Home > Kameras > Objektive > Canon Objektive > Canon EF-S - Telezoomobjektiv - 55 mm - 250 mm - f/4.0-5.6 IS - Canon EF-S - für EOS 1000, 40, 450, 50, 500, 7D, Kiss F, Kiss X2, Kiss X3, Rebel T1i, Rebel XS, Rebel XSi > Erfahrungsberichte
Alternatives Tele für Normalsterbliche
08.04.2008
Pro:
günstig, relativ gute Schärfe, Bildstabilisator, geringes Gewicht
Kontra:
Plastikbauweise = leichter kaputt, Vignettierung, passt nicht an Eos 5d und Eos 1d - Serie
Empfehlenswert:
Ja
 yasmin010
Über sich:
Mitglied seit:08.04.2008
Erfahrungsberichte:32
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wer sich im Fotobereich ein bisschen "belesen" hat, wird wohl feststellen, dass der Preise für gute Optiken oft quasi unbezahlbar sind und viele Billigprodukte nichts taugen. Auf den ersten Blick würde dieses "Plastikrohr" wohl genau so in die Reihe der niedriger Preis-noch niedrigere Qualität-Suppenzooms passen, aber diese Linse ist da eine angenehme Überraschung.
Nachdem die ersten Testberichte gelesen sind und man dann im I-net-Vergleich zu den richtig teuren Optiken vielleicht meint, diese Linse sei doch nicht so gut, sollte man in den Fotoladen gehen und dann einmal selbst durchgucken(hoffentlich erwischt man dabei keine Gurke...). Die optische Qualität ist deutlich besser als geglaubt! Der IS hilft gegen Verwacklungen und ist nicht zu verachten. Wer nicht so eben gut und gerne 500€ fürs 70-300 IS USM oder 1000€ für ein 70-200 L IS USM hinblättern will, ist mit dieser Linse wirklich gut bedient. Zugegeben, die Linse vignettiert manchmal sichtbar, der Autofokus ist etwas langsamer als das Auge und summt kräftig und der letzte Tick Schärfe liegt dann doch beim L, aber für den Hausgebrauch ist dieses Objektiv mehr als ausreichend, wer keine Fototapeten druckt, wird deutliche Unterschiede zwischen Luxuslinse und leicht abgeblendeter Plastikröhre erst beim "Pixelpeeping" am Bildschirm sehen, aber 100%-Ansichten würde sowieso kaum jemand fürs Album ausdrucken und die Unterschiede bei kleineren Drucken sind wirklich schwer zu sehen (und das schreibe ich als L-Objektiv-Besitzer!).
Außerdem schließt sich die Brennweite des 55-250 lückenlos an die des ebenfalls akzeptablen 18-55 Kitobjektivs an und es ist fast genau so leicht, also schleppt man mit den beiden Optiken nicht dauernd kiloweise Glas durch die Gegend, obwohl man fast den gesamten Brennweitenbereich von Weitwinkel bis Tele abdeckt. Der Nachteil der Leichtbauweise aus Plastik ist halt die höhere Empfindlichkeit gegen Stöße. Während "gepanzerte" Ls auch zum Nägeleinschlagen oder für leichte Abbrucharbeiten brauchbar sind ;-), wird dieses Objektiv keinen Einsatz als Vorschlaghammer aushalten.
Insgesamt ist dieses Objektiv für "Normalbürger" eine gute Alternative zu teuren, schweren Canongläsern und besser als die meisten "Suppenzooms", das kann ich nur noch einmal betonen, wer viel Geld ausgeben kann und hohe Ansprüche hat, sollte sich aber das L oder das 70-300 anschauen.
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08.04.2008 23:54
Bin zwar Objektiv-Laie, habe aber trotzdem verstanden wie der Hase läuft. Sehr gut beschrieben und zusammengefasst! LG, Philipp