Erfahrungsbericht über

Canon EOS 300D

Gesamtbewertung (52): Gesamtbewertung Canon EOS 300D

 

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EOS 300D - guter Einstieg muss nicht teuer sein

4  01.08.2006

Pro:
Günstiger Preis, gute Qualität

Kontra:
Einige wichtige Kleinigkeiten könnten fehlen

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


grinsch21

Über sich: Hallo ich bin Marco, ich berichte über Technik und Finanzen. Vielleicht kommen noch weitere Themen h...

Mitglied seit:21.11.2005

Erfahrungsberichte:9

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

+++ Einleitung +++

Als wir (meine Freundin und ich) uns die EOS 300D vor über einem Jahr gekauft haben, war die Freude groß. Nicht nur das eine Spiegelreflexkamera (SLR) von sich aus jede Kompaktkamera in Sachen Bildqualität schlägt, nein, ab sofort konnten wir sogar unmittelbar danach uns die Fotos anschauen. Zuvor mit den analogen SLR funktionierte das nicht und man musste viel Geld für die Entwicklung der Fotos bezahlen. So kam es, dass wir uns für die Canon EOS 300D entschieden.

+++ Entscheidungsgründe +++

Da die Technik damals sehr neu war und es noch wenige Erfahrungswerte gab, war guter Rat teuer. Vom Preis waren nur zwei Modelle für uns interessant. Die Nikon D70 und halt die Canon EOS 300D. Angeblich war die Bildqualität der D70 schlecht bewertet worden, sodass wir uns für die Canon entschieden. Viel mehr Alternativen gab es halt zu dieser Zeit nicht. Wir entschlossen uns, ein Angebot in der Metro wahrzunehmen und bezahlten für das Gehäuse + das EF 18-55 Objektiv ca. 840,- EUR. Zusätzlich kauften wir auch ein Teleobjektiv.

+++ Lieferumfang +++

Neben dem Gehäuse und dem Objektiv lagen natürlich die Bedienungsanleitung und Software bei. Für die ungeduldigen Anwender gibt es auch eine Kurzanleitung in einem sehr kompakten Format, welche man auch für unterwegs benutzen kann. Dort stehen die wichtigsten Funktionen zum nachlesen, kompakt und einfach drin. Die Software enthält neben diversen Treibern auch ein Programm, mit dem man sich die Bilder nicht nur anschauen kann, sondern auch alle Einstellungen nachlesen. So erhält man auch einen genauen Überblick darüber, z. B. mit welcher Blende, Belichtungszeit, etc. das Foto aufgenommen wurde. Die Treiber brauch man einem Windows XP System für gewöhnlich nicht, da man die Kamera einen USB 1.1 Ausgang hat, mit welchem man die Fotos leicht auf den Computer herunterladen kann.

+++ Erfahrungswerte +++

Nach den ersten Schnappschüssen stellte sich sofort der Unterschied zwischen digitalen SLR´s und Kompaktkameras heraus. Nicht nur die 6,3 MPixel machen den Unterschied, sondern gerade das Objektiv und der Sensor geben dem ganzen einen großen Qualitätsschub. Die Belichtung und Klarheit der Bilder beeindrucken direkt auf dem ersten Blick. Die Kamera hat ein Automatikprogramm, mit welchem sich schnelle Schnappschüsse verwirklichen lassen. Allerdings weiß die Kamera nicht immer, was der Autofocus mit seinen sieben Meßfeldern scharf stellen soll. Daher habe ich meistens das manuelle Programm mit der automatischen Belichtung und
Bilder von Canon EOS 300D
Canon EOS 300D Bild 20030421 tb
EOS 300D
manueller Blende vorgezogen. Für diese Einstellungen benötigt man aber immer etwas mehr Zeit, als man vielleicht noch von der Kompaktkamera gewohnt ist. So wählt man zuerst das Meßfeld des Autofocus aus, danach die Blende, schauen ob das Motiv richtig im Sucher erscheint, erst dann kann man abdrücken. Gerade bei Tieraufnahmen, kann das ein Unterfangen sein, weil es sich nie in die gewünschte Richtung bewegt. Ist die Blende allerdings ersteinmal eingestellt, gehen ähnliche folgende Aufnahmen wesentlich schneller.

