Zum Thema Christentum
30.05.2011 (01.06.2011)
Pro:
Macht Sinn
Kontra:
nervige Fanclubs
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Ja
 Couruna
Über sich:
Mitglied seit:30.05.2011
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Wollte hier mal ein stark umstrittenes Thema anschneiden, bzw. meine Meinung mit einfließen lassen. Mein Standpunkt ist allerdings etwas länger geworden, als beabsichtigt. Egal, ich bin gespannt, ob ihr bis zum Schluss durchhaltet. Zu aller Anfang: Nein, ich bin keine Fanatikerin und ich versuche euch nicht per Gehirnwäsche zum Konvertieren zu bewegen. Ich habe nie mehr von der Bibel gelesen, als die Stellen, die ihm Religionsunterricht angesprochen wurden und ich gehe noch nicht einmal regelmäßig in die Kirche, da diese und der Herrgott meiner Meinung nach zwei verschiedene paar Stiefel bilden, doch dazu später mehr. Mit meinem Bericht will ich nur etwas loswerden, was mir bei einer hitzigen Diskussion zwischen Fremden (unfreiwillig, natürlich) zu Ohren gekommen ist, doch da konnte ich mich nicht einfach einmischen. Zumindest nicht, ohne von denen massakriert zu werden. Nach noch einer kleinen Auseinandersetzung habe ich mich dafür entschieden, meine Ansicht dazu aufzuschreiben. Hier besteht zumindest die Chance, dass jemand drüber stolpert, der sich dafür interessiert. Ich bin jedesmal sowohl unangenehm als auch mitleidig berührt, wenn ich erklärte Atheisten höre, die stolz herumposaunen, dass sie so etwas wie Religion nicht nötig hätten (trotzdem aber Weihnachten und Ostern feiern) und keinen tieferen Zweck im Leben anzustreben scheinen, als einen Haufen Krempel zusammenzuraffen, der ohnehin nicht in ihr enges Grab passen wird. Fragt mal diese Leute, wie sie sich ein Leben nach dem Tod vorstellen. Da kommen überdurchschnittlich oft ein Schulterzucken und eine geschürzte Unterlippe. Sieht man da nicht mit Freude dem friedlichen Dahinscheiden entgegen? Ich hatte auch mal so eine Phase, in der ich mich von unserer modernen Wissenschaft mitreißen ließ. Allerdings muss ich hinzufügen, dass mir die Welt während dieser Zeit schrecklich eindimensional vorkam und ich lange eine brodelnde Unzufriedenheit mit mir herumtrug, die häufig in schlechter Laune und Melancholie implodierte. Natürlich gibt es auch jede Menge vernünftige Atheisten, die normal mit sich reden lassen, ohne dass sie einen mit Berichten von Schandtaten der Kirche bombardieren. Um die geht es mir hier nicht und die spreche ich auch nicht an. Trotzdem würde ich nicht mehr mit ihnen nicht tauschen wollen. Denkt was ihr wollt, aber ich glaube an einen Gott, bzw. an eine höhere Macht, die den ganzen Laden hier schmeißt. (Um dabei noch etwas klarzustellen, damit meine ich nicht, dass da eine riesige Hand aus den Wolken schießt, die die fliegende Pistolenkugel aufhält, ehe sie auftrifft. Einen "Rächer der Unterdrückten", sozusagen. Damit meine ich das Gleichgewicht der Lebens und der Natur, so schnulzig es auch klingt. Die Natur unterscheidet nämlich nicht zwischen Gut und Böse, sondern sorgt nur dafür, dass der Kreislauf geschlossen bleibt und die Gesamtheit weiterleben kann. Das ist auch gut so, denn was für uns als Gut oder Schlecht gewertet wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab und wie jeder weiß, kann man es niemals allen recht machen. Wäre es so, müsste Gott jeden Löwen einzeln strafen, der aus Hunger eine Gazelle gerissen hat. Hört sich jetzt widersprüchlich an, aber das ist alles interpretations- und Auslegungssache und bleibt jedem selbst überlassen.)Nicht nur, weil es einem tröstlicher vorkommt zu wissen, dass die Welt nicht nur aus mathematisch berechenbaren physikalischen Gesetzen besteht. Ihr seht eure Umwelt mit komplett anderen Augen. Ich habe oft genug im Physikkurs auf diese lächerlich kleine Tafel mit diesen lächerlich vielen Formeln