Sid Meier`s nächster Streich
03.10.2001
Pro:
siehe text
Kontra:
siehe text
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 majin-Bardock
Über sich:
Mitglied seit:29.09.2001
Erfahrungsberichte:12
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 10 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Sid Meier`s Civilization Reihe geht in die nächste Runde. Diesmal muss sich das Spiel jedoch ohne den zugkräftigen Namen Civilization beweisen. Doch der Name Sid Meier ist wohl schon Zugpferd genug. Sid Meier's Civilization ist für jeden Strategiefan bestimmt ein Begriff. Kaum ein Computerspiel konnte so begeistern und die Fans wirklich tagelang an den Bildschirm fesseln. Selbst nachdem du am Ende in Richtung Alpha Centauri abheben konntest und Civilization durchgespielt hattest, gab es immer wieder einen Grund, noch eine Runde zu spielen.
Vor etwa 18 Monaten brachte Activision einen "Nachfolger" zu Civilization II auf den Markt. Das Spiel trug den Titel Civilization: Call to Power und war in vielen Bereichen eher ein schlechter Klon, denn eine Fortsetzung. Das Spiel war wohl auch aus diesem Grund nicht besonders gut und verkaufte sich schlecht. Nun kommt Call to Power II, diesmal ohne den Zusatz Civilization, da die Rechte dieses Namens mittlerweile Hasbro Interactive gehören.
Call to Power II scheint das Spiel geworden zu sein, das Activision eigentlich schon beim ersten Anlauf verwirklichen wollte. Das Interface war beim Vorgänger eine Katastrophe, unübersichtlich und ohne erkennbare Logik. Das hat sich geändert. Das neue Spiel lässt sich einfach und intuitiv bedienen, die Dialogboxen sind aufgeräumt und die Schaltflächen logisch angeordnet. Die Bedienung ist nun der von Sid Meier's Civilization sehr ähnlich.
Auch im Gameplay selbst geht es wieder mehr in Richtung des Klassikers. Im Bereich des Micromanagments sind nun wieder viel mehr Möglichkeiten offen. Damit du dabei aber nicht überfordert wirst und dich nicht um jede deiner Städte kümmern musst, kannst du Bügermeister ernennen. Diesen gibst du den Auftrag, die Stadt nach einem bestimmten Schema zu verwalten. Du kannst sie auf Verteidigung, Offensive, Goldproduktion und Forschung einstellen. Ausserdem erstellt dein Verwalter eigenständig Gebäude und hält die Stadt am Leben. Bei Städten an der Front solltest du jedoch selbst die Kontrolle behalten. Der automatische Bürgermeister verhält sich nicht gerade geschickt bei Angriffen. Die Funktion ist aber trotzdem für das Spiel unentbehrlich.
Dies führt uns zu einer weiteren grossen Verbesserung: der Diplomatie. Du hast nun extrem viele Möglichkeiten, mit deinen Gegnern zu verhandeln. Jede Nation hat ihre speziellen Eigenschaften und Ambitionen. Wenn du geschickt agierst, kannst du sogar das ganze Spiel gewinnen. Eine der neuen Siegesmöglichkeiten besteht darin, mit allen Völkern einen Freundschaftspakt einzugehen. Ein Stein legt Activision dir im Diplomatie Bereich jedoch in den Weg. Du siehst nur die Reaktion deines Verhandlungspartners, nicht jedoch seine Gründe. Wenn deine Vertragsbedingungen nicht angenommen wurden, musst du selbst herausfinden wieso.
Um zu siegen, wird neben der Diplomatie-Möglichkeit nun auch der Bau eines Gaia Controllers als umfassender Erfolg gewertet. Die Ähnlichkeit mit Civilization's Reise zu Alpha Centauri ist kaum zu übersehen. Du kannst auch wie schon im Vorgänger gewinnen, in dem du alle Gegner besiegst. Einer der grössten Unterschiede zwischen Call to Power und Civilization war das Kampfsystem. Du hast die Möglichkeit, bis zu zwölf Einheiten zu gruppieren, und kämpfst in einem speziellen Fenster. Du musst sehr strategisch vorgehen. Dazu steht dir in Call to Power II ein neuer Einheitentyp zur Verfügung. Es gibt Truppen, die bei einem Angriff von der Flanke mehr Schaden anrichten als andere. Im Kampf solltest du deshalb auf eine ausgewogene Armee achten. Auf die Truppen selbst kannst du während der Schlacht kaum mehr Einfluss nehmen. Das ist etwas schade, da du so zum Zuschauer degradiert wirst.
Bei den Einheitentypen selbst gab es kaum Veränderungen. Die mächtigen Advokaten und Televangelisten gibt es zwar immer noch, doch ihr Stellenwert ist nicht mehr so hoch. Da Call to Power II nur noch bis 2300 n. Chr. und nicht mehr bis 3000 n. Chr. geht, sind die extrem starken Einheiten nicht mehr so entscheidend. Grafisch sieht Call to Power II um einiges besser aus als der Vorgänger. Der Stil ist zwar derselbe geblieben. Die Grafiker haben sich jedoch viel Mühe gegeben, etwas wirklich Schönes zu kreieren. Neben dem eigentlichen Game selbst, sehen auch die vielen kleinen Animationen hervorragend aus.
Activision hat mit Call to Power II ein gutes Strategiespiel entwickelt. Vor allem der Langzeitspass ist mit diesem Game garantiert. Neben den Szenarios gibt es einen Zufallskarten-Generator und den beliebten Multiplayer-Modus. Gerade mit menschlichen Gegnern wird Call to Power II amüsant. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Spiel um Längen besser. Leider fehlt es an wirklich neuen Ideen. Das Spiel bleibt ein Civilziation-Klon. Doch Fans der Reihe dürfte dies wohl eher erfreuen als ärgern, weil gerade die Cicilization Grundidee einfach erhalten werden musste. Nun müssen nur noch die Systemvorraussetzungen erfüllt werden, und der Spass kann losgehen!
System: Pentium-166, 64 MB RAM, 4 MB Grafikkarte, 470 MB freier HD-Speicher Der Preis des Spiels liegt bei 50DM
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03.10.2001 15:59
Ich hab dir schonmal gesagt, du sollst deine Unterstellungen sein lassen! Willst du jetzt wieder irgendeine URL die nur ein toter Link ist angeben.
03.10.2001 15:50
laß deine scheiß fakerei jetzt endlich sein!!!
03.10.2001 15:43
Super Bericht!|! cya Koecki