Super Weitwinkel Zoom
22.07.2007
Pro:
Sehr gute optische und mechanische Qualität
Kontra:
eigentlich nichts
Empfehlenswert:
Ja
 whkrause
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:19
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Das Super-Weitwinkel-Zoom Canon EF 17-40 mm F/4 L USM ist eigentlich ein Zoom mit zwei Seelen. Für die digitalen SLR's von Canon, die einen Crop-Faktor (relative Brennweiten-Verlängerung zum Kleinbildformat) von 1,6 ist dieses Objektiv ein tolles Standardobjektiv, wenn einem der Brennweitenbereich von ca. 27-64mm ausreicht . Da dies jedoch ein WW-Zoom für das volle Kleinbildformat ist, kann man diese Optik bei den entsprechenden Vollformat-DSLR's ( Canon EOS 1Ds und EOS 5D) sowie natürlich bei allen analogen Canon EOS als Superweitwinkel nutzen. Ein Fehlkauf ist es jedenfalls in keiner Hinsicht. Dieses Objektiv mit einem zwar nicht unerheblichen Gewicht von 500 g ist von einer Verarbeitungsqualität, die eben der Profi L-Objektiven von Canon entspricht, und das bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 650,00 € geradezu ein Schnäppchen. Das liegt zum Teil daran, dass das Objektiv "nur" eine durchgängige Lichtstärke von 4.0 hat, für Weitwinkelobjektive dieses Brennweiten-Bereiches nach meinen Dafürhalten jedoch ausreichend.
Die Oberfläche hat eine angenehme Struktur, die verhindert, dass jeder Fingerabdruck gleich sichtbar ist. Leider ist das bei der mitgelieferten Gegenlichtblende Canon EW-83E überhaupt nicht der Fall. Einmal aus der Fototasche gezogen und schon sieht man die "Schleifspuren". Diese Erfahrung macht jeder Canon Fotofreund. Dieses Objektiv mit dem roten Ring bringt schon ein sehr wertiges Gefühl mit, obwohl der Korpus aus Kunststoff ist. Aber es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Das Metallbajonett lässt ebenfalls keine Zweifel über seine Haltbarkeit aufkommen. Der Schutz durch eine Gummilippe ist hier vorhanden und schützt den Innenraum der Kamera vor Staub. Dank Innenfokus und eine Art Innenzoom verändert sich die Baulänge von ca. 97mm Länge nicht beim Scharfstellen. Das mit dem Innenzoom ist so gelöst, dass beim Zoomen die vordere Linsengruppe sich in Richtung Kamerabody nach Innen bewegt. Daher auch der kluge Hinweis von Canon, stets einen Schutzfilter aufzuschrauben, um die Staubfreiheit zu gewährleisten.
Der etwa 1cm breite Zoomring hat einen äußerst gleichmäßigen Wiederstand über den gesamten Zoombereich, für meinen Geschmack jedoch ein wenig zu leichtgängig. Aufgrund der Innenkonstruktion der Linsengruppen ist natürlich ein "Durchrutschen" nicht gegeben. Sehr schnell und äußerst geräuscharm verrichtet der Ultraschall - Antrieb sein Werk. L-Objektiv-üblich ist dies die Ausführung mit Ring-USM, die ein jederzeitiges Eingreifen in die Scharfeinstellung ermöglicht. Diese Erfindung von Canon fasziniert immer wieder aufs Neue. Natürlich besteht die Möglichkeit, voll auf manuelle Scharfstellung umzuschalten, der entsprechende Schalter ist links am Body vorhanden. Leider hat da Canon bei den neueren Canon EF 17-40 mm F/4 L USM ein wenig Material gespart und den Schalter versenkt untergebracht und dadurch nicht mehr so griffgünstig wie früher. (Das ist im Übrigen bei allen L-Objektiven geschehen). Ich benutze das Objektiv an einer Canon EOS 5D und kann nur für diese Kombination eine entsprechende optische Bewertung abgeben. Es hat bei 17mm schon eine deutlich Faßverzerrung und auch die Randverdunkelung ist schon sichtbar. Wie bei jedem Zoom sind eben die äußeren Brennweitenbereiche immer mit den größten Kompromissen behaftet, das liegt schon fast in der Natur der Sache. Wenn man das jedoch verinnerlicht, kann man damit auch umgehen und diese Bereiche möglichst meiden, wenn das vollkommene Bildresultat abgerufen werden soll. Bei Architekturaufnahmen denke ich, ist der Grenzbereich bei ca. 19/20mm erreicht, ab da gibt's absolut nichts zu meckern,da sind die Resultate top.
Ein vorderes Filtergewinde von 77mm ist im L-Objektiv-Bereich fast üblich, für hochwertige Filter auch schon ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, da muss man in den sauren Apfel beißen. Für Effekt-Aufnahmen ist jedoch in rückwertiger Folienfilterhalter vorhanden. Schlussurteil:
Egal, welche Canon Kamera ich habe, dieses Canon EF 17-40 mm F/4 L USM ist ein Objektiv, was einfach Spaß macht. Ein preiswertes Superweitwinkel der L-Klasse (sicher, alles ist relativ), an dessen Verarbeitungsqualität nicht gespart wurde. Die optische Leitung ist einfach klasse und das Anfaßgefühl (Haptik) traumhaft. Die Gegenlichtblende wird auch mitgeliefert, wobei der Nutzen bei Weitwinkelobjektiven immer relativ ist, zumindest als mechanischer Schutz ist sie gut zu gebrauchen.
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01.08.2007 01:18
Hey. natürlich ein s.h.! byebye Jockel
22.07.2007 14:21
bräuchte auch drinend ein gutes Objektiv! Liebe Grüße
22.07.2007 14:04
Ein sehr informativer Bericht, LG Pet