Erfahrungsbericht über

Canon CanoScan LiDE 200

Gesamtbewertung (3): Gesamtbewertung Canon CanoScan LiDE 200

20 Angebote von EUR 84,00 bis EUR 117,83  

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Scan or no scan, das ist hier die Frage

5 8. Dez 2008

Pro:
hervorragender Flachbettscanner mit Schnelltasten und 4800 dpi

Kontra:
nichts gefunden

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Scan-Qualität:

Geschwindigkeit:

Benutzerfreundlichkeit:

Installation:

Verarbeitung:

Bedienungsanleitung:

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ditho1911

Über sich: Wieder im Alltag zurück, die ersten Frühlingsboten machen Mut.

Mitglied seit:22.07.2008

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Produktvideos:22

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 60 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hatte sich mein Sohn doch vor längerer Zeit ein Multifunktionsgerät zugelegt, weil das ja so praktisch ist, solange nichts kaputt geht. Nun war es aber soweit, er konnte nicht mehr scannen und damit auch nicht mehr kopieren. Erst wollte ich ihm einen Zeichenblock und eine Packung Buntstifte schenken, damit er alles schön abmalen kann, aber das brachte ich doch nicht übers Herz. Also erbte er meinen Canoscan LIDE und ich sah mich nach einem neuen um. Da ich noch einen Amazon-Gutschein hatte, sah ich mich dort einmal um und merkte schnell, daß man aus einem Scannerkauf auch eine Wissenschaft machen könnte, so man nichts besseres vorhat.

Wie dick darf's denn sein?

Rechtzeitig besann ich mich darauf, daß ich hin und wieder eine Seite aus einem Buch oder Katalog abzulichten hatte und das nicht immer einfach war. Je dicker das Buch, um so schlechter die Kopie, weil bei dem normalen Kippscharnier des Deckels der Andruck sehr ungleichmäßig war. Also wäre ein parallel verschiebbarer Deckel ganz gut, d.h. ein Z-Gelenk möchte er schon haben. Aber bringt es das schon allein? Das verwendete Scanelement hat hier noch eine Menge mitzureden - CIS oder CCD?

CIS (Contact image sensor) bedeutet, daß der Scanner so gut wie keine Tiefenschärfe hat, er bildet nur das gut ab, was völlig plan auf der Glasscheibe liegt. Schon ein kleiner Knitter ist zu sehen. Das Z-Gelenk und ggf. ein schwerer Gegenstand auf der Abdeckplatte können hier schon behilflich sein.

CCD (Charge-coupled Device-Technologie) bedeutet, daß der CCD-Scanner vor dem Sensor eine Optik hat, die mit solchen Abweichungen etwas großzügiger umgeht, d.h.
die Seiten werden auch dort noch scharf abgebildet, wo sie nicht auf der Glasscheibe aufliegen, allerdings um so dunkler, je weiter sie vom Glas entfernt sind. CCD wird vorwiegend im Barcodebereich bei Handscannern angewandt, es gibt aber auch entsprechende Flachbettscanner.

Beide Verfahren unterscheiden sich wie folgt: CCD braucht eine gewisse
Lampenaufwärmzeit und ein Netzteil zur Stromversorgung, während CIS nach dem Einschalten sofort loslegt und kein Netzteil braucht, sondern über den USB-Anschluß versorgt wird..

Da ich auch hin und wieder mit Laptop und möglichst Scanner unterwegs bin und damit Größe und Stromversorgung eine gewisse Rolle spielen, habe ich mich dann für einen CIS-Scanner entschieden.

Canon macht das Rennen

Da der bei Amazon angebotene Canoscan LIDE 200 (Scharnier an schmaler Seite) von der Bauform besser in mein Büro paßt als der Epson Perfection V10 (CCD und Scharnier an breiter Seite), habe ich mich dann für ersteren entschieden. Was versprach er mir sonst noch so alles?

