Erfahrungsbericht über

Canon EOS 5D Mark II

Gesamtbewertung (8): Gesamtbewertung Canon EOS 5D Mark II

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superlichtstarker Profibody

5  09.07.2009

Pro:
super Bildqualität, ausgezeichnete Lichtstärke, klassische EOS - Bedienung

Kontra:
schwer, teuer

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

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flo-ohne-h

Über sich:

Mitglied seit:04.02.2008

Erfahrungsberichte:9

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Einleitung

Habe mir vor 3 Wochen Canon EOS 5D Mark II gekauft. Vorher hatte ich eine EOS 5, also einen analogen Body. Für mich waren die entscheidenden Kriterien, warum ich diesen Body wollte, daß ich eine gute EOS-Ausrüstung habe, die ich natürlich weiterverwenden wollte. Außerdem fühlte ich, daß die Zeit reif für einen Umstieg auf digital war, auch weil meine EOS 5 langsam etwas altersschwach wurde.

erste Eindrücke

Wenn man die Kamera in die Hand nimmt, fällt einem sofort die gute Verarbeitung und das Profifeeling auf, das man bei einer Kamera dieser Preiskategorie erwartet. Als Benutzer einer EOS 5 ist mir als nächstes aufgefallen, daß der Einschalter nicht da sitzt, wo ich ihn erwartet hätte (auf dem Programmwahlrad oben links neben dem Sucher). Ansonsten ist das Bedienkonzept recht ähnlich, auch wenn die ganzen Bedienelemente der EOS 5 von der Rückseite auf das kleine Display hinter dem Auslöser (rechts oben) verbannt wurde.

Bedienung

Ich habe das Handbuch nicht gelesen, weil ich das 1. sowieso nie tue und 2. selbiges in Chinesisch ist. Trotzdem hatte ich fast alle Funktionen der Kamera innerhalb von 10 min verstanden. Nur die Filmfunktion war nicht so einfach zu finden.

Eine gute neue Funktion ggü. der EOS 5 ist die Beleuchtung des kleinen Displays, was besonders bei Nachtaufnahmen von Vorteil ist.

Die 5D Mark II hat keinen eingebauten Blitz. Das ist bei Profigeräten üblich, allerdings ist das eher kein Nachteil, weil eingebaute Blitze sowieso zu schwach sind um hilfreich zu sein. Außerdem gibt es bei den großen Profiobjektiven häufig Abschattungen, was die Nützlichkeit weiter mindert. Ein Blitzschuh ist selbstverständlich vorhanden ebenfalls noch ein X-Sync-Kabel.

Wenn man die EOS 5 mit der 5D Mark II vergleicht, gibt es praktisch keinen Unterschied in Gewicht und Größe, d.h. es ist eine Kamera, die einiges auf die Waage bringt, aber bei mir erst nach etlichen Stunden der Nacken schmerzt.

Neu ist natürlich das Display auf der Rückseite. Das Display ist außergewöhnlich gut. Es ist sehr scharf und gut beleuchted. Darüberhinaus paßt sich dessen Helligkeit der Umgebung an.

Eine erfreuliche Eigenschaft ist auch der Springblendenknopf links unten am Bajonett.

Zum Fotographieren kann man zum einen klassisch durch den Sucher schauen, der recht gut ist oder man kann den Spiegel mittels der Taste links neben dem Sucher hochklappen und auf dem Display wie bei einer Digiknipse arbeiten. Im letzteren Modus, muß allerdings der Autofokus über eine Extrataste rechts neben dem Sucher aktiviert werden und dieser ist auch nicht so genau wie der normale AF. Alternativ kann man den normalen AF auch verwenden, allerdings muß der Spiegel dazu runter geklappt werden, was natürlich dazu führt, daß auf dem Display nichts mehr zu sehen ist. Für mich ist diese Displaylösung alles andere als ideal. Im Displaymodus im Programm CA kann auch in Full-HD gefilmt werden, allerdings empfinde ich das eher als Gimmik denn als eine ernstzunehmende Funktion der Kamera, aber darüber mag die Meinung gespalten sein.

Der Sucher hat einen Dioptrienausgleich, was Brillenträgern entgegenkommt, die lieber ohne Brille fotographieren.

Fotographieren

Wie gesagt ist die Bedienung für einen EOS-Erfahrenen kinderleicht. Man muß sich nur daran gewöhnen, daß es keinen Film mehr gibt, den man einlegt.

Die Kamera ist voll EOS-kompatibel, so daß man alle EF, aber keine EF-S-Objektive ranschrauben kann (EF-S hat einen zu kleinen Bildkreis, sollte aber theoretisch trotzdem gehen). Auch alle anderen EOS-Zubehöre sind kompatibel, z.B. Blitz.

