Hallo liebe Ciao-Leser :-)
Ich habe ja Testkameras von Herstellern bekommen, über die ich nun nach und nach schreibe. Hier mein aktuellster Testbericht, geht über die A80 von Canon. Auch zu finden auf meiner Homepage. Viel Spaß beim Lesen!
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Hamburg, 09.01.2004
Die Firma Canon stelle uns folgende Kamera zur Verfügung: PowerShot A80. Canon erreicht ihr über www.canon.de.
Dieser ausführliche Testbericht soll einmal die Stärken und Schwächen der Kamera aufzeigen.
+ Lieferumfang +
Im Lieferumfang sind folgende Gegenstände enthalten:
· PowerShot A80
· Standardbatterien (keine Akkus)
· 32 MByte CompactFlash Karte
· USB-Anschlusskabel
· Audio/Video-Kabel
· Bildbearbeitungssoftware ArcSoft PhotoImpression 4.0 für Windows (98/2000/Me/XP) und für Macintosh (System 9.0/X)
· Moviesoftware ArcSoft VideoImpression 1.6/1.7 für Windows (98/2000/Me/XP) und für Macintosh (System 9.0/X)
· Kamerasoftware ZoomBrowser EX 4.1 / Image Browser 3.0 für Windows (98/2000/Me/XP) und für Macintosh (System 9.0/X)
· Kamerasoftware Photo Stitch 3.1 für Windows (98/2000/Me/XP) und für Macintosh (System 9.0/X)
· Twain Treiber für Windows (98/2000)
· Kamerasoftware Photo Record 1.6 für Windows (98/2000/Me/XP)
· Kamerasoftware File Viewer Utility 1.2 für Windows (98/2000/Me/XP) und Macintosh (OS 9.0-9.2/X/10.1/10.2)
· Fernsteuerungssoftware Remote Capture 2.7 für Windows (98/2000/Me/XP) und Macintosh (OS 9.0-9.2/X/10.1/10.2)
· Apple QuickTime für Windows (98/2000/Me/XP)
· USB WIA-Treiber 6.0 für Windows (Me/XP)
Punkte: 9 von 10
+ Preis +
Der Onlinepreis liegt bei sehr fairen 350 Euro, Stand Januar 2004. Für 4 Megapixel und sehr viele manuelle Einstellmöglichkeiten kann man preislich zumindest schon einmal nichts verkehrt machen, auch wenn Canon ruhig einen Satz NiMH-Akkus hätte spendieren können.
Punkte: 9 von 10
+ Aussehen +
Auf den ersten Blick wirkt die Kamera sehr durchdacht und ausgeklügelt. Nur das Menürädchen könnte vor allem Einsteigern ein wenig „Angst“ machen, da man hier 14 (!) Funktionen regeln kann, die zum Teil nur mit „P“, „M“, „C1“ oder „C2“ abgekürzt sind, also nicht bebildert sind wie die anderen Funktionen (Landschaft, Porträt oder Gegenlicht).
** Vorne:
Vorne fällt zuerst der Objektivring auf, der das Objektiv kraftvoll umrandet. Darüber befindet sich der optische Sucher, daneben dann der recht schmale Blitz. Die Linse der Kamera ist mit einem integrierten Verschluss geschützt, der sich automatisch öffnet und schließt, wenn man die Kamera ein- und ausschaltet.
Vorne sind zudem 2 kleine Löcher, was das Mikrofon darstellt.
** Hinten:
Hinten befindet sich das Display, welches zuerst nicht direkt zu sehen ist, denn es ist eingeklappt. Die A80 hat ein Klappdisplay, welches man bei Gebrauch aufklappen und auch rotieren lassen kann. So wird das Display bei Nichtbenutzung nicht nur geschützt, sondern man kann auch schwierige Aufnahmesituationen sehr gut meistern. Über dem Display befindet sich der zu klein geratene optische Sucher. Dieser hätte ruhig ein wenig größer ausfallen können. Auf der hinteren rechten Seite der Kamera befinden sich Menü- und Funktionsknöpfe, mit denen man in den Bildwiedergabemodus schalten kann, Makro aktiviert, den Blitz steuert oder das Display an und aus schaltet.
Unterhalb des Displays hat man noch die Menü-Taste, um die Einstellungen innerhalb der Kamera zu regeln sowie die SET-Taste. Auch findet man hier den Stromeingang vor.
** Oben:
Oben befindet sich der Auslöser, an dem sich der Drehschalter für den optischen Zoom befindet. Leicht darunter ist der Lautsprecher für die Audiowiedergabe. Natürlich findet man oben auf das Menü- oder Modirädchen vor, um ein Programm oder eine Automatik zu wählen.
