Canon EF - Zoomobjektiv - 24 mm - 70 mm - f/2.8 L USM - Canon EF

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Canon EF - Zoomobjektiv - 24 mm - 70 mm - f/2.8 L USM - Canon EF

Das EF 24-70 mm 1:2,8L USM ist ein Hochleistungsobjektiv, das als Nachfolger des EF 28-70 mm 1:2,8L USM mit erweitertem Brennweitenbereich entwickelt ...

> Detaillierte Produktbeschreibung

100% positiv

2 Erfahrungsberichte der Community

Erfahrungsbericht über "Canon EF - Zoomobjektiv - 24 mm - 70 mm - f/2.8 L USM - Canon EF"

veröffentlicht 11.03.2017 | KingSparko
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Geil: toller Bericht, aber n BH geb ich dir nur, wenn du mir eins bringst, ansonsten haste halt Pech und glaub ja nicht, dass ich mich dran halte. Wie manche sich hier benehmen....
Ausgezeichnet
Pro massiv, robust, lichtstark
Kontra fährt beim Einzommen raus....
besonders hilfreich
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"Top Allrounder"

Canon EF - Zoomobjektiv - 24 mm - 70 mm - f/2.8 L USM - Canon EF

Canon EF - Zoomobjektiv - 24 mm - 70 mm - f/2.8 L USM - Canon EF

Seit mehr als 10 Jahren hatte ich ein Tamron 28-75/2.8, das mir an all meinen Kameras stets tadellose Bilder geliefert hat. Nie hatte ich einen Grund, mir etwas anderes zu kaufen, da es auch bei Offenblende den großen Konkurrenten in nichts nachstand. Bis zur 5D Mark III (hatte ich mir mal als Zweitkamera geliehen) tadellos knackig scharfe Fotos.

Jetzt habe ich eine 1DX und das Objektiv hat seine Grenze erreicht. Der AF-Motor ist von der Kamera schlichtweg überfordert. Es dauert sehr lang, bis das Objektiv den Fokuspunkt findet, mitunter liegt es einfach knapp daneben, weil der Motor von der Kamera nicht so fein gesteuert werden kann, wie man es gern hätte.

Schweren Herzens musste ich Ronny, wie ich es getauft hatte, abgeben und mir ein Objektiv mit USM Motor zulegen, der dem ausgeklügelten AF-System der 1DX gerecht wird.

Canon EF 24-70/2.8 L USM

wurde das auserwählte Glas. Es gibt zwar mittlerweile den Nachfolger, aber dieser ist neu über 1700€ wert, gebraucht immer noch um 1200€, daher kaufte ich ein gebrauchtes der ersten Generation. Die Abbildungsleistung ist mit dem Tamron weitestgehend identisch, und an der hatte ich nie etwas zu bemängeln. In etlichen Tests hatte das Tamron damals dieses L in die Tasche gesteckt, da es natürlich erheblich günstiger war. Dafür hat es eben einen recht langsamen und lauten AF-Motor.

Ich habe ein gebrauchtes Exemplar im Fotoforum für 690€ ergattert mit allem Originalzubehör: Karton, Geli, Beutel. All das fehlte zB. bei meinen anderen beiden L-Optiken, weswegen ich sie sehr günstig ergattern konnte. Habe mir die fehlenden Sachen (ausser den Kartons) dann stets nachgekauft...

Auflösung des Kauderwelschs

EF bezeichnet den Bajonett-Anschluss, das Objektiv passt auf alle EOS Kameras, die ein EF oder EF-S Bajonett haben. EF-S bezeichnet die Crop-Kameras, für die es spezielle Linsen gibt, die man nicht an eine Vollformat basteln kann, die also an meiner Kamera nicht mehr nutzbar sind.
24-70 ist die Brennweite von 24mm bis 70mm, es handelt sich hier also um ein Zoomobjektiv. 2.8 ist die maximale Blende, die hier über die gesamte Brennweite besteht. F2.8 ist eine sehr offene Blende, die viel Licht hereinläßt und das Maximum bei Zooms darstellt. Festbrennweiten gibt es auch mit 2.0, 1.8, 1.4 und 1.2 zu kaufen. Je kleiner die Zahl, desto weiter offen ist die Blende. Paradox? Nein, denn es wird die Zahl angegeben, um wieviel die Blende geschlossen ist.
L bezeichnet die Baureihe, Canon selbst gab mal an, es stünde für Luxus. USM ist der Ultraschall-Motor, der schnell, leise und sehr präzise arbeitet und in den man jederzeit manuell eingreifen kann, ohne das Objektiv auf Manuell umstellen zu müssen.

