24.06.2001
Pro:
kompaktes, wertiges Äusseres; verschleissarme Mechanik; Anbindung per USB; Bedienknopf am Gerät beschleunigt den Arbeitsablauf; . . .
Kontra:
Scandauer bei hoher Auflösung recht lang; Scannen von Buchseiten erfordert zusätzlichen Druck auf die Abdeckplatte
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Scan-Qualität:
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Installation
Verarbeitung
Bedienungsanleitung
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 Thokla
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:185
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 199 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Plötzlich überkam mich eines Tages doch das schlechte Gewissen, denn die Bekannte aus dem Urlaub sandte mir, wie schon vorab angekündigt, vier ihrer eingescannten Fotos per eMail zu, da sie in meinem Bildrepertoire leider nicht vorhanden waren. Gleiches versprach natürlich auch ich vor Ort, nur fehlte immer noch das geeignete Gerät, die Papierabzüge in elektronische Form zu bringen. So sah ich mich endlich intensiv danach um, welcher Flachbettscanner zukünftig meine technische Ausstattung erweitern sollte und zog dazu selbstverständlich auch die Aussagen diverser Meinungsplattformen sowie auch Testberichte renommierter Zeitschriften zu Rate. Es durfte schon ein Gerät der mittleren Preisklasse sein, sollte den Namen eines erfahrenenen Herstellers tragen und auch optisch nicht ein nur standardisiertes Design vorweisen können. Die letztendliche Entscheidung fiel nicht schwer, denn die genannten Kriterien trafen bei meinem persönlichen Sieger, dem „CANON CanoScan N 650 U“, in allen Punkten zu. Mehr sogar, ist doch das Äussere dieses regulär 249.-DM teuren Flachbettscanners so prägend, dass nahezu jedes andere der begutachteten Geräte daneben zu einem Mauerblümchen verkommen würde. ©TK. Dieses, von CANON selbst, als kleinster Flachbettscanner der Welt beworbene Schmuckstück ist nur minimal grösser als ein Blatt Papier in der Grösse DIN A 4 und nur etwas über 3 cm hoch.
Doch natürlich können sich die technischen Daten ebenfalls mehr als sehen lassen, wurde doch dieser Scanner von bekannten Fachzeitschriften ( u.a. PC-Direkt, PC Shopping, computerfoto, ... ) in den Kategorien Scanqualität sowie Preis-/Leistungsverhältnis oftmals an die Spitze des Testfeldes erhoben. Die dem Gerät beim Kauf beigefügte Software, bei denen es sich ausnahmslos um Vollversionen handelt, zeigten schon andererorts ihre einfache und praktische Anwendungsfähigkeit. Vordergründig ist anzuführen, dass dieser Scanner „nur“ eine USB-Anschlussmöglichkeit bietet und somit ohne ein zusätzlich energiezehrendes Netzteil auskommt. Die maximale Leistungsaufnahme ist mit rund 2,5 W so niedrig, dass sich dieser CanoScan auch für den portablen Einsatz, z.B. in Zusammenhang mit Laptops, hervorragend eignet. Dazu trägt auch die platzsparende Grösse und das Gewicht von geradezu vernachlässigbaren 1500 g bei.
INSTALLATION und SOFTWARE Dank einer beigelegten Kurzanleitung, die so kurz gar nicht ist, gerät der Einstieg für den Neubesitzer fast kinderleicht. Das beigefügte (!), hochwertige und nicht zu kurze USB-Kabel verbindet Scanner und PC, die mitgelieferte CD-ROM enthält u.a. die notwendige Treibersoftware (ScanGear CS-U), die per Windows-üblichem Hardware-Assistenten problemlos auf der Festplatte unterzubringen ist. Ist dieser Vorgang erfolgreich abgeschlossen worden, ist es empfehlenswert, sich eine Übersicht über die weiteren, zur Verfügung stehenden, Anwendungsprogramme auf der CD-ROM zu verschaffen. ©TK. Beim erneuten Einlegen erscheint ein übersichliches Menüfenster, dass es unter dem Punkt „Software installieren“ dem Nutzer überlässt, welche weiteren Programme er zu benutzen wünscht:
>> ScanGear Toolbox CS-U 5.7: ... ist die wichtigste Anwendung auf dieser CD. Sie dient der Unterstützung des Scanvorgangs, der Speicherung sowie der Anbindung zur Weiterverarbeitung der gescannten Bilder und Dokumente. In übersichtlicher Form erscheint das Fenster der Toolbox automatisch, drückt man die einzige Taste des Scanners im Frontbereich. Der User kann jedoch auch andere Prioritäten setzen i.Bez. auf die gewünschte Aktion, die beim Druck auf die Taste stattfinden soll. Innerhalb dieses Toolboxfensters habe ich es beispielsweise vorgezogen, einen der 3 benutzerdefinierbaren Buttons sogleich mit einem Link zum Bildbearbeitungsprogramm ADOBE Photoshop 5.0 zu belegen. So wird nach dem anschließenden Scan das Ergebnis direkt im gewählten Programm zur Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt. Weitere Buttons weisen sich im Alltagsbetrieb als sehr praktisch auf. Ein Klick auf den Punkt „Kopieren“ führt auf einfache Weise eine Hardcopy des zum Scannen eingelegten Bildes auf dem lokalen Drucker durch. Der Klick auf „Mail“ stellt dem genutzen eMail-Programm sogleich das Scanergebnis in schnell durchzuführender Form zur Verfügung.
