Erfahrungsbericht über

Canon EOS 30D

Gesamtbewertung (6): Gesamtbewertung Canon EOS 30D

1 Angebote von EUR 1.084,49 bis EUR 1.084,49  

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☼ Lieblingsspielzeug ☼

5  24.05.2006 (15.06.2006)

Pro:
-  -  -

Kontra:
-  -  -

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


KingSparko

Über sich: 1:1? PGB! - Aber nur, wenn ihr anfangt. Ich lass mich nich mehr veralbern.

Mitglied seit:13.08.2004

Erfahrungsberichte:366

Vertrauende:111

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 220 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

## Warum 30D? ##

Die Nachteile meiner 300D wurden immer schmerzhafter und störten immer mehr. Da der Traum 1D Mark II N einfach unerreichbar ist (4200 Euro UVP), musste ich mich zu einem Kompromiß entschließen.
Als ich dies tat, im Februar, lag der Strassenpreis des 20D Body bei etwa 950 Euro. Doch die 20D wäre wirklich ein Notkompromiss gewesen. Das Geld hatte ich eh noch nicht zusammen.
Als Ende März sich abzeichnete, welche Summe zur Verfügung stand, entdeckte ich, dass Canon einen 20D Nachfolger gebracht hatte.
Ich guggte mir die Spezifikationen der 30D genauer an, staunte über den guten Preis von 1199 Euro - ich hätte mit weit mehr Unterschied zur 20D gerechnet - und stellte bald fest: der perfekte Kompromiss für mich!
Nun haben wir Mai und mein kleiner Plastikbomber hat einen großen Bruder bekommen.....

an einem wunderschönen Mai-Morgen war es soweit: ich öffnete meine Wohnungstür und der Postbote blickte in ein radioaktiv verstrahltes Grinsegesicht *g*
Ich möchte ehrlich wissen, was der gedacht hat, was er mir da liefert ;)

Abgesehen davon, dass es morgens viertel vor neun war und das Aussenthermometer bereits 19,2 Grad Celcius zeigte, war das wie Weihnachten.

## Canon EOS 30D Body Kit ##

bezahlter Preis Anfang Mai: 1199,- Euro

Lieferumfang:
30D Body (ehm, was sonst....)
Tragebändel
USB Kabel (diesmal totschick in weiss)
Kameragehäusedeckel
Ladegerät mit Netzkabel CB-5L
Akku 511A - 1390mAh
TV-Verbindungskabel
Bedienungsanleitung
Werbe- und Garantiepapiere
2 CDs mit Canonsoftware

(Technische Daten am Ende des Berichtes)

Ich hatte den Batteriegriff gleich mitbestellt und schraubte ihn direkt dran, angelte in meiner Fototasche nach Akkus (die aus der 300D passen ja auch, denn der neue is ja noch leer), Speicherkarte (EOS Serie schlucken alle CompactFlash) und einem Objektiv.

## Erster Eindruck ##

Ich holte tief Luft und fing an, mein neues Spielzeug zu befingern, zu drehen und zu wenden und von allen Seiten zu begaffen.
Schön schwer ist der kleine Bomber ja, er bringt mit Griff und Akkus stolze 350gr mehr auf die Waage als meine Vorgängerkombi.
Und das mattschwarze magnesiumlegierte Gehäuse macht einen äusserst robusten Eindruck. Blitz und Kartenslot gehen straff, die Tasten reagieren härter, haben einen nicht ganz so leichten Druckpunkt, wie bei der 300D (vorm Bauch gehangen und angestupst hatte ich öfter mal plötzlich das Menü auf dem Display), das Wählrad und Programmrad klacken hörbar beim Umschalten und gehen ebenfalls schön fest.

Die Griffbereiche sind einfach nur klasse angenehm, keine glatte, abriebwahrscheinliche Oberfläche wie früher (oder gar die pure Plastik an der Rückseite), sondern schönes "Ledergefühl" - strukturierte, griffige Gummioberfläche.
Die Kamera liegt sehr gut in der Hand, durch ihr Gewicht auch sehr ruhig.
Der rechte Zeigefinger legt sich beim Greifen fast von selber auf den Auslöser.
Die neuen Bedientasten sind ungewohnt, aber nach ein wenig probieren, lassen sie sich gut erreichen und bedienen.
Das Hauptwählrad findet sich wie gewohnt hinter dem Auslöser, für viele andere Dinge muss ich meine Finger neu erziehen.....