** Unten:
Unten mittig der Kamera befindet sich das genormte Stativgewinde, daneben der Batterieschacht, indem man 4 herkömmliche Batterien / Akku für den Betrieb einlegen muss.
** Links:
Links befindet sich lediglich der A/V Ausgang sowie die USB-Schnittstelle.
** Rechts:
Rechts befindet sich ein Plastikdeckel, hinter dem sich der Steckplatz für die CompactFlash Karte versteckt.
Punkte: 9 von 10
+ Technische Details +
Technische Details entnehmen Sie bitte direkt von der Herstellerseite www.canon.de.
+ Allgemeiner Eindruck +
Der allgemeine Eindruck ist hier fast noch besser wie bei der teureren S50 von Canon. Bei der S50 hat man im ersten Moment zwar den besseren Überblick, die A80 jedoch wirkt besser verarbeitet und irgendwie ausgereifter.
4 Millionen Pixel warten auf Verarbeitung – und das geschieht dann durch Automatiken oder aber durch manuelles Eingreifen. Hier kann man dann die Blende wählen oder aber den Weissabgleich. Kommen wir jedoch erst einmal zur Auflösung. Die A80 unterstützt folgende Formate:
2.272 x 1.704 Pixel
1.600 x 1.200 Pixel
1.024 x 768 Pixel
640 x 480 Pixel
30 Bit Farbtiefe tun ihren Rest, sodass man mit der Qualität der Bilder sehr zufrieden sein kann. Dazu jedoch gleich mehr unter „Fotos“.
Das TFT-Display ist lediglich 1,5“ groß und leistet nur 67000 Bildpunkte, was man jedoch seltsamerweise kaum merkt. Die Darstellung der Motive ist klar und deutlich, die Farben kommen sehr echt rüber.
Als Speicherkarte wird leider nur der Typ I des Speichermediums CompactFlash unterstützt, dies ist jedoch für den Hobbyuser nicht weiter von Bedeutung. Was jedoch schon mehr ins Gewicht schlägt ist die Tatsache, dass hier lediglich USB 1.1 unterstützt wird und noch nicht die neuere 2.0 Version – wer also seine Kamera direkt mit dem PC verbindet anstatt ein Lesegerät zu verwenden, der benötigt bis zu 8 x länger mit der Übertragung seiner Bilder / Videos.
Optional ist es möglich, ein Filtergewinde anzubringen, sodass man hier noch mehr Möglichkeiten hat, seine Fotografiekunst unter Beweis zu stellen. Dass man hier das Objektiv nicht wechseln kann, muss sicher nicht groß erwähnt werden. Die Scharfstellung erfolgt mit Autofokus auch manuellem Fokus. Der Schärfebereich geht von 45 cm bis hin zu unendlich. Bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 50 bis 400 lässt sich damit viel anfangen, Makro kann man ab 5 cm Distanz aktivieren im Weitwinkelbereich und ab 25 cm im Telebereich.
Die Belichtungssteuerung ist eines der Kernstücke der A80. Wer sich nicht auf die voreingestellten Modi verlassen will, kann die Programmautomatik, dieZeitautomatik, die Blendenautomatik sowie die manuelle Belichtung nutzen – schon nach kurzer Zeit ist man in der Materien drinnen und weiss, wie der Hase läuft.
Die Belichtungszeit liegt bei 15 s bis 1/2.000 s, die Blenden gehen ab F2.8 (Weitwinkel) und F4.9 (Tele) los. Die manuelle Belichtungskorrektur lässt sich von +2 bis –2 einstellen, dies geschieht in 1/3 Stufen.
Besonders interessant ist das Autofokus-Hilfslicht. Wenn man im Dunkeln fotografiert und der Autofokus nicht scharfstellen kann, benutzt man das manuell zuschaltbare Hilfslicht für die Scharfstellung.
Der Selbstauslöser lässt sich nach 2 Sekunden und nach 10 Sekunden auslösen, genauso wie bei der S50.
Folgende weitere Features stehen noch zur Verfügung: 9 Punkt-AiAF-Autofokussystem mit SpotAF-Funktion, iSAPS-Motiverkennungs-Technologie, Blitz in 3 Leistungen einstufbar, Video-Editierfunktionen.
Interessant ist es sicherlich für einige, dass man die A80 vom Rechner aus fernsteuern kann. Dafür liefert Canon die Software gleich mit, sodass man direkt loslegen kann.
Videos werden im AVI-Format abgespeichert und können maximal 2 Minuten lang sein. Die Auflösung kann hier bei 320x x240 Pixel oder 160 x 120 Pixel liegen, dies ist frei wählbar, macht in der Länge der Aufnahmedauer aber keinen Unterschied.
