Kleine Kamera, großer Spaß
07.01.2003
Pro:
Super Design,gute Technik,robuste Verarbeitung,klein & handlich,sehr günstig
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität
Klang
Bedienung
Ausstattung
Verarbeitung
Zuverlässigkeit
Akkulaufzeit
mehr
 bcll
Über sich:
Mitglied seit:12.06.2002
Erfahrungsberichte:90
Vertrauende:9
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Anfänge... Heute widme ich meiner neuen Videokamera einen Bericht, der Canon MV 500. Um meinen ständigen Hunger nach neuer Technik zu stillen hatte ich schon länger eine digitale Videokamera ins Auge gefasst, doch leider waren mir bis vor kurzem alle verfügbaren Geräte entweder zu teuer oder sie waren günstig, aber vom Design her nicht ansprechend bzw. zu groß. Bis, ja bis ich zufällig beim Internetten auf die neue Canon MV 500 gestoßen bin. Die hat mir sofort vom Design und Preis her zugesagt. Da ich das Gerät auch mal in der Hand haben wollte bin ich am nächsten Tag zu Promarkt gefahren und hab mir die Kamera angeschaut. Ich habe mich sofort verliebt und wusste, die MUSS es sein. Das Design ist äußerst ansprechend, dazu ist die Kamera kaum größer als mein Fotoapparat (14cm lang, 9cm hoch und ungefähr 5cm breit ohne den Halteriemen) Dadurch liegt sie ungemein gut in der Hand.
Der Kauf Bei Promarkt war die MV 500 mit 699 EUR allerdings viel zu teuer. Also habe ich mich wieder im Internet schlau gemacht und habe die Kamera über www.guenstiger.de bei DVCut in Frankfurt, einem Onlineshop für alles was mit digitalem Video zu tun hat, für sensationelle 519 EUR gefunden. Da mir der Internetauftritt von Dvcut sehr seriös erschien und der Preis konkurrenzlos günstig war entschied ich mich, die Kamera dort zu kaufen. Ersteinmal habe ich dort angerufen und ein netter Mann erklärte mir alle Details über die Kamera und die Lieferung. Er sagte, ich solle per e-mail meine Adresse und meine Bestellung hinschicken, das würde genügen. Das habe ich dann getan und am selben Tag (obwohl es schon 18 Uhr war!!!) wurde die Kamera losgeschickt und war am nächsten Tag da!!! Unglaublich. Für zusätzlich 11,60 EUR war das Paket versichert und wurde per Nachname verschickt. Der Postbote kam dann und nahm mir das Geld ab, das allerdings sehr gut investiert war wie ich später noch feststellen sollte...
VERPACKUNG, LIEFERUMFANG, ERSTER EINDRUCK Das Paket, in dem die Kamera stoß- und sturzsicher verpackt ist ist einigermaßen riesig. Es enthält die Kamera natürlich, eine Fernbedienung mitsamt den Batterien, das Handbuch, einen 800mA Lithium-Ionen-Akku samt Ladekabel, einen Schultergurt, einen schützenden Objektivaufsatz und die Canon 24-Monate-Garantiekarte. Nach dem Aufladen des Akkus konnte es losgehen. Dank hilfreicher Unterstützung des Handbuches und durch die einfache Handhabung des Camcorders hatte ich die Funktionen des Gerätes schnell begriffen, obwohl ich davor noch absolut keine Erfahrung mit Camcordern hatte.