Mir ist allerdings aufgefallen, dass die Akkustandsanzeige manchmal sehr früh anspringt. Das Akku ist dann zwar lange noch nicht leer, allerdings irritiert dies etwas. Gut ist es auf jeden Fall, immer einen Ersatzakku dabeizuhaben.

+++ Blitz +++

Der Blitz der EOS 300D ist lediglich ein Bildaufheller. Wenn man nur selten im Dunklen Aufnahmen macht, reicht dieser für den Einsteiger aus. Alternativ kann mach auf für unbewegte Aufnahmen ein Stativ verwenden und die Belichtungszeit erhöhen. Damit lassen sich auch sehr gute Resultate erzielen. Ansonsten empfiehlt es sich einen Blitz hinzuzukaufen. Die Kamera hat allerdings nicht die Möglichkeit, mit dem Blitzgerät zu Kommunizieren, selbst wenn das Blitzlichtgerät dies unterstützt. Dies geht meines Wissens erst ab der 20D, 30D und aufwärts.

+++ Die Grenzen +++

Die EOS 300D reicht meines Erachtens für den Einsteiger und Hobbyanwender völlig aus. Wer sich allerdings zu den Semiprofessionellen Anwendern zählt, könnte mit der EOS 300D schnell an die Grenzen des machbaren stoßen. Meine Freundin zum beispiel bemängelte das zu kleine Display, welches sich auch nicht in der Helligkeit einstellen lässt. Zu anderen konnte man die Messmodien wie z. B. Selektiv, Mehrfeldmessung und Spotmessung nicht manuell einstellen. Wenn überhaupt wurde dies nur im Rahmen der Automatikprogramme berücksichtigt, was zu Einbußen der Felxibilität in der Anwendung führte. Auch ist die Kamera langsamer in der Speicherung der Bilder als z. B. bei der 30D. Das führt zu weniger Bilder pro Sekunde. Gerader bei Sport und Tieraufnahmen kann das hier zum Manko werden.

+++ Das Standard-Objektiv +++

Standardgemäß wird die EOS 300D mit dem EF 18-55 angeboten. Dieses Objektiv ist wirklich nur für den Einsteiger geeignet. Es besteht vollständig aus Kunststoff und die Geschwindigkeit des Autofocus ist ziemlich langsam. Wer nichts besseres kennt muss auf nichts verzichten, wer aber mal z. B. mit einem Canon EF-S 17-85 IS USM (ca. 750,- EUR) fotografiert hat, der erkennt schnell die Unterschiede. Autofokus im zehntel Sekundenbereich und gute Lichtdurchlässigkeit ist der Unterschied. Natürlich passt jedes Canaon Objektiv auf die Kamera, allerdings ist es nicht selten der Fall, dass ein Objektiv mehr kostet als die Kamera selbst.

+++ Sinnvolles Zubehör +++

Das erste was wir uns zusätzlich gekauft haben, war ein Ersatzakku und einen UV oder Skylightfilter, natürlich auch eine Fototasche ist wichtig um Obektive und Kamera zu schützen und zu transportieren. Ein Teleobjektiv haben wir ja gleich hinzugekauft. Dieses gibt es auch bereits ab ca. 180,- EUR. Allerdings sind diese wieder eher was für Einsteiger. Als digitale Speichermedien eignen sich CFII Karten auf eine 256MB Karte passen ca. 74 Bilder auf eine 1 GB Karte ca. 300 Bilder. Hier sollte man darauf achten, die Ultra Karten zu kaufen, wenn man eine schnelle Schreibgeschwindigkeit wünscht. Auch ein Kartenlesegerät macht Sinn, da die 300D nur USB 1.1 unterstützt. So wird die Übertragung zum PC zum Gedultsspiel. Für ca. 10,- EUR hat man USB 2.0 und die Zehnfache Geschwindigkeit.

