Campus - Kuwi - Stadt: go East!

4  21.04.2005

Pro:
kleine Uni, dicht bei Berlin, ambitioniert/engagiert/persönlich, international

Kontra:
kleine Uni, dicht bei Berlin, manchmal etwas provinziell

Empfehlenswert: Ja 

ciaocline

Über sich:

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Erfahrungsberichte:3

Vertrauende:1

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An der Eurpa-Universität-Viadrina in Frankfurt (Oder) gibt es insgesamt drei Fakultäten. Die Juristische Fakultät (da kommen die sogenannten Rewis her) die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (hier studieren die Wiwis) und schließlich die Kulturwissenschaftliche Fakultät auf der meine Spezies eine Heimat fand - die Kuwis. In diesem Bericht soll es darum gehen, das Leben an der Uni, in Frankfurt und ganz speziell das Studium an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät etwas zu beleuchten.
Kurz zur Uni allgemein: Die allgemeine Geldmittelknappheit ist natürlich auch hier zu spüren. Dennoch hat die Uni sehr viel zu bieten. Wir haben hier vier Gebäude: Das Hauptgebäude, ein wirklich schönes altes Gebäude wird hauptsächlich von Verwaltung, Bibliothek und studentischen Initiativen genutzt. Gleich daneben gibt es unsere zwei Neubauten , mit jeweils einer großen Mensa und sehr modernen Hörsälen und Seminarräumen. Etwas abseits gelegen (aber mit der Straßenbahn erreichbar) liegt das Gebäude in dem u.a. das Sprachenzentrum untergebracht ist. Hier finden sich auch die PC-Pools. Auf dem gesamten Unigelände hat man Zugang auf W Lan und wenn man sich in der Pause mal die Füße vertreten will - kein Problem, denn die Gebäude liegen teilweise direkt an der Oder. Es gibt sehr viele internationale Studenten, viele davon aus Polen, fast genauso viele kommen aber auch aus Berlin, da Frankfurt von dort aus günstig mit dem RegionalExpress zu erreichen ist.
Apropos, man bekommt hier ein Semesterticket für ganz Berlin und Brandenburg - das ist auch für die Kurzurlaubsgestaltung nicht zu verachten... .


Kuwi in Frankfurt
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In Frankfurt ist das Studium der Kulturwissenschaften folgendermaßen organisiert. Man studiert im neuen Programm, also auf Bachelor und Master. VORSICHT: Alle, die glauben, Kulturwissenschaften seien unheimlich praxisorientiert werden enttäuscht sein, denn in erster Linie geht es um einzelne geisteswissenschaftliche Disziplinen und die sind in aller Regel theoretisch angelegt! Einen kleinen Ausgleich bieten Praxisseminare wie z.B. "Kulturmanagement", diese machen aber nur einen kleinen Teil des Studiums aus. Ansonsten gibt es hier wirklich, wirklich viel zu lesen und zu diskutieren...

Bachelor:
1. Regelstudienzeit für den Bachelor ist 6 Semester. Im Gegensatz zu anderen Studiengängen ist diese Regelstudienzeit hier sehr ernst zu nehmen: wer nach 7 Semestern seine Bachelor-Prüfung nicht gemacht hat, gilt als einmal durchgefallen.
2. Zu Beginn des Studiums sucht man sich 2 Schwerpunktdisziplinen aus. Wählen kann man unter: Sozialwissenschaften, Kulturgeschichte, Literaturwissenschaften und Linguistik.
3. Der Stundenplan wird nach den eigenen Vorstellungen und Interessen aus dem Vorlesungsverzeichnis vom Studenten selbst zusammengestellt. Grenzen werden lediglich gesetzt durch die Anzahl und Art der Scheine, die man braucht und durch die eventuellen Kursvoraussetzungen (es geschieht ab und zu, das Teilnahmevoraussetzung der Besuch einer anderen Veranstaltung ist).
4. Apropos Scheine: Scheine werden erworben in einigen der belegten Kurse durch Klausur, Essays oder Hausarbeit- meistens in Kombination mit einem Referat. Insgesamt braucht man 18 Scheine: 5 in der ersten, 4 in der zweiten Disziplin, 4 im Modul Kulturwissenschaften, 3 aus einer der Nachbarfakultäten und zwei im Bereich "Praxisrelevante Fertigkeiten". Macht im Semester einen Schnitt von 3 Scheinen, also eigentlich machbar. Und nicht zu sehr verwirren lassen von den vielen Kategorien, das ist letztlich nur halb so schlimm, wie es klingt, denn meistens lassen die Profs auch hinsichtlich der Schwerpunktsetzung der Seminare mit sich reden, weil die meisten Kurse ja eh eher interdisziplinär angelegt sind.
5. Weitere Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung sind ein studienverwandtes Praktikum (200h), ein Auslandsaufenthalt von mindestens 3 Monaten (hier werden einem von der Uni viele Möglichkeiten angeboten, s.u.) und verschiedene Abschlüsse in 3 Sprachen (ist machbar, wenn man jedes Semester Sprachunterricht nimmt).
6. Am Ende schreibt man in einem der Seminare, die man besucht eine Bachelorarbeit (die ist dann ähnlich wie eine Hausarbeit aber 15 Seiten länger) und legt eine mündliche Prüfung ab und dann hat man den ersten Teil hinter sich und kann ein Master-Studium anschließen.

