Chichén Itza

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Erfahrungsbericht über "Chichén Itza"

veröffentlicht 18.12.2016 | Simo1301
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Sparziel: Zwei Wochen Indien mit Mutti zu Ihrem 60. Geburtstag. Wer mit einer Leserunde helfen mag, gerne übers PGB.
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Pro viel Kultur und viel geschichtlicher Hintergrund, tolles Ausflugziel
Kontra recht teuer als Ausflug
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Ausflug zu einem der sieben Weltwunder - Ausflug zu den Mayas"

Liebe Leserinnen und Leser,
Liebe Community,

heute nehme ich mir wieder ein wenig Zeit, um Euch über meine Reise nach Mexiko und somit auch dem Besuch in Chichén Itzá zu berichten.

Allgemeines

Chichén Itzá ist zu finden auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán und ist eine Ruinenstätte aus der späten Zeit der Mayas. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert wurden die Pyramide und auch der Rest erbaut und zählt mit rund 1.550 Hektar zu den flächenmäßig größten Funden in Mexiko. Seit dem Jahr 1988 zählt Chichén Itzá zum UNESCO Weltkulturerbe.

Anreise

Die generelle Anreise nach Mexiko ist von Deutschland - genau genommen von Düsseldorf - mit dem Flugzeug erfolgt. AirBerlin hat in 2013 günstige Flüge von Düsseldorf nach Cancún angeboten und so bin ich im Sommer 2013 nach Mexiko gekommen. Die Reise im Flugzeit dauert ca. 12 Stunden und der Flughafen von Cancún ist recht zentral gelegen, sodass es von dort aus in etwa 30 Minuten dauerte, bis ich in meiner Unterkunft angekommen war.

Da ich eine Woche in Mexiko verweilte, habe ich mir vorgenommen, ein wenig zu relaxen, aber eben auch ein paar Ausflüge zu unternehmen und mir in der Umgebung etwas anzuschauen. In meiner Unterkunft gab es verschiedene Angebote, allerdings alle relativ hochpreisig, was mich zunächst etwas irritiert hatte. Folglich machte ich mich auf den Weg, am Strand entlang bzw. mit dem Bus ein wenig die unmittelbare Gegend erkunden und traf an einem kleinen Marktplatz eine Dame, die mir verschiedene Ausflüge angeboten und dargestellt hat. Da ich nicht all zu viel Zeit mit dem Überlegen vergeuden wollte, habe ich dann von ihr den Tagesausflug nach Chichén Itzá gekauft und 30 US Dollar angezahlt von einem Gesamtpreis 99 US Dollar, hier sollten alle Eintrittspreise inbegriffen sein. In meiner Unterkunft hätte ich 179 USD bezahlen sollen.

Am anderen Tag wollte ich mit einem kleinen Reisebus abgeholt werden und dann nach Chichén Itzá fahren.

Warum Chichén Itzá?

Das kann ich gar nicht genau sagen. Großes Glück gehabt, würde ich behaupten, denn mir sagte vorher Chichén Itzá rein gar nichts. Also mir auch auch überhaupt nicht klar, dass es zu den sieben Weltwundern gehört. Ich habe schlicht und ergreifend zwischen den angebotenen Ausflügen völlig unwissend das ausgesucht, was mich am ehesten interessiert hat. Normalerweise lese ich nämlich nie Reiseführer oder so etwas im Vorhinein, sondern lasse mich immer überraschen und mag es im Urlaub spontan, mich vom Bauchgefühl leiten zu lassen, ohne vorher alles zu wissen und zu planen. Ich bin in diesem Punkt ein wenig abenteuerlustig und habe so bisher wirklich immer fantastische Entscheidungen getroffen.

Buchung des Ausflugs - Komplikationen und Empfehlungen

Wie oben erwähnt, hatte ich den Ausflug bei einer Straßenverkäuferin gebucht und 30 USD angezahlt. Am anderen Morgen sollte ich dann den Rest bezahlen können.

Abgeholt worden bin ich pünktlich und wie besprochen, auch mit einem kleinen Bus, wie die Dame es mir am Vortag zugesagt hatte. Dann fuhr uns dieser Minivan zu einer relativ großen Busstation, wo wir dann aussteigen und in einer Art Shopping Mall unser Ticket holen sollten. Ich also mit der Quittung der Anzahlung am Schalter angestellt dann den Rest bezahlt. Nun hatte die Dame am Vortag auf dem Anzahlungsbeleg die 69 verbleibenden US Dollar, die ich noch zahlen musste bereits in mexikanische Pesos umgerechnet. Ich weiß nicht warum, aber die Menschen am Schalten haben - was mir allerdings erst abends bei der Rückkunft aufgefallen war - diesen Wert, der schon in mexikanischen Pesos angegeben war, noch mal mit dem Wechselkurs für mexikanische Pesos multipliziert und mir irgendwas mit 5.000 Pesos von der Kreditkarte abgebucht.