An einer APS-C Kamera (also NICHT bei 5D, 5D2, 5D3, 5D4, 1DS, 1DS II, 1DS III, 1DX, 1DXII und 6D) wäre es ein relativ ungewöhnlicher Bereich von 44-120mm, das kann seine Vorteile haben, ich habe mit dem 28-75 auch stets an meinen APS-C Kameras gearbeitet, aber es ist eben absolut kein Normalzoom und auch noch kein Telezoom, sondern strategisch ungünstig zwischendrin platziert. Hier ist das Einsatzgebiet wichtig, ich kam immer prima damit zurecht.

Aufbau / Optik

Das Objektiv ist schon deutlich schwerer, als mein Tamron, das nur knapp über 500g auf die Waage brachte. Mit 950g schafft das L fast das doppelte. Im Gegensatz zum Tamron ist das Gehäuse aus massivem Metall und die Linsen sind auch größer, einen ganzen cm mehr Durchmesser bringt das Objektiv mit. Das Filtergewinde beträgt 77mm. Der Nachfolger wäre übrigens noch größer, aber leichter, da weniger Glas im Inneren verbaut.
Nur wenige, unter anderem dieses hier, L-Objektive sind vollständig staub- und spritzwassergeschützt, natürlich auch ein Grund, warum es so massiv ist.

Das Objektiv bietet einen leicht anderen Brennweitenbereich als mein Tamron. Es hat 4mm mehr Weitwinkel, dafür fehlen 5mm am oberen Ende. Das fällt in der Praxis weniger auf, da das Tamron zwar mit 75mm angegeben wird, diese aber in der Realität nicht ganz erreicht.

Wie alle "kleinen" L's ist auch dieses komplett schwarz und besitzt einen roten Ring vorn. Im hinteren Bereich befindet sich der Zoomring, im vorderen der Fokusring. Dank USM kann man in den AF manuell eingreifen, ohne auf MF umstellen zu müssen. Das ist in schwierigen Lichtsituationen hilfreich, wenn der Fokus mal auf Trab gebracht werden muss. Erfahrungsgemäß muss aber bei einem L an einer 1DX es schon fast tiefschwarze Nacht sein, damit kein Fokus mehr gefunden werden kann.

Dank einer Nahgrenze von 36cm, das Tamron hatte 33cm, darf auch das L den Zusatz Macro führen, da es am langen Ende eine augenscheinlich solche Funktion erfüllen kann bei Offenblende.

Bei diesem L habe ich etwas, das für mich persönlich neu ist beim fotografieren. Ich habe schon viele Objektive an der Kamera gehabt, aber das ist das erste, was beim Rauszoomen ausfährt. Sofern ein Objektiv sich verlängert, tut es das in der Regel, wenn man heranzoomt, also die mm-Zahl erhöht. Dieses hier ist bei 70mm komplett eingefahren und fährt bis 24mm nach und nach raus.
Aus diesem Grund ist auch die Geli ein verteufelt riesiger Eimer, den ich vermutlich kaum benutzen werde. Sie ist fast 3cm breiter als das Objektiv und fast genauso gross.
Eingefahren ist es 12,4cm lang, bei 24mm fährt der Tubus etwa 4,5cm vorn raus - und dank riesiger Geli ist auch dann noch der für 24mm benötigte Blendschutz vorhanden.

Die Frontlinse dreht allerdings nicht mit, was den Einsatz von Verlaufsfiltern sehr erleichtert.