## Erste Schritte & Aufbau ##

Okay, mal einschalten!
Als erstes strahlt mich auf dem sehr geilgen 2,5" Display an, ich soll Datum und Zeit einstellen. Gesagt getan.
Durch das Multifunktionsrad auf der Rückseite geht das zwar völlig anders als bei meiner alten, trotzdem ruckzuck erledigt.
Hat man wie ich, vorher schon eine digitale EOS gehabt, werden einem die ersten Sachen recht leicht fallen.
Zum Bsp musste ich die Werkseinstellung erstmal von englisch auf deutsch münzen, damit ich mein neues Baby auch verstehe.

Die 4 Tasten links vom Bildschirm sind bereits bekannt: MENU, INFO, JUMP und ein Playsymbol.
Also um die Sprache zu ändern, einmal ins Menü tippeln.
Dass man diese Listen und diverse andere Dinge mit dem Drehen des großen Multifunktionsrad durchratteln kann, hat man sofort verstanden.
Das Multirad ist gut rechts vom Bildschirm platziert und läßt sich auch mit relativ zarten Händen (Pranken hab ich ja nun nicht) problemlos beim Kamerahalten mit dem rechten Daumen bedienen.
Zum bestätigen bzw. ausführen bestimmter Aktionen hat man in der Mitte des Rades wie gewohnt die SET Taste.
Rechts unterhalb die rote CF Laterne, die leuchtet, wenn die Karte beschrieben/gelesen wird.

Links oberhalb der Menu Taste findet sich ein Symbol für einen Drucker. Die LED daneben leuchtet blau, wenn die Kamera mit dem PC und dem Canon Programm kommuniziert, oder an einen PictBridge Drucker angeschlossen wird.
Der Knopf, in dem sich die LED befindet, ruft dann die entsprechenden Menüs auf, um über die Kamera entsprechende Drucker etc. bedienen und steuern zu können.

Unter dem Display finden wir zum einen die Taste mit dem Mülleimer (Bild löschen) und das Wichtigste: der Powerknopf.
Dieser hat neben ON und OFF noch eine dritte Stellung, auf der das Multirad aktiviert wird.
Will man also verhindern, dass sich was aus Versehen verstellt, das Rad geht schon leicht, dreht man den Powerschalter nur auf ON und nicht auf die dritte Stellung.

Oben rechts neben dem Display ist eine Multifunktionstaste mit mittlerem Druckpunkt und 8 Richtungspunkten. Diese kommen zb. zum Einsatz, wenn man ein gezoomtes Bild ansieht, und dieses hin-und herschieben will auf
Bilder von Canon EOS 30D
  • Canon EOS 30D Bild 14393408 tb
  • Canon EOS 30D Bild 14393513 tb
  • Canon EOS 30D Bild 14393625 tb
  • Canon EOS 30D Bild 14393716 tb
Canon EOS 30D Bild 14393408 tb
von oben, mit EinstellungsLCD
dem Display.
Leider ist er recht klein, so dass man nicht immer 100% die Richtung erwischt, die man wollte, aber damit kann man leben, und ein wenig Übung schafft da sicher Abhilfe.

Rechts oben an der Rückseite haben wir wie gewohnt die beiden Tasten mit der Mehrfachbelegung: eine für rauszoomen/AE und FE Blitzspeicherung, sowie eine fürs reinzoomen / AF Feld Auswahl.

Links am Gehäuse unter einer gut schliessenden, festen Gummiklappe sind die Anschlußbuchsen für PC, TV, Kabelauslöser, rechts aussen ist der Kartenslot und unten rechts das Akkufach bzw. wird dort der Batteriegiff eingeschoben.

Auf der Oberseite der Kamera wird es jetzt interessant. Das Programmwählrad ist nun links angebracht, das hatte ich früher rechts. Die Belegung und Motive sind aber EOS gewohnt immer noch gleich:
die Normalprogramme Portrait, Landschaft, Nahaufnahme, Sport, Nacht und Blitz aus, Vollautomatik und die Kreativprogramme P, TV, AV, M und A-Dep.

