Erfahrungsbericht über

Canon PowerShot A80

Gesamtbewertung (34): Gesamtbewertung Canon PowerShot A80

 

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Weg vom Zelluloid hin zum Digitalen

5  18.10.2004

Pro:
Preis/Leistungsverhältniss

Kontra:
Der Lieferumfang ist etwas dürftig

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


klapperbox

Über sich:

Mitglied seit:24.03.2001

Erfahrungsberichte:32

Vertrauende:13

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 102 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Über meine Erfahrung mit unserer neuen kleinen kompakten Errungenschaft möchte ich euch hier berichten. Ich schick mal vorweg, die technische Daten stehen zur Vollständigkeit am Ende des Berichtes. Seit mir bitte nicht böse, wenn ich nicht ausführlich über sämtliche Funktionen des Gerätes berichte. Aber das ist angesichts der Vielzahl so gut wie unmöglich. Dieses ist halt ein Bericht über meine Erfahrungen mit der Kamera und kein Artikel für Stiftung Warentest.

*** Vorgeschichte ***

Nun war es endlich soweit der Urlaub steht bevor und die Frage der Urlaubsbilder bzw. des Filmekaufens ebenfalls (dachte zumindest meine Frau). Also zog Klapperbox nach der Arbeit in die Bremer City zu Photo Dose um eigentlich nur Filme zu kaufen.

Tja, da steh ich nun so vor dem Schaufenster und schau so in die Auslage und da lacht mich diese nette kleine Canon Power Shot A80 an. Nun gut, so ein Gerät steht schon seit längerem auf unserer Wunschliste ziemlich weit oben. Von daher zum Telefon gegriffen und mein häusliches Finanzministerium angerufen wie denn die Kasse so ausschaut. Immerhin standen auf dem Preisschild stolze € 349,-- ohne Zubehör. Aber, alles klar Klapperbox darf sein Weihnachtsgeschenk schon im Sommer kaufen. Zusammen mit einer 256 MB Compact Flash Karte und 4 Akkus nebst Ladegerät bin ich dann nach Hause zum auspacken gefahren.

*** Lieferumfang ***

Also, neben dem Karton gibt’s eine Canon Power Shot A 80, eine 32 MB Karte (passen leider nicht alzu viele Bilder drauf), ein USB Anschlusskabel ein Audiokabel, 2 CDs mit Treibern und Software, eine Bedienungsanleitung, eine Softwareanleitung, ein Benutzerhandbuch für den Direktdruck und 4 Batterien (waren schnell leergespielt). So, ich glaub ich hab alles erwischt.

*** Die ersten Schritte ***

... waren gar nicht so leicht. Obwohl wir auf der Arbeit diverse Digitalkameras haben und ich nicht so ganz unbedarft bin was den Umgang betrifft hat die A 80 doch so einige Knöpfchen, deren Sinn ich nur aus der Bedienungsanleitung entnehmen konnte. Der Einschalter ist gut beschriftet, den findet man noch so. Aber dann geht’s los. Erst einmal die 215-seitige Anleitung durchforsten wie man das Datum und die Uhrzeit einstellt. Nachdem auch das geschafft war habe ich erst einmal das Moduswahlrad ( rund und oben ) auf Auto stehen lassen, den Auslöser gefunden, und fröhlich drauf los geknipst. Neben der Automatik gibt’s noch insgesamt 13 weitere Modi. Zu den wichtigsten später mehr.

Dann die große Preisfrage Wie bekomme ich die Bilder auf den ausklappbaren LCD Monitor? Da hat Canon sich etwas nettes einfallen lassen um die Bedienung zu vereinfachen. Hinten ist der Modus Wahlschalter der zwischen Aufnehmen (rot) und Wiedergabe (blau) unterscheidet. Diese Farben findet man auf der Kamera häufiger, und so sind einige Buttons doppelt belegt. Zum Beispiel der Zoom Regler; Er kann bei der Aufnahme für das heranzoomen auf 3-fach optisch und 3,6-fach digitalem Zoom ( zusammen 11-fach ) verwendet werden. Bei der Wiedergabe dient er zum herein oder herauszoomen des Bildes und den Aufruf der Bilderübersicht. So lässt sich mit der „Rechtslinksobenuntentaste“ das gewünschte Bild herauspicken.

*** Die Aufnahmemodi ***

Tja, die diversen Modi, die sich über das Wahlrad einstellen lassen.