Sie liegt gut in der Hand, besser als die EOS 5, bei der mich immer die zu schmale Batteriehalterung unter dem Auslöser gestört haben. Der Auslöser gibt einem das richtige 2-Stufengefühl. Die wichtigsten Knöpfe sitzen genau da wo sie hingehören.

Ein kleiner Wehrmutstropfen ist, daß man gut aufpassen muß um nicht versehentlich auf den "Joystick" rechts oberhalb des Displays zu drücken, weil man dann ins Menü zur Verstellung der Bildeigenschaften kommt. Man kann sich dadurch leicht eine Verstellung der Belichtungskorrektur einhandeln und das erst nach einer Weile merken.

Beim Fotographieren kann man sehr schnell Dutzende Aufnahmen schießen. Bisher habe ich sehr viele Gruppenaufnahmen gemacht und dabei gegenüber der bisherigen Praxis mit Diafilmen immer eine ganze Menge Bilder geschossen, da als Erfahrungswert die Zahl der Bilder, die man braucht, damit keine der Personen auf dem Gruppenfoto nicht dumm schaut, größer als die Zahl der Abgebildeten ist. Das heißt, daß man Gruppenfotos in einer Art manuellem Dauerfeuermodus (d.h. viele Einzelbilder) macht. Der Reihenaufnahmenmodus läßt sich leider nicht in der Geschwindigkeit einstellen und die Standardgeschwindigkeit ist für Gruppenaufnahmen zu schnell.

Im Modus "hochauflösendes jpeg", den ich meistens verwende, gibt es einen Bildzwischenspeicher von ca. 50 Bildern. Bisher habe ich es nicht geschafft diesen zum Überlaufen zu bringen (was bei Billigknipsen ein ständiges Ärgernis ist).

Wenn man solche manuellen Reihenaufnahmen macht, empfiehlt es sich den Finger nur bis zur mittleren Raste des Auslösers zurückzunehmen, damit der AF nicht nochmal von neuem beginnt.

Autofokus: Gegenüber den älteren Digi-SLRs ist der AF ein echter Fortschritt (kein Wunder, die EOS D30, z.B. hatten einen elend langsamen AF). Im Vergleich mit der EOS 5 (mit AF-Hilfslicht) finde ich die betagte EOS 5 noch einen Tick besser bei schwierigen Lichtverhältnissen (2", 2.8 bei 100 ASA), allerdings ist der Unterschied minimal.

Die üblichen Programme (P, Av, Tv, B, M) sind über das Programmwahlrad erreichbar. Zusätzlich lassen sich noch der Anfängermodus (grüne Welle) und der Kameramodus einstellen. Daneben gibt es noch C1, C2, und C3, mit denen sich spezielle Einstellung vorprogrammieren lassen. Außerdem gibt es noch diverse Bildprogramme und Motivprogramme. Also genug zum rumspielen.

Eine Batterieladung hat bei mir ca. 2 4 GB CF-Karten also ca. 900 Bilder weit gereicht. Das ist ganz ordentlich, sollte aber jedem als Warnung dienen, das Ladegerät (oder die Ersatzakkus) nicht zuhause zu vergessen.

Gegen Staub hat die Kamera eine Sensorreinigung. Probleme mit Staub hatte ich bisher nicht.

Sensor

Die Sensorcharakteristik läßt sich zum einen mit den Motivprogrammen beeinflussen, z.B. die Bildschärfung. Zum anderen läßt sich die Sensofempfindlichkeit einstellen. Im Automatikmodus wird zwischen 100 und 3200 ASA, manuell kann man noch 6400 einstellen über Custom Function zusätzlich noch H1 und H2 (25600 ASA).

Hot Pixel habe ich bis 6400 ASA nicht gefunden, bei H1 und besonders H2 jedoch schon. Da hat die Technik ihre Grenzen. Bei 6400 ASA ist das Bild geringfügig schlechter als bei 100 ASA, was gegenüber allen erhältlichen Filmen ein riesiger Fortschritt ist (bei Diafilmen ist alles über 400 ASA nicht wirklich gut).

Mit 3200 ASA läßt sich z.B. in normal beleuchteten Räumen (z.B. eine 75W Birne in einem Wohnzimmer) noch gut fotographieren. Allerdings besteht eine gewisse Bewegungsunschärfegefahr. Das hat den großen Vorteil, daß man sich den Blitz in vielen Fällen schenken kann. Für mich ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da direktes Blitzen immer zu unnatürlichen Farben und ggf. zu roten Augen führt.