War an der 300d das Display noch zweigeteilt auf der Rückseite, haben wir an der 30D hinten nur den TFT für Bilder/Menü mit einer irren Diagonale von 6,5cm - Luxus (bisher nur bei den Profi Modellen 5D und 1D Mark II N verbaut) !
Das LCD Display mit den Einstellungen ist, wie schon beim Vorgänger 20D, oben rechts zu finden.
Hier bekommt man zu sehen: Zeit/Blendenwert (je nach Programm auch mal gar nix), Weissabgleich mit verschiedenen Symbolen dazu (bewölkt, Kunstlicht, Schatten etc.), Weißabgleichkorrektur, CFN für die Individualfunktionen, Bildqualität, Akkuanzeige, Signaltonsysmbol, AF Modus, Messmodus, Rote Augen, Serienbildsymbol/Einzelbild/Selbstauslöser, Belichtungsstufen, CF Status; je nach Programm oder Menü oder aktivierter Einstellungen noch ISO, busy-Anzeige, Selbstauslösercountdown, laufende Belichtungszeit, CF Warnungen, AF Messfeldwahl - kurz: ne ganze Menge. Aber gottseidank ja nicht alles auf einmal.

Vor dem LCD sind weitere Tasten zu finden. Ganz links, am Rande des Blizes ist die Lampe für das LCD. Wie gewohnt eine orange Beleuchtung.
Daneben eine Taste für die Auswahl des AF Modus/Weissabgleich, als nächstes eine Taste für die ISO und den Betriebsmodus (Einzel, Serie etc) sowie eine für die Auswahl von Messmodus / Belichtungskorrektur.

Schon die Hülle und Fülle an Tasten und neuer Anordnung liess mich etwas hilflos auf mein neues Baby schielen. Aber nungut, es ist ja auch für mich Technikfreak keine Schande, zur Anleitung zu greifen. Diese ist 200 Seiten dick und damit fast doppelt so umfangreich, wie die von der 300D.
Leicht kritisch schielte ich auf mein neues Spielzeug, ob das wirklich richtig war....

## Menü, Funktionen, Vorteile ggü. 300D ##

Das Studieren des Menüs war beim ersten Mal ein Gefühl wie "zuviel Input - hilfe wo ist der Anfang?"
Eine für mich sehr interessante Neuerung waren die Individualfunktionen - Custom Functions also kurz C.Fn und ich marschierte ins Menü und fing dort an zu stöbern.
Insgesamt gibt es 19 dieser Individualfunktionen, wo man sich verschiedene Tastenfunktionen ändern kann, diverse Punkte zu/abschalten kann (ua. die ISO Erweiterung auf 3200; Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtung), verschiedene Funktionen für AF/AE der Blitz ändern kann.
Die C.Fn sind allgemein eine sinnvolle Erweiterung, da hier je nach Vorliebe und Geschmack so manches umgelegt, ein- oder ausgeschaltet werden kann. So hat man erweiterte Funktionen zur Verfügung, mit denen sich aber nicht jeder auseinandersetzen muss, der sie gar nicht braucht.

# ISO #

Einen wunderbaren Vorteil für Fotografen, die häufig höhere Iso nutzen, gibt es, wenn man in den C.Fn von 1/2 auf 1/3 Stufen schaltet, so kann man die ISO in diesen Schritten verstellen.
Ist die ISO 400 also zB. zu dunkel, muss man nicht auf 800 schalten, sondern hat noch eine 500 und eine 640 dazwischen zur Auswahl.
ISO Werte bei 1/3 sind folgende zur Auswahl: 100, 125, 160, 200, 250, 320, 400, 500, 640, 800, 1000, 1250, 1600 und bei aktivierter Erweiterung - H = 3200.

Das Rauschverhalten der Kamera ist gegenüber einer 300D natürlich eine völlig andere Welt. Wo ich oftmals schon die ISO 800 in die Tonne treten konnte, kann ich hier beruhigt bis 1250 schalten, ohne dass das Bild vom Rauschen zerfressen ist.
Grad im Konzert, wo oft das eine Quentchen Licht fehlt, ein entscheidender Vorteil. Natürlich rauscht es auch bei dieser Kamera, ist ja schliesslich kein Profimodell. Aber die Bilder sehen schon eine ganze Portion besser aus, als wenn man die ISO 800/1600 einer 300D vor der Nase hat.

