Erfahrungsbericht über

Canon PowerShot G6

Gesamtbewertung (9): Gesamtbewertung Canon PowerShot G6

 

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Qualität hat seinen Preis?

5  20.02.2006

Pro:
Bildqualität, Kompaktheit, Aussehen, Akkulebensdauer, RAW

Kontra:
Preis, nur 30s Videoclips

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


GreatGatsby

Über sich: Hi Ich befinde mich gerade weit abseits jeglicher Zivilisation und nutze die Zeit einfach mal zum ni...

Mitglied seit:10.02.2006

Erfahrungsberichte:5

Vertrauende:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 20 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute möchte ich mich einmal dem schwierigen Unterfangen widmen, über meine - ich will es gleich vorwegnehmen - fast ausschließlich positiven Erfahrungen mit der Canon PowerShot G6 zu schreiben.
So viel kann über diese Kamera geschrieben werden, und doch möchte ich alles möglichst knapp auf den Punkt bringen und an dieser Stelle auf viele Informationen, die man in jeder Produktwerbung des Herstellers findet, bewusst verzichten.

Warum die PowerShot G6?
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Bei der Wahl der "richtigen" Kamera kommt es immer auf persönliche Präferenzen an, also darauf, wo jeder einzelne seine Prioritäten setzt. Man sollte sich also immer zuerst Gedanken machen, was für Eigenschaften man unbedingt haben will und für was man die Kamera hauptsächlich benutzen wird.

Als ich mich für eine Kamera entscheiden wollte, tat ich das bewusst mit dem Gedanken im Kopf, dass sie für meine bevorstehende Reise geeignet sein soll, bei bestmöglicher Qualität. Ich hatte vor, die Kamera jeden Tag ständig dabei zu haben und schnell (und manchmal auf unauffällig) Fotos machen zu können, aber nicht auf durchdachte, hochwertige Aufnahmen verzichten zu müssen.

Demnach sahen meine Hauptkriterien folgendermaßen aus:
- kompakt
- bestmögliche Bildqualität, die auch für semiprofessionelle und kommerzielle Zwecke ausreichend ist
- komplette manuelle Kontrolle über wichtige Einstellungen wie Blende, Verschlusszeit, ISO, usw.
- RAW Modus
- lange Akkuhaltbarkeit

als Nebenkriterien dann Eigenschaften, die jede gute (digitale) Kamera haben sollte, wie
- schnelle Auslöszeit
- schneller Autofokus, auch bei schlechten Lichtverhältnissen
- guter und zuverlässiger Belichtungsmesser
- großes Display
- bequeme Bedienung (ohne sich z.B. erst durch zig Menüs klicken zu müssen)


Nach sehr viel Testberichte lesen, ausprobieren und Gesprächen mit Fotografenkollegen, habe ich mir dann schließlich die PowerShot G6 im Juni 2005 bei eBay für ca. 450 Euro inklusive 512MB Compact Flash Karte gekauft - und habe es nicht bereut.


Positives...
------------------
... gibt es vieles bei dieser Kamera. Eigentlich sind oben genannte Kriterien ebenso eine Liste der positiven Eigenschaften der PowerShot G6, die in jedem dieser Punkte sehr gut abschneidet.

Hier die Spezifikationen:
http://www.ciao.de/Produktdaten/Canon_PowerShot_G6__1930271

Als ich die Kamera endlich in den Händen hielt, stand erstmal etwas auf dem Programm, das eigentlich immer nötig ist, wenn man ein Gerät mit so vielen Möglichkeiten sinnvoll benutzen will: Einarbeiten.
Dies hat sich als viel weniger kompliziert herausgestellt, als man es erwarten dürfte - alles ist sehr intuitiv und einfach zu bedienen. Wenn man den Vollautomatikmodus einstellt, muss man sich um nichts kümmern außer den Auslöser im richtigen Augenblick zu drücken, und trotzdem macht die Kamera in fast jeder Situation super Bilder. Also ein großer Pluspunkt an die Vollautomatik!

