Eine EXZELLENTE 3,2 Megapix Digicam
01.08.2003
Pro:
Kompakt, gut und schnell
Kontra:
keine Histogrammfunktion
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Qmac
Über sich:
Hallo @ll! Schön das Ihr hier seit ...
Mitglied seit:08.05.2000
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Vorurteil: _____ Canon überschwemmt zur Zeit den Markt gerade zu mit neuen Kameramodellen. Eine davon ist die Canon A70: Eigentlich bringt die A70 nichts wirklich Neues, aber sie bietet eine interessante Kombination von bereits bekannten Funktionen in einem Kompaktgehäuse, das vom Formfaktor her, schon fast an die IXUS Serie von Canon erinnert. Gehäuse und Konstruktion: ______________________ Die A70 hat ein ähnliches Gehäusedesign wie ihre Vorgängerin die Canon A40, ausser die Abmasse, die konnten schon fast auf die IXUS-abmessungen eingeschrumpft werden 10 x 6,4 x 3,2 cm bei knapp 215 Gramm Gewicht (ohne Batterien). Anders als die A40 hat die A70 den Programmwähler oben am Gehäuse, was ich persönlich als sehr sinnvoll empfinde, die Einstellungen gehen damit leichter und schneller von der Hand. Leider ist der LCD Monitor immer noch nur 1,5“ klein, dafür hat das TFT LCD (glaub ich zumindest, mangels eines A40 Datenblattes kann ich hier nur schätzen) leicht in der Auflösung zu gelegt. Die A70 lässt sich mit zur Zeit drei verschiedenen Objektivkonvertern erweitern. Mit hilfe eines optionalen Objektivadapters kann man die A70 von einer 250 mm Zoomkamera bis hin zu einer 25 mm Ultraweitwinkelkamera mutieren lassen, mit einer Nahlinse kann der Makrobereich vergrössert werden. Die ganze Angelegenheit ist zwar etwas mühsam, um den Linsenadapter anzubringen muss die originale Objektivverkleidung zum Teil entfernt werden. Aber andere Kameras bieten solche Möglichkeiten überhaupt nicht. Schlecht ist die Plastikaufnahme für die Stativschraube, so eine Konstruktion hält erfahrungsgemäss nicht lange, genau so wie die Plastikabdeckungen der Stecker- und Anschlussleiste sicherlich bald verloren gehen. Leider ist das Batteriefach genau neben der Stativschraube, d.h. wer Batterien wechseln will, muss das Stativ abschrauben. Bei mir ist das besonders lästig, da ich meine Kameras immer mit einem Stativadapter ausrüste. Dieser Umstand ist wirklich eine Schande, da die Kamera sonst ja eher den ambitionierteren Photografen anspricht und die Stativbenutzung bei brennweiten von 250mm auch grundsätzlich anzuraten ist.
Funktionen und Ausstattung: _______________________ Ein Nachfolger der A40 hat es wirklich nicht leicht und die Messlatte liegt hoch, da das Preisleistungsverhältnis der A40 schon ausgezeichnet war. Rein von der Papierform bringt die A70 „nur“ ein weiteres Megapixel (auf nun 3,2) und den aus höherwertigen Canons bekannten DIGIC Bildprozessor mit 6 Bildprogrammfunktionen mitein. In der Praxis braucht sich die A70 aber auf keinen Fall hinter Ihren Vorgängern zu verstecken. Mehr als den Auslöseknopf braucht man nicht zu kennen um gute Aufnahmen machen zu können. Für die, die gerne manuelle Kontrolle über Ihre Kamera haben, bietet die A70 sieben (7!) verschieden voreingestellte Aufnahmemodi, sowie manuelle Fokusierung und Belichtungseinstellung, der Blendenbereich liegt dabei zwischen f 2,8 und 8, die Belichtungszeiten können zwischen 1/2000 und 15 Sekunden gewählt werden. Mit all diesen Einstellungsmöglichkeiten