Optimaler Scanner für XP, Vista und Windows 7
09.01.2010
Pro:
Schnell, leise, super Qualität
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Scan-Qualität:
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Installation
Verarbeitung
Bedienungsanleitung
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 Andreas.Wilhelm
Über sich:
Bei mir gibt es Berichte über Technik, Reisen und Bücher, ab und zu auch über Lebensmittel. Viel Spa...
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Optimaler Scanner für Vista und Windows 7
Einleitung und Kaufentscheidung Als ich im Dezember 2007 mit einem neuen PC von Windows XP zu Windows Vista wechselte, verlief alles glatt - mit Ausnahme meines Scanners, der war unter Vista nicht zum Laufen zu bringen. Es handelte sich um den HP Scanjet 4400C aus dem Jahr 2002, nicht unbedingt ein Methusalem, aber von HP eben nicht mehr mit neuen Treibern unterstützt und somit unbrauchbar. Die HP-Webseite erklärte lapidar, ich solle mir eben einen neuen Scanner kaufen. Das nahm ich mir auch vor, aber "zur Strafe" keinen mehr von HP! Bis ins Jahr 2009 hinein behalf ich mich damit, den HP-Scanner über mein damaliges XP-Notebook zu betreiben, das war aber auf Dauer umständlich und lästig, so dass ich entschied, im Sommer 2009 einen neuen Scanner zu kaufen. Wieder ein Beispiel dafür, dass ein völlig funktionsfähiges Gerät ausgemustert werden muss, nur weil es keinen Treiber mehr dafür gibt - diesen Elektronikschrott hätte man sparen können! Bei meinem letzten Scannerkauf 2002 hatte ich in den Media Märkten eine sehr große Auswahl an Geräten in allen Preisklassen vorgefunden. 2009 war das anders, es gab nur noch wenig Auswahl und dabei dann einige Geräte, die von Preis und Anfassqualität her so richtig "billig" waren und andere in der Hochpreiskategorie für mehrere 100 Euro. Die von mir gesuchte Mittelklasse zwischen 100 und 200 Euro war nur mit wenigen Geräten vertreten, offenbar haben Kombigeräte in Verbindung mit Drucker dieser Klasse das Wasser abgegraben. Ich entschied mich letztlich für den Flachbettscanner "Canon CanoScan 5600F", der mich 149,00 Euro kostete und damit genau meine Preisvorstellung traf. Mittlerweile kann ich sagen, dass diese Kaufentscheidung sicherlich richtig war.
Technische Eigenschaften und Lieferumfang Der CanoScan 5600F ist ein Scanner der aktuellen Generation und wird vom Hersteller Canon auf seiner Produktwebseite so beschrieben: "Dieser CCD-Scanner mit Durchlichteinheit für KB-Filmstreifen oder -Dias bietet eine sehr hohe Auflösung von maximal 4.800 x 9.600 dpi und liefert 300-dpi-Scans in nur ca. 11 Sekunden. Dank LED als Lichtquelle können Aufsichtvorlagen ohne Vorwärmzeit gescannt werden." (Quelle: http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Scanners/Flatbed_with_Film_Scanning/canoscan_5600F/index.asp)
Das Gerät weist aktuelle technische Daten auf: • 4.800 x 9.600dpi optische Auflösung • 48 Bit Farbtiefe • Scanelement: 6-Zeilen-Farb-CCD • USB-Anschluss Hi-Speed (2.0) • maximale Scanfläche: A4 / Letter, 21,6 * 29,7 cm • einfache Bedienung; sieben Tasten direkt am Gerät (4 x PDF, Copy, Scan, Email) • Scan-Geschwindigkeit: 11 Sekunden für eine A4-Seite in 300dpi • Gewicht 4,3 Kilogramm. • relativ große Aufstellfläche, ca. 50 x 28 cm. Höhe: ca. 10 cm bei geschlossenem Deckel. • Stomverbrauch: 19W im Betrieb, 3,2 W im Standby, 0,4 W im Ruhezustand. • Ein-Aus-Schalter für Trennung vom Stromnetz vorhanden! • Durchlichtaufsatz für Dias (brauche ich nicht, werte ich auch nicht)
• Betriebssystem-Kompatibilität: Windows Vista, Windows XP SP2, Windows 2000 Pro SP4. Ich kann Windows 7 ergänzen, da der Scanner bei mir unter diesem System perfekt läuft. Im Internet gibt es auch Treiber für Mac-Rechner. • Mitgelieferte Software: ScanGear, MP Navigator EX, ArcSoft PhotoStudio Im Lieferumfang findet man den Scanner selbst, eine CD mit den Treibern und weiteren Hilfsprogrammen, ein Stromkabel, das USB-Kabel zum Anschluss an den PC sowie ein kleines Handbuch, das zumindest für die ersten Schritte vollauf genügt.
Erfahrungen im Betrieb Die Installation war sehr einfach: Software installieren, Gerät entriegeln, Gerät anschließen und einschalten, fertig. Nach wenigen Minuten konnten die ersten Probescans erfolgen. Das Design in schwarz und silber finde ich schick, es passt auch sehr gut zu meinen übrigen Geräten (Bildschirm, Tastatur, Maus), allerdings ist vor allem der schwarze Deckel ein ewiger Staubfänger und verlangt nach häufiger Reinigung.
In meinem Home-Office hat ein Scanner vier Hauptaufgaben, die ich häufig durchführe und bei denen ich auf Zuverlässigkeit angewiesen bin: 1. Scannen von Texten mit anschließender Texterkennung (OCR)Als OCR-Programm habe ich mir vor einiger Zeit OmniPage 16.0 gekauft; mit dem CanoScan 5600F versteht sich OmniPage bestens, die Erkennungsraten sind sehr hoch. In Verbindung mit dem superschnellen Scantempo empfinde ich diese Kombination Scanner-Software für die Texterkennung als optimal.
