Canon Ixus 110 - schick mit umfangreichen Funktionen
21.02.2010
Pro:
Design, tolle Bilder, viele Funktionen
Kontra:
Serienbildfunktion zu träge
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 castellar
Über sich:
Mitglied seit:31.10.2006
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
So, dann möchte ich mich zu meinem neuen Foto-Knips-Apparat auch mal äußern. Ich hatte zuvor eine mittlerweile 5 Jahre alte Digitalkamera von Kodak in Benutzung, mit der ich eigentlich recht zufrieden war, dass zwischen dieser und der aktuellen Generation der digitalen Fotografie Welten liegen, musste ich feststellen, als ich nach unserem Ulaub meine und die Fotos meines Freundes (er hat eine 1 Jahr alte Canon) verglich. Der Unterschied war in Sachen Sättigung der Farben und Schäfe unverkennbar.
Ich habe mit also nach langem Hin und Her die Ixus 110 zugelegt. Sicherlich, mit 299 € ist das Gerät nun auch nicht gerade geschenkt, aber ich wollte auch nicht danach gehen, was am billigsten ist, sondern was meinen Vorstellungen entspricht. Erste Begeisterung noch im Geschäft kam auf, wie schnell die Camera in Auslösebereitschaft ist. Das ist wirklich prima und man muss keine Angst haben, dass man Momente für einen Schnappschuss verpassen könnte.
Zunächst finde ich es nicht so schön, dass Canon nicht bereit war, der Camera eine Bedienungsanleitung beizufügen. Die findet man auf der CD. Aber am PC zu sitzen und in einem PDF-Dokument zu lesen und gleichzeitig eine neue Camera auszuprobieren finde ich ganz schön doof. Also hab ich sie einfach eingeschaltet und rumprobiert und das hat gut funktioniert. Die Software habe ich mir gar nicht erst auf dem PC installiert, da ich meine Fotos immer über den SD-Karten-Slot raufziehe. Somit kann ich zu Installation und Software keine Angaben machen. Da Kodak natürlich eine völlig andere Menüführung hat, als Canon, musste ich mich ganz schön umgewöhnen. Aber man hat den Dreh schnell raus. Das Einzige, woran ich mich noch immer nicht gewöhnt habe ist die fehlende Funktion zum löschen eines eben aufgenommenen Fotos. Diese kann man nur etwas umständlich über das Menü löschen. Allerdings ist daran positiv, dass man dadurch dazu gezwungen wird, sich noch nicht so sehr darum zu kümmern, ob man das Bild behalten will oder nicht, sondern einfach weiter zu fotografieren. Löschen und aussortieren kann man ja später in Ruhe immernoch. Das Menü ist wie gesagt zwar gewöhnungsbedüftig, aber übersichtlich. Oben auf der Camera gibt es 3 Knöpfe. Auslöser, Ein- und Ausschalter und den Schiebeknopf, wo man einstellen kann, ob man im totalen Automatikmodus oder mit eigenen Einstellungen fotografieren oder ein Video machen will. Bei der Mittelstellung (mit eigenen Einstellungen fotografieren) erscheint im Display oben rechts ein P. Dieses angetippt kann man unter vielen verschiedenen Voreinstellungen wählen. z.B. : Innenaufnahme (für Fotos im Innenbereich geeignet) Schnee (der Schnee wirkt auf den Fotos nicht gelb, sondern richtig weiß) Feuerwerk (noch nicht getestet) Portrait (noch nicht getestet) Sonnenuntergang (taucht das Bild in warme Farben, intensiviert die Farben) digitaler Makro (muss ich doch mal in der Anleitung nachlesen) kreativer Lichteffekt (das Bild selbst wird scharf, aber alle Lichtquellen z.B. Kerzen kriegen einen leicht verschwommenen Schimmer) Laub (noch nicht getest) Langzeitbelichtung (sagt ja schon der Name) Nachtschnappschuss (sagt ja schon der Name) etc. An diesen Einstellungen kann nichts mehr verändert werden, außer eben, wie sich der Blitz einschalten soll.