TECHNIK Die Kamera verfügt über eine Vielzahl von Funktionen und technischen Finessen, auf die ich im folgenden eingehen möchte: Wie gesagt handelt es sich um eine MiniDV-Kamera. Sie verfügt über einen CCD-Bildwandler von 1/6 Zoll, was 540.000 Pixeln entspricht. Das bedeutet dass die Videos in einer tollen Qualität auf den Computer kommen und weit mehr als die übliche Fernsehqualität erreichen. Das Objektiv verfügt über einen 18-fachen optischen Zoom und einen 360-fachen digitalen Zoom. Der digitale Zoom ist in meinen Augen unbrauchbar, weil dabei lediglich die einzelnen Bildpunkte vergrößert werden was die Qualität der Aufnahme so stark mindert, dass der Spaß verloren geht. Der optische Zoom ist allerdings sehr gut, so dass ich die Kamera im Urlaub auch manchmal als Fernglas benutzt habe ;-) Dazu hat die MV500 einen elektronischen Bildstabilisierer, damit die Aufnahen nicht verwackeln, wie schon gesagt eine analoge und eine FireWire-Schnittstelle und eine Fototaste für Standbilder, die auf dem MiniDV-Band abgespeichert werden. Auf der linken Seite befindet sich der farbige LCD-Bildschirm, auf dem man sowohl die aktuelle Aufnahme sieht als auch gespeicherte Aufnahmen, die man mit der Kamera abspielt. Alternativ kann man auch den Sucher benutzen, z.B. wenn das Bild des LCD-Bildschirms durch starke Sonneneinstrahlung nicht so gut erkennbar ist. Es gibt auch einige digitale Effekte, z.B. schwarzweiss-Aufnahmen oder Sepia. Dazu kommen noch verschiedene Aufnahmemodi. Am besten ist eigentlich man stellt die Effekte auf „Auto“, dann sucht sich die Kamera selbst den besten Effekt raus. Ansonsten gibt es Einstellungen für jegliche Umgebung, z.B. Sand & Snow für helle Umgebung oder NightShot mit zusätzlicher Belichtung bis zu einer Lichtstärke von 0,5 LUX. Ich habe mit dieser NightShot-Funktion allerdings keine guten Erfahrungen gemacht, weil die Aufnahme dann zu ruckeln beginnt. Das eingebaute Mikrofon hat eine exzellente Soundqualität. Man hört keine Nebengeräusche, es sei denn man lässt die Zoomtaste ein bisschen laut zurückschnappen. Für Profis gibt es zusätzlich noch eine Halterung und einen Anschluss für ein externes Mikrofon.
Die ganze Kamera ist ziemlich robust und hat mich schon überallhin begleitet ohne Probleme zu bekommen. Immer hat sie zuverlässig funktioniert. Aktuell hatte ich meine neue MV 500 im Urlaub auf Teneriffa dabei und hatte einen Riesenspaß mit ihr, die Videos sind super geworden, ich habe sowohl im Flugzeug, als auch am Strand gefilmt, als die Sonne runterbrannte. Diese hellen Aufnahmen sind genauso toll geworden, wie das Silvesterfeuerwerk bei Nacht. Die Handhabung ist mir schon nach kurzer Probierphase in Fleisch und Blut übergegangen und ich bin froh, mich für eine so ausgesprochen hübsche, zuverlässige und technisch begeisternde Videokamera entschieden zu haben. Ich kann diese Kamera jedem wärmstens empfehlen, der einen guten digitalen Camcorder sucht und der auch Wert auf hübsches Design legt. Sicher ist die Kamera nicht für Vollprofis geeignet, sondern eher für den Hobbyfilmer; in diesem Segment ist die Canon MV 500 aber sicherlich ein Spitzenprodukt, vor allem im Preis-Leistungs-Verhältnis.