gestarrt, die ebenso gut eine Backanleitung für Bananencreme hätten sein können, um zu wissen, dass DAS eine Beleidigung für dieses absolute Wunderwerk unseres Ökosystems ist, für das wir nicht einmal mehr sind, als ein Pickel auf dem Rücken. Wenn man dem Ursprung nämlich genauer auf den Zahn fühlt, merkt man, dass die hoch geheiligte Wissenschaft nicht mal 0,0002% von den relevanten Themen der Welt eine Ahnung hat. Denn wenn sie auch nur den minimalsten Dunst davon hätte, würde sie „unerklärliche“ Phänomene nicht einfach für „nicht existent“ abstempeln. (Ich versuche hier nicht davon zu überzeugen, dass wir zurück in die Kindlichen Vorstellungen des Mittelalters flüchten, alle beim ersten Donnergrollen unter dem Tisch verkriechen und denken: "ach, du Schande, Gott ist wütend auf uns" sondern mal versuchen das Ganze aus einer anderen Perspektive zu sehen.) Dabei trete ich überhaupt nicht für das Weltbild der Kirche ein! Die hatten zwar seit dem Mittelalter eine Erklärung für alles, aber ob davon auch nur die Hälfte wahr ist, ist fraglich. Trotzdem weigere ich mich ebenso, die Kirche zu verurteilen, da darin auch fähige Priester und Priesterinnen unterwegs sind die dort guten Gewissens arbeiten (ich mache keinen Unterschied zwischen evangelisch, katholisch oder jüdisch, da diese Zweige alle demselben Baum angehören) und solch eine Verachtung nicht verdient hätten. Und um all den „Extrem-Atheisten“, (wie ich die konfliktfreudige Variante gerne nenne) zuvorzukommen: -Ja, die Kirche hat viel Mist gebaut. -Ja, einige von den Regeln sind gaga -Ja, da rennen hin und wieder auch „falsche Heilige“ durch -Und ja, manchmal halten die sich selbst nicht an ihre GrundsätzeSomit kommen wir zum Knackpunkt, weshalb Gott nicht mit der Kirche in eine Schublade geworfen werden sollte: Das sind alles Menschen. Kann mir keiner weißmachen, dass hier ein menschliches Wesen rumläuft, das absolut perfekt ist. Selbst unsere Heiligkeit, der Papst persönlich, ist ein Mensch wie ihr und ich, der schlichtweg einen anderen Lebensweg hinter sich hat. (Stellt euch vor, das hättet ihr auch sein können, der da auf dem Balkon steht und winkt, wenn ihr euch für die Priesterweihe entschieden hättet) Und bevor wir auf diesen Leuten rumhacken, empfehle ich, das immer vorher ins Gedächtnis zu rufen. Und weshalb ich trotzdem den Lehren misstraue, die von der Kirche stammen ist ganz einfach. Wie gesagt handelt es sich bei der Kirche von einem Verein voller fehleranfälliger Menschen wie es jeder einer ist. Auch unser guter alter Papst, der Chef unserer Gemeindenprediger, ist ein gewöhnlicher Sterblicher, der über dem göttlichen Plan ebenso rätselt wie tausende Theologen vor ihm. Kommen wir zum Punkt: Es gibt nur einen Big Boss im Christentum und der leitet die Kirche nicht. Das tun seine „Stellvertreter“, die mir allerdings ebenso wenig erleuchtet zu sein scheinen, wie die kaputte Glühbirne meiner Leselampe. Ärgo sind Fehler der Kirche nicht Gottes Fehler. Und in unserer nach Gerechtigkeit schreienden Welt können wir das ruhig einräumen, oder? Womit wir nach endlosem Adlerkreisen endlich im Kern von allem angekommen wären: Gott selbst.Immer wieder hört man Kommentare wie: 1. „Aber wenn Gott uns alle liebt, wie kann er dann sowas (Hier Katastrophe einfügen) zulassen?“ 2. „Wenn man die Bibelgeschichten hört, war er auch nicht viel besser als die Pharaonen.“ Oder 3. der Klassiker: „Gott gibt es nicht, sonst hätte er meine Oma/Opa nicht sterben lassen.“ Alles traurige Themen, die aufwühlen, verstören und schlicht erschrecken, stimmt. Man kann jedoch problemlos alle diese Fragen mehr oder weniger beantworten mit der Gegenaussage: „Faszinierend, dass die Schuld immer bei einer höheren Macht gesucht wird, wenn irgendetwas schiefläuft.