Erfahrungsbericht über

Canon EOS D60

Gesamtbewertung (11): Gesamtbewertung Canon EOS D60

 

Alle Canon EOS D60 Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Würdiger Nachfolger

5  16.05.2002

Pro:
Wesentlich verbessert

Kontra:
Ist noch keine echte 1D

Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


vaueff

Über sich:

Mitglied seit:14.02.2001

Erfahrungsberichte:109

Vertrauende:13

Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Die große Frage zuerst: Was hat sich bei der Canon EOS D60 gegenüber der Vorgängerin D30 verbessert? Nun zuerst einmal ganz sicherlich die Auflösung. Statt 3,3 Millionen Pixel gibt es jetzt satte 6,5 Millionen. Ein deutlicher Vorwärtsschritt, der sogar die große Schwester EOS 1D überflügelt.

Die anderen Änderungen gehen – mal vom „Digital“-Emblem auf der Fron abgesehen fast alle in die Tiefe der Elektronik. Baer zuerst einmal die Äußerlichen Neuerungen komplettiert: Es gibt ein Beleuchtetes Display (in angenehmen Blau) und das Einstellrad der Aufnahmemodi ist jetzt silbern.

Ein Blick durch den Sucher bringt zwei Neuerungen: Zum Ersten die nun direkt rot beleuchteten Sensoren für den Autofokus, die neben dem Einstellen des Sensors auch beim Anfokussieren leuchten und eine Anzeige, die angibt, wie viele Bilder noch gemacht werden können, bis der Speicher voll ist.

Nun zum Innenleben. Hier haben sich einige Grundlegende Änderungen ergeben, die jedem D30 Anwender sofort auffallen werden. Der Autofokus, bei der D30 oft wegen der gemütlichen Ansprechzeit bemängelt, wurde verbessert und ist nun viel schneller. Allerdings kommt man noch nicht an die Zeiten einer 1D. Auch die drei Sensoren sind für ambitionierte Fotografen etwas wenig, da hätten es ruhig ein paar mehr sein können. Angesichts des Preisunterschieds zum Profimodell ist dieser Mangel durchaus zu verkraften.

In der Aufnahmegeschwindigkeit sind jetzt drei Bilder Pro Sekunde möglich, (Im One-Shot Modus – 2,5 im Nachführungsmodus. Der Wert bezieht sich auf Aufnahmen mit geringster JPEG Komprimierung bei 100 ASA, also dem größten Möglichen Datenformat abgesehen vom RAW-File). Acht Bilder können am Stück aufgenommen werden, bis der Speicher voll ist. Durch ein neues Speichersystem können die wesentlich größeren Bilddaten nun schneller verarbeitet werden. Das wird dadurch ermöglicht, dass die Bilddaten vom Sensor in einen Zwischenspeicher geladen werden, von dort aus geht es in den Prozessor, der wiederum fertige Bilder in den Speicher kopiert. Dann erst werden die Bilder auf die Karte übertragen. Bei der D30 wurde der Schritt vom Prozessor zurück in den Speicher übergangen, weshalb die Kamera – unter Berücksichtigung der geringeren Datenmenge nicht so schnell arbeiten konnte.

Die Auslöseverzögerung, also die Zeit zwischen Auslösen und der tatsächlichen Aufzeichnung des Bilds wurde weiter verkürzt und darf sich nun mit den professionellen Digitalen messen.

Der CMOS Sensor verfügt über 6,52 Millionen Pixel, also eine Auflösung von 3.152 x 2.068 Pixeln. So werden fürs Bild effektiv 6,3 Millionen Bildpunkte benutzt. Da sich die Größe des Sensors gegenüber dem Vorgänger nicht verändert hat, ergibt sich immer noch eine Brennweitenverlängerung im Faktor 1,6. Das ist zwar für Weitwinkelaufnahmen kein Erfreuliches Feature, dafür wird aber jedes 70-200 mm 2,8 zum kostenlosen 112-320 mm 2,8. Die Lichtstärke ist vom Faktor anders wie beim Konverter nicht betroffen. Wenn man nun die Preisunterschiede zwischen einem 300 mm 2,8 Objektiv zum 70-200 mm 2,8 mit dem eines 16-35 mm 2,8 zum 28-70 mm 2,8 vergleicht, kommt man ganz klar billiger weg. Je nach Händler und Neu/Gebraucht kann das einige Hundert Euro ausmachen.

Eigentlich überflüssig anzumerken, dass alle EOS EF Objektive an der D60 verwendet werden können. Inklusive Konverter. Aber weil’s so sinnlos ist eine kleine Anmerkung: 300 mm mit 1,4 Fach Konverter ergibt: 672 mm. Eine extrem kostengünstige Supertele-Alternative.

Zurück zum Sensor: Dieser liefert 24 Bit RGB Bilder, die im RAW Format ganze 18 Megabyte haben. Damit lassen sich Ausdrucke und Bildbestellungen bis zu Din A 3 problemlos herstellen. Außerdem wird man durch die Möglichkeit, einen Bildausschnitt auszuwählen wesentlich flexibeler.

