Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
ein echter Cocktail - Klassiker |
| Kontra: |
teuer |
Mein heutiger Bericht befasst sich mit einem echten Klassiker der Bargetränke und einem meiner Lieblingsdrinks: dem Champagner-Cocktail in seiner traditionellen Variante.
+++++++ INHALT +++++++
1. Die Basis
2. Die Besonderheit
3. Die Rezeptur
4. Die Zubereitung
5. Die Variation
6. Die Dosis
7. Die Wirkung
8. Die Bewertung
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1. Die Basis
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... des Champagner-Cocktails ist - wie könnte es anders sein - Champagner, der zu Recht auch als „König der Schaumweine“ bezeichnet wird. Welchen Champagner man für den Cocktail auswählt, bleibt jedem selbst überlassen; ich halte es für eine gute Wahl, wenn man seinen ganz persönlichen Lieblingschampagner verwendet, sofern man einen solchen hat. Ansonsten sind im Handel derart viele Champagnermarken erhältlich, dass ich hier keine allgemein gültige Empfehlung aussprechen möchte. Ich verwende in jedem Fall Champagner brut, da ich nur sehr trockenen Champagner mag.
Wem das Edelgetränk Champagner schlicht und einfach zu teuer ist, dem rate ich, auf einen guten Sekt auszuweichen. Die Betonung liegt in diesem Fall allerdings auf „gut“; den Billigsekt für 2,99 Euro halte ich für weniger geeignet, da ein Champagner-Cocktail naturgemäß nur so gut wie das verwendete Basismaterial sein kann. Und wenn der Sekt nichts taugt, kann auch der Cocktail nicht besonders lecker ausfallen! Für sehr geeignet halte ich den französischen Sekt „Brut dargent“ (wen es interessiert: darüber habe ich einen eigenen Testbericht geschrieben), der bei „Tengelmann“ erhältlich ist und mit einem Preis von 5,49 Euro den Geldbeutel nicht all zu sehr strapaziert.
Besonders preiswert – hier komme ich zum meiner Meinung nach einzigen Nachteil des Edel-Getränks - ist ein Champagner-Cocktails nicht. In einer guten Großstadtbar, egal ob in Berlin, Düsseldorf oder München, zahlt man für den Cocktail-Klassiker in der Regel zwischen 7 und 8 Euro. Wenn es nicht eine „Happy Hour“ gibt, wo er mit einigem Glück zu einem wesentlich günstigeren Preis zu haben ist! Wenn man selbst mixt, wird es zwar etwas preiswerter, allerdings ist ein halbwegs guter Markenchampagner kaum unter 25 Euro zu haben. So oder so – teuer ist der Champagner-Cocktail allemal!
2. Die Besonderheit
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... des Champagner-Cocktails liegt meines Erachtens in der Verwendung von „Angostura Bitter“, der in keiner guten (Haus-)Bar fehlen darf. Da diese Barzutat vielen unbekannt sein dürfte, hier einige Erläuterungen:
Bei „Angostura Bitter“ handelt es sich, wie der Name schon andeutet, um einen flüssigen Bitterstoff, der laut geschichtlicher Überlieferung zu Beginn des 19. Jahrhunderts von einem Heidelberger Militärarzt namens Dr. Siegert „erfunden“ wurde. Dieser bereiste als Chirurg und Lazarettleiter u.a. Südamerika, wo er auf eigene Faust damit begann, ein wirksames Mittel gegen die dort häufig auftretenden tropischen Fieberkrankheiten zusammen zu mixen. Zu diesem Zweck extrahierte er die Säfte aus den Rinden verschiedener exotischer Sträucher und Bäume, u.a. denen des Angostura-Baumes. Diesen Mixturen fügte er Chinarinde (dieses wirkt fieberlindernd), Ingwer, Zimt, Kardamon, Nelken, Bitterpomeranzenschale, Macis und Sandelholz hinzu und damit war der „Angostura-Bitter“ geboren.
Ob es dem erfinderischen Arzt mit diesem Mittel wirklich gelang, tropische Fiebererkrankungen zu heilen, ist mir nicht bekannt. Ich nehme es fast an, da sein Name sowie seine Medizin sonst wohl kaum in die Geschichte eingegangen wäre. Jedenfalls spielt der Bitterstoff bei der Zubereitung von Champagner-Cocktail und einigen anderen Mixgetränken eine nicht unwesentliche Rolle, da er diesen eine ganz spezifische Geschmacksnuance verleiht. Und ganz bestimmt hätte sich der gute Doktor niemals träumen lassen, dass seine Dschungel-Medizin als unverzichtbare Mixzutat einmal in allen internationalen Bars zu finden sein würde!