“1. Wer auch nur annähernd den Grundsatz der heiligen Bibel kennt, weiß, dass Gott uns den freien Willen überlassen hat. Aber selbstverständlich war er es, der die Atombombe gebaut, die Kriegserklärung unterschrieben, die Kinder ermordet, die Erde gerodet und den süßen kleinen Häschen auf Pelzfarmen die Haut abgezogen hat. Und wenn ich eine Mutter wäre und sehen würde, wie meine Kinder gezielt entgegen meiner Ratschläge handeln und sich damit blindlings gegenseitig die Köpfe einschlagen, würde es mir nach einigen Überzeugungsversuchen reichen und sie sehen lassen, wohin sie ihr Starrsinn führt. Vielleicht kommen sie ja dann selbst zu der Einsicht, dass sie sich damit nur ins eigene Fleisch schneiden. Was gleichzeitig aber auch bedeutet, dass wir für unser Glück selbst verantwortlich sind. Übersetzt bedeutet das: einem Verletzten helfen, ein Lottogewinn, eine Beförderung oder eine Friedenserklärung erwächst ebenso von uns selbst wie alles andere. Wir sind sowohl in der Lage uns selbst und andere in tiefste Abgründe zu stürzen, oder uns himmelhochjauchzend zur Spitze des Erfolgs aufzuarbeiten. Der Glaube kann uns nur helfen, nie aber etwas abnehmen. 2. Jawoll, die Geschichten in der Bibel, vor allem der Part mit Moses und Ägypten (da verweise ich übrigens auf einen gut dargestellten Zeichentrickfilm auf Youtube „Prinz von Ägypten“) strotzen nur so vor Bestrafung und Leid. Wir alle kennen die Geschichte: Moses will sein Volk aus der Sklaverei der Ägypter befreien und spricht friedlich (wohlgemerkt) beim Pharao vor. Selbstredend will der seine laufenden Beistelltische und zweibeinigen Ackerpferde nicht hergeben und lehnt ab. Daraufhin warnt Moses den Pharao vor dem Zorn seines Gottes. Wir versetzen uns jetzt mal ins Geschehen: Da steht ein bärtiger Kerl mit einem Stock vor dem pompösen Thron des Pharaos. Des wohl reichsten und mächtigsten Trollos jenseits seiner Unterwelt. Links und Rechts im Thronsaal ragen so viele Götterstatuen an die Decke, dass man sie zu zählen aufgehört hat und da kommt einer daher und schwadroniert vom Zorn eines Gottes? Kurzum, die Warnung (Warnung - nicht Drohung. Riesenunterschied) juckt den Pharao nicht im Mindesten und jagt Moses fort. Und da kommen sie dann. Die Plagen. Eine nach der anderen. Zehn Stück, ehe der Dickschädel mit dem komischen Hut seine Sklaven doch noch laufen ließ. Ich weiß, ihr wollt das jetzt nicht lesen, aber ich werde diese zehn Plagen genüsslich vor euch ausbreiten und darauf eingehen. (Ihr könnt den Teil gerne überspringen, dann gibt’s hinterher aber 0 Punkte):1. „Das Nilwasser verwandelte sich in Blut und blieb für 7 Tage ungenießbar.“ : alles andere als praktisch, wenn man in der Wüste lebt. 2. „Frösche überfluten das Land.“: Klingt jetzt nicht so wild, aber stellt euch vor, ihr könnt den Boden vor lauter wimmelnder Amphibien nicht mehr sehen. 3. „Aller Staub in Ägypten wandelte sich zu Mücken, die Mensch und Vieh plagten“: Eine Mückenplage in der Hitze. Könnt euch vorstellen, wie angenehm es ist, von einem Schwarm Stechmücken überfallen zu werden. Und Ägypten hat viel Staub. Ab hier waren die Plagen noch nicht lebensbedrohlich (na gut, auf die Mücken will ich nicht wetten). Doch als Moses wieder mal den Pharao bat, sein Volk gehen zu lassen, fiel dem wieder nichts Besseres ein, als abzuweisen. 4. „Ungeziefer füllte das Land“: Das will ich mir gar nicht ausmalen. Stellt euch vor, ihr mampft nichtsahnend ein Brot und plötzlich winden sich lauter…..uärgs….vergesst es. Wieder einmal musste Mose den Vermittler zwischen Gott und dem Pharao spielen, doch der Sturschädel ließ sich nicht erweichen. (Ihr seht, da boten sich jede Menge Gelegenheiten für den Pharao, die Tragödie zu beenden, ehe sie begonnen hat)5. „Viehpest tötet alle Tiere“: Ich möchte behaupten, das ist äußerst unheimlich, wenn ihr auf der Weide steht und plötzlich fallen alle eure Kühe tot um. 6. „Geschwüre (schwarze Blattern)“: Langsam wird die Sache kritisch. Eine aus dem Nichts kommende Krankheit, die ganz Ägypten befiel war wohl selbst für den Pharao nicht zu übersehen. 