Gottes Werk
23.01.2003
Pro:
sehr viele Funktionen und manuelle Einstellungen
Kontra:
schwer, klobig
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 DigicamClub
Über sich:
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Vertrauende:149
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 122 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo Community und Foto-Fans,
mit diesem Bericht möchte ich einmal eine Digitalkamera vorstellen, die jenseits von Gut und Böse ist - im positiven Sinne gesehen, denn die Canon Powershot G3
ist eine Kamera, auf die eher weniger Hobbyfotografen gewartet haben, vielmehr waren es die Semi-Profis, die nach dieser Kamera lechzten. Nun ist sie endlich erhältlich und ich habe sie getestet (mein Onkel betreibt einen Shop für Fotografie, daher bin ich immer direkt an der Quelle). Der Bericht nun hier... Die silberne Aluminium-Kamera Powershot G3 ist eine der leistungsstärksten Kameras ihrer Klasse.
Sie ist mit knapp 500 g zwar ziemlich schwer, die Maße 121x77x64 mm zeugen auch eher von Klobigkeit, aber dennoch hat diese Kamera Stil. Mit knapp 850 Euro gehört sie in die höhere Preiskategorie, aber den Namen "Canon" muss man leider mitbezahlen. Eine Auflösung von 2272 x 1704 Pixel (4.0 Megapixel) warten hier auf den Fotografen, viele Extras sollen erfreuen und tun dies durchaus. Ein neuer Signalprozessor (DIGIC Signalprozessor) soll für eine bessere Farbwiedergabe sorgen; ich war auch stark angetan von der Brillanz der Qualität (habe Sonnenuntergänge fotografiert). Durch diesen Prozessor, zusammen mit den 4.0 Megapixeln, können Fotos später bis zum A3 Format vergrößert und ausgedruckt werden. Daher ist diese Kamera auch ein nützliches Werkezeug für Semi-Profis.
Dank der USB-Schnittstelle werden die Daten schnell zum PC übertragen - dort können die Bilder dann nachbearbeitet werden. Die Kamera hat des Weiteren ein Stativgewinde, welches sehr wichtig ist, denn manche Fotos müssen einfach mit einem Stativ aufgenommen werden, da die Bilder sonst zu stark verwackelt sind (vor allem, wenn man den Blitz ausschaltet). Gespeichert werden die Bilder übrigens auf der recht neuen CompactFlash Speicherkarte des Typs II. Weitere Features dieser Kamera wären unter anderem der Selbstauslöser, das sehr gute LC-Display, und ein optischer Sucher mit Dioptrienausgleich, dies ist recht selten bei den Kameras mit 4 Megapixel. Auch bei der G3 findet man die Videofunktion vor, die ich persönlich aber nie nutze – geht mir zu sehr auf den Akku.
Besonders die korrekte Belichtung der Bilder empfinde ich als schwierig – hier hilft einem die Kamera aber! Es gibt verschiedene Belichtungsautomatiken und dazu einen manuellen Weißabgleich. Auch gibt es eine Belichtungsreihenfunktion sowie eine Serienbildfunktion, welche bei dieser starken Kamera nicht fehlen darf. Schön ist, wie bei den Ixus-Modellen bekannt, die Panoramaunterstützung für weitere Bilder. Zusätzlich kann man zu den Bildern nachträglich eine Tonaufnahme durchführen und die Bilder kommentieren. All diese Funktionen können über das bei der Powershot-Reihe neue „Haupträdchen“ sehr einfach und schnell selektiert werden. Ein einfaches Navigieren im recht komplexen, aber einfachen Menü ist so gut möglich.
Ich möchte gerne noch etwas zum Zoomobjektiv sagen: Durch den großen Makrobereich (bis zu 5 cm Distanz möglich) bleiben auch sehr kleine Motive nicht unmöglich zu fotografieren. Hier glänzt die Kamera; ich persönlich fotografieren aber weniger im Maktoformat. Die Profis unter uns werden vor allem mit den vielen Messfeldern ihre Freude haben. 345 Messfelder, die alle einzeln anwählbar sind, sorgen für exzellente Fotos; vor allem im Nahbereich. Dazu noch der manuelle Fokus und der manuelle Weißabgleich und auch der Semi-Profi wird diese Kamera lieben, denn die Automatikfunktionen von anderen Kameras habe ich oft bemängelt. Vor allem bei Schnee und Wasser hatte meine Photosmart zum Teil große Probleme – diese Kamera überhaupt nicht!
