Von der analogen zur digitalen Canon EOS 300D
14.11.2004 (28.11.2004)
Pro:
Günstiger Preis . Kompatibilität
Kontra:
leichte Bauweise
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Nordhein
Über sich:
Mitglied seit:13.07.2003
Erfahrungsberichte:9
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Vorweg: den Service habe ich auf ausgezeichnet hochgestuft; denn.. ...nach drei Wochen hatte meine EOS 300D einen Defekt. Die Karte wurde nicht mehr erkannt. Also, am Montag ab zum Servicebetrieb Maerz in Hamburg. 3 Wochen bis zur Rücksendung müßte ich evtl. rechnen, sagte man mir am Telefon. Nach nur 6 Tagen war die Kamera auf Garantie am Samstag repariert zurück. 4 Tage davon dürfte allein der Postversand in Anspruch genommen haben. Ein dickes Lob an den schnellen Servicebetrieb Maerz in Hamburg!!
Der ursprügliche Bericht: Lange habe ich überlegt, ob ich neben meiner kleinen Minolta Dimage Z1 noch eine digitale Spiegelreflex kaufe. Wenn ja, dann kam nur eine von Canon in Frage, weil ich schon jahrelanger Besitzer einer analogen EOS 100 bin. Und so hat sich im Laufe der Zeit einiges angesammelt an Objektiven, Blitzgerät und weiterem Spiegelreflexzubehör. Die große Frage war natürlich, würde alles zusammen arbeiten, da es sich bei meinen Objek-tiven um Fremdfabrikate und es sich bei dem Canon Zubehör teilweise um Dinge handelt, die nur für bestimmte analoge Canon Spiegelreflexmodelle passen. Die Aussagen in verschiedenen Internetforen brachten auch keine 100%-ige Sicherheit. Darum bevorzugt auch meine Er-fahrungen an dieser Stelle zu 3 bestimmten Objektiven: dem mitgelieferten Canon 18-55mm f=1:3.5-5.6, meinem Tamron 28-200mm f=3.8-5.6 und dem vorhandenen Tokina 80-400mm f=4.5-5.6. Alle meine bisherigen Objektive arbeiten mit meiner analogen EOS einwandfrei zusammen. Die Brennweite erhöht sich übrigens aufgrund des kleineren Chips gegenüber dem Kleinbildformat um den Faktor 1,6, d.h. aus 400 mm Brennweite werden über 600 mm. Zu den 3 Objektiven finden Sie Testaufnahmen unter www.hhhinck.de. Dort dem Link >>Die Canon EOS 300D<< folgen.
Auf eine lange Auflistung der technischen Daten möchte ich hier verzichten. Diese sind all-gemein bekannt und außerdem bei den Testbildern aufgeführt. Über die Canon EOS 300D sind schon über viele Erfahrungen an dieser Stelle berichtet worden. Ich möchte nicht alles wiederholen, nur einige m.E. wichtige Details aufführen. Das Modell EOS 300D zusammen mit dem eigens für dieses Modell gebauten Objektiv koste-te bei Markteinführung im September 2003 knapp 1200 Euro und ist derzeit Ende Oktober 2004 zum günstigen Preis von rund 800 Euro zu haben. Außerdem bekomme ich über dem der Packung beiliegenden Gutschein 100 Euro als Verrechnungsscheck von Canon zurück. Einzige Bedingung- es muss sich um eine neue, bei einem deutschen Händler gekaufte EOS 300D handeln und das Kaufdatum muss zwischen dem 15.10.2004 und dem 31.01.2005 liegen. Die Canon Deutschland Garantie beträgt ein Jahr, nicht zu verwechseln mit der gesetzlichen 2-jährigen Gewährleistung.