Als das Paket ankam, war ich schon etwas verwundert. Keine Extraverpackung, nur der Originalkarton, klein und sehr leicht. Beim Auspacken konnte ich jedoch sehr schnell feststelle, daß hier die Qualität bereits bei der Verpackung begann. Stoßsicher verpackt und mit viel Schutzfolien und Sicherungsstreifen versehen, der Scanner zusätzlich mit einer schaltbaren Transportsicherung, das gefiel mir. Inder Verpackung außer dem Scanner selbst ein USB-Verbindungskabel zum PC, eine Halterung zum senkrechten Aufstellen des Scanners, eine Software-CD und mehrsprachige Anleitungen zur Inbetriebnahme.

Was versprach er mir denn schon auf der Verpackung, wie wurde er beworben?

Kompakter und hochwertiger 4800-dpi-Scanner mit 4 Schnelltasten und "Auto Scan Modus"

Z-Scharnier zum Scannen dicker Vorlagen

USB-Anschluß

Platzsparende Verwendung in aufrechter Position möglich

Vielfältige Funktionen für die Bildkorrektur

Als Betriebssysteme eignen sich Windows Vista, XP SP2, Windows 2000 SP$ sowie Mac OS X v. 10.3.9, v.10.4, v.10.5, als Browser Internet Explorer 6.0 bzw. Safari, ein CD-Laufwerk möchte vorhanden sein und als Display XGA 1024 x 768.

Die beiliegende Software ist für alle genannten Betriebssysteme geeignet.

Scanner marsch!

Ich bereite den Scanner für seinen ersten Einsatz vor, entsichere ihn und schließe das USB-Kabel an, aber nur an den Scanner. Bevor er an den PC darf, wird erst einmal die Software von der beiliegenden CD installiert. Nach der Auswahl des Landes aus dem Menüangebot kann ich zwischen einfacher (automatischer) und benutzerdefinierter Installation wählen. Ich entscheide mich für benutzerdefiniert, um zu erfahren, was für Software angeboten wird und was sie kann.

Scan-Gear ist eine Software, die ich schon vom Vorgänger kenne. Sie beinhaltet die Treiber und zahlreiche Feineinstellungen für den Scanner, auf die ich später eingehe.

Online-Handbuch ist natürlich auch zu empfehlen, da es nicht nur die Bedienungsanleitung für den Scanner enthält, sondern auch zahlreiche Hinweise zur Behebung von Fehlern.

MP Navigator Ex ermöglicht den Import der gescannten Bilder in Druckprogramme, als Anhang von E-Mails und das Speichern.

Adobe RGB ist erforderlich für den farbtreuen Druck von Adobe RGB-Bildern, wobei man hier schon etwas davon verstehen sollte. Der angeblich größere Farbraum führt bei vielen Anfängern zu völlig verhunzten Bildern. Also schon bei der Kamera bei der Auswahl lieber sRGB wählen und auf Nummer sicher gehen. Analog hier beim Scannen - nur gute Adobe RGB-Bilder mit dieser Einstellung scannen!

Solution Menü eine Zubehörsoftware für den Fotodruck.

Arc Soft Photo Studio eine preiswerte Bildbearbeitungssoftware, für die es aber viele Alternativen gibt. Ich selbst nutze eine ältere kostenlose Version von Ulead Photo Impact.

Nun habe ich alles installiert, aber ich will ja diesmal testen. Ich stecke also den USB-Stecker in den PC und warte. Ein Ping zeigt mir, daß das neue Gerät erkannt wurde und ein leises Surren, daß der Scanner kalibriert wird. Keine zusätzlichen Menüs, alles bingo.

Auf dem Desktop erscheint das Symbol Canon Solution Menü neben dem für das Online-Handbuch. Ich starte das Menü, nachdem ich eine A4-Testseite in den Scanner eingelegt habe. Ich erhalte ein Auswahlmenü zwischen "Fotos oder Dokumente scannen/importieren" und "Hilfe zu Canon- Produkt oder -software aufrufen". Ich entscheide mich für ersteres, was mir den MP Navigator Ex aufruft, der mir ein neues Auswahlmenü aufruft. Unten links ist ein Button, der zwischen der Maxi- und Minidarstellung wählen läßt.

