Super Bilder aus der Hosentasche
27.02.2006
Pro:
ultra - kompakt, überall dabei, sehr schnell, gute Bildqualität, sieht gut aus
Kontra:
manchmal Farbstich bei Blitzlicht
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 GreatGatsby
Über sich:
Mitglied seit:10.02.2006
Erfahrungsberichte:5
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 32 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Heute möchte ich euch über meine "erste große Liebe der digitalen Fotografie" erzählen, der Casio Exilim EX-Z3. Dabei möchte ich bei diesem Artikel bewusst auf die vom Hersteller genannten Spezifikationen verzichten, da diese ja nur einen Klick entfernt sind und ihr euch sicher schon darüber informiert habt, wenn ihr an dieser Kamera interessiert seid.
Die EX Z3 ist das Vorgängermodell der Casio Exilim EX Z30, die kleine Verbesserungen im Vergleich zur Z3 hat, wie z.B. max. ISO 400 anstatt 200, 4x Digitalzoom (ob das wirklich eine Verbesserung ist, darüber lässt sich streiten), längere Blitzreichweite, unbegrenzte Videoclips (anstatt nur 30s wie bei der Z3) und ein bisschen flacheres, 20g leichteres Gehäuse. Dies sind, alles in allem, vernachlässigbare Vorteile im Vergleich zum älteren Modell.
Hintergrund... ------------------------ Entschieden habe ich mich für die Z3 im Winter 2003, ist also schon eine Weile her. Besonders wichtig bei der Kamera war mir damals folgendes: - ultra-kompakt - stabil - schnelle Auslöszeit - schnelle Bereitschaft (vom Anschalten bis zu dem Moment, in dem man ein Foto machen kann) - gute Bildqualität
Positives.... ----------------------- Um garnicht erst um den heißen Brei herumzureden, die Z3 ist absolut genial, wenn man eine sehr kompakte Kamera sucht, die man überall dabeihaben kann, die dabei ansprechende Bilder macht und dabei auch noch gut aussieht.
Die Kamera ist etwa 9x2x5cm groß und - äußerst positiv - hat keine Teile, die hervorstehen würden. Damit bleibt man nirgens hängen und kann sie überall verstauen. Das Objektiv ist sehr praktisch ganz in die Kamera eingefahren und verschließt sich automatisch mit einer Schutzblende, so dass Schmutz keine Chance hat an die Linse zu kommen. In sehr kurzer Zeit (2-3 Sekunden) ist die Kamera betriebsbereit, was natürlich super praktisch ist, wenn es schnell gehen muss. Die Auslösezeit ist auch unschlagbar, also nach dem Fokussieren nimmt die Kamera eigentlich sofort beim Druck des Auslösers das Bild auf, und nicht erst ein paar hundertstel oder sogar zehntel Sekunden später, wie bei anderen Kameras. Damit ist auch immer ganz sicher das auf dem Foto, was man auf dem Display gesehen hat.
Apropos Display: Dieses ist sehr groß (!) und es lassen sich alle wichtigen Informationen einblenden. Besonders hervorheben möchte ich hier die Möglichkeit, ein Histogramm einzublenden, was einem eine perfekte Belichtung mit nur einem kurzen Blick auf das Display ermöglicht. Diese Funktion habe ich sogar bei ein paar wesentlich teureren und eigentlich für professionellere Zwecke geschaffene Kameras vermisst!! Für diejenigen, die noch nicht wissen, was ein Histogramm ist: Ein Histogramm zeigt einfach gesagt die Verteilung der dunklen und hellen Bildpartien quantitativ an - von ganz schwarz bis ganz weiß. Somit sieht man immer sofort, ob bestimmte Partien unterbelichtet oder andere überbelichtet sind. Nicht nur meiner Meinung nach ist das Histogramm einer der Vorteile der digitalen im Vergleich zur analogen Fotografie schlechthin. Nächster Vorteil - die Einfachheit der Bedienung. Genau das, was man von so einem kleinen Schmuckstück erwartet. Die Knöpfe sind sehr gut plaziert und auch nach eigenem Belieben programmierbar. Man kann also einstellen, mit was der Links-Rechts Schalter auf dem 4-Wege-Bedienkreuz belegt werden soll. Hier kann man u.a. ISO, EV Kompensation, Timer-Einstellung oder Aufnahmemodus einstellen.