Da ist zunächst der Automatik Modus. Hier mach die Kamera eigentlich alles alleine, ohne dass man noch irgendetwas einstellen muss. Dieser Modus liefert auch anständige Bilder solange ausreichend Licht zur Verfügung steht oder das Motiv in Blitzreichweite ist.

Für Portraitaufnahmen gibt es des Portrait Modus. Aber Achtung der Hintergrund verschwimmt hier schnell einmal.

Dann kommt der Landschaftsmodus für weit entfernte Objekte; Liefert auch gute Bilder.

Des Weiteren gibt es Modi für Nachtaufnahmen, kurze und lange Belichtungszeiten. Mit diesen habe ich allerdings noch nicht gearbeitet.

Dann existiert ein Modus für Filmaufnahmen, wobei mich die Qualität der Filmchen weder in Bild noch Ton überzeugen konnte. Wer Filme drehen will ist mit einer Videokamera sicher besser bedient.

Ein weiterer interessanter Modus mit dem ich ganz gerne arbeite ist der Stitch-Assistent mit dem sich Panoramaaufnahmen erzeugen lassen. Der einzige Haken an der Sache ist, dass das Bild nicht gleich in der Kamera zu einem Panorama zusammengefügt wird, sonder erst mittels Software auf dem PC. Die Bilder sind aber entsprechend markiert, so dass dieses dann relativ einfach zu handeln ist.

Im Modus Programmautomatik können im Gegensatz zur Automatik diverse Einstellungen über die Menüs manuell getätigt werden. Verschlusszeit und Blende bleiben aber automatisch. Vom verstellen des Autofocus habe ich bis jetzt immer die Finger gelassen. Ich verwende diesen Modus meist, wenn ich bei Aufnahmen die Belichtung korrigieren will, weil die Lichtverhältnisse nicht die besten sind. Auch dient mir dieser Modus dazu die Einstellungen, die ich für bestimmte Fotos standardmäßig haben möchte einzustellen, um sie dann in einem der Manuellen Modi abzuspeichern.

Über die Modi Blendenautomatik, Zeitautomatik und manuelle Belichtungssteuerung kann ich euch mangels eigener Erfahrung nichts weiter berichten.

Dann gibt es noch einige Modi, die nicht über das Wahlrad ausgewählt werden, das sind der Makromodus, der Selbstauslöser und die Serienbildfunktion. Hier geht es über gesonderte Tasten oder das Funktionsmenü.

*** Die Menüs ***

Im Wesentlichen muss man bei der Power Shot A80 zwischen den Menüs Aufnahme und Wiedergabe unterscheiden. Die Menüpunkte Einstellungen und meine Kamera sind in beiden Modi verfügbar.

Unter Einstellungen lassen sich Datum, Uhrzeit, Lautstärke, Maßeinheiten, Sprache und diverse andere grundlegende Dinge einstellen. Mit Meine Kamera hat man die Möglichkeit Startbild, Startton, Tastenton, Auslöseton und einiges mehr einzustellen. Beides hat mit dem eigentlichen Fotografieren nur peripher zu tun.

Auch im Aufnahmemenü und dem Wiedergabemenü werden nur grundlegende Einstellungen vorgenommen.

Interessanter zum Fotografieren ist die Funktionstaste. Hier lassen sich Belichtung, Lichtverhältnisse, Iso Empfindlichkeiten, Effekte und einiges mehr wie z.B. s/w Einstellen.

Die unterschiedlichen Einstellungen für den Blitz gibt es Gott sei Dank mittels der nach oben Taste, so dass hier nicht lange die Menüs gewälzt werden müssen.

*** Sonstige Features ***

Der LCD Monitor ist klappbar. So ist es möglich die Bildfläche in der Kamera verschwinden zu lassen um in bei längerer Nichtnutzung vor Schäden zu bewahren. (©klapperbox) Er lässt sich aber auch mit der Bildseite nach außen klappen, so dass man etwas sieht. Aber auch für Aufnahmen aus ungünstigen Winkel ist die 180 Grad Stellung sehr schön. Der Monitor befindet sich dann sozusagen neben der Kamera.

Alle wichtigen und aktuellen Einstellungen werden auf Wunsch auf dem Monitor in Form von Symbolen dargestellt. So weiß ich immer in welchem Modus ich mich befinde, welche Bildgröße eingestellt ist, was der Blitz macht und einiges mehr.

Für den Zoom habe ich einen angenehm zu handhabenden Zoomregler, der den Auslöser umschließt. Mit einfachen rechts/links Bewegungen des Reglers kann ich mir den gewünschten Ausschnitt holen und dann in der Mitte den Auslöser betätigen.

