Hallo,
da ich gerade mitten in den Abiturvorbereitungen in meinen beiden Leistungskursfächern Mathe und Chemie stecke, habe ich mir gedacht, du könntest doch mal einen Erfahrungsbericht über dein Lieblingsfach Chemie machen.
Ich möchte mein teilweises Fachchinesisch an einigen Stellen ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von bikec über Chemie LK 23.02.2002
Produktbewertung des Autors:
Arbeitsaufwand:
durchschnittlich
Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:
schwer
Prüfungsanforderungen:
sehr hoch
Pro:
Spaß, interessant, meist kleine Kurse
Kontra:
Anforderungen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo,
da ich gerade mitten in den Abiturvorbereitungen in meinen beiden Leistungskursfächern Mathe und Chemie stecke, habe ich mir gedacht, du könntest doch mal einen Erfahrungsbericht über dein Lieblingsfach Chemie machen.
Ich möchte mein teilweises Fachchinesisch an einigen Stellen für die nicht im Fach Chemie so gebildeten Leser entschuldigen. Danke!
# Erfahrung:
Aber was soll einen bewegen ein Fach als Leistungskurs zu wählen, von dem die meisten Menschen behaupten, es sei ihr schlimmstes Fach gewesen. Für die einen ist war es oder ist es die Hölle und absolut langweilig, für die anderen wie mich ist es absolut faszinierend wie Sachen in der Natur oder im Alltag überhaupt funktionieren. Zum Beispiel lernt man, warum sich Fett nicht in Wasser löst und wie ein Bleisammler (besser bekannt auch unter dem Namen: Bleiakku) funktioniert oder warum Wasser bei 4°C die größte Dichte hat. Ihr seht also es gib zahlreiche Fragen worauf die Chemie eine Antwort hat.
Chemie ist nicht nur ein Fach, wo man stur etwas auswendig lernen muss, nein es kommt vielmehr auf den Spaß, das Interesse etwas Neues zu lernen und vor allem auf das Verständnis an. Aber man muss auch kein zweiter Le Chatelier oder Le Clanché sein. Ach richtig die kennt ihr ja noch gar nicht. Na ja vielleicht wird’s ja noch.
Aus meiner persönlichen Sicht ist der Chemie LK eine Abwechslung zu dem staubtrockenen Fach Deutsch, welches man ja leider immer noch als Grundkurs belegen muss, und leider auch nicht abwählen kann. Warum die Chemie nicht langweilig ist (zum größten Teil), na die Frage kann eigentlich jeder Schüler oder Ehemalige beantworten: Die Experimente – richtig!!! Schon mal ein tanzendes Gummibärchen gesehen? Nein, na dann wird’s doch höchste Eisenbahn!
Worauf kommt es, damit der Chemie Leistungskurs nicht zum Alptraum wird. Zum einem muss der Lehrer ein Teil dazu beitragen. Jener sollte locker sein, und Problem mit den Schülern diskutieren und sich auch Zeit nehmen, wenn der Kurs mal nicht so mitkommt. Ein Kurs von 10 bis maximal 15 Leuten ist natürlich optimal und bietet gute Voraussetzung für ein erfolgreiches Abitur. Der Hauptteil der Verantwortung lastet auf deinen eigenen Schultern. Im Vergleich zu anderen Fächern muss man in der Chemie viel verstehen und wenig auswendig lernen. Somit fallen die Hausaufgaben qualitativ anspruchsvoller und quantitativ geringer aus. Im Allgemeinen kann man sagen (von mir ausgehend): wer im Unterricht gut mitkommt (d.h. alles begreift), der hat zu Hause nichts zu tun! Zum Beispiel machen wir in unserem Kurs die meisten Hausaufgaben, in der Pause vor dem Unterricht zusammen. Das geht erstens schneller und jeder kapiert es. Aber bei aller Euphorie von meiner Seite für dieses Fach sollten wir nicht vergessen, dass dieser LK sehr hohe Anforderungen an sein Absolventen stellt und deshalb niemand der in Chemie immer geradeso mit geschwommen ist oder eine drei auf dem Zeugnis der dritten Klasse stehen hatte diesen Kurs besuchen sollte.
# was erwartet dich (auf Sachsen bezogen):
Das erste Stoffgebiet heißt Thermodynamik und ist am Anfang einwenig schwer, aber nach einiger Zeit, noch eins der einfacheren Stoffgebiete. Im Stoffgebiet der Thermodynamik werden zum Beispiel die chemischen Reaktionen behandelt: ob diese mit Energieabgabe oder ohne, freiwillig oder unfreiwillig reagieren … Dieses Stoffgebiet würde ich als durchschnittlich bewerten, denn es sind viel Theorie und vor allem Berechnungen dabei, und auch ein paar kleinere Experimente zur Veranschaulichung.