# Bildstile & Aufnahmefunktionen #

Neben den gewöhnlichen Kontrast/Schärfe/Farbsättigung, kann man an dieser Kamera noch ganz andere tolle Sachen einstellen.
Man kann komplette Bildstile abrufen oder selber anlegen.

Für Portrait, Landschaft, Neutral, Natürlich und Standard sind bereits fertige Bildstile vorhanden.
Ich habe Neutral gewählt, da so die Kamera gar nichts verändert, sondern alles lässt wie es ist und ich am Rechner mehr machen kann hinterher.
Ebenso gibt es schwarz/weiss. Man kann sicher hier also den Schritt sparen, ein Foto am Rechner hinterher in s/w umwandeln zu müssen - hat aber auch kein farbiges Original!

Für s/w kann man, wie man es aus analoger s/w Fotografie evtl. bereits kennt, Filtereffekte zuschalten (Rot, Grün usw) oder eine Färbung einschalten, zB. kann man hier direkt das Sepia Foto fertig gespeichert aufnehmen - für Bearbeitungsfaule also.

Es sind interessante Spielereien und die Ergebnisse sind durchaus äusserst ansehnlich, ich bin sehr erstaunt. Ich trau den Kameras hier nicht so ganz, wenn sie eigenmächtige Bearbeitungen vornehmen, mache sowas lieber selber. Aber wer diese Funktionen gerne verwendet, wird hier nicht enttäuscht, die Ergebnisse können sich wohl sehen lassen.
Trotzdem werde ich wohl davon nur mal als Vergleich solche Bilder machen, also auf jeden Fall immer ein farbiges Bild machen. In der heutigen Zeit, mit all den Möglichkeiten am Rechner, die natürlich viel feiner veränderbar sind als es die Kamera macht, lege ich lieber selber Hand an meine Bilder.

Für Studiofotografen gibt es eine tolle Erleichterung. Man kann direkt die Farbtemperatur des vorhandenen Lichtes eingeben - bei bestimmten Studiolampen sind diese dem Fotografen sicherlich bekannt. So spart man sich unter Umständen den Weissabgleich - oder man mißt sowieso manuell das Licht und kann es anschliessend eingeben.

# Fokus #

Ein für mich sehr wichtiger Punkt, den ich mir oft gewünscht hatte, habe ich nun an der 30D.
Es gibt 3 AF Modi:
One Shot AF
AI Servo
AI Focus, wobei letzterer die Automatik ist, die selber entscheidet, wann sie welchen der beiden einsetzt.

One Shot ist für stille Motive und im Prinzip im Handling wie bisher bekannt: anvisieren, halb durchdrücken zum fokussieren, diese Position halten um einen neuen Bildausschnitt zu wählen und dann durchziehen.

AI Servo führt die Schärfe bei Objekten nach,die sich mit konstanter Geschwindigkeiten auf die Kamera zu oder von ihr weg bewegen.
Also alles was sich irgendwie bewegt ;)
Drückt man den Auslöser halb durch, wenn man ein bewegtes Objekt anvisiert, fokussiert die Kamera automatisch immer wieder nach, wenn man halb gedrückt hält. SEEEEEEHR praktisch!!
Nachteil: Ändert man den Bildausschnitt wie man es von One Shot kennt, fokussiert hier allerdings die Kamera auch sofort nach. Also aufpassen, dass man die richtige Einstellung wählt.

Zur Fokussierung besitzt die Kamera 9 AF Messfelder, die einzeln angewählt werden können.
die 300D hatte nur 7, die Anordnung der 9 finde ich okay, sie hätten auch die äusseren noch evtl. einen Tick weiter nach aussen setzen können, sie sammeln sich alle recht nah an der Mitte.
Naja, ist halt keine 1er Serie mit 45 Feldern.......

Es gibt mehrere Messmodi für die Belichtung, die man manuell wählen kann.
In der Mitte des Suchers erkennt man einen Kreis, an dem man sich orientieren kann.
Die Mehrfeldmessung ist als Standard meistens aktiv und erstreckt sich über das gesamte Sucherfeld.

Die Selektivmessung nimmt etwa 9% des Sucherbildes ein, in der Mitte, etwa der doppelte Durchmesser des Spotkreises in der Mitte.

Die Spotmessug misst exakt innerhalb dieses Kreises - die Spotmessung ist völlig neu und auch beim Vorgänger 20d nicht vorhanden gewesen.