Zahllose Einstellungen, die innerhalb der Toolbox durchgeführt werden können, zeigen sich im Alltagsbetrieb als sehr zeitsparenden Faktor, sodass nur grobe, sich ändernde, Parameter (Auflösung, Farbe/SchwarzWeiss, ... ) im Hauptfenster schnell angepasst werden können. >> ArcSoft Photostudio 2000: ... ist ein sehr einfach zu bedienendes Bildbearbeitungsprogramm für User, die ein ähnliches noch nicht ihr Eigen nennen können. Doch lohnt auch eine Installation, wenn man nicht immer aufwendigere Programme wie z.B. ADOBE Photoshop für eine schnelle Bearbeitung benutzen möchte. Bildverbesserungs- und Veränderungsfunktionen sind auch bei ArcSoft in reicher Auswahl vorhanden, die integrierte Hilfefunktion ist meist ausreichend - auch ohne auf das ebenfalls vorhandene Online-Handbuch zurückgreifen zu müssen.
>> ArcSoft PhotoBase 2.1: ... ist ein mitgeliefertes Programm, das ich bisher nicht installiert habe, dient es überwiegend zur „Inventarisierung“ gescannter Fotos in Fotoalben. Doch bietet es auch die Möglichkeit der Erstellung selbstkreierter Postkarten und zur Erstellung von Bildschirmpräsentationen in Vollformat, auf Wunsch mit akustischer Untermalung. >> Caere OmniPage Pro 9.0: ... ist die Vollversion des auch Anfang des Jahres beim Discounter Aldi verkauften Programms zur Texterkennung eingescannter Dokumente. Der Hersteller ScanSoft Inc. bietet zwar mittlerweile schon die Version 10.0 an, doch ist schon die beiliegende Version als üppig ausgestattet zu bezeichnen. Diese OCR-Software („Optical Character Recognition“) bietet den Vorteil, dem User das Abtippen diverser Texte zu ersparen, um sie mit handelsüblichen Textverarbeitungsprogrammen weiter zu nutzen. Eingebunden werden können mittels OmniPage gescannte Texte u.a. auch im verbreiteten MS Word, die (Wort-)Fehlerquote hält sich in Grenzen, aber ein Korrekturlesen sollte eher doch vorgezogen werden. ©TK. Immerhin zeigt dieses Programm sich auch lernfähig, um zukünftig die fehlverstandenen Worte beim nächsten Versuch evtl. richtig darzustellen.
>> ADOBE Acrobat Reader 4.05: ... dürfte mittlerweile fast jedem bekannt sein als Universalsoftware, um weltweit einfach und für jeden Texte lesbar zu machen, ohne spezielle, andere Programme vorzuhalten. Doch inzwischen ist die Version 5.0 schon downloadfähig und die Installation der älteren Ausführung ist dann überflüssig. Weiterhin befinden sich auf der CD-ROM umfangreiche Benutzerhandbücher im .pdf-Format für die mitgelieferten Programme, sollten weitergehende Fragen auftauchen. Der Punkt „Fehlersuche“ kann auch leicht verzweifelten Benutzern auf die Sprünge helfen.
PRAXISEINSATZ Die Benutzung gestaltet sich sehr einfach. Ist das zu scannende Objekt unter der leichten Abdeckplatte auf der, mit seitlichen Markierungen versehenen, Glasplatte positioniert, wird einfach der blaue Bedienknopf gedrückt und es öffnet sich die o.g. Toolbox. Nach Auswahl der entsprechenden Option erscheint dann das Hauptfenster, in der das Vorschaubild erstellt werden kann. Dieser Scanvorgang, der der Auswahl für die dann anschließend entgültig zu scannende Fläche dient, dauert im Mittel ca. 20 Sekunden. Nach Auswahl der Auflösung (75-1200 dpi) und der per Mouse festlegbaren Scanfläche erfolgt der entgültige Scanvorgang. Für den Versand per eMail bzw. zur Einstellung in das Internet erweist sich eine Auflösung von 300 dpi qualitativ für mehr als ausreichend und dauert bei einem Durchschnittsfoto nur etwa 20 Sekunden. Die sich ergebende Dateigrösse von beispielhaft ca. 800 kB lässt sich a.W. mittels üblicher Bildbearbeitung auf wenige kB reduzieren, um den Versand zügiger zu gestalten.
