Lohnt der Kauf der G3 ?
29.06.2003
Pro:
Bildqualität, semiprofessionelle Technik
Kontra:
Blitz
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
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 rudibroda
Über sich:
Es gibt nicht viel über mich zu erzählen, ausser dass ich gerne im Netz bin, hin und wieder ein biss...
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Vor dieser Frage stand ich in den letzten Monaten. Meine alte Fuji 1400 reichte nicht mehr, es musste eine bessere Digicam her, und zwar noch vor dem Urlaub. Über die G3 gab es fast überall nur positives zu lesen, auch auf den (übrigens sehr guten) englischsprachigen Seiten, leider war sie lange Zeit zu teuer. Als der Preis bei computeruniverse.net 629 € erreicht hat musste ich zugreifen. Im folgenden möchte ich Euch diese Digicam vorstellen.
>ERSTER EINDRUCK< Hervorragend. Nicht zu leicht, liegt gut in der Hand, der Auslöser perfekt positioniert. Gehäuse teilweise aus Metall. Die Qualität ist direkt spürbar. Außer der Kamera in der Packung: USB-Kabel - für den PC Video-Kabel – für den TV Lade-Kabel 32 MB Compact Flash IR - Fernbedienung Tragegurt Software – u.a. Adobe Photoshop 5 Akku
Nach ca. 1 Stunde ist der Akku aufgeladen und der Spaß kann beginnen. >WAS KANN DIE G3<
Einfacher wäre aufzuzählen, was die nicht kann. Ich versuche mal die Punkte aufzuzählen, die für mich wichtig bei der Kaufentscheidung waren. *Die Möglichkeit, die Blende und Zeit selbst zu bestimmen – funktioniert als Zeitautomatik, Blendenautomatik und in der „Manual“ - Stellung. Für diejenigen, die nichts damit anfangen können gibt es noch die „Auto“ – Funktion, wo die Kamera alles regelt, die Programmautomatik – hier stehen außer Zeit und Blende alle anderen Optionen zur Verfügung, verschiedene voreingestellte Automatiken wie Nachtaufnahme, Landschaft und Porträt, Video – Modus in 2 Auflösungen (320 x 240 und 160 x 120), Panorama – hier hat man die Wahl zwischen horizontal (entweder links -, oder rechts beginnend), vertikal (oben oder unten beginnend) oder 4 Aufnahmen im Uhrzeigersinn. . Hierzu gibt es auf der mitgelieferten CD das Programm „PhotoStitch“, mit dem die einzelnen Aufnahmen zusammengefügt werden, besser, aber etwas langsamer ist meiner Meinung nach „Panorama Factory“ von Smoky City Design.
*Das Objektiv, mit das wichtigste Teil jeder Kamera, ist ein echtes Sahnestück. Die Lichtstärke beginnt in der Weitwinkelstellung bei 2,0, in Tele bei3,0. Der Zoombereich erstreckt sich von 35 bis 140 mm. Um die dadurch bedingten sehr kurzen Belichtungszeiten bei hellem Licht künstlich zu verlängern hat man einen Grau – Filter eingebaut, der sich im Inneren vor den Chip senkt und eine kleinere Blende oder längere Belichtungszeit ermöglicht. *Das Display ist schwenkbar. Wer damit einmal gearbeitet hat wird es nicht mehr missen wollen, gerade bei Makro – Aufnahmen sehr nützlich.
*Die Möglichkeit, Serienaufnahmen mit hoher Geschwindigkeit (bis zu 2,5 pro sek. Bei ausgeschaltetem Display) zu schießen. *Die Schnelligkeit. In 4 Sek. ist sie aufnahmebereit, das fokussieren geht blitzschnell, die Auslöseverzögerung ist überhaupt nicht spürbar, die Bilder schnell gespeichert, selbst im unkomprimierten RAW – Format dauert es nur ca. 2 Sek. bis das Bild auf der Karte geschrieben ist.
*Die Erweiterungsmöglichkeiten. Mittels eines Adapters kann man verschiedene Filter, Linsen oder Konverter anbringen, der Blitzschuh erlaubt den Einsatz eines richtigen Blitzgerätes – für den Innenfotografen sehr wichtig denn der eingebaute Blitz ist, wie bei fast allen Kameras, eher ein Party – Gag, zudem verursacht er wegen seiner unglücklichen Anordnung im Gehäuse einen dunklen Schatten unten rechts. *Der Akku. Hält bei eingeschaltetem Display bis zu 400 Bildern, ist in etwa 2 Stunden wieder voll aufgeladen.Hier noch einige aus meiner Sicht interessante Features:
- IR – Fernbedienung. Bei betrachten der Bilder auf dem TV oder bei Langzeitaufnahmen nützlich
- Intervalltimer.
- Blitzstärke einstellbar, hier besteht zudem bei Langzeitbelichtungen die Option, den Blitz auf den ersten oder den zweiten Vorhang auszulösen.