Die Mittenbetonte Integralmessung misst am deutlichsten in der Mitte und von dort ingetral ins restliche Bildfeld, also nach aussen hin schwächer.

Da ich sehr viel Manuell mache und fast immer im Modus M arbeite, schalte ich hier je nach Bedarf auch mal hin und her, meistens jedoch beachte ich die Messmodi sowieso nicht, sondern arbeite nach Gefühl. Denn die Kamera kann etwas nicht, was der Mensch kann: Ein Bild im gesamten erkennen und darüber nachdenken ;)

## Fotografieren ##

Der Sucher ist schon etwas größer, als bei der 300D. im direkten Vergleich ist es um vieles angenehmer, durch den Sucher der 30D zu blicken, er wirkt insgesamt nicht nur größer, sondern auch heller und klarer. Die AF Felder und der Messkreis sind fantastisch zu erkennen.
Man kann übrigens am Sucher die Dioptrien von -3 bis +1 korrigieren, was für manchen Brillenträger sicher geeignet ist. Ein wenig korrigiere ich auch, aber ohne Brille/Kontaktlinsen kann ich trotzdem nicht fotografieren, da ich über -6 habe und die Nuancen nur nutze, um die Schärfe ein wenig zu verbessern.

Im Sucherfeld hat man mehrere Anzeigen.
Beim Scharfstellen / AF Messfeld wählen, leuchtet das betreffende Messfeld rot auf, das ist ebenfalls sehr klar und gut zu erkennen.
unterhalb des Bildes sieht man die üblichen Infos:
Blitzinfos, CF Warnungen/Infos, Blende und Zeit, Belichtungssufenanzeige, Belichtungskorrektuwert, WB Korrektur, Maximale Anzahl an Reihenaufnahmen, Schärfeindikator.
Drückt man die Taste zur ISO Umstellung, kann man den gewählten ISO Wert nicht nur auf dem oberen LCD sondern auch im Sucher sehen.
Da sich der Knopf relativ gut blind bedienen läßt, kann man so praktischerweise zwischendurch einfach nachsehen, welche ISO man drin hat, ohne die Kamera runternehmen, umschalten, Displaybeleuchtung (im Konzert zB. wo dunkel ist) aktivieren und dann erst prüfen zu müssen.
Kann man sich um den Sinn streiten, ich finds in Ordnung und sehr praktisch, ein kleiner Nebenbeiluxus.

Durch den Lowpassfilter vorm Sensor, der Farbartefakte und Moiré-Effekte reduzieren soll, erscheinen die Bilder schon in den Farben sehr viel natürlicher und allgemein um vieles klarer, als bei der 300D - hier macht sich der Zeitunterschied von fast 3 Jahren Digitaltechnik deutlich bemerkbar: immer bessere Technik für ordentliches Geld.

## Kamera und PC ##

So, die ersten Bilder sind gemacht, die Canon CD installiert.
Wir bekommen hier den ZoomBrowser EX:
Ein mehr oder minder nützliches Bildbearbeitungs und Verwaltungsprogramm.
Wir können Bilder runterladen aus der Kamera, ordnen, sortieren, bearbeiten, Drucken, Senden usw.
Da ich weiterhin bei meinen bisher genutzten Programmen bleibe wie Photoshop, werde ich mich damit nicht weiter befassen.

Dann bekommen wir noch die EOS Utiliy installiert.
Damit kann man ebenfalls schnell und leicht Bilder entladen in entsprechende Ordner, mit entsprechender Nummerierung. Die Struktur und Namen der Dateien kann nach eigenen Vorlieben festgelegt werden, mit Präfix, Datumsangabe etc.
Schliesst man direkt die Kamera an, um zu entladen, kann man hier am praktischsten und einfachsten die Bilder entladen, da die Kamera nicht als Wechselspeicher erkannt wird.
Die Bilder werden nach der vorgegebenen Struktur entladen, also der gewünschte Bildname vergeben. Würde man mittels Kartenleser entladen, behielten die Fotos ihre Originalnamen, also bei Canon IMG_1234.jpg - hat man wie ich nun zwei dieser Kameras, würde das Chaos ausbrechen. Also entlade ich direkt aus der Kamera und lasse meine spezifierten Namen vergeben und weiss genau, welche Bilder aus welcher Kamera stammen.