Extremfall ist ein DIN A 4 –Scan mit der max. möglichen Auflösung von 1200 dpi. Hier ergeben sich praxisuntaugliche 9 (!) Minuten mit einer Dateigrösse von > 4MB, die zwar qualitativ ihresgleichen suchen, doch eher in Ausnahmefällen Anwendung finden werden. In diesem Modus sieht jedoch das Ergebnis, dass der N650U zur Verfügung stellt, dem Original in Punkto Farbechtheit und Kontrast zum Verwechseln ähnlich. Bei niedrigen Auflösungen scheint das Scanresultat eine, wenn auch kaum merkliche, Nuance heller zu wirken, nicht aber so deutlich, dass von Verfälschung die Rede sein könnte. Durch die interne Farbtiefe dieses Scanners, angegeben mit 42 bit, wird nahezu jedes noch so differenzierte Bild sehr detailliert in Bezug auf Farbtreue und Kantengenauigkeit wiedergegeben. ©TK. Ein „Pixeleffekt“ wird erst bei wirklich hohem Vergrösserungsfaktor sichtbar, geht aber bei anschließenden Ausdrucken auf einem guten Fotodrucker in normaler Grösse nicht negativ in die Qualitätsanmutung ein. Auch fällt auf, dass ein Ausdruck des Scanresultates in Papierform eine bessere Qualität zu haben scheint als es in der vorherigen Ansicht auf dem Monitor wirkt.
CANON Feature: LIDE-Technology Werden üblicherweise bei den meisten Scannerprodukten Mechaniken, bestehend aus Spiegel(n) und einer Lichtquelle sowie einem Objektiv mit CCD-Sensor, zur Abtastung der Vorlage eingesetzt, benutzt CANON bei diesem (wie auch ähnlichen Modellen) die sog. „LIDE“-Technik („LED in direct exposure“). Bei dieser Art der Bildabtastung sind sämtliche Teile in den beweglichen Schlitten integriert, der unter der Glasplatte die gesamte Breite einnimmt. Somit kann es bei häufigerer Nutzung nicht zu evtl. Verschleisserscheinungen durch sich erhöhendes, mechanisches Spiel der einzelnen Komponenten zueinander kommen, was sicher zu einer stark erhöhten Lebensdauer und konstant guten Ergebnissen führt. Das Kürzel LED deutet des weiteren darauf hin, dass hier keine herkömmliche Lichtquelle zum Einsatz kommt, sondern die Leuchteinheit aus drei Leuchtdioden besteht, die fast gleissend weisses Licht erzeugt.
Durch den geringeren Anteil an mechanisch zu bewegenden Teilen gibt der CanoScan auch nur ein leichtes und dezentes Surren des Schlittens beim Scanvorgang von sich. Anfangs gewöhnungsbedürfig, beim ersten Mal gar erschreckend, ist der beim Start des PC vom Scanner durchgeführte Kalibriervorgang. Durch die Verbindung des N650U mittels USB-Kabel ist diese ungewohnte Geräuschkulisse, die evtl. auch akustisch auf einen Festplattencrash hindeuten könnte ;-), jedoch nach jedem Einschaltvorgang zu hören. SYSTEMVORAUSSETZUNGEN
>> Pentium-Prozessor oder höher >> min. 32 MB RAM, besser jedoch mehr >> Windows 98, Win ME ( .. problemlos in der Anwendung), Win 2000 >> ww. Macintosh OS 8.5 oder höher ( .. wobei die hierfür notwendige Software ebenfalls auf der CD-ROM enthalten ist) FAZIT
Ein optisch fein designter Scanner, der auch in gestylter Umgebung eine gute Figur abgibt. Einfache Anschlussmöglichkeit, auch im mobilen Einsatz, ist durch die Stromversorgung und den schnellen Datenaustausch per USB gegeben. Die Installation und Bedienung gestaltet sich, auch für Anfänger, sehr einfach und ist gut erklärt. Die Scanqualität ist für den heimischen Nutzer mehr als ausreichend, eine mögliche Auflösung von bis zu 600x1200 dpi ist gegeben. Die Mechanik dieses Scanners scheint nahezu unverwüstlich mit gutem Schutz vor eindringendem Staub. Die, im Scharnierbereich, flexible Abdeckplatte lässt auch Scans von Büchern zu, wobei bei dicken „Brocken“ ein wenig Druck zu besseren Resultaten verhilft. Berücksichtigt man zusätzlich den Umfang der mitgelieferten Software ist auch ein Preis im Rahmen der UVP von 249.-DM als angemessen anzusehen, wobei im Internet inzwischen auch deutlich preiswertere Angebote auffindbar sind. ©TK 24/06/2001
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20.02.2002 14:42
ich bin mit meinem Canon-Scanner (das Modell N66U - mit Diascanaufsatz) auch sehr zufrieden, und das Design ist auch gut und kompakt.
22.09.2001 12:23
toller Bericht - aber wie bekommt man den so viele Lesungen? Natürlich würde ich mich auch über ein paar klicks freuen, aber das schreibt ja jeder.
16.08.2001 22:13
Was mich nervt ist, daß inzwischen alle preisgünstigen Geräte nur mit USB ausgeliefert werden. Mein Schanner (Parallelport) ist defekt, ein Neukauf unmöglich, außer ich gebe fast 1000 DM für ein SCSI-Gerät aus (was dann aber wirklich gut wäre, nur brauche ich diese Top-Qualität eben nicht). Soweit ein User, der sich gerade ein Canon-Scanner eines Freundes ausgeliehen hat. Ciao, Thomas