Chanel Le Vernis (Nagellack)

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Chanel Le Vernis (Nagellack)

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Mehr Flop als Top

3 8. Okt 2009

Pro:
integrierter Nagelhärter

Kontra:
splittert, hält nicht lang, lässt sich schlecht auftragen, wirkt streifig, mehrere Schichten nötig

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Kaufanreiz:

Ergiebigkeit:

Haltbarkeit:

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pinkdawn

Über sich: Ich danke allen, die meinen Hotelbericht so toll bewertet haben und freue mich über meinen dritten D...

Mitglied seit:26.05.2008

Erfahrungsberichte:151

Vertrauende:76

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 90 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Wie wahrscheinlich die meisten Frauen habe ich immer viel Freude an edlen Kosmetik-Markenprodukten. Daher war ich auch sehr erfreut, als mir mein Freund neulich einen Chanel Nagellack geschenkt hat, den er für mich ausgesucht hat.

Es handelt sich um „Le Vernis – Nail Colour“, so die Aufschrift auf dem Fläschchen und hört auf den Namen „Intermezzo“ bzw. trägt die Nummer 501.

Der Lack sieht in der Glasflasche sehr hell aus, fast weiß – allerdings mit einem irisierenden Schimmer. Mir gefiel die Farbe gut. Besonders von den leicht rosa leuchtenden winzigen irisierenden Partikeln versprach ich mir eine tolle Wirkung, obwohl dieser Effekt nicht neu und fast schon aus der Mode ist. Ich habe jedenfalls schon einige Nagellacke verwendet, die diesen irisierenden Effekt hatten. Es ist ein perlmuttartiger dezent glitzernder Glanz, der von winzigen rosa-goldenen Partikeln erzeugt wird.

Der Lack ist – wie gesagt – dezent und kann von der Farbe her zu vielen Gelegenheiten getragen werden. Er passt zur eleganten Abendgarderobe genauso wie zu Jeans oder Businessdress und Strand.

Der Lack wirkt viel versprechend und hat viele positive Zusatzfunktionen

Besonders gefiel mir auch, dass der Lack als lang haftend, splitterfest und nagelhärtend beschrieben wird. Seine angeblich neuartige Formel soll sogar die Nägel mit Feuchtigkeit versorgen. Die einzigartige, patentierte, reusenartige Flasche verhindert ein Verschütten oder versehentliches Auschütten des Lackes, wenn das Fläschchen einmal umfallen sollte. Weiters wird versprochen, dass sich der Lack leicht auftragen lässt.

Der Lack befindet sich in einer schwarz glänzenden kleinen Schachtel, auf der auch die Inhaltsstoffe genau angegeben sind (siehe Foto). Die Flasche selbst wirkt elegant, klassisch und stilvoll. Sie hat ein zeitloses Design, das sehr geschmackvoll ist. Vom Aussehen her ist dieses Kosmetikprodukt also ausgesprochen edel.

Im Praxistest lässt sich der Lack schlecht auftragen

Leider hält der gute Eindruck dieses Markenprodukts nicht, wenn „frau“ sich daran macht, macht, den Lack seiner Verwendung zuzuführen. Das Auftragen geht nämlich leider nicht ohne Probleme vor sich. Ich muss sogar gestehen, ich habe selten einen Nagellack besessen, der sich so schlecht auftragen ließ wie dieser. Da hätte ich mir von der Qualität dieser bekannten Luxusmarke schon etwas Besseres erwartet.

Vor dem Auftragen habe ich zunächst die Flasche gut geschüttelt. Auf dem Boden des Lacks befinden sich wie üblich einige kleine Kugeln, die zum besseren Mischen beitragen.

Die Konsistenz des Lacks wirkt angenehm. Der Lack ist nicht zu dick und nicht zu dünn. Ich trag eine Schicht auf, die sich jedoch als viel zu wenig deckend erweist. Durch eine zweite Schicht hoffe ich, die streifige Lackierung zu verbessern. Schließlich appliziere ich drei bis vier Schichten auf die Nägel, um den zarten, hellen Farbton etwas intensiver erscheinen zu lassen. Das Ergebnis ist trotzdem enttäuschend. Obwohl ich die einzelnen Schichten gut trocknen habe lassen, bevor ich weiterlackiere, bleibt die hässliche Streifigkeit erhalten.

Die Enttäuschung überwiegt

Ich muss also leider sagen, dass ich von diesem Lack ziemlich enttäuscht bin. Ich habe ihn inzwischen dreimal verwendet und das Ergebnis war immer gleich schlecht. An sich habe ich viel Übung im Nägellackieren und bin keineswegs ungeschickt. Aber ich glaube, selbst ein Meister hätte Schwierigkeiten, diesen Lack streifen- und Fehlstellen frei aufzutragen. Dabei kann „frau“ wirklich das Fluchen lernen.