Ist die Kamera angeschlossen, kann man diese praktischerweise fernsteuern.
Fotos machen am PC, ohne die Kamera bedienen zu müssen. Nette Spielerei.....mehr Nutzen kann ich da für mich nicht entdecken.

Ebenfalls ist PhotoStitch mit dabei, ein kleines Prorgramm zu Stitchen - zusammenfügen von Bildern. Damit kann aus mehreren Einzelbildern ein Panorama erstellen lassen. Leider sind die Ergebnisse bei diesem Programm nicht immer so zufriedenstellend, wobei ich nicht weiss, ob es seit der 300D eine neue Version gibt, ich habe die von der 30D installierte noch nicht ausprobiert. (Tippe aber eher, dass es die gleiche ist)

Canon steuert mit Digital Photo Professional auch noch eine Software zum Ansehen und Bearbeiten der RAW Bilder bei. Da ich bisher kein Interesse für RAW entwickelt habe und ausschliesslich in JPG fotografiere, kann ich leider zum Leistungsumfang und Nutzen der Software nichts sagen.
(Ausserdem verfügt Adobe Photoshop über ein eigenes RAW Modul)

Ich finde es sehr praktisch, jetzt nicht mehr die Karte aus dem Slot holen und in den Kartenleser stecken zu müssen, denn die 30D ist natürlich mit USB 2.0 ausgestattet.
Die Installation aller Softwares und Treiber unter XP passiert im Prinzip von alleine und auch vollkommen problemlos.

## Technisches ##

Für mich die totale Faszination, für andere wahrscheinlich eine Selbstverständlichkeit: Kamera einschalten und sofort losknipsen - einsatzbereit in 0,15sec (nachgelesen, messen kann ich sowas nicht). die Wartezeit bei meiner 300D, bis sie einsatzbereit war, kommt mir bereits jetzt wie eine Ewigkeit vor!

Und einer der Hauptgründe für den Kauf der Kamera: das Tempo. Serienbilder-Maschinengewehr!
5 Bilder pro Sekunde mit bis zu 100 Bildern in Folge bei zweithöchster Qualität. Bei höchster Qualität L fine, gibt die Orientierungsliste der Bedienungsanleitung bis zu 30 Bildern im Modus "schnelle Reihenaufnahme", 37 im Modus "Langsame Reihenaufnahme" vor.
Ich stopfte meine Kingston Elite Pro rein und schoss einfach los, nach 46 Bildern kam der erste Aussetzer, nur kurz - ein Sekundenbruchteil, die Kamera schiesst nach "Erholung" sofort weiter, wenn man den Finger nicht runternimmt.
Die Menge und Leistung der Serienbilder ist dank des DigicII Prozessors auch von der Karte abhängig. Hat man eine extrem schnelle Karte, kann man hier sicher noch mehr Bilder rausholen.

Die 8,3 Megapixel in höchster Auflösung allerdings haben ihren Nachteil: 300 Bilder und die 1GB Karte ist voll :(
Ich werde also demnächst mit 2GB Karten anbauen müssen.....

## Bedienungsanleitung ##

Ziemlich dick, drückt man die Seiten zum Lesen auseinander gehen leider schnell Seiten aus der Bindung, also vorsichtig sein. Denn die Anleitung könnte man öfter in der Hand haben, sie ist sehr übersichtlich, mit vielen Grafiken und Bildern versehen, Hinweise, Warnungen, Erklärungen sind kurz und prägnant und eigentlich auch für Anfänger gut zu verstehen, ein gewisses Maß an Verständnis für Blende/Zeit vorrausgesetzt.
Allerdings sollte man manchmal genau guggen, es sind ein paar Schreibfehler drin und man sollte aufpassen, dass nicht aus Versehen mal ein Buchstabe so fehlt, dass ein anderer Sinn entsteht. Also nicht ganz stur nach Anleitung, bitte mitdenken :)
Netterweise finden sich auch einige Tipps und Hinweise für bestimmte Aufnahmesituationen.