Master of Arts:
Dieser Master ist die logische Fortsetzung des Bachelors, dauert 4 Semester und ist ganz ähnlich strukturiert.

Bewertung:
Manchmal sorgen die vielen Regelungen für Verwirrung: es gibt viele Bedingungen und viele Ausnahmen. Außerdem ist der Studiengang nicht wirklich sehr strukturiert, was besonders in den ersten Semestern öfters für Verwirrung sorgen kann. Tip: wer regelmäßig zur Studienberatung geht, kann folgenschwere Fehler in der Studienplanung vermeiden. Außerdem: sucht Euch einen Mentor. Ein älterer Student kann manche Dinge schneller und unkomplizierter erklären als jedes Regelwerk. Alles in allem: ein wirklich guter Studiengang der auch Spaß macht.


Master of European Studies:
Der Master of European Studies an der Viadrina ist sehr anerkannt, kein Wunder, er ist auch sehr gehaltvoll. Man muss Scheine an allen drei Fakultäten machen, also Kuwi, Wiwi und Rewi. Alle sind Europaorientiert. Dadurch hat man insgesamt mehr Seminare als beim Mastef of Arts, man braucht aber keine weitere Sprachausbildung mehr. In diesem Programm wird gleichermaßen in deutsch und englisch unterrichtet und man trifft hier auch sehr viele internationale Studenten.

Bewertung:
Insgesamt eine sehr gute Möglichkeit, wenn man seinen Horizont im zweiten Teil des Studiums erweitern und mehr am Markt ausrichten möchte. Auch etwas besser organisiert als das reguläre Kuwi-Studium.


Zentrale Einrichtungen:
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Das Sprachenzentrum:

Das Sprachenzentrum beziehungsweise die Viadrina Sprachen GmbH sind verantwortlich für die Sprachausbildung an der Viadrina, denn in den meisten Studiengängen bildet sie ein Kernstück. Die Kurse werden alle von Muttersprachlern geführt und das Sprachangebot reicht von Schwedisch, Finnisch über Polnisch, Russisch bis hin zu Englisch, Französisch, Spanisch, Latein, Italienisch und, wegen der vielen ausländischen Studenten, auch Deutsch. Aber zurück zum Sprachenzentrum. Einige Kurse - das ist abhängig vom Level und des eigenen Fortschritts sind kostenpflichtig. Allerdings sind es, wie gesagt nur einige und nicht alle, und außerdem sind sie mit 40 bis 90 Euro pro Semester (also 2x 1,5 Stunden die Woche) auch nicht überteuert - zumindest merklich preiswerter als bei kommerziellen Anbietern.
Es ist so, dass hier nicht jeder immer den Platz bekommt, den er gerne hätte, besonders die Jura-Studenten sind da benachteiligt. Weil aber zum Beispiel Kulturwissenschaften und Internationale BWL ein gewisses Sprachenniveau in der Studien- und Prüfungsordnung vorsehen, hat man als Student in dem Fach sehr selten Probleme (ich persönlich habe bisher noch jeden Kurs bekommen, den ich gern haben wollte...)

Zentrum für Internationales und Weiterbildung:

Das internationale Büro soll Studenten dabei unterstützen, den Auslandsaufenthalt zu organisieren. Das klappt aufgrund der oben erwähnten knappen Ressourcen nicht so umfassend, wie man es sich manchmal wünschen würde, allerdings sind die Mitarbeiter wirklich unheimlich bemüht. Positiv anzumerken ist aber, dass hier unheimlich viele Möglichkeiten zur angeboten werden. So hängen nicht nur immer sehr viele Angebote für Auslands- und Inlandspraktika am schwarzen Brett, die Universität hat auch Austauschprogramme mit sage und schreibe 130 (!) Universitäten weltweit. Ob Chile, Holland oder Litauen - da ist wirklich für jeden was dabei. Außerdem bietet das integrierte Career Center regelmäßig Kurse und Beratungen zu Schlüsselqualifikationen (Wie halte ich eine Präsentation, Umgang mit Word/Exel etc., Bewerbungstraining/Assessment Center Training, Berufsfindungsberatung usw.).

