Durch Charttechnik eine Menge GELD sparen
17.10.2000
Pro:
Charttechnik wirkt, da viele Profis auf sie schwören
Kontra:
Zeitaufwand, der sollte es ihnen aber wert sein
Empfehlenswert:
Ja
 Cooljohnny
Über sich:
Mitglied seit:17.07.2000
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Vertrauende:32
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 48 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Auch wenn sie Anfänger sind, können sie sich zumindest in die grundsätzliche Charttechnik einarbeiten. Sie brauchen auch keine Software zu kaufen, im Internet steht ihnen alles zur Verfügung. Die besten Sites sind meiner Meinung nach www.dm-online.de ( für deutsche Titel ) und www.bigcharts.com ( für amerikanische Titel ). Ich bevorzuge diese beiden Sites, weil hier sehr viele Funktionen zur Verfügung stehen ( verschiedene Indikatoren, Zeitraumwahl,... ). Dies alles hilft dir sehr bei einer charttechnischen Analyse. Eine Aktienanalyse basiert auf grundsätzlich zwei Bestandteilen, zum einen die Fundamentalanalyse und zum anderen die Charttechnik. Es ist notwendig beide zu berücksichtigen und sich nicht ganz alleine auf eins der beiden zu stützen. Die Fundamentalanalyse beschreibt das "Fundament" des Unternehmens, ob das Unternehmen liquide ist oder ob andere Gesellschaften in der gleichen Branche höhere Renditen erzielen. Die Fundamentaldaten geben grundsätzlich den langfristigen Ton der Aktie an. Diese Daten können sich auch auf die Zukunft beziehen, hierfür werden professionelle Prognosen angestellt, um einen möglichst realistischen Wert zu erzielen. Positive oder auch negative Effekte können sich jetzt schnell aus der Veröffentlichung dieser Daten ergeben, wenn sie nicht mit den Prognosen übereinstimmen. Zur Zeit kann man dies in Amerika betrachten, da man sich dort gerade in der Earnings-Season befindet, das heißt viele Unternehmen veröffentlichen ihre Bilanzen, was an den Börsen zu volatilen ( stark ausgeprägt; stark schwankend ) Kurssprüngen führt.Jetzt jedoch zur Charttechnik, die eher einen spekulativen Charakter besitzt. Für kurzfristige Investoren oder auch für Optionsscheinbesitzer ist dieser Bestandteil auf Dauer unverzichtlich. Hier gibt es etliche Möglichkeiten einen Chart zu interpretieren. Die wichtigsten Methoden werde ich jetzt schildern. Als erstes sollte man wohl die Unterstützungs- oder Wiederstandslinie nennen. Diese Wiederstandslinien erhält man wenn man mehrere Tops ( Hochpunkte ) mit einer Geraden verbinden kann. Diese setzt man dann nach rechts fort und man erhält einen zukünftigen Wiederstand. Der Kurs der Aktie wird sich jetzt sehr schwer haben, diese Marke zu überwinden, da es aus psychologischer Sicht hier zu mehr Verkäufen kommt. Wenn jedoch diese Marke längerfristig gebrochen wird, dient es als starkes Kaufsignal. Es kann aber auch eine Bullenfalle ( viele Investoren kaufen aufgrund des Kaufsignals und treten damit in die Falle; Bulle: Zeichen für steigende Aktienkurse; Bär: Zeichen für fallende Aktienkurse ) sein, wenn der Kurs kurz nachher wieder unter diese Marke fällt. Dies lässt sich umgekehrt auch auf die Unterstützungslinie projizieren, die man aus der Verbindung der Lows ( Tiefpunkte ) erhält. Wenn beide Linien in einem Chart vorkommen kann es zu einem Trendkanal oder einer Dreiecksformation kommen, hierfür gelten die einzelnen Linien genauso. Auch ein wichtiger Bestandteil der Charttechnik ist die 200 Tage Linie, dies stellt den durchschnittlichen Wert der Aktie in den letzten 200 Tagen dar ( dasselbe gibt's auch mit 50 und 100 Tagen ). Wenn jetzt der Kurs der Aktie unter diese Linie fällt ist das äußerst negativ zu werten. Eine weitere Negativindikation ist, wenn diese Durchschnittslinie selbst nach unten dreht. Genauso gibt's natürlich auch die positiven Effekte wenn der Kurs durch diese Linie bricht, sie stellt also einen Wiederstand sowie eine Unterstützung dar, je nachdem wo sich der Aktienkurs befindet. Es gibt noch viele weitere charttechnischen Symbole die ich jetzt aber nicht mehr schildern werde. Sie können sich dazu die N-TV Telebörse jeden Freitag um 19.15 Uhr ansehen. Jetzt möchte ich aber noch einen Indikator vorstellen, nämlich die stochastik Indikator. Er dient dazu, dass man erfährt ob die Aktie ausverkauft oder vielleicht überkauft ist. Es gibt hier zwei verschiedene Indikatoren, die kurze Stochastik und die lange Stochastik. Dies bezieht sich auf die Zeiträume, der eine hat eher einen kurzfristigen Charakter der andere eher einen Langerfristigen. Wenn ein Titel stark ausverkauft ist, hat man sehr gute Chancen auf eine baldige Korrektur nach oben. Dies gilt auch umgekehrt für überkaufte Titel. Es gäbe jetzt noch eine Menge mehr Indikatoren, die ich aber jetzt noch nicht erklären werde. Ich werde es aber durchaus in Erwägung ziehen, wenn es genügend Anfragen diesbezüglich in meinem Kommentar gibt. Sie entscheiden also was sie lesen wollen.
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22.12.2000 10:28
Dein Angebot noch mehr Indikatoren vorzustellen in Ehren, aber deine Meinung würde ja dann so lange wie ein Buch werden, da es ja so verdammt viel Indikatoren gibt. Das große Buch der technischen Indikatoren von Müller/Nietzer hat über 600 Seiten. Ich vermute du kennst es.
11.12.2000 00:28
Auch wenn ich ein paar Dinge von deiner Meinung schon kenne, fand ich es toll zu lesen,über Stochastik könnte ich und andere bestimmt noch Infos brauchen.
08.12.2000 16:09
Ein wirklich sehr guter Bericht, in dem komplexe Sachverhalte einfach erklärt werden.