Das zweite Gebiet beschäftigt sich mit der Reaktionskinektik und ist eher langweilig. Es gibt nur Theorie und Berechnungen. Hauptthema sind die Beeinflussbarkeit chemischer Reaktionen und Gleichgewichtsreaktionen sowie Verschiebung von Gleichgewichten.
Im dritten Gebiet wird es noch theoretischer aber wieder praktischer, jedoch fand ich es sehr interessant. Die Rede ist vom Atombau. Jetzt werden bestimmt viele denken: Alles schon gehabt: Protonen, Elektronen, Neutronen und das war’s. Irrtum. hier gibt’s noch viel mehr. Hier werden die wahren Hintergründe chemischer Bindungen und der Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften von Molekülsubstanzen (zum Beispiel: Kohlenstoffdioxid, Wasser …) und Ionensubstanzen (meistens Salze). Warum zum Beispiel leitet ein Metall Wärme und ist elektrisch leitfähig und warum ein Salz im festen Zustand nicht, dafür aber im flüssigen Zustand.
Das vierte gebiet befasst sich mit den Komplexverbindungen. Leider ist es schwer zu erklären, was Komplexe darstellen. Ich nenne zwei Beispiel in der Hoffnung, dass ihr damit was anfangen könnt: Hämoglobin und Chlorophyll. Ein Vorteil dieses Stoffgebietes ist, wann braucht nicht viel lernen, da es sehr wenig Theorie gibt, dafür aber praktische Anwendungen, wie zum Beispiel der Photographische Prozess, d.h. wie ein Schwarz-Weißbild entsteht.
Das fünfte Stoffgebiet beinhaltet alles über Säuren und Basen. Kurz: Säure-Base-Gleichgewichte. Hier geht es um Bestimmung von Säuregraden, pH-Wert-Berechnungen und um Pufferlösungen. Jetzt kommt bestimmt die Frage auf: Was sind Puffer? Eine Antwort: Blut ist ein Puffer, d.h. es kann Säuren und Basen puffern, und somit seinen ph-Wert in bestimmten Grenzen konstant halten. Dieses Stoff Gebiet ist für die Mathematiker und Logiker besonders geeignet, denn es gibt so gut wie keine Theorie, sondern fast ausschließlich Berechnungen.
Nun zum sechsten Teil unser Reihe. Mein Lieblingsgebiet. Die Elektrochemie.. Viele aus meinem Kurs mögen sie nicht, weil sie so physikalisch ist und viele diese Fach abgewählt haben. Stimmt! Aber gerade deswegen ist es so interessant. Es ist absolut Praxis bezogen und beinhalt fast null Berechnung, für die Jene die Berechnungen verfluchen. Hier werden Fragen über die Herstellung von Stoffen wie Chlor, Zink, Kupfer … beantwortet. Zusätzlich bieten sich in diesem Stoffgebiet praktische Schülerexperimente an. Wie zum Beispiel ein Le Clanché Element, was so viel ist, wie eine primitive Batterie. Mein Lieblingsthemenbereich ist die Elektrolyse. Was das ist, könnt ihr in eurem Lexikon nachschlagen, weil dies alles zu erklären schon ein wenig länger dauern würde.
In Stoffgebiet Nummer sieben geht es dann endlich in die Organik. Hier gibt’s eine große Wiederholung der vorherigen Klassenstufen. Neu dabei sind die qualitative und quantitative Elementaranalyse. Sehr praktisch in zweierlei Hinsicht.
Stoffgebiet acht ist das schwerste von allen und pure Theorie. Hier geht es um die Reaktionsmechanismen. Ein wenig Fachdeutsch: Nukleophile Substitution, Derivate des Kohlenstoffs, + I-Effekt, Mesomerie.
Mein zurzeit letztes Gebiet befasst sich mit den Kunststoffen, und die kennt ja jeder selbst.
Das soll es auch schon mit meinem kleinen bescheidenen Ausflug in die Chemie der Klasse 11 und 12 der Plauener Gymnasiums in Dresden gewesen sein. Viel Spaß noch beim experimentieren und ich hoffe ich habe euch Lust auf Chemie gemacht.
Pro: Experimente, Exkursionen, etc Kontra: man muss schon was lernen, leider
...Wer weiß wie man TNT herstellt? Im Prinzip ganz einfach. Man nimmt konzentrierte Schwefelsäure schüttet die mit konzentrierter Salpetersäure zusammen und anschließend ... na ja, ich will hier jetzt keine Anleitung schreiben, aber jemand der Chemie LK nimm ...
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Pro: es knallt und stinkt *gg* Kontra: nix für unbegabte
...Hallo liebe Leser/innen
Schon seit der siebenten Klasse wusste ich, dass ich als Leistungskurs Chemie wählen wollte.