Die Unibibliothek:

Die Bibliothek ist im Vergleich zu den Berliner Uni-Bibliotheken eher klein. Aber auch für die Kulturwissenschaften, besonders für die Sozialwissenschaften gilt: man findet eine ganze Menge.
Ein Manko: da die Uni erst gut 10 Jahre alt ist, fehlt es ein wenig an "Klassikern". Fürs Grundstudium reicht's allemal und was im Hauptstudium an spezielleren Themen hinzukommt kann man sehr gut über die Staatsbibliothek in Berlin abdecken. Ist ja zum Glück nicht so weit... .
Das Suchsystem der Uni ist sehr einfach zu bedienen. Man kann nicht nur vor Ort sondern auch über das Internet die Werke, die man braucht, heraussuchen und ggf. vorbestellen. Weiterhin besteht ein kostenloser Zugang in viele externe Suchmaschinen, wie zum Web of Science, in dem man sich Zeitschriftenartikel heraussuchen kann. Ein kleiner Nachteil hier: das geht nur an den 4 dafür bereitgestellten Internet-PCs der Bibliothek, von denen aus aber einige Studenten gern Ihre elektronische Post erledigen, so dass man oft erst mal ein paar Minuten warten muss. Eine Kopie kostet 5 cent und liegt damit eigentlich im Schnitt bis niedrig.
Nachteile bezüglich der Ausleihe sind folgende: die Zahl der Medien, die man auf einmal ausleihen darf, sind begrenzt, bei Kuwi zum Beispiel auf 5. (Bei Wiwi-Büchern sind es aber mehr) Leihfrist sind auch nur zwei Wochen, man muss sich also oft darum kümmern, dass man die Bücher verlängert...

Die Mensen:

Die zwei großen Mensen an der Uni ist eigentlich recht gut.
Mit Preisen von 1-4 Euro pro Gericht (das 4 Euro Gericht ist dann aber auch der Porsche unter den Mensagerichten) sind sie auf alle Fälle sehr preiswert. Weiterhin wird jeden Tag en vegetarisches Gericht angeboten und überhaupt bemüht man sich hier um ein vielseitiges Menü.
Ziemlich gut ist, dass man an der Theke, wo das Essen ausgegeben wird, gleich in die Küche sehen kann, es gibt nämlich keine Wand dazwischen. Außerdem gibt es eine Salattheke an der immer frischer Salat, frisches Gemüse und teilweise auch Kräuter angeboten werden, samt einer großen Auswahl an Ölen, Essigen und Dressing. Und: man kann sich jeden Tag einen leckeren Nachtisch aussuchen.
Wer dann immer noch nichts findet kann auch in eine der 4 Cafeterien gehen, dort bekommt man dann zum Beispiel Schnitzel mit Pommes, Bockwurst, belegte Brötchen und vieles mehr.
Und ach ja: das Essen wird auf Tellern serviert, nicht auf Tabletts mit Beulen. ;)

Fazit:
Was die universitären Einrichtungen angeht, ist die allgemeine Geldknappheit oft spürbar aber eben nicht so stark, wie es sein könnte, da fast alle Mitarbeiter der Universität mit großem Engagement bei der Sache sind. Das fängt bei den Dozenten und Studienberatern an und macht auch vor den Servicekräften in der Cafeteria nicht halt. Dieser Gemeinschaftsgeist spornt an, selbst für die Uni aktiv zu werden.


Studentische Initiativen:
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Die Uni ist zwar mit ihren knapp 5000 Studenten nicht sehr groß, bietet aber eine große Vielzahl an Möglichkeiten, sich in einer der studentischen Initiativen zu engagieren. Hier gibt es zum einen Gruppen, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Leben an der Uni zu bereichern, wie der Vivadrina e.V., der die studentische Unizeitung gestaltet und herausgibt, Interstudis, die sich um ausländische Studenten kümmern, das Uni-Kino, einen Debattierclub oder die :grotte, eine von Studenten geführte Bar (mehr dazu weiter unten). Aber mit Spotkanie, einer deutsch-polnischen Initiative oder Lahoda- Studenteninitiative Belarus kann man sich neben den Klassikern wie AIESEC, Elsa, Amnesty International, Jusos, Junge Union, Grüne Hochschulgruppe usw. auch gesellschaftspolitisch engagieren. Das stärkt nicht nur die eigenen sozialen Kompetenzen sondern macht sich auch gut auf jeder Bewerbung. Des weiteren sind sehr viele Studienstiftungen an der Uni aktiv, begonnen bei perteiungebundenen wie Stiftung der deutschen Wirtschaft oder Heinrich-Böll Stiftung auch die Parteistriftungen von CDU, SPD und den Grünen oder aber dem Kirchlich angebundenem Cursanus Werk.


