Klein, fein, tückisch
28.06.2011 (03.01.2012)
Pro:
gutes Preis - Leistungsverhältnis, duplexfähig, leise, platzsparend, vielfältig konfigurierbar
Kontra:
Keine Doppelzufuhrerkennung, Papierlänge max . 35 cm
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Scan-Qualität:
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Installation
Verarbeitung
Bedienungsanleitung
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 Benuzar
Über sich:
Mitglied seit:12.04.2010
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 5 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ca. 275 € - und mittlerweile noch weniger - sind nicht viel Geld für einen duplex-fähigen Dokumenteneinzugscanner einer renommierten Marke wie Canon, dachte ich mir, zumal ich in meinem kleinen Büro wenig Platz für die üblichen Monstergeräte habe. Der geringe Platzbedarf von etwa einer Zigarettenstange sucht seinesgleichen und ist wahrlich lobenswert. Das Gerät arbeitet auch ohne Netzteil nur durch USB-Stromversorgung. Nutzt man zwei USB-Buchsen, dann scannt es so schnell wie ein normaler netzbetriebener Scanner.
Das Betriebsgeräusch ist erfreulich gering - ich glaube, das Papierknistern ist noch das Lauteste am Scanvorgang. Die Scanbilder sind gut bis sehr gut. Wer sich schon mal beim Scannen mit einem durchschnittlichem Flachbettscanner über durchscheinende Rückseiten eingescannter Dokumente ärgerte, wird beim Canon P-150 erleichtert feststellen, dass weitgehend nur die Oberfläche erfasst wird - und zwar auf beiden Dokumentseiten. Das Duplexscannen in einem Zug spart Zeit und außerdem gibt's keine fehleranfällige Blattwendemechanik im Gerät.
Ich scanne nur mit der TWAIN-Schnittstelle, deren Menü erfreulich viele Einstellungen erlaubt. Das einzig Fehlende ist ein Modus, der duplex scannt und leere Seiten automatisch löscht. Dies geht nur im Simplexmodus. Nach soviel Licht nun auch die Tücken des Gerätes: Häufig werden mehrere Seiten auf einmal eingezogen. Es gibt keinen Sensor, der erkennt, dass der Scanner versehentlich mehrere Blätter einzieht. Deshalb muss man bei Dokumentenstapeln (max. 20 Blätter) stets kontrollieren, ob auch alle Blätter eingescannt wurden, was bei mehr als 5 Seiten praktisch nie gelingt. Aufwändig muss man die fehlenden Seiten erneut scannen und in der Erfassungssoftware danach fleißig einsortieren, damit alle Seiten letztlich in der Datei in der gewünschten Reihenfolge sind. Wem dieses Manko unwichtig ist, der kauft mit diesem Gerät für relativ wenig Geld einen gut durchdachten Helfer für das Heimbüro.
Beim Einscannen von Kassenbons fiel mir noch auf, dass es trotz anpassbarer Führungsschienen praktisch unmöglich ist, ein gerades Scannbild zu erhalten. Der schmale, längliche Kassenbon erscheint stets schief, auch wenn man mit allen Tricks versucht, das Papiers beim Einziehen gerade zu führen. 03.02.2012 Heute musste ich feststellen, dass der Scanner Vorlagen leider nur bis höchstens 35,5642 cm Länge einscannt. Ist das Blatt länger, z. B. ein aufgefaltetes Prospekt, hält der Scanner nach 35,5642 cm Blattlänge einfach inne und meldet dem Nutzer auf dem Bildschirm, dass er den (vermeintlichen) Papierstau entfernen solle. Es nützt auch nichts, im Menü der TWAIN-Schnittstelle die Papierlänge auf "Automatische Erkennung" oder "Scanner-Maximum" zu stellen oder eine Länge über dem Maximum festzulegen, denn der Horizont des verantwortlichen Canon-Ingenieurs war wohl entsprechend kurz.
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