Ein kleines Gimmick ist vielleicht noch der My-Camera-Mode, mit dem man die Kamera in Sachen Begrüßungsbildschirm und Töne justieren kann.
Die Maße betragen 103 mm x 65 mm x 35 mm bei einem Komplettgewicht von etwa 340 Gramm.
Punkte: 10 von 10
+ Fotos +
Unsere Testfotos sind sehr interessant geworden. Hier einmal die Details:
_Tageslichtaufnahmen
Tageslichtaufnahmen, egal ob sonniges Wetter oder bewölkter Himmel, haben am meisten Spaß gemacht. Sie wurden brillant scharf und knackig, hatten keinerlei Farbsäume oder große, rauschende Flecken. Bei 3fach optischen Zoom sollte man aber eine ruhigere Hand haben, da ansonsten die Scharfstellung ein wenig schwierig wird.
_Nachtaufnahmen
Nachtaufnahmen gelingen dank des AF-Hilfslichts sehr gut. Die Scharfstellung klappt einwandfrei, sofern man den Blitz hinzu schaltet hat man eine sehr gute Ausleuchtung, zumal sich der Blitz in der Stärke auch regulieren lässt. So vermeidet man überbelichtete Bilder, was bei anderen Kameras leider des Öfteren vorkommt.
_Kunstlichtaufnahmen
Kunstlicht macht den meisten Kameras zu schaffen. Auch hier bei der A80 ist dies die einzige Situation, in der man manuell schon tätig werden sollte, denn in der Automatik-Funktion sind die Bilder entweder rotlastig oder aber leicht unscharf, was sich bedingt durch EBV bearbeiten lässt.
_Makroaufnahmen
Makroaufnahmen sind äußerst gut gelungen. Die Scharfstellung ab 5 cm macht Spaß und sorgt für detailreiche Makroaufnahmen, die sich in der Tat sehen lassen können.
Punkte: 9 von 10
+ Videos +
Videosequenzen haben wir nur einmal aufgezeichnet, da dies in unseren Augen nicht direkt als Kaufentscheidung gilt, wenn es um Digitalkameras geht. Wer viel Wert auf Videos legt, ist vielleicht mit einem digitalen Camcorder mit integrierter Fotofunktion besser aufgehoben als mit der A80. Qualität war aber in Ordnung, der Sound ebenfalls.
Punkte: 9 von 10
+ Bildübertragung +
Die Bildübertragung erfolgt leider noch mittels USB 1.1, sofern man sich keinen 2.0 Kartenleser anlegt, was jedoch bei zum Teil recht großen Fotos Sinn machen würde. USB 2.0 wäre hier auf jeden Fall sinnvoll gewesen.
Punkte: 7 von 10
+ Akku +
Leider verzichtete Canon hier auf einen leistungsstarken Li-Ion Akku, stattdessen werden herkömmliche Batterien mitgeliefert, sodass man sich selbst noch Akkus (am Besten 2000er oder höher NiMH) zulegen muss. Das kostet erneut, sodass wir hier Punktabzüge machen müssen.
Für den Kamerabetrieb werden 4 Akkus / Batterien benötigt.
Punkte: 7 von 10
+ Software +
Der Softwareumfang ist riesig, einfach zu bedienen. Vor allem die Fernsteuerungssoftware hat es uns angetan, die einfach und komfortabel zu bedienen ist. Das Softwarepaket konnte uns voll und ganz überzeugen.
Punkte: 10 von 10
+ Bedienungsanleitung +
Wie schon bei der S50 kann auch die umfangreiche Bedienungsanleitung der A80 überzeugen. Hat man zuerst noch nicht den Durchblick, kennt man die Kamera nach 2 x lesen des Handbuches aber in- und auswendig.
Punkte: 9 von 10
+++++ FAZIT +++++
Die A80 ist mehr als eine normale Kamera. Für den Preis von 350 Euro kann man derzeit auf dem deutschen Markt wohl kaum etwas Vergleichbares finden. Schickes Gehäuse, schicke Fotos, tolles klappbares TFT-Display und sehr viele manuelle Einstellmöglichkeiten machen die A80 eindeutig zu einer Kaufempfehlung.
Gesamtpunktestand: 88 von 100
28.11.2004 17:55
top Bericht, nur das usb 1.1 würde mich bei einer grösseren Flash-Karte vielleicht stören.
25.10.2004 13:03
Ich fotografiere auch mit einer Canon (G3) - mich würden ja mal Beispielfotos interessieren - auf meiner Seite (www.cocos-fotowelt.de.vu) kannst du dir ja mal einige ansehen, die ich mit der G3 gemacht habe
09.10.2004 11:02
Super Bericht