Bildqualität

Natürlich ist der Nachfolger besser. Natürlich ist auch das 24-105/4 in Teilen besser. Das vorliegende Objektiv wurde 2002 in den Markt gebracht und wurd nach 10 Jahren vom IIer abgelöst.
Trotz allem ist das hier kein Altglas. Genau wie mein nun fast 22 Jahre altes 70-200/2.8L macht es auch an meiner 1DX hervorragende Bilder, auch bei Offenblende, denn genau deswegen habe ich es gekauft. Licht kann durch nichts ersetzt werden, ausser durch mehr Licht. Und mit 2.8 kommt sehr viel Licht herein.
Klar ist, dass es bei Blende 4 bis 5,6 seine absolute Schärfe erreicht, das ist bei nahezu jedem 2.8er Zoomobjektiv der Fall. Grund zum Meckern gibt es bei dieser Linse trotzdem nicht. Wer hier Testergebnisse seziert und sich an 200% Ausschnitten hochzieht, die im Randbereich leichte Abberationen oder minimale Unschärfen zeigen bei 2.8, der hat den Spass am Fotografieren verloren. Im fotografischen Alltag sind diese Kleinigkeiten irrelevant.

Wichtig ist mir vor allem, dass es ohne jeden Aussetzer schnell und präzise auf den AF meiner Kamera reagiert und genau das tut es. Die 1DX verfügt über 65 AF Messfelder, die sehr detailgenau arbeiten und die Kamera legt selbst ein hohes Tempo vor und da braucht man ein Objektiv, was da mithalten kann. Das ist durch den präzisen USM gegeben.
Dank der 2.8 findet die Kamera auch im Dämmerlicht oder Mondlicht noch problemlos einen Fokuspunkt, sofern noch ein wenig Kontrast vorhanden ist, der muss nicht mal besonders hoch sein.
So sind auch in der blauen Stunde (die Zeit nach dem Sonnenuntergang) noch stimmungsvolle Bilder möglich, ohne dass man auf ein Stativ angewiesen ist.

Das Objektiv hat keinen Stabi. Aber wer den bei einer Standardbrennweite mit 2.8er Blende schmerzlich vermisst oder unbedingt braucht, der macht doch etwas verkehrt.
Faustformel: Brennweite durch 100 kann problemlos aus der Hand gehalten werden. Also bei 70mm quasi 1/70. Mit Übung kann man auch deutlich mehr halten. Am Crop kann ich 200mm (die dann 360mm entsprechen) auch bei 1/100 noch halten. Ein gutes Foto kostet eben auch etwas Mühe!
Zugegebenermaßen schafft meine Kamera ISO Bereiche, die es mir leicht machen, bei 70mm noch solche Zeiten zu erreichen.

Nörgeln auf hohem Niveau findet man natürlich auch bei Testberichten zu diesem Objektiv. Ja, es hat Schwächen. Aber in meinen Einsatzbereichen fallen die nicht ins Gewicht. Die 2.8 bei Konzertfotografie zu verwenden, heisst, dass es auf minimale Verzeichnungen am Bildrand nur in Ausnahmefällen ankommt und die 24mm vermutlich recht selten zum Einsatz kommen. Für 2.8 im wirklich weiten Winkel habe ich nicht umsonst das 16-35/2.8II in meiner Fototasche.
Bei Landschafts- und Reisefotografie verwende ich in der Regel andere Blenden, wodurch entsprechende Schwächen ebenfalls verschwinden.


FAZIT

Selbstredend hätte ich sehr viel lieber das IIer gehabt. Aber es ist eine Preisfrage. Für den derzeitigen Strassenpreis von 650-700€ für ein gebrauchtes Objektiv des vorliegenden Modells, kann man wirklich nicht meckern. Ich habe 690€ bezahlt inkl. Geli und Beutel und da ist kaum eine andere Alternative zu haben. Es ist ein L, qualitativ hochmassiv und robust und es macht super Fotos. Das alte Tamron ist an einer 1DX einfach keine brauchbare Alternative, das neue 24-70/2.8 VC (Stabi) ist preislich gleich und den Stabi möchte ich nicht mitbezahlen und ohne wäre die Linse auch leichter - da kann ich schlichtweg einfach auch das L kaufen, welches mir natürlich im CPS auch zu gute kommt, dort kann ich es zweimal im Jahr gratis durchchecken lassen.

Wenn man um die kleinen Schwächen seiner Technik weiß, kann man sehr gut mit dem Objektiv arbeiten. Bis der Nachfolger herauskam, fand man es in jeder Profitasche, selbst heute setzen es extrem viele Profis noch immer ein, denn es ist einfach ein Arbeitstier.