Der stark alkoholhaltige „Angostura Bitter“ ist im Handel schwer zu bekommen und darüber hinaus nicht ganz billig (an den genauen Preis erinnere ich mich nicht); in jedem Fall ist er in den Weinabteilungen bei „Karstadt“ und „Kaufhof“ erhältlich.
Ich rate dringend davon ab, ihn pur zu trinken – dafür schmeckt er einfach viel zu bitter.
3. Die Rezeptur
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... des Champagner-Cocktails ist denkbar einfach und bereitet auch mixtechnischen Anfängern in der Regel keine Probleme, da dieses Rezept nicht im klassischen Sinn im shaker gemixt wird. Man nehme:
- 1 Stück Würfelzucker,
- ein paar Tropfen Angostura-Bitter,
- Champagner und
- 1 Stück Zitronenschale.
Nicht fehlen darf ein schönes, möglichst schlankes Sektglas. Besonders gut macht sich ein Kristallglas, das nicht zu leicht ist und gut in der Hand liegt. Nach meiner Erfahrung reicht eine Flasche Champagner (Sekt) für die Herstellung von ca. 5 bis 7 Champagner-Cocktails aus. Ausschlaggebend ist natürlich immer die Größe des verwendeten Glases.
4. Die Zubereitung
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... ist ebenfalls sehr einfach: Man gibt den Würfelzucker in das Sektglas und tränkt ihn mit „Angostura Bitter“. Ich nehme dafür normalerweise 3 bis 5 Tropfen; wer eine Vorliebe für Bitteres hat, kann natürlich auch mehr verwenden. Dann füllt man das Ganze mit sehr gut gekühltem ( ! ) Champagner (wahlweise Sekt) auf und spritzt es mit einem Stückchen Zitronenschale ab (damit ist das Knicken und Ausdrücken der Schale über dem Sektglas gemeint), wobei hoch aromatische ätherische Öle frei gesetzt werden, die dem Cocktail zusätzlich ein besonderes Aroma verleihen.
Meine Geschmacksbewertung fällt sehr gut aus: Besonders interessant an diesem Cocktail finde ich das geschmackliche Zusammenspiel des trockenen Champagners mit der Süße des Zuckers und der herben Bitterkeit des „Angostura-Bitter“. Der Cocktail schmeckt einfach raffiniert und ist dabei, was die Zubereitung anbelangt, raffiniert einfach. Eine gute Kombination, wie ich finde!
5. Die Variation
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... des Champagner-Cocktails habe ich vor längerer Zeit in einer Bar serviert bekommen und da sie mehr sehr gut gefallen hat, möchte ich sie an dieser Stelle an alle interessierte Leser/innen weiter geben.
Man verwendet in diesem Fall – wichtig – eine Sektschale, füllt diese mit sehr gut gekühltem Champagner auf und legt vorsichtig eine frisch aufgeschnittene Orangenscheibe (möglichst unbehandelt) darauf. Auf die schwimmende Orangenscheibe gibt man ein Stück Würfelzucker und tränkt dieses wie gehabt mit „Angostura-Bitter“.
Der Vorteil dieser Methode: Der Cocktail sieht mit der schwimmenden Orangenscheibe nicht nur hübsch aus, sondern der Würfelzucker zerfällt auf diese Weise ganz langsam und gibt die Bitterstoffe nur allmählich ab.
6. Die Dosis
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... an Champagner-Cocktail, die jede/r verträgt, ist individuell sehr unterschiedlich. Ich selbst würde mich als Genusstrinker bezeichnen und bestelle daher selbst in der günstigen „Happy hour“ höchstens zwei Champagner-Cocktails an einem Abend. Für mich ist das genau das richtige Maß, zumal Frauen generell weniger Alkohol als Männer vertragen (bei diesem Edelgetränk möchte ich fast sagen: leider).
Da Champagner-Cocktail zudem ein viel zu edles Getränk ist, um es wie Wodka einfach hinunter zu kippen, nippe ich normalerweise nur daran und habe auf diese Weise lange etwas von dem wunderbaren Geschmack.
7. Die Wirkung
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... setzt, zumindest bei mir, schon nach ein paar Schlückchen ein. Der hervorragende Geschmack und der prickelnde Anblick im Glas lassen mich in kürzester Zeit den Alltagsstress vergessen, ich schalte ab und genieße einfach meinen Cocktail. Perfekt wird es, wenn im Hintergrund entspannte Barmusik zu hören ist und ich eine geistreiche Begleitung habe, die Champagner-Cocktail ebenso zu schätzen weiß wie ich. In solchen Augenblicken bin ich ganz eins mit mir, meiner Umwelt und dem Leben als solchem. Wahrhaft unschätzbare Momente!