+++ Fazit +++

Die EOS 300D macht für den Einsteiger und Hobbyfotografen gute Bilder zu einem günstigen Einstiegspreis. Für diejenigen, die das besondere Suchen, empfehle ich eher, sich die nächst höhrere Klasse auszusuchen, da meine Freundin bereits aufgrund der o. g. Punkte für die EOS 30D entschieden hat. Gerade bei schwierigeren Aufnahmen stößt die 300D an ihre Grenzen. Daher vorher gut informieren, ob die Kamera alle gewünschten Funktionen unterstützt und welches Zubehör wichtig ist. Oft reicht auch schon ein einfacher Pol-Filter um die Bildqualität drastisch zu steigern. Ich möchte die Kamera auf jeden Fall nicht mehr missen und freue mich schon auf meinen nächsten Urlaub, in dem ich die Kamera zum ersten mal für mich alleine habe...

Meine Bewertung 4 Sterne, wg. Display zu klein und schwach und Akkuladestandsanzeige. Ansonsten Empfehlenswert!


+++ Technische Daten +++

-Auflösung
3.072 x 2.048 Bildpunkte
2.048 x 1.360 Bildpunkte
1.536 x 1.024 Bildpunkte


-Farbtiefe
24 Bit (16,7 Millionen Farben) bei JPG-Format, 36 Bit bei RAW-Format

-Sensor
22,7 x 15,1 mm C-MOS Chip mit 6.348.928 Bildpunkten

-Dateiformat

JPEG (.jpg) oder RAW (Canon-eigenes Rohdatenformat)
Speicherung nach DCF-Standard: ja
DPOF-Unterstützung: ja

-Speicherung druckrelevanter Aufnahmeeinstellungen:
Exif Print (EXIF 2.2)

-Unterstützte Direkt-Druck-Verfahren:
PictBridge + Canon Direct Print

-Wechselspeicher- Kompatibilität
CompactFlash Typ I
CompactFlash Typ II
Microdrive

-Verbindung zum Computer: USB-Schnittstelle (Version 1.x)

Sonstige Anschlüsse:
Anschluss für Netzgerät, PAL/NTSC-Videoausgang (umschaltbar)

-Stromversorgung:
1 x Lithiumionen-Akku Typ Canon BP-511 (1.100 mAh; 7,4 V)
Typ Canon BP-511
Netzgerät optional

-Wechselobjektivfassung
Canon EF/EF-S 1,60-fache Brennweitenverlängerung

-Scharfstellung
Autofokus und manueller Fokus

-Lichtempfindlichkeit: k. A. (automatisch)
ISO 100/200/400/800/1600 (manuell)

-Belichtungssteuerung
Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, Manuelle Belichtung

-Verschluss:
mechanisch

-Belichtungszeiten
30 s bis 1/4.000 s
30 s bis 1/200 s (mit Blitz)
Bulb-Langzeitbelichtung

-Manuelle Belichtungskorrektur
+/- 2 in 1/3 Stufen

-Sucher
Spiegelreflex-Sucher mit Dioptrienausgleich (-3 bis +1 dpt.)

-LCD-Monitor
1,8" TFT-LCD-Monitor mit 118.000 Bildpunkten

-Blitzgerät eingebaut
ja, Blitz ein, Blitz aus, Automatikblitz, Funktion zur Vermeidung roter Augen, Aufhellblitz, Langzeitsynchronisation, Anschluss für externen Blitz, Aufsteckschuh für externen Blitz, Blitz aufklappbar, E-TTL Blitzsteuerung, drahtlose E-TTL-Blitzsteuerung, FP-Highspeed-Synchronisation, FEL-Blitz-Meßwertspeicherung, FEB-Blitzbelichtungsreihen-Automatik, Blitzfolgezeit: ca. 3 s, Blitzabdeckung bis 18 mm

-Blitzleitzahl 13

-Selbstauslöser 10 s

-Fernsteuerung vom Rechner:
ja, nur bestimmte Funktionen (alle von der RemoteCapture-Software unterstützen Aufnahmefunktionen und Kameraeinstellungen)