Ich habe das Glück, dass mein Objektiv wirklich in tadellosem Zustand war. Kontakte nicht abgenutzt, kein Staub im Inneren, keine noch so winzigen Schäden auf den Gläsern. Ich bin hochzufrieden mit den Bildern, die mir das Objektiv liefert und dass es technisch jetzt auch meiner Kamera gerecht wird.
Wer ein solches Exemplar in so einem Zustand für einen guten Kurs ergattern kann, sollte wahrlich nicht zögern.

Ich gebe natürlich eine Empfehlung. Wer penibel Erbsen zählt, ist mit dem Nachfolger glücklicher, wer einfach nur schöne und gute Fotos machen will, idealerweise an einer Vollformatkamera, der kann bedenkenlos zugreifen.

Knips: KingSparko / LittleSparko 2016

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Gundo57 veröffentlicht 15.05.2017
    Und hier meine versprochene und angekündigte Höchstwertung - Glückwunscht zum Brilli! LG Gundo
  • Wachbergindianer veröffentlicht 15.05.2017
    Hochverdienter Brilli.
  • TheDragonheart veröffentlicht 13.05.2017
    Gratulation!
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Produktdaten : Canon EF - Zoomobjektiv - 24 mm - 70 mm - f/2.8 L USM - Canon EF

Produktbeschreibung des Herstellers

Das EF 24-70 mm 1:2,8L USM ist ein Hochleistungsobjektiv, das als Nachfolger des EF 28-70 mm 1:2,8L USM mit erweitertem Brennweitenbereich entwickelt wurde, um den Wünschen der Benutzer von digitalen Spiegelreflexkameras entgegen zu kommen. Das EF 28-70 mm 1:2,8L USM ist seit seiner Einführung 1995 sehr beliebt bei Profis und anspruchsvollen Amateuren. Die zunehmende Verbreitung von Digitalkameras, deren Sensor kleiner ist als das Kleinbildformat, hat jedoch zur steigenden Nachfrage nach einem Hochleistungs-Standard-Zoom mit noch kürzerer Anfangsbrennweite geführt. Das neue EF 24-70 mm 1:2,8L USM kommt diesen Wünschen nach. Sein optisches System basiert auf dem seines Vorgängers, enthält jedoch einige konstruktive Änderungen zur Erweiterung des Brennweitenbereichs bei Erhaltung der hohen Abbildungsleistung. Gleichzeitig konnte die Naheinstellgrenze von 0,5 m auf 0,38 m verkürzt werden. Noch wirksamere Abdichtung gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub werden dieses Objektiv zum führenden Standard-Zoom im EOS-System machen.

Haupteigenschaften

Produktbeschreibung: Canon EF Zoomobjektiv - 24 mm - 70 mm

Objektivsystem: Zoomobjektiv

Für: SLR, 35 mm, Digital-SRL

Befestigungstyp: Canon EF

Blendenöffnung: F/2.8

Brennweite: 24 mm - 70 mm

Optisches Zoom: 2.9 x

Min. Fokussierungsabstand: 38 cm

Fokuseinstellung: Automatisch, manuell

Objektivbau: 13 Gruppen / 16 Elemente

Besondere Funktionen: Zoom

Filtergröße: 77 mm

Länge: 12.4 cm

Gewicht: 950 g

Allgemein

MPN: 8014A008

Länge: 12.4 cm

Durchmesser: 8.3 cm

Gewicht: 950 g

Objektivsystem

Typ: Zoomobjektiv

Besondere Funktionen: Zoom

Für: SLR, 35 mm, Digital-SRL

Brennweite: 24 mm - 70 mm

Blendenöffnung: F/2.8

Mindestöffnung: F/22

Optisches Zoom: 2.9 x

Vergrößerung: 0.29

Min. Fokussierungsabstand: 38 cm

Fokuseinstellung: Automatisch, manuell

Zoom-Einstellung: Manuell

Max. Sichtwinkel: 74 Grad

Min. Betrachtungswinkel: 29 Grad

Objektivbau: 13 Gruppen / 16 Elemente

Filtergröße: 77 mm

Blendenlamellen: 8

Befestigungstyp: Canon EF

Merkmale: UD-Glas, Internes Fokussystem, Ultrasonic Motor (USM), handbedienter Focus, hinteres Fokussystem, Aspherisches Objektiv

Verschiedenes

Zubehör im Lieferumfang: Gegenlichtblende, Staubhaube, Objektivdeckel, Tragetasche

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 05/01/2007