Die Serienbildfunktion habe ich erst einmal genutzt, kann daher nicht soviel darüber berichten. Jedoch ist eine maximale Bildfolge von 14 Stück in realen 4 Megapixeln möglich. Dazu kann man manuell die Blenden- und Zeitautomatik einstellen und so alles auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Wer wie ich auf die Serienbildfunktion eher verzichtet, dem stehen 12 Aufnahmemodi zur Verfügung, um das perfekte Bild zu machen. Durch die manuellen Modi und sieben weiteren Aufnahmemodi hat man sehr viele Möglichkeiten; auch Anfänger kommen so schnell zum Zug, wobei diese G3 nicht gerade ein Einsteigermodell ist. Zumal die 850 Euro auch schwer zu Buche schlagen. Die Blenden- und Zeitautomatik kann man im Menü abspeichern und so schnell wieder aufrufen. Sinnvoll, wenn man die Kamera zwischen den Fotoserien einmal ausschalten möchte, aber gerade „die perfekte Einstellung“ hatte - eine Funktion, die ich bei meiner eigenen Kamera sehr vermisse.
Optional ist für die G3 einiges an Zubehör erhältlich. Mein Onkel hat ein weiteren Blitzgerät (einen sogenannte Blitzschuh, der an der Kamera befestigt wird; diese unterstützt das nämlich) sowie ein Stativ. Auch besitzt er ein Autoladegerät, da er mit der Kamera selbst viel unterwegs ist. Des Weiteren ist ein Weitwinkel- und Telekonverter erhältlich und eine Nahlinse. Dadurch wird der Makro noch mehr gefördert.
Negativ bei dieser Kamera ist lediglich das bereits angesprochene Gewicht und die Maße. Es ist halt keine Kamera für die Hosentasche; eine optionale Kameratasche sollte man schon dabei haben; ebenso einen Ersatzakku, da das LCD-Display bei vollem Einsatz doch recht viel Strom frisst und die Kamera an sich auch einiges verbraucht.
/// +++ FAZIT +++ \\\
Ich kam mit der G3 von Canon sehr gut zurecht. Die geschossenen Fotos sind in der Tat sehr scharf und detailgenau, dies hatte ich aber auch erwartet, zumal die Kamera mit knapp 850 Euro nicht gerade zu den günstigsten Kameras zählt. Die Bedienung und die Anleitung zur Kamera lassen keine Wünsche offen – man braucht aber einige Zeit, bis man alle Funktionen einmal ausprobiert hat, denn die Kamera kann wirklich viel und ist daher in meinen Augen auch auf keinen Fall was für Anfänger, aber auch von den Megapixeln her zu schwach für richtige Profi-Fotografen. Semi-Profis werden mit dieser Kamera aber sicher eine Menge Spaß haben.
Meine Kurzbewertung: ++++++++++++++++++++
Preis: *** Können: ***** Handling: **** Aussehen: **** Handhabung: *****
GESAMT: **** / *****
Viele Grüße,
Marc
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29.08.2003 09:26
guter Bericht, habe mir die Kamera auch vor ein paar Wochen gekauft und bin sehr zufrieden,
03.04.2003 20:03
Guter Bericht, interessant, ein paar mehr Details wäre nicht schlecht gewesen. Wolfgang
24.03.2003 13:53
Klasse geschrieben, nur frage ich mich, was 345 AF-Meßfelder bringen sollen... Ich weiß von KB-AF-Kameras aus dem Hause Canon, daß speziell dieser Punkt im täglichen Gebrauch eine gehörige Portion Geduld voraussetzt ;-)... Netter PR-Gag, faktisch völliger Nonsens... Davon einmal abgesehen, nach meinen eigenen Erfahrungen mit Canon resp. dem Service (siehe Bericht A1) - EGAL, wie gut die Technik - nie wieder ein Produkt dieser Firma... Sers Croco