- ISO in 4 Schritten (50 bis 400) auswählbar
- Belichtungsreihenautomatik – 3 Aufnahmen des gleichen Motivs hintereinander bei wechselnder Zeit, auch individuell einzustellen.
- Fokusreihenautomatik – 3 Aufnahmen hintereinander bei wechselnder Entfernungseinstellung
- Manuelle Fokussierung – hierbei erscheint in der Display – Mitte ein vergrößerter Ausschnitt, um die eingestellte Entfernung besser beurteilen zu können.
- Fotoeffekte – Kontrast, Farbsättigung, Schärfe werden beeinflusst.
- 3 verschiedene Lichtmessmethoden – Mehrfeld, Mittenbetont und Spot
- AF – Messfeld aus 345 Feldern individuell einstellbar.
- Selbstauslöser – entweder 2 oder 10 Sek.
>DIE BILDQUALITÄT<
Das wichtigste Kriterium überhaupt, hier zeigt sich die Stärke dieses Gerätes. Einfach überragend. Bei Makro – Aufnahmen sieht man Details, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, Blütenpollen z.B., Atmungslöcher einer Schnecke, feinste Hautporen, Kennzeichen eines weit entfernten Fahrzeuges etc. (das natürlich nicht in Makro!). Die hohe Lichtstärke erlaubt sehr scharfe Aufnahmen in der Tele-Stellung ohne Stativ. Nachtaufnahmen sind super, hierbei öffnet die Blende nur bis zu 15 Sek., doch in den meisten Fällen reicht es, selbst wenn man die Empfindlichkeit auf den niedrigsten Wert stellt, dabei entfällt das Rauschen fast vollständig, auch dank eines neuentwickelten Rauschunterdrückungslogarithmus der bei 1,3 Sek. sich automatisch zuschaltet. Verglichen mit meiner alten Digicam ist der Kontrastumfang riesig, d.h. bei Mischlichtaufnahmen sind viel mehr Details im falsch ausbelichteten Bildteil zu sehen. Wegen der hohen Auflösung sind selbst Ausdrucke im DIN A4 absolut fehlerlos und sehr scharf. >DIE BEDIENUNG<
Kinderleicht ist vielleicht übertrieben, das mitgelieferte Handbuch ist unbedingt zu lesen, hat man sich aber mit der Kamera erst einmal vertraut gemacht gibt es keine Verwirrung mehr. Alle relevanten Infos werden sowohl im großen und im kleinen Display, das sich auf der Oberseite befindet, angezeigt. >FAZIT<
Ein tolles und sehr leistungsfähiges Spielzeug, sehr zu empfehlen. Ich möchte hier aber auch die aus meiner Sicht negativen Eigenschaften aufzählen, die Canon noch verbessern könnte. So z.B. den zerbrechlich wirkenden Ein-, und Ausschaltknopf, den wie oben beschrieben unglücklich platzierten Blitz, die sehr hohen Preise für das Zubehör und die relativ magere Erstausstattung – hierbei muss man noch mit mindestens 50 € für eine zusätzliche 128 MB Karte und eine Tasche rechnen. Genaue Technische Daten gibt es auf der Canon – HP, die Garantie läuft 2 Jahre. Zum Schluss noch die Antwort auf meine oben gestellte Frage, und die lautet eindeutig ja, der Kauf lohnt sich.
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16.10.2003 20:35
Sei gegrüßt. Nach längerer Schreibpause, will ich alle aus meiner Vertrauensliste wieder einmal besuchen... und mal nachsehen, was so alles geschrieben steht. In diesem Sinne - Pessoa
08.09.2003 17:17
Du schreibst: "Die Lichtstärke beginnt in der Weitwinkelstellung bei 2,0, in Tele bei3,0. Der Zoombereich erstreckt sich von 35 bis 140 mm. Um die dadurch bedingten sehr kurzen Belichtungszeiten bei hellem Licht künstlich zu verlängern hat man einen Grau ? Filter eingebaut, der sich im Inneren vor den Chip senkt und eine kleinere Blende oder längere Belichtungszeit ermöglicht." - Ein Graufilter erfordert keine kleinere, sondern eine größere (!) Blende (auch wenn größere Blenden in kleineren Zahlenwerten ausgedrückt werden). Eine hohe Öffnung erfordert jedoch kein Graufilter sondern das Fehlen entsprechend kleiner Blendenmögkeiten kann ein Graufilter erforderlich machen, denn aufgrund der kurzen Brennweite kann der bewusste Einsatz der größten Öffnung zur Freistellung des Hauptmotivs nicht genutzt. Die Nennung des Zoombereich (der übrigens nicht stimmt, sondern nur die KB-Entsprechung ist) ist in DIESEM Zusammenhang übrigens irrelevant.
27.07.2003 19:40
Stimmt ist wirklich ne tolle Kamera und das beste: Man muss nicht zwingend die Bedienungsanleitung lesen. Ich hab mir das Ding gekauft und losfotografiert was das Zeug hält und vieles erklärkt sich von selbst.