kann man herrlich stundenlang experimentieren und probieren. Speziell mit der Telelinse gelingen hervorragende Photos mit kontrollierter Tiefenschärfe, so was kenne ich bisher nur aus der analogen Fotografie mit weitaus teureren Equipment. Wie aus dem Spiegelreflexbereich bekannt, bietet die A70 eine Blendenausgleichsfunktion mit 3 Serienbildern in Folge, wobei die Blende von –2.0 bis +2.0 in Drittelschrittweiten voreingestellt werden kann. Der Weisabgleich erfolgt automatisch, kann aber auch manuell vorgenommen werden. Die möglichen ISO einstellungen reichen von 50 bis 400. Der eingebaute Blitz ist zwar klein aber recht Lichtstark – in einem Umkreis von ca. 4m hat man damit eine gleichmässige und gute Ausleuchtung. In dem manuellen Einstellungsmodus kann man auch drei verschiedene Blitzstärken auswählen, dies ist speziell bei Nahaufnahmen recht hilfreich, weil hier sonst im Automodus leicht ein Überbelichtung des zentralen Bildobjektes erfolgen kann. Auflösung, Kompression und Video: ____________________________ Leider speichert die A70 immer noch keine roh-dateien (RAW oder TIFF), möglich sind weiterhin nur JPEGs, diese aber in 4 verschiedenen Auflösungen (640 x 480, 1,280 x 960, 1600 x 1200 und 2048 x 1536) in drei verschiedenen Kompressionseinstellungen. Im Movie-modus können 3 Minuten AVIs mit Sound und 320 x 240er Auflösung bei 15 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden. Wer die 640 x 480 Auflösung wählt kann immerhin noch 30 Sekunden lange Videos drehen. Die A70 besitzt auch einen eingebauten Lautsprecher um im Wiedergabemodus nicht nur das Video selbst, sondern auch den Ton dazu wiedergeben zu können.
Leistungen, Geschwindigkeit: ______________________ Um es in einem Satz zu sagen: Die A70 zu gebrauchen ist ein Genuss! Die Ergonometrie ist hervorragend – sie liegt trotz der geringen Grösse gut in der Hand und bietet ausreichend „Grip“. Die häufig genutzten Einstellungen gehen leicht von der Hand, weil die dazu nötigen Knöpfe gut erkennbar und erreichbar sind (entweder hinten am Gehäuse oder per Stellrad oben). Die Einschaltzeit liegt so bei 3 Sekunden, das ist nicht schnell aber auch nicht langsam. Eine Auslöseverzögerung ist ohne Blitz fast nicht wahrnehmbar, mit Blitz liegt die „Bild zu Bild Zeit“ bei ca. 2 Sekunden. Die Serienbildleistung ist ebenfalls OK, bei höchster Auflösung und geringster Kompression konnte ich 18 Bilder hintereinander aufnehmen, bevor der Buffer knapp wurde und die Zeit zwischen den Bildern auf mehr als 2 Sekunden angewachsen war. Bildqualität: Der 5 Punkt Autofokus arbeite schnell und zuverlässig, zusammen mit dem aus den Powershot und IXUS bekannten DIGIC Bildprozessor werden gute bis sehr gute Bilder erzeugt, die Farbwiedergabe ist hervorragend – natürliche und kräftige Farben, speziell Fleisch- und Hautfarben werden satt und wirklichkeitsgetreu wiedergegeben. Farbverzehrungen im Bildrandbereich waren von mir nicht feststellbar, allerdings leichte geometrische Verzerrungen im Weitwinkelbereich. Die Bildausleuchtung im Weitwinkelbereich war ebenfalls nicht ganz gleichmässig, wobei die Unterschiede zwischen Bildmitte und Bildrand relativ gering sind. Für diese Preisklasse bietet die A70 eine ausgezeichnete optische Leistung – wer mehr will, müsste viel Geld in besserer Linsen und Optiken investieren. Mit dem Auto