Abschließend möchte ich noch ausführlich auf das notwenige und nützliche Zubehör zur Canon MV 500 eingehen. ZUBEHÖR
Bevor man richtig loslegen kann mit dem Filmen sollte man in Betracht ziehen, dass man noch einige Extras benötigt. Diese sollte man auch in die finanzielle Planung bei der Anschaffung einer digitalen Videokamera miteinbeziehen. MiniDV-Kassetten
Als erstes ein paar MiniDV-Kassetten. Diese kosteten mich im 5er-Pack (Fuji DVC) 20 Euro bei Promarkt. Auf eine Kassette, auf der die Daten digital gespeichert werden passt 60 Minuten im ShortPlay und 90 Minuten im Longplay-Modus. Ich persönlich benutze immer den Shortplay-Modus, so soll die Qualität besser sein. Und da man die Bänder ohne Qualitätsverlust hin- und herbespielen kann und die fertigen Videos sowieso digital auf dem Computer speichert kann man die Kassetten beliebig oft verwenden. FireWire-Schnittstelle
Auch wenn die Kamera einen analogen Ausgang hat, um Filme auf den Fernseher zu übertragen, wie die herkömmlichen VHS oder Hi8-Kameras braucht man eine Verbindung zum Computer, schließlich hat man sich ja nicht umsonst eine DIGITALE Videokamera gekauft. Hierzu braucht man eine FireWire-Schnittstelle und da die wenigsten PC’s eine solche schon integriert haben muss man sich eine PCI-Schnittstellenkarte samt Kabel besorgen. Diese kostet im Laden ca. 40-50 EUR, ich habe eine neue Karte in einem ebay-Shop für 20 EUR (Inkl. Versandkosten) ersteigert, die auch tadellos funktioniert und sich sogar selber installiert hat auf meinem Windows 2000-System. Kameratasche
Das nächste Praktische Extra ist eine Kameratasche, die ich mir für 20 EUR bei Promarkt kaufte (Hama Track Pack), schließlich muss das teure Stück auch gut verpackt sein. Es empfiehlt sich eine Kameratasche mit einem zusätzlichen Extrafach, denn man muss oft noch eine zweite Kassetten oder einen Ersatzakku mitnehmen und ist dann froh, wenn alles immer an einem Ort zusammen ist. Meine Tasche war nicht nur die günstigste die ich gefunden habe, sondern auch noch extrem praktisch, da sie eine kleine Reißverschlusstasche vorne hat, in der mein 2. Akku und 3 Kassetten liegen. Zusatzakku
Da der Mitgelieferte Akku nur etwas über eine Stunde filmen mitmacht und bei häufigem an- und Ausschalten noch viel, viel schneller leer ist braucht man in jedem Falle einen zusätzlichen Akku. Da die Canon-Originalakkus schrecklich teuer sind habe ich mir ein no-name-Fabrikat bei ebay gekauft. Dieser Lithium-Ionen Akku hat eine Leistung von 1250mA und funktioniert ebenfalls tadellos und hält ca. 50 % länger als der Originalakku. Festplattenkapazität
Man muss bei digitalen Videokameras immer bedenken, dass 60 Minuten Aufnahme 13,2 Gigabytes auf der Festplatte in Anspruch nehmen. Da meine 20GB-Platte schon zur Hälfte voll war habe ich mir eine zusätzliche 80GB-Festplatte für 120 EUR gekauft. Videobearbeitung
Für die Bearbeitung der Videos auf dem Computer braucht man in jedem Falle ein Bearbeitungsprogramm. Bei meiner FireWire-Karte war Ulead VideoStudio 5.0 im Lieferumfang, so dass sich dieses Problem schon einmal gelöst hätte. Dieses Programm kann ich auch uneingeschränkt weiterempfehlen. Mittlerweile gibt es aber auch schon die Version 6.0 von Ulead’s Videostudio. Ansonsten gibt es noch Produkte von Pinnacle, Adobe Pemiere (das beste, allerdings auch sehr teuer) oder das kostenlose MovieXone, das man sich runterladen kann (40MB), z.B. bei www.download.com. Mir persönlich gefällt letzteres nicht sehr gut, weil es meiner Meinung nach ziemlich unübersichtlich und kompliziert aufgebaut ist. Zur Komprimierung der Videos (man will den erstellten Film ja vielleicht auch mal auf CD brennen...) empfehle ich das kostenlose Programm Virtual Dub, das alle gängigen Video- und Audioformate wie MPEG und DivX 5.02 unterstützt. Zur optimalen Verarbeitung der Videos empfehle ich einen PC mit mindestens 1000Mhz und besser 256MB RAM, auch wenn die Videobearbeitung auch mit etwas älteren Rechnern generell möglich ist.
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