Handling...
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Da ich gerne mehr Kontrolle über meine Bilder habe, habe ich mich also durch das sehr sehr lange Handbuch "gequält" (wobei von Qualen keine Rede sein kann, es ist alles inklusive fotografischem Hintergrund sehr gut erklärt. Es wird also nicht nur erklärt, WIE man z.B. die Blende verändert, sondern auch, WARUM dieses denn eigentlich sowohl vom technischen als auch künstlerischen Standpunkt aus gesehen gut ist. Vor allem für Anfänger und auch Fortgeschrittene ein Pluspunkt). Danach wurde natürlich sofort alles ausprobiert.
Zu meiner Freude habe ich festgestellt, dass sich alle wichtigen Einstellungen direkt über Räder und Knöpfe an der Kamera einstellen lassen. Dies mag am Anfang vielleicht ein bisschen abschrecken, hat man den Dreh aber erst einmal raus spart dieses enorm viel Zeit, die man sonst im Menü verbracht hätte und während der ein gesehenes Bild schon wieder verschwunden ist.
Außerdem liegt die Kamera extrem gut in der Hand und trotzdem sind die Räder und Knöpfe sehr gut erreichbar - ergonomisch also wirklich top.

Sehr positiv ist auch der schwenkbare Monitor, mit dem man Bilder aus allen Möglichen Perspektiven machen kann. Er ist in wirklich alle Richtungen schwenkbar, die Ausrichtung des Bildes auf dem Monitor passt sich dabei automatisch an, das Monitorbild steht also nicht auf dem Kopf.

Specials...
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Ein paar besondere features sollen hier nicht verschwiegen werden:
Erst einmal die Möglichkeit, alle wichtigen Bildeinstellungen temporär und längerfristig zu speichern. Damit meine ich folgendes: Jeder dürfte wohl damit vertraut sein, dass bei den meisten Kameras, wenn man den Knopf nur halb drückt und gedrückt hält, die soeben errechneten Einstellungen wie Verschlusszeit, Fokus und Blende gespeichert werden. Man kann die Kamera auf etwas anderes richten und den Knopf ganz durchdrücken und das Bild wird genau mit diesen Einstellungen gemacht. Mit der PowerShot G6 hat man zusätzlich noch die Möglichkeit, diese Einstellungen zu verändern, während die Kamera die Belichtung konstant hält.
Das bedeutet man kann diese Werte temporär speichern (auf Wunsch auch längerfristig als einer der zwei Custom modes) und dann mit dem Drehrad ganz leicht entweder die Blende vergrößern/verkleinern oder die Belichtungszeit verlängern/verkürzen, wobei die Kamera automatisch den jeweils anderen Wert für eine konstante Belichtung anpasst.
Das hört sich jetzt kompliziert an, funktioniert in der Praxis aber sehr schnell und unkompliziert und erleichtert den bewusst-kreativen Einsatz von Blende und Belichtungszeit extrem, vor allem in spontanen Situationen in denen man wenig Zeit hat ein Bild zu "durchdenken".

Außerdem besitzt die Kamera noch einen eingebauten ND Filter, mit dem man längere Belichtungszeiten benutzen kann, selbst wenn eigentlich zu viel Licht da ist und man das Bild normalerweise überbelichten würde.

Ebenfalls sehr praktisch ist die mitgelieferte Infrarot Fernbedienung, wobei dieses heutzutage schon fast zur Standardausstattung zählen dürfte. Selbstportraits und verwackelfreie Bilder sind damit auf jeden Fall ein Kinderspiel.


