Home > Kameras > Objektive > Canon Objektive > Canon EF - Teleobjektiv - 85 mm - f/1.8 USM - Canon EF - für EOS 1000, 1D, 50, 500, 5D, 7D, Kiss F, Kiss X2, Kiss X3, Rebel T1i, Rebel XS, Rebel XSi > Erfahrungsberichte
EF 85/1,8 - Geniales Portrait- und Sport-Objektiv
22.02.2007 (02.03.2007)
Pro:
Schärfe, Lichtstärke
Kontra:
- - -
Empfehlenswert:
Ja
 mg64
Über sich:
Mitglied seit:22.02.2007
Erfahrungsberichte:7
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Nach dem Umstieg von der "analogen" Canon EOS 100 auf die EOS 350D war schnell klar: neue Objektive müssen her. Insbesondere war ich auf der Suche nach einem guten Portrait- und Sportobjektiv. Die Suche bei einschlägigen Foto-Webseiten, z.B. Fredmiranda.com oder dpreview.com, haben mich schnell zum Canon EF 85/1,8 USM geführt. *** Brennweite: 85mm ***
Warum Festbrennweite? Ist ein Zoom nicht "besser"? Diese Frage wurde mir seit dem Erwerb des 85/1.8 häufig gestellt. Normalerweise zeige ich dann Aufnahmen, die mit diesem Objektiv gemacht wurden, und der Aha-Effekt setzt ein. Bei der Fotografie gibt es eben wichtigere Dinge als einen weiten Zoom-Bereich, und bei geeigneter Wahl ist ein Festbrennweitenobjektiv oft besser geeignet. Zusammen mit der EOS 350D, die ja bekanntlich die Brennweite um den Faktor 1,6 verlängert, ergibt sich eine "effektive" Brennweite von ca. 135mm - ideal für Portraits, um die Gesichter möglichst "flach" darstellen zu können. Die Entfernung vom "Modell" ist bei Kopfaufnahmen ca. 2 Meter, so dass relativ diskrete Aufnahmen möglich sind. Ideal ist die Brennweite auch für Hallensport, z.B. Basketball, bei dem man direkt in der Halle stehen kann.
***Maximale Blendenöffnung: 1:1,8 *** Blendenöffnung - das ist einer der wichtigsten Parameter, wenn es um Portraits oder Sportfotos in der Halle geht. Je weiter die Blende aufgeht, um so mehr Licht kommt in die Kamera (deshalb auch als "Lichtstärke" bezeichnet), somit kann bei Sportfotos mit kürzerer Belichtungszeit gearbeitet werden - die Bewegungen werden "eingefroren". Gleichzeitig bewirkt eine große Blendenöffnung aber auch eine geringe Schärfentiefe: Objekte außerhalb der Schärfenebene werden recht schnell unscharf. Dieser Effekt ist bei Portraits heiß begehrt, da damit sehr kreative Aufnahmen möglich sind. Das 85/1,8 hat eine vergleichsweise große Blendenöffnung (1:1,8), die von Zoom-Objektiven nicht erreicht werden kann.
*** Schärfe *** Das Objektiv liefert superscharfe Bilder, dort wo sie scharf sein sollen. Auch hier gilt, dass Festbrennweiten typischerweise schärfere Bilder liefern als Zoom-Objektive. Der Autofokus arbeitet sehr schnell, und es ist möglich, nach dem automatischen Scharfstellen manuell nachzustellen. Allerdings sollte man bei weit geöffneter Blende die geringe Schärfentiefe berücksichtigen.
*** Handling *** Das Objektiv ist mit seinen 425g vergleichsweise leicht, und auch klein genug, um in jede Fototasche zu passen. Der Ultraschallmotor arbeitet sehr schnell und leise, ein manuelles Nachstellen ist möglich. Die Naheinstellgrenze beträgt 85cm - das hört sich viel an, ist aber im praktischen Einsatz kein Problem. Das Filtergewinde hat einen Durchmesser von 58mm, so dass Filter nicht nur auf dem 85/1,8, sondern auch z.B. auf dem "Kit-Objektiv" EF-S 18-55mm genutzt werden können.
*** Meine Erfahrungen *** Insgesamt bin ich mit dem Objektiv mehr als zufrieden. Auch auf meiner Gebraucht-Errungenschaft EOS 1D ist das Objektiv einfach genial für Sportaufnahmen (Basketball, Fechten) geeignet. Bei Familienfeiern kommt es häufig auf der EOS 350D zum Einsatz, um Portraits der Anwesenden zu machen - das 24-105L kann die Gesichter bei weitem nicht derart vom Hintergrund "freistellen".
Beim Kauf des Objektivs war allerdings der Autofokus nicht exakt eingestellt. Während bei den üblichen Zoom-Objektiven das nicht weiter auffällt, ist ein Autofokus, der permanent ca. 3-5cm zu weit einstellt, unerträglich. So wird z.B. bei Portraits, bei denen das Auge scharf abgebildet sein sollte, statt des Auges das Ohr scharf. Der Händler hat diesen Mangel bestätigt, das Objektiv zum Kalibrieren an Canon eingeschickt. Seit diesem Service ist der Autofokus absolut exakt - Danke, Canon! Fazit: Ein Muss für alle, die zu erträglichen Kosten gute Portraits machen wollen.
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