Mit 6400 ASA habe ich Bilder der nächtlichen Skyline von Shanghai ohne Stativ und Blitz machen können, die einwandfrei waren. Da macht solche Fotographie wirklich Spaß, weil man sich das lästige Stativ sparen kann, wegen dem man reichlich mitleidige Blicke immer erntet.

Die Bildschärfe und die Bilddetails sind sensationell, das richtige Objektiv vorrausgesetzt. Man kann bei einem Gruppenfoto von jeder abgebildeten Person die Wimpern zählen. Bei Protraits kann man sogar die Lichtreflexionen auf den Wimpern sehen. Da machen sich die 22 MP wirklich bezahlt.

Darüberhinaus kann man noch Bildvignettierung korrigieren, allerdings nur bei Objektiven, bei denen diese in der Kamera hinterlegt ist. Das ist natürlich nur bei Canon-Objektiven der Faller, allerdings nicht bei allen. Für ein EF 50/1.8 Mk I kennt die Kamera z.B. keine Vignettierungsdaten. Bei allen anderen getesteten Canon-Objektiven jedoch schon. Die Vignettierungskorrektur ist recht effektiv. Man braucht sie ja besonders im Extremweitwinkelbereich und da funktioniert sie sehr gut.

Bildbetrachtung

Auf dem Display kann man natürlich die soeben geschossenen Bilder anschauen. In die Bilder kann man rein- und rauszoomen, auch eine Bildübersicht und eine Diaschau sind möglich.

Darüberhinaus kann man die Kamera über ein mit geliefertes Cinch-Kabel an einem Fernseher anschließen. Damit wird das Display abgeschaltet und dessen Inhalt auf den Fernseher anzeigt. Nach einem fotoreichen Tag ist das für die versammelte Familie eine richtig lustige Angelegenheit. Man kann damit auch die Bilder gut vor-aussortieren, damit die Festplatte nicht übermäßig zugemüllt wird.

Software

Es wird reichlich Software mitgeliefert, die allerdings teils nicht EOS-kompatibel (sondern nur für die billigen Knipsen geeignet) ist.

Bei der Bildübertragung erscheint auf dem Kameradisplay eine Liste, welche Bilder man übertragen kann (alle, neue, Auswahl, ...). Beim Windowskamerautility funktioniert diese Funktion nicht, nur bei dem mitgelieferten Programm

Es gibt ein gutes Übertragungsprogramm und ein Bildbearbeitungsprogramm (Digital Photo Professional 3.5), das sich allerdings nicht so gut für das Aussortieren der Bilder eignet, da dabei der Arbeitsspeicher leicht überquillt. Zur Farb- und Belichtungskorrektur ist es jedoch bestens geeignet.

Etwas nervig finde ich es, daß die Hochformatbilder je nach Betrachtungsprogramm hoch oder quer liegen, weil die Kamera die Bilder zwar automatisch dreht aber nicht unbeding so, daß es alle Programme auch mitkriegen.

Für das Bilderaussortieren ist der mitgelieferte Zoom Browser geeignet, mit dem sich auch die Bilder gut verwalten lassen. Ich finde das Programm erfüllt eigentlich fast alle Wünsche, die man an ein solches Bildverwaltungsprogramm haben kann.

Daneben gibt es noch ein Stitcher zum zusammen"nähen" von Panoramen sowie eine Menge weiterer Utilities.

Die Softwareausstattung ist recht gut brauchbar, ein Photoshop o. ä. ist allerdings nicht dabei.

Fazit

Die Kamera hat alle Funktionen, die man sich von einer Profikamera wünscht, sowie noch eine Menge mehr. Ich bin sehr zufrieden damit. Vor allem die hohe Qualität des Sensors auch bei schwierigen Lichtverhältnissen sind ein echter Vorteil. Von großem Vorteil ist auch, daß man damit fast nie Stativ und für den Alltagsgebrauch keinen Blitz braucht.

Nachteilig ist das nicht zu vernachlässigende Gewicht, was bei mir aber von den meisten Objektiven noch deutlich übertroffen wird. Nach einem halben Tag um den Hals habe ich das Gewicht jedenfalls deutlich anhand von Nackenschmerzen gespürt. Auch der Preis von 2150-2500 € ist nicht ganz ohne.

Ich kann die Kamera nur weiterempfehlen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Ratteos

Ratteos

04.05.2011 21:33

Bh, einfach geil. wenn ich mir nur sowas auch leisten könnte

mastert117

mastert117

14.09.2009 17:08

sehr hilfreicher bericht, obwohl lichtstärke absolut nichts mit dem body zu tun hat sondern nur vom verwendeten objektiv abhängt ;)

KruegerChristine

KruegerChristine

09.07.2009 00:42

Die ist leider nicht meine Kragenweite... aber ein TOP-Bericht und LG Günter

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