Leben in Frankfurt
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Auch wenn Berlin ruft: es bietet sich an, zumindest für das Grundstudium nach Frankfurt zu ziehen. Denn nur so bekommt man eine wirkliche Bindung zum Campus und den außeruniversitären Veranstaltungen. Ein weiterer Vorteil: Ein Weg von 10 Minuten anstatt 1½ Stunden. Frankfurt ist an sich eine ziemlich grüne Stadt und bietet Naturfreunden viele Möglichkeiten bei schönem Wetter und freiem Wochenende das Umland zu erkunden.
Die Mieten
sind ziemlich preiswert, in etwa vergleichbar mit Berlin-Friedrichshain. Die Möglichkeiten der Unterbringung reichen hier von einem der vielen Studentenwohnheime (inkl. Internetanschluss, Mobiliar ...), über schöne Altbau WGs bis hin zu spottbilligen Neubauwohnungen.
Einkaufen
kann man hier sicherlich nicht ganz so gut wie in Berlin aber durch die 3 großen Einkaufszentren gibt es doch eine ordentliche Auswahl. Es gibt ein großes H&M, sämtliche Variationen an Schuhläden, mindestens 2 große Elektrofachmärkte und man hat eine gute Abdeckung an Supermärkten vom Billigmarkt à la Aldi und Plus bis zum Riesen wie Real und Kaufland. Aber für spezielle Sachen macht man dann eben einfach mal einen Shoppingtag in der Berliner City... .
Ein Pluspunkt: Frankfurt hat in der Innenstadt zwei Wochenmärkte, auf denen viel frisches Obst und Gemüse aber auch lecker-frisches Fleisch und Käse von den umliegenden Ländereien angeboten werden.
Wer's ganz billig mag, geht in Polen einkaufen, denn auch in Slubice gibt es neben Supermärkten alle Geschäfte, die man für den täglichen Bedarf braucht.

Spaßfaktor:
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Wenn man sich für ein Studium in einer bestimmten Stadt entscheidet, ist ja aber nicht nur das Studium wichtig, sondern auch das was die Stadt drumherum an Aktivitäten zu bieten hat. Darum: was geht ab in Frankfurt? Neben einem Multiplex gibt es noch zwei kleine Kinos in Frankfurt, außerdem erstaunlich viele Theater für eine so kleine Stadt. Am wichtigsten für Studenten bleibt aber wahrscheinlich das Nachtleben, daher hierzu etwas ausführlicher:

Die ":grotte":

Die :grotte ist die hiesige Studentenkneipe und befindet sich in einem umgebauten Kellergewölbe.
Das Programm oder Fotos von den Veranstaltungen kann man sich auf deren Website (www.grotte-ffo.de) schon vorher ansehen.
Der allgemeine Wochenplan ist so gestaltet, dass Dienstags irgendwelche Specials laufen, wie Erstsemesterparty, Semestereröffnungsparty oder Semesterabschlussparty. Daher ist also nicht jeden Dienstag was los. Mittwochs ist meist Kinoabend. Donnerstags finden mit ziemlicher Regelmäßigkeit Partys statt. Meistens unter einem Motto wie Heineckenparty, Blues-Brothers-Party, 20er-Jahre-Party etc. Freitags ist meistens Kneipenabend und Samstags "Platzangst" - also Disco.
Die Preise sind dem Studentenbudget angemessen, der Eintritt liegt normalerweise bei 0-1,50 Euro (außer zu speziellen Partys siehe Dienstags), die Getränke bei 1-4 Euro und bei Longdrinks wie z.B. meinem Favorit Gin Tonic gibt es ein sehr gutes Mischverhältnis (50/50- oder zumindest nahe dran J).
Geführt wird die :grotte übrigens vom :grotte e.V. einem Verein von Studenten, bei dem jeder der will mitmachen kann.