Maxidarstellung

Wer denkt, daß sich hier nur die Menügröße ändert, irrt gewaltig. Ich kann zwischen Scannen/Import, Anzeigen und Verwenden und benutzerdefiniertem Ein-Klick-Scannen wählen. Unter diesen Wahlbuttons wird mir in einem großen Feld angezeigt, was da so alles geht. Ehe ich mich entscheide, kann ich noch einige Voreinstellungen treffen, so z.B. wo meine gescannten Bilder gespeichert werden, wie ich die vier an der Vorderseite des Scanners befindlichen Schnelltasten programmieren will, wobei mir ein Standardangebot bereits zur Verfügung steht: Kopieren, Scannen, PDF und E-Mail.

Ich wähle zunächst Scannen von Fotos bzw. Dokumenten. Ein neues Fenster erscheint. Ich werde aufgefordert, mein Dokument aufzulegen und bekomme dazu Hinweise. Dann muß ich den Dokumenten- bzw. Fototyp auswählen, also Farbphoto, Fotodokument, SW-Dokument oder Graustufe, insgesamt 6 Möglichkeiten. Dann kann ich Dokumentengröße und Scanauflösung von 75 bis 600 dpi einstellen. Zusätzliche Einstellmöglichkeiten sind Entrastern, automatische Erkennung und Korrektur einer Schräglage, Scharfzeichnen, Durchscheinen des Dokumentes verhindern, Bundstegschatten entfernen und Ausrichtung von Textdokumenten erkennen. Bevor ich nun vielleicht endlich zum Scannen komme, kann ich mich noch entscheiden, ob ich den Scannertreiber verwenden will. Probieren wir es erst einmal ohne und siehe da, eine brilliante Kopie erscheint. War bei einem schwarz-weiß- Textdokument auch nicht anders zu erwarten.

Nun mal mit Treiber. Ich erhalte, was Wunder wohl, ein erneutes Auswahlmenü, das mich zwischen Basismodus, erweitertem Modus und Automatik-Modus entscheiden läßt. Die Besonderheiten dieser Modi:

Baismodus - 1. Quelle wählen (Farbe..., sofern nicht schon voreingestellt, 2. Vorschau, 3. Ziel (Bild, OCR, Druck), 4. Ausgabeformat festlegen, 5. Bildkorrekturmöglichkeiten festlegen und endlich 6. Scannen.

erweiterter Modus - hier sind weit über den Basismodus hinausgehende Einstellmöglichkeiten für Experimentierfreudige vorhanden, wie z.B. gleitende Verschiebung der Helligkeit, des Kontrastes, der Farbsättigung usw. bei gleichzeitiger Vorschaumöglichkeit. Auch die Dateigröße in Abhängigkeit von den Einstellungen wird angezeigt.

Im automatischen Scanmodus können bis zu 10 Dokumente gleichzeitig auf die Auflage gelegt werden, die dann automatisch erkannt und bearbeitet werden. Die gescannten Bilder können dann individuell nachbearbeitet werden.

Bilder anzeigen und verwenden

In diesem Modus können in verschieden definierten Ablageorten vorhandene Bilder aufgerufen und bearbeitet werden. Auch eine Merkfunktion für kürzlich gespeicherte Bilder ist vorhanden.