## FAZIT ##

Glücklich und zufrieden und hippelig auf die nächste Gelegenheit, die Kamera auszuführen.
Die Verarbeitungsqualität und Funktionsvielfalt gegenüber meiner 300D ist einfach nur WOW! Das Handling ist neu und ungewohnt, aber sehr angenehm und ich konnte mich leicht umstellen.
Das riesengroße Display auf der Rückseite ist einfach nur GENIAL.
Endlich kann ich Serienbilder en masse machen, um in einer Bewegungssequenz auch ja nichts zu verpassen (gerade bei unserem Zappel-Philipp) und muss nicht mehr ewig warten, bis die rote Laterne wieder ausgeht, ich kann einfach weiterarbeiten, wenn das nächste Motiv ins Bild gehoppelt kommt.
Auch der Vorteil, jetzt Bilder zu haben, die in den Abmessungen größer sind und rund 2 Mio Pixel mehr haben, ist nicht zu verachten.
Einzig, dass der Spiegelschlag wenigstens doppelt so laut ist, ist etwas unangenehm, aber hört im Konzert ja sowieso keiner ;) und beim fröhlichen Familiengrillen und quiekenden, tobenden Kindern interessiert das ja auch keinen.
Der Verschluss ist auf 100.000 ausgelegt und damit ist natürlich eine höhere Lebensdauer als bei meiner 300D zu erwaren, der nach gerade mal 17.000 gewechselt werden musste.

Volle Sternzahl und eine absolute Empfehlung!
Wer von März bis Oktober eine 30D kauft, bekommt von Canon eine 512MB SanDisk CF Karte geschenkt - noch ein Grund mehr, zuzuschlagen!

Für Leute, die über den Status des blutigen Anfängers hinaus sind und mit einer Einsteiger DSLR wie der 300D oder 350D nicht mehr ausreichend experimentieren können und einfach mehr wollen, ist die 30D ein fantastischer Schritt nach vorn, ohne dabei gleich eine Wertanlage aus der Profi-Reihe anschaffen zu müssen.

Ich hab ein neues Baby und strahle seit Tagen vor mich hin - was ich nicht zuletzt eurer Mithilfe zu verdanken habe. Dafür drück ich euch alle mal ganz feste und wünsche allen Fotofreaks

ALLZEIT GUT LICHT!

Fotos, die ich mit der 30D schon gemacht habe und noch machen werden, können sich interessiert auf meiner Website ansehen - denn die Referenzbilder von Canon taugen als Leistungsreferenz der Kamera leider nicht viel.
An diesen Bericht kann ich euch leider nur zwei anhängen, da der Rest für die Kamera selbst draufgeht :)

abschliessend die:

## Technischen Daten ##

Auflösung
3.504 x 2.336 Bildpunkte (L fine/grob)
2.544 x 1.696 Bildpunkte (M fine/grob)
1.752 x 1.152 Bildpunkte (S fine/grob)

Farbtiefe
36 Bit

Sensor
22,5 x 15 mm C-MOS Chip mit 8.200.000 Bildpunkten
(EF-S Anschluß - Brennweitenverlängerung/Crop 1,6)

Dateiformat
JPEG (.jpg) oder RAW (Canon-eigenes Rohdatenformat)

DPOF-Unterstützung
ja

Speicherung druckrelevanter Aufnahmeeinstellungen
Exif Print (EXIF 2.21)

Unterstützte Direkt-Druck-Verfahren
Bubblejet-Direct-Print / PictBridge

Wechselspeicher-Kompatibilität
CompactFlash Typ I
CompactFlash Typ II
Microdrive

Verbindung zum Computer
USB-Schnittstelle (Version 2.0 Hi-Speed)

Sonstige Anschlüsse
Anschluss für Netzgerät, PAL/NTSC-Videoausgang (umschaltbar)

Stromversorgung
1 x Lithiumionen-Akku Typ Canon BP-511 (1.390 mAh; 7,4 V)
und Modellvarianten BP-511A, BP-512, BP-512A, BP-514
Netzgerät

Quelle und weitere Informationen:
http://www.digitalkamera.de/kameras/Canon/EOS_30D.asp

KingSparko 05/2006 für ciao.de / LittleSparko 08/2006 für Yopi.de / LilSparko 03/2007 für preisvergleich.de

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
heike79

heike79

05.05.2011 07:56

bh

PetitSoleil

PetitSoleil

23.06.2010 22:53

ja, von der hab icha uch schon so viel tolles gehört... aber der preis...

Cybersyssy

Cybersyssy

06.05.2009 22:21

Saugeiler Bericht!

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