7. „Hagel tötet Mensch und Vieh, zerstört Ernte und Bäume“: Jetzt wird’s ernst. 8. „Heuschrecken befallen das Land“: Jetzt überlegt mal, wie das zugeht, wenn dir eine ganze Wand von diesen Viechern entgegenfliegt und innerhalb zwei Minuten dein ganzes Feld bis auf Stumpf und Stiel abgegrast hat. 9. „Drei Tage Finsternis“: Für einen Wüstenbewohner höchstwahrscheinlich ein beängstigender Zustand. 10. „Tod der Erstgeborenen“: Tja, hier sind wir beim traurigen Finale angelangt. Auch den Sohn des Pharaos hat es getroffen und das war wohl der Auslöser, der den Pharao dazu bewegt hat, die Hebräer laufen zu lassen. Soviel zur Bibelgeschichte. Das mag natürlich jeder halten, wie er will. Man kann es symbolisch oder wortwörtlich sehen, das kann ich hier nicht beurteilen und das geht auch am Thema vorbei. (Ich persönlich bin beispielsweise kein überzeugter Verfechter der heiligen Schrift, weil ich finde, dass das eher als metaphorisch aufgefasst werden sollte.) Was ich hier lang und breit durchgekaut habe, ist eine von den Stellen, die Extrem-Atheisten gerne als den Beweis erachten, dass Gott keinen Deut besser sei als der Pharao. Wenn man mich fragt, sehe ich hier einen Gott, der trotz seiner allesumfassenden Liebe kein zahnloser Tiger ist, sondern auch mal stinksauer werden kann, wenn er seine Leute bedroht sieht und entsprechend durchgreift. An sich nichts verwerfliches, auch wenn die Methoden radikal erscheinen, beachtet man besser die damals nicht sehr zimperliche Zeit. Mal abgesehen davon sind seine Hintergründe ein komplett anderes Kaliber als das völlig sinnentleerte Morden des Pharaos, der seine Opfer für wertloser als Dreck erachtete. (Muss eine Sklavenhalter-Psychose sein) 3. Jawohl, es gibt den Tod. Gott lässt ihn zu und das aus gutem Grund. Weil, wie man aus so ziemlich jeder Religion ersehen kann, der Tod nicht das Ende der Fahnenstange ist. Wir gehören alle einem Kreislauf an, der erst durch den Tod komplettiert wird. Streng genommen, kann der Tod eine Erlösung sein, auch wenn das für die jüngst Hinterbliebenen nicht nachvollziehbar zu sein scheint. Meine Mutter erzählte mir einmal, wie mein Großvater an Krebs starb. Die Medikamente waren damals noch nicht so ausgefeilt und er litt grausame Schmerzen. Sie sagte, er sei schreiend gestorben. Ist es da besser, ein langes, aber qualvolles Leben zu führen, anstelle ein kurzes aber glückliches? Da ich hier nicht unnötig deprimieren will, führe ich den Gedanken nicht zu Ende, denn die Antwort lässt sich ohnehin nicht verallgemeinern. Gratulation, ihr seid bei den letzten Zeilen angekommen. Ihr habt euch gerade seitenweise mit Religion beschäftigt ohne schnarchend auf der Tischplatte zusammenzubrechen, wie es mir bei Predigten in der Kirche oder im Religionsunterricht gelegentlich passiert. Und ich fühle mich geehrt, dass ihr meiner Meinung so lange zugehört habt. Was ich aber noch unbedingt zerstören muss, bevor ich den Bericht beende, ist bei meinen geliebten Extrem-Atheisten die Ansicht, die heutige Moralvorstellung sei einfach so aus dem Boden geschossen wie ein Pilz. Bedenken wir, wie unsere frühzeitlichen Landsleute (Germanen) gerne mal Opfer ins Moor geschubst haben. Meint ihr, da erhob sich ein Barbar aus den hinteren Reihen und begann die ethischen Folgen zu diskutieren? Sicherlich nicht. Im alten Europa gings wild her. Da wurde gemordet, gebrandschatzt und versklavt was das Zeug hielt, solange sie es zur Ehre einer ihrer Gottheiten taten, zu welchen oft Kriegsgötter gehörten. Schon mal gefragt, warum das Christentum eine der Weltreligionen ist? Warum es sich nach Zeit Jesu wie ein Lauffeuer über ganz Europa ausgebreitet hat? Dann haltet euch mal fest: Unsere Religion gehört zu