Das benutzerdefinierte 1-Klick-Scannen

ist eine starke Vereinfachung der zuvor beschriebenen Einstell- und Verwendungsmöglichkeiten des Scanners. Man kann zwischen Speichern, Kopieren, Drucken, Mail, OCR, PDF, Scan1 und Scan 2 wählen.
Speichern bedeutet Scannen von Bildern und speichern in einem zuvor festgelegten Speicherbereich.
Kopieren bedeutet die Direktausgabe des gescannten Originaldokuments an einen zuvor definierten Drucker ohne Speicherung.
Drucken ist speziell für Fotos oder Filme gedacht.
E-Mail übergibt die Scan-Datei an das festgelegte E-Mail-Programm als Anhang.
OCR überträgt gescannte Textdokumente mittels Schrifterkennungssoftware in eine Textverarbeitung.
Scan1 und Scan2 ermöglichen die automatische Übertragung der gescannten Daten in eine festgelegte Anwendung, z.B. Bildbearbeitungsprogramm.
PDF sichert die gescannte Datei als PDF-Dokument fälschungssicher.

Minidarstellung

Die Minidarstellung beschränkt sich auf die Darstellung des 1- Klick-Scannen in einem kleineren Fenster, das nur einen kleinen Teil des Desktops in Anspruch nimmt. Dabei sind oberhalb der jeweiligen Funktion die vergleichbaren 4 Schnelltasten angezeigt. Diese ermöglichen natürlich eine superschnelle Funktionalität, mit der Einschränkung, daß sie mit den vorher gewählten Einstellungen arbeiten. Wer also seine einstellungen nicht im Auge behält, kann mit diesen tasten auch ein Fiasko erleben. Aber in der regel verwendet man ja Standardeinstellungen, so daß diese Schnelltasten für eine schnelle Kopie hervorragend sind.

Die Stunde der Wahrheit

Das Scannen von einzelnen Seiten ist ja in der Regel keine besondere Kunst. Kritisch wird es erst bei dicken Dokumenten, wie Katalogen oder Büchern. Ich wähle ein ca. 2 cm starkes Buch und teste den Z-Verschluß. Mit dem Basisscan ohne zusätzliche Voreinstellungen entsteht ein leichter Bundschatten, der sich durch die Bundschattenkorrektur fast völlig beseitigen läßt. Ein noch besseres Ergebnis wird erzielt, indem ich auf die Scannerabdeckung ein schweres Buch lege, so daß mein Buch besser angedrückt wird. Der Bundschatten ist völllig weg.

Ich wähle ein 750 Seiten starkes Buch, schlage es auf Seite 224 auf und lege es auf den Scanner. Auch mit großer Anstrengung gelingt es mir nicht, das Buch völlig plan aufzulegen. Ich scanne im erweiterten Modus mit schwarzweiß-Einstellung und erlebe ein Fiasko. Selbst die Bundschattenkorrektur ist hier machtlos. Ein zweiter Versuch mit Graustufe bringt die Wendung, ca. 90 % der Seite sind gut lesbar und auch über OCR intertretierbar. Der Bundschatten ist weg, aber am Bund war der Abstand zum Scanner zu groß. Diese Buchstaben sind nicht lesbar.Hier wäre wahrscheinlich ein CCD-Scanner im Vorteil.

Da ich in der Regel solch dicke Bücher nicht einscanne, war dies für mich nur ein rein theoretischer Test. Das was bei mir so anfällt, hat er tadellos gemeistert. Ich werde wohl noch einige Zeit benötigen, um alle seine Fähigkeiten voll einsetzen zu können. Aber eines weiß ich heute schon: für die normal anfallenden Scanaufgaben hat er seine Feuertaufe bestanden und das mit Bravour. Ich hole gern 5 Sterne vom Himmel und schenke sie ihm, dnn seit heute ist mein Büro wieder voll einsatzfähig. Sicher wird es bald auch ein Video über ihn geben. 

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Saruna

Saruna

15.05.2009 13:16

Dieser Bericht hat meine Kaufentscheidung entscheidend positiv beeinflusst. Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht. :) LG Saruna

l.x.klar

l.x.klar

10.12.2008 13:29

es ist alles bereits gesagt (s. u.) gruss

geistreich

geistreich

10.12.2008 01:15

Da ist einfach alles drin. :-) LG Karin

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Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 4621 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

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