*** Die Software ***

Die Software ist wegen des Umfanges eigentlich einen eigenen Bericht wert. Deshalb schneide ich das Thema hier nur ganz kurz an.

Die Installation bereitete mir keine Problem. Halt Windows Standard. CD rein und fröhlich bestätigen.

Auf den 2 CDs werden neben den Treibern die Programme Canon Zoom Browser Photo- und Videoimpression mitgeliefert. Mit dem Browser kann an sich die Bilder von der Kamera laden ( Aber erst einmal USB Kabel an PC und Kamera anschließen ) und direkt anschauen. Wahlweise einzeln oder auch als Diashow. Letzteres finde ich für ein erstes Aussortieren sehr praktisch.

Mit den beiden Impressionprogrammen habe ich ein wenig herum gespielt. Das einzige was ich von dieser Software ab und an benutze sind die ganz netten Effekte auf die Bilder. Aber irgendwie ist ein richtiges Nachbearbeiten der Bilder nicht drin, obwohl alle Funktionen vorhanden sind. Aber Software ist halt auch Geschmackssache. Für jemanden, der sonst keine entsprechenden Programme hat sicherlich ganz hilfreich.

*** technische Daten ***

Hier sind sie die für die Vollständigkeit unentbehrlichen wichtigsten technischen Daten.

Anzahl Bildpunkte: 4 Mega Pixel
Bildsensor: 1/1,8 Zoll ( 4,1 Millionen Bildpunkte )
Objektiv: 7,8 mm bis 23,4 mm
Zoom: 3x optisch und bis 11x optisch und digital ( der digitale muss im Menü zugeschaltet werden )
Optischer Sucher: Realbild –Zoom-Sucher
LCD Monitor: 1,5 Zoll TFT Farbe 67.000 Pixel klappbar
Verschlusszeiten: 15-1/2000 Sekunde
Belichtungsmessung: Programm- und Blendeautomatik, Zeitautomatik oder manuell
Empfindlichkeit: entsprechend ISO 50/100/200/400
Weißabgleich: Automatischer TTL Weißabgleich
Eingebauter Blitz: Auto, an, aus, mit rote Augen Reduzierung
Blitzreichweite: 25 cm bis 45 cm je nach Modus
Aufnahmemodi: Automatik, Porträt, Film, Landschaft und 10 weitere.
Schnittstellen: USB, Audio/Video-Ausgang (NTSC oder PAL)
Stromversorgung: 4x AA- Batterien
Speicher: CompactFlash Karten Typ 1
Bildpixelgrößen: 2272 x 1704 – 1600 x 1200 - 1024 x 768 – 640 x 480
Videopixelauflösung:320 x 240 – 160 x 120
Gewicht: ca. 250 g ohne Batterien
Preis: ca. € 349,00

*** Fazit ***

Ich bin mit der Kamera voll und ganz zufrieden. Sie bietet mir alle Möglichkeiten, die ich haben wollte. Darüber hinaus sind auch einige Features eingebaut, die sich als sehr angenehm und nützlich erwiesen haben, von deren Exsistens ich bis dahin nicht wusste. Mit ihrem Gewicht ist die Canon Power Shot A80 sicherlich nicht für die Hemdtasche. Aber da ich nicht nur Schnappschüsse machen möchte, sondern auch mal das ein oder andere Foto für ebay, oder etwas besonderes für die heimische Wohnzimmerwand nehme ich das gerne in kauf. Der Preis ( € 349,-- ) den ich für die Kamera bezahlt habe ist angesichts der vielen Möglichkeiten die sie mir bietet gerechtfertigt. Im Vergleich mit den Digitalkameras, die wir so auf der Arbeit haben liegt sie im oberen Bereich des Preis/Leistungsverhältnisses.

Bis denne Eure
Klapperbox


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
falkokxl

falkokxl

10.04.2007 22:15

klasse geschrieben! sh

WirdSchon

WirdSchon

24.08.2005 17:30

Sehr ausführlicher Bericht. Kleiner Hinweis, das mit dem unscharfen Hintergrund bei Portraitaufnahmen ist so gewollt. Schließlich macht man ein Protrait wegen der Person im Vordergrund und nicht für den Hintergrund. Wird durch große Blende bei kurzer Zeit erreicht. lg Robert

Bavaria123

Bavaria123

04.11.2004 21:37

Irgentwann muß ich auch auf diese Technik umsteigen. Grüße, Bavaria

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