Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
tolle Farbvielfalt |
| Kontra: |
nachtaktiv |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Vorgeplänkel
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hatte mir ja vorgenommen, in nächster Zeit öfters mal über Tierarten zu berichten, die nicht jedermann geläufig sein dürften. Heute hab ich mich für den Campbell-Hamster entschieden. Dieser zählt wie der Roborowski und der Dschungare zu den Zwerghamstern, wurde bis 1987 sogar als Untergattung der Dschungaren bezeichnet.
Der Ex-Freund meiner Tante hat diese Tiere gezüchtet und ich hatte immer nen riesen Spaß, sie zu beobachten(okay da war ich noch klein, aber besonders die Farbvielfalt hat mich damals fasziniert).
Also, los geht's:
Aussehen & Charakter
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Der Campbell Zwerghamster ist etwas größer als die anderen Zwerghamsterarten, sein Fell ist weicher. Er kommt als einziger Zwerghamster in vielen Farbschlägen vor: uni, scheckig, satinfarben, wildfarben...
Er ist weniger anhänglich als die anderen Zwerghamsterarten, oft sogar bissig-also mehr ein Tier für Beobachter wie für Kuschler!
Der Campbell ist nachtaktiv, hält man eine Gruppe von Tieren, so kann es nachts schon ziemlich laut werden.
Haltung
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Am besten ist es, den Hamster einzeln zu halten. Tiere die von klein auf aneinander gewöhnt sind mögen sich zwar vielleicht anfangs friedlich untereinander verhalten, aber es kann selbst nach 1 Jahr von heute auf morgen zu bösen Beisereien kommen. Das gilt auch für Pärchen, die sogar schon Nachwuchs hatten und diesen gemeinsam großgezogen haben.
Der Käfig für einen Hamster sollte mindestens 80(breit)x40(hoch) cm messen und mit vielen Klettermöglichkeiten und Röhren(Bsp.Toilettenpapierrolle)bestückt sein. Hamster bewegen sich sehr gerne, daher sollte auch eine große Lauffläche vorhanden sein.
Ein Schlafhäuschen ist natürlich auch zwingender Bestandteil der Käfigeinrichtung, damit sich der Hamster in Ruhe zurückziehen kann.
Am besten geeignet sind solche aus Ton, da sie sehr gut zu reinigen sind und somit das Krankheitsrisiko entscheidend verringert wird. Am besten ist es, wenn man mehrere Häuschen anbietet, damit sich der hamster selbst das aussuchen kann, in dem er sich am wohlsten fühlt.
Gut ist es, wenn man eine Schale (z.B. in Form eines Blumenuntersetzers) Chinchillasand in den Käfig stellt-der Hamster wird sich gerne darin "wälzen", was sein Fell zum Glänzen bringt, der Sand wetzt die Krallen und außerdem benutzt der Hamster Sand gerne als Pipiecke, so dass man den Käfig nicht so oft komplett reinigen muss.
Als Einstreu kann man die normale Kleintierstreu verwenden. Zusätzlich ins Häuschen etwas Heu geben und auch Papiertaschetücher eignen sich und werden gern zum Nestbau genommen.
Wovor ich warnen will, sind die in der Zoohandlung angebotenen Nistmaterialen für Hamster und Vögel. Einer meiner Zebrafinken hat sich einmal wüst darin verheddert und hat sich aus Verzweiflung beinahe das Bein ausgerissen.
Ein Laufrad gehört wegen der großen Lauffreude der hamster auch in jeden Käfig und wenn der noch so groß ist, andersrum ersetzt aber ein Laufrad keinen großen Käfig!!!
Neuerdings gibt es sogar glücklicherweise Läufräder aus Holz, die bevorzugt gekauft werden sollten, da die Verletzungsgefahr an Plastikrädern größer ist.
Äste als Knabbermöglichkeiten bieten sich ebenfalls prima als Käfigeinrichtung an. Zugleich tut man so auch etwas für die "Zahnpflege" seines Hamsters.
Ernährung
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Zum Trinken stets Leitungswasser, das mit speziellen Vitamintropfen angereichert wurde, anbieten.
Als Futter muss täglich Heu, 1TL Trockenfutter und Frischfutter gereicht werden.
Beim Trockenfutter sollte man nicht dsa normale Hamsterfutter nehmen, sondern entweder eine spezielle Mischung für Zwerghamster, oder aber eine Vogelfütter,z.B. eine Mischung für Großsittiche. Auch Kolbenhirse wird gerne gefressen.
Hartes Brot und Knabberstangen sind gut für die Zähne. Anderes Fertigfutter, wie z.B. Joghurttrops, sollten selten bis gar nicht auf dem Speiseplan des Hamsters stehen, da dieses meist sehr fetthaltig ist.
Weiter kann man als trockenes Futter füttern: Knäckebrot, gekochte oder rohe Nudeln, Schildkrötenfutter, Mais, in Maßen:Erdnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne.
Als Frischfutter wird gern genommen: Löwenzahn, Gurken, Tomaten, Äpfel, Birnen oder karotten.
Wichtig ist, dass der Hamster ca. 3x wöchentlich Eiweißfutter bekommt. Hierfür eignen sich z.B.: Quark, naturjoghurt, Mehlwürmer oder Rinderhack.
Zucht
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Während der Tragzeit braucht das Weibchen viel Ruhe. Man sollte ausreichend Nistmaterial in Form von Heu und Papiertaschentücher zur Verfügung stellen.
Wichtig ist, dass vermehr Eiweiß gefüttert wird, besonders auch wenn die Jungen da sind, ansonsten kann es sein, dass die Mutter das Schwächste Junge frisst, um ihre Eiweißreserven aufzufüllen.
Man sollte mehrere Häuschen in den Käfig tun, da die Mutter gerne mit ihren Jungen "umzieht". Vorsicht ist bei Gitterkäfigen geboten, die Jungen können leicht herauspurzeln. Besser auf ein Aquarium umsteigen.
Die Jungtiere sind zunächst nackt und haben die Augen geschlossen. Die Entwicklung verläuft aber relativ schnell. Zunächst muss die Mutter noch den Bauch massieren, damit die Kleinen ihre Geschäfte machen können. Nach einer Woche beginnt die Aufnahme fester Nahrung und die Hamster beginnen sich zu putzen. Nach 2 Wochen werden die Augen geöffnet, das Füllen und Leeren der Backentaschen klappt, die Geschäftchen können selbstständig erledigt werden.
Schon nach 3 Wochen sind die Jungen dann selbstständig.
Nachgepläkel
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Der Campbell Hamster ist ganz klar ein Liebhabertier, denn er kann vereinzelt schwierig sein, daher sollte man sich vor der Anschaffung genau über ihn informieren. Kinder haben meist keine große Freude an ihm, denn sie wollen tagsüber mit ihrem Tier spielen und da will der Hamster nunmal seine Ruhe haben.
Ich finde die Tierchen sehr possierlich, sie sind halt nix zum Knuddeln aber wenn man abends Zeit hat die Tiere zu beobachten...why not?...dann kann man viel Freude an den Hamstern haben.
In der Zoohandlung sind sie kaum zu bekommen. Außerdem muss man da auch höllisch aufpassen, da besonders die wildfarbenen Hamster den Dschungaren sehr ähneln und oftmals die Leute aus der Zoohandlung den Unterschied ebenfalls nicht kennen... der sicherste Weg ist immer noch der zum Züchter!
LG Annika