Der erste Eindruck meiner neuen EOS 300D erinnert mich an meine analoge Canon. Vieles ist identisch und auch das Handling der digitalen ist ähnlich. Von der Größe ist auch kaum ein Unterschied festzustellen. Angenehm- das Gewicht ist durch die verwendete Plastik Leichtbauweise mit dem zugehörigen Objektiv deutlich niedriger. Man mag darüber streiten; doch an meiner „solide“ gebauten analogen EOS möchte ich nicht ausprobieren, ob sie den Sturz vom Tisch unbeschadet übersteht. Erfreulich ist, dass Canon am Aufnahmegewinde für das Objektiv nicht gespart hat- es ist aus Metall. Der mitgelieferte Akku kann über das beigelegte Ladegerät innerhalb von 1,5 Stunden aufgeladen werden und soll eine Kapazität von etwa 200 bis 400 Aufnahmen aufweisen, je nach Aufnahmesituation, wie Temperatur, Blitz, Monitorgebrauch u.w. Apropos Monitor- er dient nur zum Betrachten der Bilder nicht als Sucher. Für mich ist das kein Problem; doch der verwöhnte „Monitorfotograf“ wird hier etwas vermissen. Verwendet werden Kompaktflash Kar-ten, die ich im Lieferzubehör vergeblich gesucht habe. Hier sollte Canon eine von mittlerer Größe beilegen. Allemal empfiehlt sich der Kauf einer „High Speed“ Karte, die um ein vielfaches schneller speichert.
Nach Einschalten des Hauptschalters muss ich etwa 3 Sekunden Geduld haben, bis die Canon startklar ist. Eine Abschaltautomatik sorgt für das Stromsparen und kann in 6 Stufen von 1 bis 30 Minuten programmiert werden. Übrigens dauert es nach dem Wiedereinschalten über den Auslöser auch einige Sekunden, bis die EOS 300 D wieder aufnahmebereit ist. Die Canon verfügt über ein Aufnahme-, ein Wiedergabe- und über 2 Einstellmenüs. Diese sind logisch aufgebaut, gut leserlich und in 12 verschiedenen Sprachen wählbar, darunter natürlich auch deutsch. Die Bildgröße lässt sich in 3 Stufen einstellen bei jeweils zwei Qualitätsgraden, zusätzlich das Canon eigene RAW Format.. Zur Bildfeineinstellung dienen 5 Parameter, wobei 3 individuell hinsichtlich Schärfe, Kontrast, Farbton und Farbsättigung manuell angepasst werden können.
Bei der Aufnahme ist die Kamera in der Schärfefindung sehr schnell. Auch bei normaler Zimmerbeleuchtung reagiert der Autofokus einwandfrei. Lediglich das Tokina brauchte im Telebereich ein klein wenig länger; doch das ist an meiner analogen ähnlich. Dabei kann der Anwender im kreativen Betrieb einen der 7 Schärfefelder auswählen oder er überlässt die „Qual der Wahl“ der Kameraautomatik. Der zweite positive Aspekt ist die kaum feststellbare Auslöseverzögerung. Bei der EOS 300D sind Schnappschüsse kein Problem. Die Belichtung wird über 35 Messpunkte eingestellt. Vermisst habe ich die Möglichkeit, einfach eine direkte manuelle Spotmessung bei starken Kontrasten vorzunehmen, wie ich es von meiner analogen gewohnt bin. Das funktioniert nur im kreativen Bereich über den Belichtungsmesswertspeicher. Das Bildrauschen ist nach meinem Empfinden sehr gering, erst ab ISO 800 macht es sich deutlicher bemerkbar.