-Videoaufzeichnung: nein

-Sonstiges
Belichtungsautomatiken für verschiedene Aufnahmesituationen (Vollautomatik, Porträt, Landschaft, Nahaufnahmen, Sport/Action, Nachtporträt, Ohne-Blitz, Schärfentiefe-Programm); manueller Weißabgleich für verschiedene Lichtverhältnisse einstellbar (automatisch, Tageslicht sonnig/bewölkt, Glühlampenlicht, Leuchtstofflampenlicht, Blitzlicht, manuell, Weißabgleich-Belichtungsreihen); verschiedene Verfahren zur Belichtungsmessung (Matrix- bzw. Mehrfeldmessung über 35 Messfelder, Selektivmessung auf 9% der Bildmitte des Sucherfeldes, mittenbetonte Integralmessung); Belichtungsreihenfunktion in 3 Variationen (mit Abständen von 1/3 LW); Serienbildfunktion bis 2,5 Bilder pro Sekunde (max. 4 Bilder); Timer-/Intervallfunktion (über RemoteCapture-Software); Kabelfernbedienung optional; Anzeige des Batteriezustandes; Anzeige des verbleibenden Speichers; Anzeige aller Aufnahmen im Bildindex; Anzeige von Datum und Uhrzeit; Speicherung von Datum und Uhrzeit für jede Aufnahme; Blitzempfindlichkeit einstellbar; Stativgewinde; eingebauter Tiefpass-Filter; wählbarer AdobeRGB-Farbraum; DIGIC-Signalverarbeitungsprozessor; gleichzeitig JPEG- und RAW-Aufzeichnung (spezieller Treiber nötig); 7-Punkt-Autofokus mit automatisch oder einzeln wählbaren Messfeldern; Einzel-Autofokus und/oder Schärfenachführung (ONE SHOT/AI FOCUS/AI SERVO); PTP-Unterstützung; Abblendtaste; beleuchtbares LCD-Statusfeld; verstellbare Bildparameter (3 Sets mit je 5 Einstellungen); eingebautes AF-Hilfslicht; Belichtungsmesswertspeicher; Anzeige der Aufnahmeinformationen im Wiedergabemodus mit Hervorhebung der Lichter; Wiedergabezoom (1,5- bis 10-fache Vergrösserung); Bilddrehungsfunktion; mehrsprachige Menüführung (ENG/DEU/FRA/NL/DK/FI/ITA/S/SPA/CHI/JAP)

-Abmessungen und Gewicht:
Abmessungen B x H x T: 142 mm x 99 mm x 73 mm
Gewicht: ca. 560 g (ohne Objektiv)

-Lieferumfang

serienmäßig
EOS 300D Kamera

BP-511/512 Lithiumionen-Akku
CB-5L Ladegerät
Videoanschlusskabel
USB-Anschlusskabel
Bajonettdeckel
Tragegurt

Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop Elements 2
Kamerasoftware ZoomBrowser EX 4.0 für Windows
Kamerasoftware Image Browser für Macintosh
Kamerasoftware FileViewer Utility
PC-Fernsteuerungssoftware Remote Capture
Treiber
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
SabineS3

SabineS3

20.08.2006 14:29

habe die Kamera nun auch seit gut 1,5 Jahren und bin super zufrieden. Wenn mal wieder Geld übrig ist, gibts ein neues Objektiv dazu :-) Hab mir im Mai das Sigma 180mm Makroobjektiv angeschafft. Macht riesen spaß

grinsch21

grinsch21

02.08.2006 14:04

Zum Kommentar von Ingo S: Da es die EOS 300D mittlerweile nicht mehr neu zu kaufen gibt, erhält man die Kamera bereits ab 300,- EUR gebraucht. Der NP lag damals bei 840,- EUR was für eine DSLR das unterste Preissegment darstellte. Wie Du auf 1500,- EUR kommst, habe ich jetzt nicht ganz nachvollziehen können. Viele Grüße! Marco

E-pro

E-pro

02.08.2006 09:30

Wir haben ja Zuhause Kleinbild *lach* Geht bei den Spiegelreflexkameras genauso gut und steht Digitalkameras IMO in nichts nach - und da man in den Fotoladen gehen kann und seine Bilder dort abgibt, haben wir neben der sozialen Komponente, auch noch das Feature "Vorfreude - und Freude am Bild" - gesteigert werden kann es aber auch noch mit dem Feature "Eigene Fotokammer", da kommt dann auch die Eigenschaft "Bewusster Umgang" mit Technik hinzu ;-)

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