Bildqualität...
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Eigentlich mit der wichtigste Punkt, doch möchte ich hierzu nicht viele Worte verlieren. Hier kann man sich voll und ganz auf die Spezifikationen des Herstellers verlassen und sich mit dem Gedanken anfreunden, dass die Bildqualität der PowerShot G6 in ihrer Liga ganz ganz oben zu finden ist.
Maximale Auflösung ist dabei 7,1 Megapixel und es besteht die Möglichkeit in RAW aufzunehmen, was spätere Bildbearbeitungen auch in größerem Ausmaß ohne allzu große Qualitätseinbußen möglich macht.
Die Farbwiedergabe ist super, die Schärfe perfekt und ach ja - das eingebaute Blitzlicht ist zu meiner persönlichen Überraschung auch sehr gut und überzeugend.
Ich bin mit der Bildqualität sehr zufrieden und die Kamera muss sich auch von der Spiegelreflex Konkurrenz nicht verstecken!!

Hier sind ein paar Beispielbilder, alle mit der G6 gemacht:
http://www.flickr.com/photos/84491835@N00/sets/965017/

Negatives?
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Kritikpunkte gibt es an der Kamera nur sehr sehr wenige. Einer davon ist der Preis, der innerhalb dieser Kameraklasse auf jeden Fall als etwas gehoben bezeichnet werden darf. Auf der anderen Seite bekommt man auch ein Spitzenprodukt für höchste Anforderungen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass bei meiner G6 der schwenkbare Monitor manchmal eine Wackelkontakt hatte, also schwarz war obwohl er angeschaltet war. Ist aber nicht oft vorgekommen und war mit dem Bewegen des Displays schnell behoben.
Ansonsten fällt mir nichts ein, was man kritisieren könnte - immer vorausgesetzt, dass man in der gleichen Kameraklasse bleibt.
Für mich ist die PowerShot G6 in ihrer Preisliga unter all den kompakten Kameras mit fast Spiegelreflex-Optik der Spitzenreiter.


Abschließend kann ich die Kamera jedem empfehlen, der ähnliche Ansprüche an einen Fotoapparat stellt, wie die von mir weiter oben genannten. Ob Anfänger, Fortgeschrittener oder auch Profi spielt glaube ich keine allzu große Rolle, da die PowerShot dem Profi zwar sehr viele und professionelle Möglichkeiten bietet, die Kenntnis dieser aber nicht voraussetzt. Somit kann auch ein Anfänger geniale Bilder produzieren, indem er die wunderbar funktionierende Vollautomatik einstellt.
Dazu bieten sich dem Interessierten die vielen verschiedenen Einstellmöglichkeiten natürlich zum Probieren und Experimentieren an... Spaß ist vorprogrammiert.

Lediglich der Preis ist hier der limitierende Faktor - die Frage ob sich der gehobene Preis lohnt, wenn man "nur" schöne Bilder für das Urlaubsfotoalbum haben will, kann sich nur jeder selbst beantworten.
Wenn man super Bilder fürs Fotoalbum und dazu die Möglichkeit für große Vergrößerungen/Drucken von Bildausschnitten und umfassender digitaler Bildbearbeitung möchte, ist die PowerShot G6 ganz bestimmt eine super Wahl.

Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung: Vor allem auf Reisen kann ich noch einen weiteren Akku empfehlen (die Akkudauer ist übrigens auch hervorragend, zwei Akkus sind genug um sorgenfrei mit der G6 durch die Gegend zu ziehen) und weiteren Speicher - man wird es nicht bereuen!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
thunderbird.elite

thunderbird.elite

20.02.2006 22:02

Respekt, alle drei deiner bisher geschriebenen Berichte direkt mal mit sehr hilfreich bewertet. Alle super geschrieben. Aber der von der Canon G6 gefällt mir am besten.

Amanita16269

Amanita16269

20.02.2006 19:14

ich bin ein wenig neidisch auf das teil! lg!

T_Goose

T_Goose

20.02.2006 19:11

Ein sehr gelungener Bericht, da steckt alles wichtige drin! Ciao T_Goose

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