den verschwinden geringen Religionen, die einen Mord prinzipiell verbieten und zwar aus welchem Grund auch immer. Für die damalige Zeit ein Phänomen! Schließlich konntet ihr locker einen Kopf kürzer gemacht werden, wenn ihr den Falschen schief angesehen habt. Das war normal. Stellt euch vor, das Christentum mit seinen 10 Geboten hätte niemals nach Europa gefunden. Ehrenmorde oder Racheakte ständen an der Tagesordnung. Wir würden Moral anders definieren und es auch nicht anders kennen. Sprich, wer sich an unsere derzeitige Moral hält, hält sich mehr oder weniger auch an unsere Religion. Niemand erwartet ein Asketenleben, oder jeden Sonntag in die Kirche zu gehen. Es reicht, sich hin und wieder damit zu beschäftigen und etwas mehr Respekt vor der Umwelt zu haben. So anstrengend ist das nicht. Es ist kein Grund sich zu schämen, sondern ein Teil unserer Kultur. Und wer seine eigene Kultur nicht respektiert, wie soll er dann von anderen respektiert werden?Nachtrag: Das hier sollte nur meine Ansicht sein, keine Hasstirade gegen Atheisten. Es stört mich eigentlich auch nicht im geringsten, wenn diese nicht daran glauben, solange sie mir ebenfalls nicht die Haut abziehen, wenn ich ihnen meine Meinung dazu sage und das respektieren. (Meine beste Freundin ist leider eine solche, die schon ein Gotteslob aus der Kirche geholt und im Hinterhof verbrannt hat. Muss ja nicht sein) Als ich den Bericht schrieb, kam ich geradezu rauchend vor Wut aus einem Streit eben jener Extrem-Atheisten und musste das irgendwo rausschreien. Wenn ihr anderer Meinung seid: bitteschön. Dafür ist ein Hirn ja da. Man bildet sich seinen eigenen Gedanken dazu. Ich lasse bei dem Thema gern mit mir reden, oder meinen Horizont erweitern, aber das Fundament davon werdet ihr mir nie unter den Füßen wegziehen können. ;)
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11.01.2012 23:30
Ich habe nicht bis zum Ende durchgehalten. Für mich war der Anfang nämlich schon überladen genug mit gefühlsduseligem Unfug und nein: Ich bin kein Naturalist. Aber ein bisschen Philosophie, Logik und bei einem langen Text gerne auch wenigstens rudimentäre Erklärungen der eigenen Postulate... das hat noch keinem geschadet. Zusammengenommen mit den vielen hohlen Phrasen eigentlich ein höchstens "weniger hilfreich"-er Text, aber ich enthalte mich mal. Irgendwo ist Religion ja schließlich Privatsache und zusätzlich bin ich wohl auch ganz einfach ein zu guter Mensch.
07.07.2011 18:49
da hast du einen wirklich umfassenden - in meinen Augen - superguten Bericht verfasst. - Leider wird alles, was gesagt wird, als 'Missionieren' aufgefasst. Dabei ist alles soo einfach. Ich bin kurz und klar der Meinung, wenn ALLE auch nur die 10 Gebote im Ansatz in sich aufgenommen hätten, es keinerlei Böses auf der Welt geben würde. - Man muss nur lesen können,. - Ich bin weder eine Heilige, noch eine Anhängerin einer Kirche, wenn auch getauft.... und und und - aber niemals kann ich nachvoillziehen, wie Leute so total dagegen sein können. tut mir Leid..... LG gisela
31.05.2011 23:35
Nun ja, von wem wurde nun aber die Bibel verfasst? Und ich persönlich kenne diverse Atheisten, jedoch keinen, der Lippen oder sonstiges schürzen würde bei der Frage nach dem Tod oder dem, was danach sein könnte oder auch nicht. Warum sollten sie das auch mit einer solchen Weltanschauung? Deine Meinung in allen Ehren, aber mir erscheint sie ein wenig schwarzweiß. Die Theodizeefrage, die Du anreißt, ist etwas komplexer. Ich würde mir nie anmaßen, Menschen anderer Weltanschauung "mitleidig" zu betrachten, es sei denn, sie fangen an, mich missionieren zu wollen. Das gilt für beide Seiten. Menschen haben verschiedene Meinungen - ob deswegen die einen oder anderen bemitleidenswert sind, ist sicherlich individuell zu betrachten. Aber so sind alle Menschen - ganz verschieden. :-)