Andere Veranstaltungsorte

Aber auch abgesehen von der :grotte ist Frankfurt gar nicht mal so müde, wie man annehmen möchte. Es gibt das Bananas, eine Disco mit 2 dancefloors. Im oberen Stockwerk hört man dann Charts, Dance u.ä. und im Keller gibt es immer Black Music. Auch hier werden regelmäßig Semestereröffnungs- und abschlusspartys gefeiert. Der Nachteil, Getränke gehen hier ganz schön ins Geld.
In der letzten Zeit entwickeln sich auch sonst viel in Richtung Party Location. So haben gerade erst 2 neue clubs aufgemacht, der x-club und Boogie nights, die sich vor allem an die Studenten als Zielgruppe richten und in der örtlichen "was geht in FFO" Zeitschrift auch gute Kritiken bekommen haben.
Außerdem gibt es noch das Kleistforum. Auch hier finden halbwegs regelmäßig große Studentenpartys statt, zum Beispiel "die schöne Party" von Radio Eins. Eigentlich ist es Konferenz, Theater- oder allgemein Veranstaltungsort wird aber gern mal gebucht. Und ich finde: die Partys hier machen echt Spaß. Hier findet auch der alljährliche Uniball statt. Der ist weniger für Studenten gedacht, als für die Finanzierer der Uni, aber, wenn man irgendetwas zur Programmgestaltung beiträgt, bekommt man eine Karte kostenlos und kann ein wenig mitfeiern.

Bars und Cafés

Man braucht nicht immer Partys, aber auch zum Chillen gibt es hier einiges.
Mein Favorit für den Nachmittag ist das Café Diana am Rathausplatz. Hier gibt es eine riesige Auswahl an Kuchen und Torten aus der eigenen Bäckerei/Konditorei. Außerdem auch die Marienbrötchen. Damit unterstützt die Bäckerei die Restaurationsarbeiten an den Kirchenfenstern der Marienkirche, die im 2.Weltkrieg nach Russland gebracht worden waren und nun wieder in die Kirche kommen sollen. Die Hälfte vom Verkauf der Brötchen wird gespendet und die Dinger sind super-lecker!
Direkt am Brunnenplatz, einem der zentralen Plätze in FFO gibt's es das Zuppa wo man im Sommer nett draußen sitzen kann. Im "Bechis Irish Corner" gibt es die Landesweit besten Cocktails ebenso wie Whiskey-Verkostungen und gutes Bier. Der "Oderspeicher" direkt an der Oder hat so ziemlich jeden Abend eine Veranstaltung, wie Live Musik, Jam Sessions und diverse Stammtische zum quatschen und sich austauschen (Fotografenstammtisch, Kochstammtisch usw.). In der Altstadt liegt das Kiezlings, eine etwas gehobene Location in der aber immer wieder nette Veranstaltungen stattfinden (wie z.B. Menüabende oder Tequilapartys), eine ordentliche Kneipe - das Königs Fritze, Bewirtung 1900, ein mit allerlei SchnickSchnack eingerichtetes Café à la Berlin-Friedrichshain oder das Joy's Diner, ebenfalls mit Cocktails und super-leckeren Burgern.
Auch absolut empfehlenswert: Slubice. Das ist die Stadt auf der anderen Seit der Oder- also in Polen. Schnell ein paar Zlotys eingetauscht nach der Grenze die zweite Straße links genommen und schon ein paar Minuten später findet man sich auf einer Kneipenstraße komplett mit Irish Pub. Hier kann man unter vielen verschiedenen Kneipen wählen und auch wer nicht polnisch spricht wird sein Bierchen schon kriegen. Da die Stadt so nahe an der Grenze liegt ist man hier deutsche Besucher gewöhnt.


Bewertung:
Frankfurt kann sicherlich nicht mit einer Großstadt wie Berlin mithalten, was die Unterhaltung angeht, doch hat sich die Stadt in den letzten Jahren, gerade auch durch die zahlreichen Studenten ganz schön gemausert. Bei dem täglichen Angebot an Kultur, Kneipenleben und Party ist, wer sich langweilt, eigentlich selbst schuld.

Das könnte auch ein Gesamtfazit sein: es ist denkbar, mit Stadt und Studium unzufrieden zu sein aber wer will, kann wirklich eine Menge aus den gegebenen Möglichkeiten machen und einen großen Nutzen aus seiner Zeit hier ziehen!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Flying_angel

Flying_angel

21.04.2005 22:35

Schön geschrieben :)

haarig

haarig

21.04.2005 20:46

Ein toller Bericht. Schön. LG haarig

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