Dann ging es jeweils zu den verschiedenen Bussen mit den unterschiedlichen Zielen. Meins war eben Chichén Itzá. Von wegen hoch moderner Bus. Der Bus sah aus, als wäre er locker 30 Jahre alt und hatte seine besten Zeiten schon lange hinter sich, aber als Tourist ist es einem irgendwie eigentlich egal, denn man kennt, dass in anderen Ländern durchaus Dinge anders sind. Also ging es dann nach ungefähr 90 Minuten Abwicklung an dem großen Busterminal endlich los. Die Fahrt dauerte rund 2 Stunden und unterwegs machten wir halt bei einem - man nenne es, wie man wolle - wo man den Mayakalender erklärt bekam und ein paar Souveniers kaufen konnte. Der Guide sprach Englisch und hat uns ein paar Dinge, die typisch für die Mayazeit waren, sogar durch den Bus gereicht zum anschauen und begutachten und dazu eine Menge erklärt.

Kommen wir zurück zu meiner viel zu hohen Abbuchung, die mir erst - aber zum Glück überhaupt - abends im Hotel aufgefallen ist, als ich den Kreditkartenbeleg angeschaut habe. Da stand auf einmal was von 5.000 Pesos und ich dachte: Moment... 5.000 Pesos ist jede Menge Schotter... in etwa 280 Euro. Der Tag drauf war mein letzter Tag vor Ort, also musste ich irgendwie sehen, dass diese Vögel mir meine Kohle rückerstatten, denn ansonsten wäre es echt ein teurer Ausflug gewesen. Ich also die Nummer angerufen, die auf der Rechnung stand, um in meinem besten Spanisch zu erklären, was passiert war und dass man mir das Geld bitte zurück auf die Kreditkarte buchen solle. Schließlich kostet je mehr ausländische Währung man abgebucht bekommt, umso mehr auch Gebühr. Die Leute erklärten mir, man können nicht zurückbuchen auf die Kreditkarte, sondern ich müsse wenn kommen, um mein Geld in bar ausgezahlt zu bekommen. Na klasse, was soll ich mit 280 Euro in mexikanischen Pesos einen Tag vor Abreise? Aber gut, besser das, als komplett auf dem Schaden sitzen zu bleiben, also nahm ich die vielen mexikanischen Pesos an mich und versuchte sie dann vor Ort noch umzutauschen. Auch hier... habe ich in etwa 50 Euro Verlust gemacht bei Rückwärtswechsel und die Gebühr auf der Kreditkarte für den hohen Betrag blieb auch. Summa Summarum also ein prima Geschäft für alle beteiligten, außer mich.

Ich kann im Nachhinein nicht mit Gewissheit sagen, ob dieses Vorgehen nicht sogar Masche ist von dieser Straßenverkäuferin und ihren Kumpanen, jedenfalls hat mich so der Ausflug im schäbigeren Bus genau so viel gekostet, wie der Ausflug, wenn ich ihn direkt über meine Unterkunft gebucht hätte. Für mich also ein klares Fazit, nicht noch mal auf einen Straßenhändler herein zu fallen.

Der Ausflug

Nachdem wir dann nach etwa 3 Stunden nachdem wir morgens eingesammelt worden waren endlich los fuhren, brauchten wir bis ungefähr 11.30 Uhr, bis wir endlich in Chichén Itzá angekommen waren. Es war unglaublich heiß und die Ruinenstätte bietet leider kaum ein Plätzchen im Schatten. Wir machten uns also auf den Weg und ließen uns von unserem Guide erklären und berichten, was es zu erklären und berichten gab. Er machte einen geschichtlich ziemlich fitten Eindruck und konnte wirklich viele Details erklären und auch unsere Fragen gut beantworten. Auch sein Englisch war wirklich einwandfrei. Prima war, dass er immer versuchte, zumindest einen Platz ein wenig im Schatten zu finden, wo wir uns dann als Gruppe sammelten und seinen Ausführungen zuhören konnten.

