch, bevor Anthony wieder einsteigt und mit weniger melodischen Gesang den Song gleich zur zweiten, wiederum schnellen und verrückten, Strophe überleitet. Nach einer kurzen Zeit kommt dann auch schon wieder der Instrumentalteil, der den Song beendet und das nach gerade mal 1:52 Minute. Diese knappen 2 Monaten sind aber von der ersten bis zur letzten Sekunde mit Power voll gepackt. Mir gefällt der Song sehr gut, da er neben schnellen und verrückten Teilen (Strophe) auch sehr schöne melodische Teile mit wunderbaren Gesang von John Frusciante hat (Refrain). Und aufgrund seiner sehr kurzen Spielzeit kann das Lied sowieso kaum langweilig werden.
Wertung: 9/10

15 – Road Trippin'
Mit einer wunderschönen Ballade verabschieden sich die Chili Peppers von uns! John zupft die Akustikgitarre sanft und bedacht, während Flea sich mit dem Bass zwar im Hintergrund hält, ist aber trotzdem jederzeit gut hörbar und unterstreicht John's Gitarrenspiel wieder mal absolut perfekt. Ein paar Streicher unterstützen noch die Stimmung des Liedes perfekt. Anthony's sehnsüchtiger und emotionaler Gesang ist einfach großartig und das Lied wird wohl dem einen oder anderen eine Träne in die Augen treiben. Ob das nun wegen dieser Ballade ist, oder weil das Album zu Ende ist, sei jedem selbst überlassen. „Just a mirror for the sun...“ singt Anthony – wieder mal mit etwas Unterstützung von John – so perfekt, dass ich daran wirklich nichts auszusetzen habe. John zeigt in diesem Song auch seine Verspieltheit an stahl-besaiteten Akustikgitarre und begleitet somit die wohl beste Ballade dieses Albums. Ein grandioser, wenn auch sehr ruhiger, Abschied der Gruppe von diesem Album ! Ich ((c) by JoeSatriani) höre dieses Lied wirklich immer wieder gerne und denke, es ist eine der besten Balladen von den Red Hot Chili Peppers. Also gibt's zu guter letzt nochmal die Höchstnote.
Wertung: 10/10

~~~ Fazit ~~~
Wie man schon an den Wertungen der einzelnen Lieder sehen kann, gefällt mir dieses Album wirklich sehr gut. Es ist eines der wenigen Alben, die man durchhören kann, ohne auch nur einen Track überspringen zu müssen. Die Peppers zeigen hier die gesamte Bandbreite ihres Könnens: von wunderschönen Balladen (Road Trippin', Scar Tissue...), über rockige Up-Tempo-Hymnen (Around The World, Easily...), bis hin zu den Funk-Rock-Brechern (Get On Top, I Like Dirt...), die die Gruppe auszeichnen. Californication ist wirklich ein grandioses Album, welches dem Hörer viel Abwechslung und keine wirklich schwachen Lieder bietet – was will man mehr ?
Ich hab an dem Album wirklich nichts auszusetzen und kann es jedem empfehlen, der die Peppers oder einfach Rockmusik mag. Nicht empfehlenswert ist es wahrscheinlich für Metal-Fans, die ruhigerer Musik absolut nichts abgewinnen können. Ansonsten ist es aber ein Album, welches wohl ein recht breites Publikum anspricht und daher kann ich jedem nur zum Testhören raten.
In diesem Sinne...
Ciao

~~~ Joe Satriani ~~~

Community Bewertungen

Dieser Erfahrungsbericht wurde 2107 mal gelesen und wie folgt bewertet:
97% :
> Wie bewertet man einen Erfahrungsbericht?
sehr hilfreich

Ihre Bewertung zu diesem Erfahrungsbericht

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • dingbaat veröffentlicht 10.11.2010
    Klasse Album, obwohl Blood Sugar Sex Magik noch besser ist ;)
  • SandraDee91 veröffentlicht 31.01.2009
    Hut ab! Toller Bericht....Haette man nicht besser hinbekommen koennen!
  • stoebermal veröffentlicht 08.05.2006
    Ein sehr guter und ausführlicher Bericht. Obwohl Blood Sugar Sex Magic m.E. besser war.
  • Haben Sie Fragen? Loggen Sie sich auf Ihr Ciao-Konto ein, um dem Autor einen Kommentar zu hinterlassen. Sich anmelden

beliebteste ähnlich Produkte

Produktdaten : Californication - Red Hot Chili Peppers

Produktbeschreibung des Herstellers

Rock - 1 - CD - Label: Warner Brothers - Vertrieb: Warner Music - Veröffentlicht am: 7. Juni 1999 - EAN: 093624738626

Haupteigenschaften

Titel: Californication

Künstler: Red Hot Chili Peppers

Komponist: .

Genre: Rock

Schlagworte: Alternative; MOR (Middle of the Road); Pop international; Mainstream

Medium: CD

Set-Inhalt: 1

Veröffentlichungsdatum: 7. Juni 1999

Label: Warner Brothers

Vertrieb: Warner Music

EAN: 093624738626

Titel auf CD 1

1.: Around the World

2.: Parallel Universe

3.: Scar Tissue

4.: Otherside

5.: Get on Top

6.: Californication

7.: Easily

8.: Porcelain

9.: Emit Remmus

10.: I Like Dirt

11.: This Velvet Glove

12.: Savior

13.: Purple Stain

14.: Right on Time

15.: Road Trippin'

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 17/11/1999