2. Scannen von Grafiken und Fotos zum Einbinden in Text- oder HTML-Dateien Für Grafiken, Karikaturen, Skizzen und so weiter ist der CanoScan 5600F sehr gut geeignet, ebenso für Fotos. Im Vergleich zu seinem Vorgänger von HP ist die technische Weiterentwicklung ein Unterschied mehrerer Qualitätsgenerationen, die Scanergebnisse können sich sehen lassen, ich bin rundum begeistert von Geschwindigkeit und Qualität. 3. Scannen von Noten mit capella-scan und Weiterverarbeitung im Notensatzprogramm CapellaAls Musiker und Arrangeur bearbeite ich für meine Chöre viele Chorsätze selbst, sei es im klassischen Kirchenmusikbereich oder in den Bereichen Gospel/Spiritual und Schlager/Song. In vielen Fällen ist es möglich, vorhandene Noten einzuscannen und im Notensatzprogramm zu bearbeiten. Was man mit Abschreiben niemals tun würde, der Scanner macht es einem leicht. Die neuesten Versionen von Capella-Scan und Capella erlauben es mir, in Verbindung mit dem CanoScan 5600F schnell zu perfekten Ergebnissen zu kommen.
4. Anfertigung von Farbkopien Der Scanner eignet sich in Verbindung mit meinem Tintendrucker Canon iP4200 sehr gut als Farbkopierer. Es reicht, die Taste "Copy" zu drücken, schon wird die Vorlage auf einem (wählbaren) Drucker ausgegeben. Mit meinem alten Scanner war diese Funktion auch möglich, aber aufgrund des lahmen Tempos sehr zeitaufwändig. Mit dem CanoScan 5600F ist es eine wahre Freude, auf die Schnelle ein paar Kopien zu machen, die Qualität der Kopien ist für meine Zwecke sehr hoch und ich konnte schon manchen Gang zum Copy-Shop sparen. - Natürlich kann man auch Schwarz-weiß-Kopien machen, aber dafür habe ich einen Digitalkopierer im Arbeitszimmer stehen, der dann doch noch ein bisschen besser und schneller kopiert. Meine Anforderungen sind sicherlich nicht besonders hoch und keineswegs mit Grafik-Profis zu vergleichen, doch glaube ich schon, dass die meisten Durchschnittsanwender ähnliche Profile aufweisen werden. Und für solch ein Profil ist der CanoScan 5600F optimal geeignet. Zum Preis von 149,00 Euro habe ich ein Gerät erstanden, das alle bei mir denkbaren Anwendungsfälle auf beste Weise und zudem in rasantem Tempo bearbeitet. Ich bin mit allen Ergebnissen sehr zufrieden und voll des Lobes.
Von der mitgelieferten Software verwende ich nur den Scanner-Treiber MP-Navigator, der sich zuverlässig in die meisten installierten Anwendungen einklinkt, so dass der Scanner über die TWAIN-Schnittstelle aus beliebigen Programmen direkt aufgerufen werden kann. Positiv an dem Treiberprogramm ist zu vermelden, dass eine skalierbare Scanvorschau existiert, die sich gut einstellen lässt. Die Einstellmöglichkeiten des Treibers gehen weit über mir bekannte ähnliche Produkte hinaus, so dass ich als durchschnittlicher Anwender alles (und noch mehr) finde, was ich brauche. Hier sieht man deutlich, dass Scanner einer etwas höheren Preisklasse auch im Bereich der Treiber und Software mehr bieten als die Billig- und Standardklasse. Erfreulich ist auch, dass die Scan-Lautstärke sehr dezent ist und nicht mehr als ein Summen darstellt.
Probleme? Echte Probleme gibt es eigentlich nicht. Die Scansoftware ist im Vergleich zu anderen mir bekannten Vertretern dieser Gattung recht ausgereift und absturzsicher. Der Treiber ist von praktisch jedem Programm aus verfügbar, so dass der Scanner so gut wie überall direkt angesprochen werden kann. Lediglich OpenOffice Draw 3.11 machte anfangs ein kleines Problem; dieses ließ sich jedoch durch ein Treiber-Update von der Canon-Homepage schnell lösen. Insgesamt bin ich sehr erstaunt, wie simpel ein Scanner heutzutage funktionieren kann. Alle Vorgängermodelle und auch die Scanner, die ich beruflich kennengelernt habe, machten mehr Probleme als der CanoScan 5600F. Ich bin somit "problemlos" zufrieden.
Fazit Ich denke, dass mein Bericht bereits deutlich gemacht hat, dass für mich nur die Höchstnote in Frage kommen kann. Der CanoScan 5600F ist ein recht preiswerter semiprofessioneller Scanner, der alle meine Anforderungen auf das Beste erfüllt. Dafür habe ich gerne 149 Euro ausgegeben und ich gehe davon aus, dass ich mit diesem Gerät auf Jahre hinaus zufrieden sein werde. Bestnote, volle Empfehlung, Herz, was willst du mehr!
Allen Interessierten ein herzliches Dankeschön fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren des Berichts! © Andreas Wilhelm, 09.01.2010
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10.04.2010 22:35
Das ist ein super Bericht. LG Zilina
21.03.2010 22:37
Eindeutig bh ;) Mit den besten Grüßen, Jeehaa :)
01.03.2010 20:13
Echt toller Bericht!