Apropos Aufnahmemodus: Hier ist hervorzuheben, dass es bei den Casio EXILIM Kameras die sogenannte "Best Shot" Funktion gibt. Darunter kann man sich eine ganz ordentliche Palette an voreingestellten settings für unterschiedlichste Situationen vorstellen (Dämmerung, Nachtaufnahme, Porträt, Porträt bei Nacht, Pflanzen, Tiere, Party, Party bei Kerzenlicht, Schwarz/Weiß, Retro, ...), die man mit einem Klick anwählt und die von vornherein sehr gut auf die entsprechende Situation eingestellt sind. Ein Clou hierbei ist, dass man die Settings auch abändern kann und beliebig viele "custom settings" speichern kann. Ein Beispiel aus meiner "Trickkiste": Die maximale Belichtungszeit der Kamera ist 2 Sekunden, die ist aber nur möglich, wenn "Nachtaufnahme" eingestellt ist. Jetzt kann man aber z.B. Nachtaufnahme auswählen, aber zusätlich den Blitz einstellen und hat als Kombination eine sehr lange Belichtungszeit mit Blitzlicht, was dem kreativen Fotografen einiges an Möglichkeiten bietet. Dieses setting kann auch abgespeichert werden und ist in Zukunft mit nur einem Klick verfügbar.
Wie ihr seht hat man mit dieser Kamera viel kreativen Spielraum. Negatives... --------------------- ... wäre zum einen das Blitzlicht. Hierzu muss ich sagen, dass das Blitzlicht sich zwar schnell auflädt und die geringe Reichweite für eine so kompakte Kamera auch absolut okay ist, aber der Weißabgleich scheitert bei Blitzaufnahmen meistens, was den Bildern einen sehr unattraktiven Farbstich gibt. Hier habe ich schon bessere Modelle im kompakt bzw. ultra-kompakt Bereich gesehen.
Außerdem ist die Bildqualität zwar gut (Farben werden sehr gut wiedergegeben, die JPG Komprimierung in der Kamera erfolgt ohne allzu große Fragmentbildung, die Bilder werden nicht übermäßig groß in der Kamera nachgeschärft und sehen deshalb nicht so "künstlich" aus wie die manch anderer Digicam, ...), aber da gibt es inzwischen denke ich bessere Kameras, da sich auf diesem Sektor seit Ende 2003 selbstverständlich sehr viel getan hat. Dennoch sei klar gesagt: Für den "Normalverbraucher" bietet die 3.1 Megapixel Auflösung genug Qualität für anspruchsvolle Bilder und kleinere Ausdrucke sind sehr gut, solange sie eine Größe von DIN A4 nicht überschreitet bzw. solange man nicht kleine Ausschnitte eines Bildes sehr vergrößern möchte. Fazit... ------------ Selbst wenn es inzwischen wahrscheinlich einige Kameras gibt, die zum gleichen Preis, wie die Z3 damals gekostet hat, besser abschneiden, darf man nicht vergessen, dass die Z3 in ihrer Klasse ein absoluter Spitzenreiter ist.
Wer eine Kamera kaufen möchte, die er überall dabeihaben kann, die auch auf Parties super Fotos macht genauso wie im Urlaub - kurz: Eine Kamera, mit der man seinen Alltag "dokumentieren" kann und dabei gewisse kreative Spielräume hat, aber bei der die Einfachheit der Benutzung dennoch im Mittelpunkt steht, ist hier auf jeden Fall richtig. Sind wir mal ehrlich: Der Großteil von uns wird eher selten Fotos größer als DIN A4 ausdrucken oder den Anspruch haben, mit seiner Kamera Fotos schießen zu können, die sich kommerziell verwerten lassen. Die meisten wollen unkompliziert "drauflosschießen", am besten mit einer Kamera die so klein ist, dass man sie überall dabeihaben kann. Zusätzlich hat man mit der Z3 noch die Möglichkeit mit verschiedenen Einstellungen zu experimentieren und sich auf ein fortgeschritteneres "Fotografielevel" zu begeben.
Eins steht aber immer im Mittelpunkt bei der Z3 - und das ist der Spaß an der Sache, gute Bilder überall. Wer also noch ein Modell der Z3 ergattern kann, dem möchte ich dies gerne empfehlen - er wird es (immer mit dem beschriebenen Verwendungszweck im Hinterkopf) nicht bereuen.
P.S: Der Akku hält sehr lange (150-200 Bilder) und ist schnell aufgeladen. Ein Akku zusätzlich und eine 256 oder 512MB SD Karte zusätzlich kann ich nur wärmstens empfehlen!
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27.02.2006 09:08
Ich finde das der Bericht ein *SH* verdient hat. lG Siggi.