Dieser Erfahrungsbericht wurde von 7 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Man könnte sagen, "Jago" ist eine Co-Produktion von Ralf König und William Shakespeare. Es ist nicht schwer viele der Shakespeare'schen Motive wiederzuerkennen. Begonnen wird mit "Macbeth". Die drei Hexen (übrigends herrlich in Szene gesetzt vom Meister des 'Kleinen Arschlochs' Walter Moers) verkünden Jago den Kerl seines Lebens. Der dann zum Ende des Dramas um Liebe, Sex und Leidenschaft wahnsinnig wird wie einst der gute Macbeth zu seiner Zeit. Natürlich dürfen auch "Romeo&Julia" nicht fehlen. Hier vertreten von Paul und seinem muskulösen mysteriösen Liebhaber. Der "Sommernachtstraum" wird mit mitternächtlichen Orgien im Wald aufgenommen und "Othello" wird auf der Bühner der Shakespeare'schen Truppe aufgeführt. Lust, Intrigen und historische Literetur werden in diesem König-Comic lustig und spritzig vermengt und es kommt ein riesen Lesespass heraus. mir hat es sehr gefallen, vor allem, da es mir Spass gemacht hat sämtliche Textstellen den Originalstücken zuordnen zu können. Am Ende des Comics können wir nur einen Schluss ziehen: Shakespeare muss schwul gewesen sein!