Im Kopf geblieben sind mir ein paar Dinge, nämlich ein sehr eigenartiges Spiel, ähnlich wie Basketball, allerdings mit komischen Körben, die eher wie ein übergroßer Donut an der Wand hingen und wo der Ball nicht von oben nach unten durchfallen musste, wie eben beim Basketball, sondern von einer Seite zur anderen Seite. Neben dieser anderen Art des Korbes, war dieser zudem sehr hoch angebracht an den 8 m hochen Mauern rund um das Spielfeld. Der Ball durfte mit allen Körperteilen gespielt werden und aus gab es keins, sondern prallte von den Mauern einfach ab und es wurde einfach weiter gespielt.

Außerdem durften wir die Hauptpyramide, die Pyramide des Kukulcán nicht betreten, sondern von unten ein Phänomen kennen lernen. Es ist so, dass wenn man in die Hände klatscht, der Schall ganz komisch zurück kommt. Das ist also etwas, was jeder Guide mit seiner Gruppe macht, denn es ist außergewöhnlich. Übrigens ist die Pyramide des Kukulcán 30 m hoch und hat unten eine Seitenlänge von 55 m. Es gibt 9 Etagen und je nach Seite zwischen 91 und 93 Stufen wenn man die Pyramide denn hätte besteigen dürfen.

An der Hauptpyramide gibt es zwei Mal im Jahr, am 21. März und am 23. September ein Licht- und Schatten Spektakel und es sieht aus, als würde sich eine Schlange an den Treppen herunterwinden. Dieses Phänomen zieht besonders viele Touristen an.

Außerdem gab es noch einen Kriegertempel mit der Halle der 1000 Säulen, die wir uns ebenfalls genauer angeschaut haben. Wie zur damaligen Zeit üblich, waren die Steine der Bauwerke mit etlichen Schlangenköpfen, Reliefen und Hieroglyphen versehen. Insgesamt alles ziemlich gut erhalten, trotz der wirklich vielen Touristen, die Tag für Tag nach Chichén Itzá pilgern.

Rückweg

Auf dem Rückweg hielten wir noch - wie geplant - an einer nahe gelegenen Cenote, die ebenfalls typisch für Mexiko ist. Erstmal mussten wir uns allerdings an allen Souveniershops am Ausgang entziehen, ohne Geld für vollkommen überteuerten und unsinnigen Firlefanz auszugeben. Auch von einer Cenote hatte ich zuvor nie gehört, genau so wenig wie von Chichén Itzá. Man kann sie sich ähnlich einer Therme vorstellen. Ein Erdloch, wo warmes Wasser aus der natürlichen Quelle zu finden ist.

Was blöd aufgestoßen ist, war, dass der Fahrer auf dem Rückweg per Microfon im Bus durchgesagt hat, dass er vom Tip lebt und das sein einziger Verdienst sei. Kurzum er erwartete 20 USD Tip pro Person. Wir waren gut 60 Leute im Bus... man stelle sich also seinen Lohn vor. Wer mir so kommt, der bekommt halt das, was ich klein habe, auch wenn er seine Sache wirklich prima gemacht hat. Fakt ist, wir wissen alle, dass wir Tip geben, aber das soll doch bitte jeder selbst entscheiden.

Ungefähr um 20.30 Uhr waren wir dann wieder an der jeweiligen Unterkunft, denn wir wurden wieder erst zum großen Hauptterminal für die Busse gekarrt und dann wieder mit dem kleinen Van jeweils dahin, wo wir hin mussten.

Fazit

Der Ausflug und das Erlebnis Chichén Itzá war wirklich prima und hat mir gut gefallen, einen bleibenden Eindruck hinterlassen und jede Menge zu meiner Allgemeinbildung beigetragen. Irgendwie gehört das Drumherum zu meiner Abenteuerlust und ist mittlerweile einfach nur noch eine coole Story, wenn jemand nach meinen Urlaubserlebnissen fragt.

Ich kann den Ausflug - idealerweise direkt übers Hotel gebucht - empfehlen und jede Altersgruppe kann teilnehmen. Man sollte ausreichend Sonnencreme und evtl. eine Kopfbedeckung mitnehmen, manche waren sogar mit Regenschirm, umfunktioniert als Sonnenschirm, unterwegs.

Nun wie immer vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.

Liebe Grüße
Simo1301

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • DieJenny025 veröffentlicht 13.09.2017
    lg
  • heike79 veröffentlicht 28.02.2017
    sh
  • Leo56 veröffentlicht 16.02.2017
    Wieder einmal entführst du mich in eine Welt, die ich mir auch gern direkt vor Ort angeschaut hätte
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Produktbeschreibung des Herstellers

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Kontinent: Nordamerika

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