Deswegen haben ich auch in der elften denn Profilkurs belegt, der ja schließlich auf den Leistungskurs (LK) vorbereiten soll.
Ungef ...
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Pro: super interessant; tolles Lernklima Kontra: viel Lernerei - aber wo gibt es die nicht!
Tjaja der Chemie LK für manche wäre dies sicherlich ein Graus, doch
es war meine Traumwahl! Und ich hab es auch nachher nicht bereut! Ich
war auch froh, dass er an unserer recht kleinen Schule zustande kam,
doch aufgrund unseres guten Chemielehrers war ...
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Pro: sehr Realitätsnahe, abwechslungsreich, nicht sehr lernintensiv Kontra: Gewisses "naturwissenschaftliches Verständnis" nötig, nicht jedermanns Sache
Als ich in der 11. Klasse vor der Wahl stand, welche Leistungsfächer ich nehmen sollte, schwankte ich noch. Zur Auswahl stand Mathe, Englisch, Deutsch, Physik und Chemie. Wieso nur so wenig? Ich bin auf einem technischen Gymnasium in Baden-Württemberg. Ic ...
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Pro: interessant,abwechslungsreich,nicht nur auswendig lernen Kontra: Hohes Anforderungniveau, man muss ständig am Ball bleiben
...Als ich mich Mitte der zehnten Klasse entscheiden musste,welchen Kurs ich denn nun wählen sollte, kam für mich eigentlich nur Chemie in Frage. Aber natürlich ist auch bei mir nicht immer alles Friede ,Freude, Eierkuchen. Die ganzen Massenwirkungsgesetzre ...
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Pro: Chemie und Mathe sind nützlich für den Bio LK Kontra: ----------
...Chemie zusätzlich als LK oder GK zum Bio LK kann grundsätzlich als nützlich angesehen werden. Fast alle Themenbereiche, die abiturrelevant sind, stammen aus der Molekularbiologie. Als Beispiel können Stoffwechselphysiologie, Genetik und Neurophysiologie genannt werden. Die Stoffwechselphysiologie beschäftigt sich mit den Stoffwechsel-Vorgängen verschiedener Lebewesen; Zellatmung und Photosynthese sind wichtige Schwerpunkte. Für ein besseres Verständnis der chemischen Vorgänge die z.B. bei der ATP-Gewinnung ablaufen, sind rudimentäre Chemiekenntnisse von Nutzen. So sind dann die stattfindenden chemischen Reaktionen besser nachzuvollziehen und zu merken. Der Lehrer erklärt natürlich wie und warum welcher Schritt bei der ATP-Gewinnung abläuft; jedoch kann er nicht auf chemische Einzelheiten bzw. Feinheiten eingehen, so dass vielleicht bei...
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Pro: interessantes Fach Kontra: aber auch wenn man nur zuhören darf und es nicht lernen muß
...Der-Bio LK ist kein Zuckerschlecken! Wer meint er habe nicht besseres gefunden, dass er wählen konnte und aus diesem Grund Biologie wählt, dann hat er sich schon mal grundsätzlich verwählt!
Es ist nicht mehr das "Biologie" das wir aus der Unterstufe kennen, wo es z.B. darum ging, alle möglichen Tierchen aufzuschreiben, die in dem Naturfilm vorkamen, den wir letzte Stunde hochinteressiert uns angeschaut haben.
Der ganze Biologieunterricht seit der fünften Klasse ist mit der Zeit eine Steigerung oder besser gesagt eine "Mikroskopierung". Wenn man in der fünften Klasse den Unterschied zwischen Säugetier, Vögel und Fischen zu lernen hatte, muß man sich im Bio-LK mit organischer Chemie und Genen, wie der Aminosäure befassen und den chemischen Aufbau bis auf das kleinste Atom kennen.
Sicher, Biologie ist interessant, aber es wird...
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Pro: nicht sehr schwer, nicht viel zu tun, interessant Kontra: Zukunftschancen
...Der Chemie GK eignet sich für Leute, die für das Fach ein gewisses
Interesse zeigen, jedoch komplexe Reaktionsprozesse und Vorgänge eher
meiden möchten. Hier werden nur die dringlichsten Grundlagen vermittelt, mit denen ich mich an ein Studium des Faches Chemie eher nicht trauen würde, da empfehle ich schon den Chemie LK, der nicht so viel schwerer als der GK ist.
Hausaufgaben gibt es nicht sehr viele, meistens irgendetwas im Buch lesen,
Aufgaben lösen eher seltener. In der Regel wird im GK nicht so viel
experimentiert wie im LK, was aber natürlich auch vom Lehrer abhängt.
Meine Meinung: Wer sich wirklich für das Fach interessiert, sollte
doch lieber zum LK greifen, mit dem man für die Zukunft gerüstet ist und
der wie gesagt nicht sonderlich schwerer ist, nur hintergründiger....
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