... Die Alptraum gewordene Wirklichkeit hat einen Namen: Callando Kundenservice.
Ich hätte es besser wissen müssen; schon im Jahr 2000 bin ich arg hereingefallen, als ich einen grundgebühr- und mindestumsatz-freien Handy-Zweijahresvertrag abschloß und dann doch zur Kasse gebeten wurde - während ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von MarioKöhler über Callando Kundenservice 09.11.2002
Produktbewertung des Autors:
Kundenservice:
sehr schlecht
Erreichbarkeit:
schlecht
Kompetenz:
sehr inkompetent
Pro:
- - -
Kontra:
langsam, unfähig, teuer .
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
... oder es wird dafür gesorgt, daß der Kunde sie ganz schnell bekommt. Auch ich habe inzwischen welche; nämlich aus Ärger bekommen, weil ich mal wieder in ein Fettnäpfchen getreten (oder besser: in den Fett-Swimmingpool gefallen) bin. Die Alptraum gewordene Wirklichkeit hat einen Namen: Callando Kundenservice.
Ich hätte es besser wissen müssen; schon im Jahr 2000 bin ich arg hereingefallen, als ich einen grundgebühr- und mindestumsatz-freien Handy-Zweijahresvertrag abschloß und dann doch zur Kasse gebeten wurde - während der Vertrags-Bearbeitungszeit wurde anscheinend noch schnell die AGB geändert. (Siehe Bericht Handy: Tipps und Tricks.) Das ist jetzt schon 2 Jahre her und zum Glück Schnee von gestern.
Zeiten ändern sich - Menschen auch. Dachte ich. Bei Callando scheinen jedoch noch dieselben Torfnasen zu sitzen, die sich schon vor zwei Jahren in der Kundenzentrale herumtrieben. "Viel kann man ja nicht falsch machen", dachte ich mir, als ich mich im August 2002 für die DSL-Flatrate Callandos entschied. 8,00EUR billiger pro Monat als beim DSL-Primus T-Online... da kann man doch nicht meckern. Zügig wurden mir die Zugangsdaten per Post gesandt; dem grenzenlosen Surf-Vergnügen stand nichts mehr im Wege. Einziger Wermutstropfen: die Mindestlaufzeit von 3 Monaten.
"Überschaubar!", dachte ich mir und freute mich über den günstigen Zugang zur Datenautobahn. Doch die Freude währte nur kurze Zeit. Im selben Monat der Flatrate-Bestellung ließ ich meine Bankverbindung ändern und wahrte mich in Sicherheit und Gutglauben. "Kein Problem", kam eine Email vom Kundenservice zurück, "wir werden ab sofort nur noch von Ihrem neuen Konto abbuchen. Die alten Kontodaten wurden bereits gelöscht.".
Komisch nur, daß knapp 3 Wochen später (30.09.02), als der neue Monatsbetrag fällig war, wieder mein altes Konto belastet wurde. Ich fragte also erneut per Mail nach, was denn da schief gelaufen sei. "Oh, tut uns leid, aber wir hatten einen Datenbank-Fehler. Wir werden nie wieder von Ihrem alten Konto abbuchen, ganz, ganz fest versprochen!", wurde mir versichert.
Diesmal hielt Callando Wort. Der Monatsbetrag wurde tatsächlich beim nächsten Mal von meinem neuen Konto abgebucht - aber gleich eine Woche, nachdem bereits der Oktober-Betrag meinem alten Konto belastet wurde (07.10.02); ich wurde also zweimal für einen Monat zur Kasse gebeten.
Ein wenig ärgerlich griff ich diesmal zum Telefonhörer, da ich vermutete, daß eine mündliche Klärung des Problems besser lösbar wäre als eine schriftliche. Und da war wieder - wer ahnte es - ein Problem. Nicht nur, daß die Hotline gebührenpflichtig war. (0180-5746667, 12Ct/min.) Nein. Bei diesem Anschluß war nur eine Schallplatten-Dame zu hören, die mich freundlich aber gezielt darauf aufmerksam machte, doch bitte die 0190-826022 anzurufen. Diese überteuerte Hotline ist eindeutig Gelschneiderei und Vorhaltung von Informationen. Und weil ich nicht um 1,86EUR pro Minute ärmer gemacht werden wollte, schrieb ich lieber ein Fax.
Dabei drängte sich mir der Gedanke auf, daß kritische Faxe irgendwie beiseite gelegt oder gar nicht erst beantwortet werden, denn ich wartete vergebens auf eine zufriedenstellende Antwort.
Wieder schrieb ich eine Mail und bekam auch hier keine Resonanz darauf - weder positiv, noch negativ. Deshalb griff ich zu meiner "Geheimwaffe" und schickte erneut ein Fax, in dem ich abermals meine Unzufriedenheit ausdrückte und meine Kündigung androhte. Und da ich ja ganz schön mutig bin, scheute ich auch überhaupt nicht, Namen zu nennen und deutete an, zu Tiscali zu wechseln, falls nicht bald mein doppelt abgebuchtes Geld zurückerstattet würde.
Kurioserweise wurde dieses Drohungsfax schnell beantwortet. Man rief mich sogar persönlich am Abend an und entschuldigte sich tausendmal, daß ich Probleme mit der Rückerstattung hätte. "Ich habe gleich die Überweisung veranlaßt", sagte der Kundenbetreuer mir abends kurz vor 22:00 Uhr, "in 3 Tagen müßte es bei ihnen sein!" Nur leider wartete ich vergebens auf die Rückerstattung. Nach weiteren 2 Wochen Wartezeit und der Erkenntnis, kein Geld zu sehen, schrieb ich ein erneutes Fax und kündigte meinen Vertrag, der noch bis einschließlich November 2002 andauerte. In diesem Fax entzog ich gleichzeitig die Einzugsermächtigung und wies darauf hin, daß der November-Betrag gleich mit dem doppelt abgezogenen Oktober-Betrag verrechnet werden könnte.
Die Kündigung wurde mir trotzig per Email bestätigt. Was habe ich aber dumm aus der Wäsche geguckt, als Anfang November (06.11.02) erneut von meinem Konto der Monatsbetrag abgebucht wurde, OHNE ihn mit dem doppelt abgebuchten Vertrag zu verrechnen. Diesmal war ich nicht bereit, mich mit Callando herumzustreiten und ließ kurzerhand von meiner Hausbank den Betrag zurückbuchen - auf Callandos Kosten, das versteht sich ja wohl von selbst.
Nun kann ich glücklicherweise einen Schlußstrich unter die "callandosche Schreckensherrschaft" ziehen. Mein D1-Handy-Vertrag ist seit September 2002 abgelaufen, ich bin seit Dezember 200 ja sowieso zufriedener O2-Kunde, der nicht zwischen einem anderen Mobilfunk-Provider hängt. Außerdem surfe ich quietschvergnügt mit Tiscali DSL Flat im weltweiten Netz der Daten umher und kann nur jedem raten, weder ein Handy über Callando zu beziehen, noch über Callando zu versuchen, einen Weg ins Internet zu finden. Und einem Callando-Mitarbeiter sollte man immer argwöhnisch entgegentreten. Man weiß nie, was für Geschichten sie Einem erzählen.