Der Champagner-Cocktail ist für mich, wenn ich es auf einen Nenner bringen möchte, der Gute-Laune-Macher schlechthin! Und wer nach einem Gläschen des edlen Getränks immer noch schlecht gelaunt ist, dem ist meines Erachtens sowieso nicht mehr zu helfen.
An Champagner-Cocktail mag ich darüber hinaus besonders, dass man zwar angenehm beschwipst, aber niemals betrunken davon wird, sofern man eine gewisse Menge an Drinks nicht überschreitet. Deshalb ist das Champagner-Getränk, das mit einer vergleichsweise geringen Menge Alkohol auskommt, meiner Meinung nach auch eher ein Cocktail für Ladies. Vielleicht liegt es unter anderem auch daran, dass ein schönes Champagner-Glas in einer schmalen Frauenhand einfach elegant aussieht?
8. Die Bewertung
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... des Cocktails kann nach meinen bisherigen Ausführungen natürlich nur sehr gut ausfallen: Ich halte Champagner-Cocktail zu Recht für einen Bar-Klassiker, den ich immer wieder gern bestelle. Er bietet nicht nur ein reizvolles Geschmackserlebnis, sondern sieht darüber hinaus im Glas und in der Hand gut aus, enthält nicht zu viel Alkohol und hat eine sehr entspannende Wirkung. Ich kann diesen Gute-Laune-Cocktail daher uneingeschränkt empfehlen! ©Dr.Claudia30/1/2004ciao.com
| weitere Erfahrungsberichte |
Ein Hauch Venedig im Glas!
Bewertung für Champagner Cocktail (Cocktail) von
michael_petruck
Pro: Fruchtig frisch, nicht zu süß!
Kontra: Schmeckt viel zu gut!
Liebe Freunde guten Geschmacks!
Für die meisten von euch - und natürlich auch für mich- beginnt nun wieder die schönste aller Jahreszeiten: der Sommer.
Es ist warm, man ist kurz und luftig gekleidet, Sonne pur, gute Laune, Flirts, Partys, Urlaub, St ...
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sehr hilfreich
15.05.2002
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edel und fein
Bewertung für Champagner Cocktail (Cocktail) von
tigerchris
Pro: edle Erfrischung für die Seele
Kontra: beim Genuß verfließt die Zeit (ist das wirklich schlimm???)
Hallo Cocktailfreunde,
hier wieder ein Rezept von mir, diesmal ein feines, edles Getränk zu diversen, etwas gehobeneren Anlässen, aber auch, wenn er Euch denn schmeckt, einfach mal so für zwischendurch um etwas Balsam auf die Seele zu träufeln (getreu ...
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sehr hilfreich
29.07.2001
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wohl eher für Frauen
Bewertung für Champagner Cocktail (Cocktail) von
Goldfischmen
Pro: super im Geschmack, nicht langweilig, einfach herzustellen
Kontra: süßlich!?
Champagner ist schon ein Genuss für sich, aber kann man daraus auch etwas weniger langweiliges machen? Was gibt es nicht heutzutage alles... Guiness-Cocktail, Sangria(Cocktail) und heute will ich über Champagner-Cocktails schreiben. Es gibt eine Vielzahl ...
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sehr hilfreich
08.10.2001
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Was prickelt da so schön in meinem Bauchnabel?
Bewertung für Champagner Cocktail (Cocktail) von
Jassy83
Pro: Erfrischend, prikelnd und das richtige für den Sommer!
Kontra: Man muss auf die nächsten Erdbeeren warten!
Da ja leider wie die Erdbeersaison der Sommer fast gelaufen ist, möchte ich euch noch eine kleine Anregung für nächstes Jahr geben, und ich hoffe , dass ihr es vielleicht mal ausporbiert.
Es ist wieder kompliziert noch eine lanwierige Geschichte , bis ma ...
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sehr hilfreich
23.08.2001
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Kartoffeln un Champagner
Bewertung für Champagner Cocktail (Cocktail) von
jwoebking
Pro: guuuuuut
Kontra: passt vielleicht nicht zu Kartoffeln :-)
Ja passt denn das zusammen ?
warum nicht?
Zu meiner eben erwähnten Kartoffelpizza, passt auch Champagner.
Oder veilleicht doch nicht?
Also mit schmeckts
Zutaten:
2 cl Curacao orange
Champagner
10 cm Orangenschale
Zubereitung:
Curacao ...
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sehr hilfreich
24.12.2000
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