Weisabgleich werden die Bilder unter Kunstlicht leicht rotstichig. Wer den Weisabgleich manuell vornimmt oder die Kunstlicht Voreinstellung benutzt kann dem leicht entgegen wirken. LCD: Das 120000 pixel TFT LCD hat auch bei Sonnenschein keine Probleme ein scharfes und gut erkennbares Bild anzuzeigen. Der optische Sucher ist wie bei den meisten anderen DigiKameras nur Beiwerk und zeigt nur ca. 80 – 85 % des aufgenommenen Bildes an. Was ich stark vermisse ist eine Histogramm-funktion – damit lassen sich Bilder nach ihrer theoretischen Graustufenverteilung beurteilen und man weis genau welches Bild ist über- oder unterbelichtet. Speziell mit der Blendenausgleichsfunktion wäre diese Feature sehr sinnvoll. Technische Daten (auszugsweise, mehr auf der Canon HP) & sontiges: Auflösung: 3.2 megapixels Brennweiten des normal Objektivs: 5,4-16,2 mm (das entspricht 35 -105 mm im Kleinbildumfeld) Optischer Zoom: 3 x Digital Zoom: 3,2 x ISO: 50/ 100/ 200/ 400 und Auto Min. Objektabstand (normal): 46 cm Min. Objektabstand (makro): 5 cm Schnittstellen: USB, Video out Cardslot: CompactFlash (16 MB im Lieferumfang) Batterien: 4 x AA normal oder aufladbar Preis: Canon: 429 €; Streetpreis: ~ 350 € Zur mitgelieferten SW sage ich deshalb nichts, weil ich sie nicht intalliert habe. Ich importiere alle Fotos grundsätzlich direkt mit Adobe Photoshop, dazu genügen die von Canon mitgelieferten WIA/TWAIN Treiber. Die SW selbst ist meist nur besseres Spielzeug (also im Klartext meist Schrott!), Manuale und Handbücher sind OK, die Kamera-menueführung Canontypisch sehr intuitiv! Grüsse an miss_varna an dieser Stelle ;-).
Fazit: _____ GUT: Gute Ergonometrie und trotzdem sehr kompakt, gute Bildqualität und Geschwindigkeit, zahlreiche manuelle Einstellmöglichkeiten, flexible Objektivwahl möglich. SCHLECHT: Nur 16 MB CF im Lieferumfang (d.h. nur Speicher für ca. 12 Bilder), Stativaufnahme aus Plastik, ungünstig positioniertes Batteriefach, nur 3,2 Mpix, kein Histogramm. GESAMT: Eine exzellente Mid-range Kamera, die sowohl den Schnappschuss-alles-auto-fotografen also auch den anspruchsvolleren Benutzer, der manuelle Einstellungsmöglichkeiten sucht, anspricht. Super Bildqualität, bei durchschnittlicher Geschwindigkeit. Hat mit ca. 350 € streetpreis ein recht gutes Preis/Leistungsverhältnis. cu Qmac © Aug 2003
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04.10.2004 09:36
Da schmückt sich jemand mit Deinen Federn: http://www.yopi.de/erfahrungsbericht_164208__Canon_PowerShot_A80_Digitalkamera_4_Megapixel
20.01.2004 18:15
Aufgrund solcher Testberichte hatten wir die Kamera gekauft und nach etlichen Umtauschaktionen wieder zurückgegeben. Was uns störte waren ein bei allen drei Kameras auftauchendes Geräusch des Autofocus, Zeilenflackern auf dem Display und ein gut wahrnehmbares Hintergrundrauschen bei den Videoaufnahmen. Schade, daß die Batterieabdeckung so windig ist. Die optische Qualität hatte uns überzeugt, die Bedienfreundlichkeit ebenfalls, aber es waren zu viele "bauartbedingte" Defizite vorhanden. Jetzt steigen wir in die nächsthöhere Preisklasse auf (mit Metallgehäuse, flackerfreiem Display).
19.10.2003 23:42
Das TFT-LCD-Display der A70 hat 78000 Pixel. Das der A40 120000. Dei A40 hat also das sichtbar besser Display. Es flackert auch weniger. Sonst aber ein sehr schöner Bericht über eine sehr gute Kamera.