Ich habe mir schon mehr von dieser Qualität versprochen. Immerhin hat mein Freund 17 Euro im Duty-free-Shop von Monastir bezahlt – das ist ja nicht gerade wenig für einen Nagellack.
Ich verwende den Nagellack inzwischen seit 2 Wochen und habe ihn in dieser Zeit dreimal frisch aufgetragen – auch auf den Fußnägeln, auf denen er natürlich länger und besser hält.

Meine Erfahrungen sind daher nicht die besten. Der Lack überzeugt mich leider in keiner Weise. Die Farbe sieht im Fläschchen auch besser aus als auf den Nägeln. Da wirkt sie ein wenig diffus – in einem stumpfen Hellbeige oder Elfenbeinton nuanciert und, selbst bei mehrmaligem Auftragen, unscheinbar. Und genau schauen darf man auch nicht, weil man dann die Streifen und andere Fehlstellen in der Lackierung sieht, ohne die wie erwähnt die beste Manikür-Spezialistin diesen Lack nicht auftragen kann.

Ich bin also ziemlich enttäuscht von Farbe und Qualität dieses Markenprodukts.

Positiv finde ich den integrierten Nagelhärter. Wenn man weiche Nägel hat wie ich, spart man sich damit das zusätzliche Auftragen eines Nagelhärters. Der integrierte Nagelhärter ist auch wirklich spürbar von der Wirkung her. Meine Nägel wirken fest und sind nicht mehr so brüchig. Ob sie auch, wie vom Hersteller versprochen, mit Feuchtigkeit versorgt werden und ob das überhaupt etwas bringt, kann ich nicht beurteilen.

Angenehm überrascht bin ich auch von der raschen Trockenzeit des Lacks, obwohl ich ja mehrere Schichten aufgetragen hab.

Trotzdem kann ich diesen Lack nicht empfehlen. Er lässt sich sehr schwer auftragen, wirkt streifig und auch die Splitterfestigkeit, die er angeblich haben soll, kann ich nicht bestätigen. Nach einem Tag habe ich schon kleine Absplitterungen bemerkt – darin unterscheidet er sich also nicht von billigeren Nagellacken. Die Haltbarkeit beträgt etwa drei Tage - am dritten Tag ist der Lack an vielen Stellen bereits abgesplittert und müsste erneuert werden.

Angeblich ist in diesem Lack eine Substanz enthalten, die ein Dickflüssig-Werden verhindert oder zumindest hinauszögert. Das kann ich aber nicht beurteilen, weil der Lack ja noch nicht so lang in meinem Besitz ist.

Der Geruch unterscheidet sich übrigens nicht von anderen Nagellacken – es ist der typische Nagellackgeruch, der zwar alles andere als angenehm ist, sich aber rasch verflüchtigt. Der Pinsel ist tadellos – dass sich der Lack so schlecht auftragen lässt, liegt offenbar einzig und alleine an seiner Beschaffenheit, vermutlich an dieser Farbe.

Die Chanel-Farben sollen übrigens der letzten Mode aus Paris entsprechen. Auch das kann ich aber nicht bestätigen. Denn wie bereits gesagt waren irisierende Lacke vor einigen Jahren der große Trend, als so gut wie alles von der Haarspange bis zum Modeschmuck in dem damals neuartigen irisierenden Glanz erstrahlte und die modebewussten Frauen am liebsten wie halbverwilderte Kind-Feen in viel Rüschen und Spitzen mit langen, auftoupierten Zottellocken herumliefen.

Inzwischen ist der Hype um den vormals omnipräsenten irisierenden Effekt verebbt – was nicht bedeuten soll, dass ein irisierender Lack nicht immer noch gut aussehen kann. Vor allem abends im künstlichen Licht oder zu verspielter Abendgarderobe wirkt er toll – vorausgesetzt natürlich, er lässt sich leicht und streifenlos lackieren.

Nachkaufen werde ich den Lack also sicher nicht – was nicht heißen soll, dass ich nicht einer anderen Farbe von Chanel bei Gelegenheit eine Chance geben würde.

Hersteller:

Chanel Paris, 92200 Neuilly sur Seine

Das Produkt wird in Frankreich hergestellt und ist nur in Geschäften erhältlich, die zum Verkauf von Chanel-Produkten autorisiert sind, wie auf der Packung vermerkt ist.

Inhalt: 13 ml bzw. 0.4 FL.OZ.

Infos im Web unter www.chanel.com

DMK 10/09
 
Bilder von Chanel Le Vernis (Nagellack)
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Das ist der Chanel Nagellack "Intermezzo".
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Kunstwut

Kunstwut

13.11.2009 10:56

Da lasse ich dann lieber die Finger davon! Lg Jasmin

Skybob

Skybob

16.10.2009 15:36

abermals schöne Fotos und ein weniger tolles Produkt - dennoch prima beschrieben - GLG Sven

eyesinfog

eyesinfog

12.10.2009 03:05

Jammerschade, dabei sieht er wirklich ganz hübsch aus

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