Für weitere "Spielereien" kann man neben dem Display die Funktionstaste drücken und dort kann dann ISO, Belichtungszeit, Auflösung, Weißabgleich, Auslösemodus oder den Farbton etc. einstellen kann. - Eigentlich auch recht übersichtlich. Die Funktionen werden angezeit, also nicht nur Symbole dafür. Die Bedienung dafür erfolgt allerdings nicht über den Touchscreen, sondern per Tastendruck. Rechts vom Diplay befindet sich also ein Rädchen, in dem sich in der Mitte die Taste für Funktionen befindet, darüber die Taste zum Betrachten der Fotos und darunter die Menütaste. Über das Rädchen (das sich nach links, rechts, oben und unten drücken lässt) kann man die Blitzfunktionen einstellen (rechts), was das Display anzeigen soll (unten), Portait, normal oder Makro (links) und den Selbstauslöser einstellen (oben)
Die Fotos können übrigens nicht nur nach Einschalten der Camera angeschaut werden, sondern auch, wenn man die "Pfeiltaste" etwas länger gedrückt hält. Das Objektiv bleibt eingefahren und nur das Display schaltet sich ein. Leider funktioniert das Blättern durch die aufgenommenen Fotos durch kippen der Kamera nicht wirklich gut. Mal blättert es dann weiter, mal nicht, mal ein Foto zurück. Am besten funktionieren immernoch altbewährt die Tasten. Entweder man drückt das Rädchen nach links bzw. rechts oder dreht es. Die Funktion, wie es sie bei dem iPhone gibt, dass durch Ziehen bzw. Schieben des Fingers über das Display die Fotos durchgeblättert werden können klappt irgendwie auch nicht so richtig. Aber ich persönlich finde es nicht ganz so schlimm da es mir eh am liebsten ist, dabei das Rädchen zu benutzen. Was mir als einziges wirklich gar nicht gefällt ist die Trägheit der Serienbildfunktion. Zwischen zwei Aufnahmen liegen nicht Sekundenbruchteile (wie ich es von meiner Kodsk kenne) sonder mindestens 1,5, wenn nicht sogar 2 Sekunden. Wenn man also zum Beispiel am Strand die Wellen fotografieren will, kann es passieren, dass die erste Aufnahme stattfindet, wenn die Welle auf denStrand zurollt und die nächste dann, wenn sie schon gebrochen ist und ausläuft und der (meiner Meinung nach) schönste Moment, in dem sie bricht ist auf keinem Foto festgehalten. Das stört mich wirklich sehr.
Ansonsten habe ich an der Camera wirklich nichts auszusetzen. Die Bilder sind klar und scharf, in natürlichen Farben, mit dem Weitwinkelobjektiv kriegt man wirklich viel mehr auf's Bild, als bei normalen Objektiven, die Verarbeitung ist gut und das Design trifft meinen Geschmack. Neulich im Museum musste ich noch folgendes feststellen: Bei meiner Kodak war es immer so, dass ich (wie vom Museum vorgeschrieben) den Blitz ausgeschaltet habe und wenn ich zwischendurch die Camera ausgemacht habe und für's nächste Foto wieder einschaltete, musste ich den Blitz erstmal wieder deaktivieren. Das ist bei der Canon toller Weise nicht so. Die Einstellungen werden offenbar für einen gewissen Zeitraum (mir unbekannt) gespeichert und bleiben, auch wenn man die Camera zwischendurch ausschaltet erhalten.
Von mir wird eindeutig eine Kaufempfehlung abgegeben
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21.02.2010 10:26
Ein sehr guter Bericht, der eine hohe Bewertung verdient hat...
21.02.2010 09:09
Toller Bericht! LG Nadja
21.02.2010 02:41
Prima vorgestellt und LG