Casio SF-3600ER

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Des Wolkenkuckucks erster Technik-Bericht

5  23.05.2012 (04.07.2012)

Pro:
Funktionstüchtig seit dem vorigen Jahrhundert (sic ! )

Kontra:
Benötigt zwei Lithiumzellen (sic ! )

Der Autor besitzt das Produkt

Post_scriptum

Über sich: ☺ "In 3 Wochen gewöhnt man sich an alles, sogar an dich!" (Lea, 19jährige Wegbeglei...

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*räusper*

1999 wurde der Wolkenkuckuck volljährig und beschenkte sich zur Feier des Jahres mit diesem damals durchaus modernen Organizer, der vom Hersteller den hübschen Namen Digital Diary SF-3600ER 64KB („Digitales Tagebuch“ etc.) verpasst bekam. So steht es auch im Jahre 13 nach Herstellung in matten Lettern auf dem dunkelblauen Deckel, da der Wolkenkuckuck all seine Siebensachen mit Ausnahme der Schuhe zu schonen pflegt. Umso mehr sticht die türkisfarbene und kursiv gesetzte Megafunktion „Backlit Display“ ins Auge, die der Wolkenkuckuck wahrscheinlich in all den Jahren am seltensten benutzt hat – schlicht und ergreifend um die beiden Lithium-Zellen zu schonen, die man auf diese Art nur alle Jubel Jahr zu ersetzen braucht. Neben dem Batterienfach auf der Rückseite findet der Besitzer eine englischsprachige Anleitung unter dem Titel „Caution“.

Klappt man diesen in China gefertigten Möchtegern-Japaner auf, findet man auf der Deckelinnenseite eine Übersicht aller Funktionen, an erster Stelle den Euro-Umrechner, der darüber hinaus extra eingerahmt ist, um die zukunftsweisende Technologie hervorzuheben. Es folgen das Telefon- respektive Adressbuch, die Memo- und die To-do-Funktion, die audiovisuelle Schedule-Funktion für Termine, Heimat- und Weltzeituhr, Taschenrechner sowie der Wecker. Doch damit nicht genug: die Backlight-Funktion erlaubt es einem, das Zwei-Zoll-Display in einem blauen Lichte erstrahlen zu lassen! Die Secret-Funktion verhindert mittels eines Passwortes den Missbrauch gespeicherter Daten bei einer Sicherheit von 100 Prozent, da das Gerät völlig autark ist und mit keinem Computer verbunden werden kann. Im Falle eines vergessenen Passwortes ist man zum Reset im Batteriefach gezwungen, wodurch der 64-Kilobyte-Speicher in den Ausgangszustand zurückversetzt wird. Last but not least kann man dank einer Kontrastfunktion die Anzeige den individuellen Sehgewohnheiten anpassen.

Post scriptum

Die Kollegin unwahrscheinIich fragt in ihrer Thema-verfehlt-Begründung, weshalb der Wolkenkuckuck kein simples Adressbuch verwende. Nun, wenn man nicht gerade mit Geheimtinte schreibt, kann jeder die darin befindlichen Kontakte lesen, der auf wie auch immer gearteten Wegen an seine Siebensachen kommt. Dank der Geheimfunktion seines seit 1999 (er kann es nicht oft genug wiederholen) geschätzten Organizers sind all seine Einträge passwortgeschützt. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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Post_scriptum

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06.07.2012 10:42

aber ein normales adressbuch hat gegenüber meinem lediglich den vorteil, dass es keiner batterien bedarf; ansonsten hat es keine weitere funktion, man braucht immer einen stift, und der platz ist beschränkt; von den 64 KB sind übrigens noch 61 frei

unwahrscheinIich

unwahrscheinIich

05.07.2012 21:35

Adressbücher finde ich auch ohne Geheimtinte gut. Bücher interessieren keine schurkigen Diebe. Erst kürzlich durfte ich ein total pfiffiges Passwort herausfinden. Das war so einfach, da wäre ich nie drauf gekommen. Und nein, meins ist nicht unwahrscheinIich... ;D

hps_48

hps_48

17.06.2012 00:45

Schöne "Alte Zeit"! Trotz Protest meiner Umwelt weigere ich mich stur, mein Telefon mit mir zur Toilette zu bemühen. Dort habe ich keine Hand frei und es könnte zu Verwechslungen kommen. Doch was kämpfen wir gegen Windmühlen, wenn heutzutage die Babys mit Handy zur Welt kommen? Hoch lebe es, das Funkloch!

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