Beim speichern lassen sich diesmal RAW und JPEG gleichzeitig speichern. Das hat den großen Vorteil, dass JPEG Bilder schnell über die Mitgelieferte Software extrahiert werden können (Mittlere Auflösung fein, entspricht der der D30). Gleichzeitig bleiben aber die hochwertigen RAW-Files, die „Negative“ der digitalen Fotografie bestehen. Das braucht zwar Speicherplatz auf der Platte, ist aber gerade für Profis und Studioproduktionen, etwa für großflächige Zeitschriftendrucke sehr sinnvoll.

Die Kamera nimmt wie schon zuvor Compact Flash Karten des Typs 1 und 2 auf, kann also mit dem Microdrive betrieben werden. Die Übertragung der Bilder auf den PC erfolgt wahlweise über USB-Kabel oder über die etwas schnelleren Kartenlesegeräte. Die Canon Software funktioniert sowohl mit Lesegerät wie Direktanschluss. Wer will, kann seine Bilder auch direkt auf den Fernsehmonitor übertragen. Und wer das dann noch in den USA machen will, kann sogar von PAL auf NTSC umschalten.

Obwohl die Kamera einen eingebauten Blitz mit Leitzahl 12 hat, sollte man unbedingt ein TTL-Blitz, am besten einen der EX-Serie. Natürlich funktionieren auch alle anderen Blitze für Canon, aber die Erfahrung zeigt, dass die originalen besser funktionieren und bessere Ergebnisse bringen.

Bei der Farbwiedergabe gibt es wohl die meisten auseinandergehenden Meinungen. Obwohl einige Stimmen behaupten, dass die Farben blasser wurden und vor allem beim Blitzen ein Blaustich deutlich wird. Vertraut man aber den professionellen Testern, dann sind die Farben besser geworden. Einen Umfangreichen Test (auf Englisch) gibt es bei www.dpreview.com. Dort wurden die Kameras, unter anderem auch eine EOS 1D und eine Nikon unter Laborbedingungen getestet. Die Ergebnisse sprechen für sich und für die D60. Die nunmehr einmonatige Erfahrung mit der Kamera bestätigt das gute Testabschneiden.

Im täglichen Gebrauch hat sich die D60 bewährt. Die maßgeblichen Verbesserungswünsche von der D30 wurden weitgehend umgesetzt und fürs Ego gibt es einen Gurt mit deutlich großer „Canon Digital“ Aufschrift dazu.
Als sinnvolles Zubehör bietet sich der Hochformatgriff BG ED3 an, der übrigens auch an der D30 passt. Bei Neuanschaffungen lohnt sich ein Profi-Kitt, bestehend aus einem Zusatzakku, einem Hochformatgriff und einem 1 GB Microdrive. Das Set ist wesentlich billiger als die Einzelteile.

Eine Liste mit Zubehör, Objektiven und allen möglichen und unmöglichen Features, die hier nicht beschrieben wurden, gibt’s auf der Canon Website. Da es kaum möglich ist, das alles aufzuzählen, ohne die Infos zu übernehmen und aufgrund des Urheberrechts keine anderen Inhalte übernommen werden dürfen, muss der Link genügen. Spezifische Fragen könnt ihr mir gerne ins Guestbook schrieben oder mailen. Schaut euch auch den Bericht zur D30 an, vielleicht werden einige Fragen dort erkärt.

© by vaueff
Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
tholler

tholler

09.08.2004 16:36

Tja, eine Sache vermisse ich; und auch Canon macht keine Aussage; also stelle ich Dir die Frage: Kann man mit dieser Kamera auf den 2.ten Vorhang blitzen. LG TH

Dagobert_54

Dagobert_54

03.12.2003 13:43

Guter und ausführlicher Bericht. Danke Dagobert

mondizzz

mondizzz

24.09.2003 14:11

eigentlich toller bericht mit vielen infos, aber die struktur ist recht unübersichtlich. um schnell info zu geben überschriften und größere abstände. grüßle die mondi^zzz

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 6338 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (87%):
  1. tholler
  2. OtterPeter
  3. meckermac
und weiteren 50 Mitgliedern

"hilfreich" von (13%):
  1. Dagobert_54
  2. mondizzz
  3. Jonas_Prior
und weiteren 5 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.
Das könnte Sie interessieren
Canon PowerShot SX700 HS Canon PowerShot SX700 HS
Digitalkamera - Kompaktkamera - 16.1 Megapixel - 30 x Optisches Zoom
1 Testbericht
Zum Angebot für € 262,00
Canon EOS 1200D Canon EOS 1200D
Digitalkamera - SLR mit Live View-Modus, Filmaufnahme - 18 Megapixel - 3 x Optisches Zoom
1 Testbericht
Zum Angebot für € 329,00
Canon IXUS 155 Canon IXUS 155
Digitalkamera - Kompaktkamera - 20 Megapixel - 10 x Optisches Zoom
3 Testberichte
Zum Angebot für € 105,00