Das eingebaute Blitzgerät hat lediglich die Leitzahl 13 und ist daher nur bedingt brauchbar. Gut ist, dass das Gerät auf Knopfdruck oder automatisch (bei den Motivprogrammen) HOCH ausklappt. Dadurch ist die Gefahr der “roten Augen” geringer, und sie wird das Zuschalten des Vorblitzes weiter verringert. Bei zu geringen Lichtverhältnissen sorgt der Blitz bei der autom. Scharfstellung für mehr Licht. Diese Lösung ist durch das dauernde Geblitze für Schnappschüsse weniger geeignet. Da ziehe ich den Infrarotstrahl vor; doch den hat die EOS 300D nicht. Bei allen bisher getätigten Aufnahmen, klappte das Zusammenspiel Kamera-Blitz gut. Allerdings zeigte die Einstellung 18mm Brennweite deutliche Randschatten und Verzeichnungen am Canon Objektiv, die aber im praktischen Einsatz weniger auffallen. Ab 28mm Brennweite ist sind diese Mängel weitestgehend verschwunden. Am Testbild -aufgenommen mit dem eingebauten Blitz- zeigte das Canon Objektiv in Bezug auf Belichtung und Schärfe brillante Ergebnisse. Fast die gleiche Qualität wurde mit dem Tokina Objektiv erreicht, während das Tamron um etwa 1 Blende unterbelichtete Ergebnisse lieferte. Übrigens klappte das Zusammenspiel der EOS 300D über den oben befindlichen Blitzschuh mit meinem vorhandenen Metzblitz 32 MZ3 und SCA 3101 Adapter nicht.
Auch bei Tageslichtaufnahmen zeigten sich bei verschiedenen Wettersituationen leicht unterschiedliche Belichtungen, ähnlich wie oben erwähnt. Die Schärfeleistung möchte ich insgesamt als gut bezeichnen mit leichtem Vorteil für das mitgelieferte Canon Objektiv. Verständlich, dass die 400mm Brennweite meines Tokina Objektives selten Freihandaufnahmen möglich macht- beträgt jetzt doch die Brennweite 640mm. Sehr positiv finde ich die Möglichkeit der weiteren Verwendung meines bisherigen Zubehörs, wie der Fernauslöser RC1. Auch meine Nahaufnahmeeinrichtung, bestehend aus Zwischenringen und Balgengerät mit Diakopiervorsatz kommt zum Einsatz. Dazu kommt ein Weitwinkelobjektiv und alles hat das alte M-42 Anschlussgewinde. Über einen Adapter EOS/M42 hatte ich es vorher an meiner analogen EOS betrieben und genauso funktioniert es jetzt an der digitalen Canon. Dabei werden die Kameras auf Blendenvorwahl gestellt und die Zeit wird automatisch gewählt. So lassen sich auch schnell vorhandene Dias digitalisieren.
Wie schon erwähnt, der Monitor dient lediglich zum Bilder gucken. Dabei lässt sich ein Bild bis zum 10-fachen zoomen. Eine automatische Bilderschau ist ebenfalls möglich. Bilder kön-nen direkt gelöscht oder geschützt werden. Auf Knopfdruck lassen sich alle Bildinformatio-nen einblenden. Natürlich gäbe es noch viel mehr zu berichten. Sicher habe ich etwas vergessen; doch bei neuen Erfahrungen werde ich diesen Bericht überarbeiten (CIAO macht’s möglich). Darum, Schauen Sie wieder vorbei!!
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03.01.2005 14:36
Hallo, habe die gleichen Erfahrungen mit der 300d gemacht. Allerdings funktioniert mein Sigma 28-70 mm nicht einwandfrei, der Antrieb funktioniert nicht. Was den Metz Blitz angeht,kann mann das Blitzgerät bei Metz updaten lassen, so dass es auch für digitale Kameras genutzt werden kann.War ein Tip von meinem Verkäufer. Funktioniert absolut top, habe selbst ein Metz 40 MZ-3. Viel Spass weiterhin
14.11.2004 14:18
Hallo ! Ein ähnlicher Quantensprung steht mir auch bevor, ich besitze die analoge Dynax 7 von Minolta mit versch. Objektiven. Was nun kommt, kannst Du dir vielleicht denken... Zur Überbrückung nutzte ich auch die Z1, aber die KAmera ist nur Mittelmaß in meinen Augen. Ciao, Thomas