Die dunkle Seite der Macht
05.05.2012 (09.05.2012)
Pro:
Abgefahren
Kontra:
Sozialkritische Komponente nicht ganz gelungen
Empfehlenswert:
Ja
 JustOliver
Über sich:
Gerade dabei, mal alle meine Berichte auf > 100 Lesungen zu heben...
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Am letzten Wochenende verschlug es mich ins Kino. Eigentlich standen zwei andere Filme auf meiner Wunschliste ganz oben, da für diese aber keine vernünftigen Plätze mehr verfügbar waren, entschied ich mich für „Chronicle“, da die Kritiken, die ich bislang gelesen und gehört hatte, durchaus positiver Natur waren. ALLGEMEINE DATEN ===================== Original: Chronicle Großbritannien/USA 2012 Länge: 84 Min. Freigegeben ab 12 Jahre Dane DeHaan Regie: Joshua Trank
HANDLUNG ===================== Auf einer Party kommen Andrew, dessen Cousin Matt und Steve in Kontakt mit einem eigenartigen Objekt, das komische Laute von sich gibt. Nach diesem Vorfall stellen sie fest, dass sie auf einmal über ganz besondere Kräfte verfügen, mit denen sie Dinge allein durch ihre Gedanken bewegen können. Durch Übung erweitern sie ihre Fähigkeiten lernen so bspw. auch zu fliegen. Doch entgegen den Erwartungen entwickeln sie sich nicht zu Superhelden sondern machen zunächst eine Menge Schabernack mit ihren Fähigkeiten. Doch insbesondere Andrew, der aus einem kaputten Elternhaus kommt und bislang Außenseite war, setzt alles dran, seine Kräfte auszubauen, um mit seinen Kräften aus seiner Außenseiterrolle auszubrechen. MEINE EINDRÜCKE ===================== Der Film ist definitiv ziemlich abgefahren. Das fängt bereits mit der Perspektive an. Denn der ganze Film wird durch Kameras, die irgendeiner der an der Handlung beteiligten trägt, wieder gegeben. Überwiegend ist dies Andrew. Dies empfand ich zu Beginn als sehr gewöhnungsbedürftig. Mit der Zeit ging das dann aber. Zudem wird mit diesem Umstand sehr interessant gespielt, da die Perspektive und auch die Kamera vielfach wechseln. Dies geschieht zum einen, weil die Kamera Gegenstand der telekinetischen Experimente von Andrew wird, und so bspw. Durch den Raum fliegt, während die Jungs plaudern, zum anderen, weil auch zwischen den Kameras von Andrew, Matt‘s Freundin oder der Kameras von Fernsehteams gewechselt wird. Alles in allem also eine sehr interessante Spielerei, die ungewöhnliche Perspektiven eröffnet. Abgefahren ist aber auch der Umgang der drei Jungs mit ihrer neu gewonnenen Macht. In den klassischen Superhelden-Filmen geht es immer darum, die Welt zu retten oder Gutes zu tun. Die drei Jungs machen sich hingegen zunächst einmal eine Menge Spaß mit ihren Kräften. Und das ist teilweise echt lustig. Der Film ist aber sicherlich nicht für jeden etwas, denn das, was die Jungs machen, ist an der einen oder anderen Stelle sicherlich bewusst übertrieben. Aber auch wenn man sich ein wenig mit den genaueren Inhalten auseinander setzt, kann man ein wenig ins Grübeln kommen. Letzten Endes ist es Andrew, der austickt, und seine neu gewonnenen Fähigkeiten missbraucht. Es ist der „Sozialversager“, der hierdurch versucht, die Macht und die Anerkennung zu erhalten, die er sonst nicht hat. Und an dieser Stelle finde ich die Mixtur aus vielleicht sozialkritischen Ansätzen auf der einen und Superkräften auf der anderen Seite ein wenig gewagt.
FAZIT ===================== Ich habe den Film im Großen und Ganzen sehr unterhaltsam gefunden. Vor allem weil er eigentlich völlig abgefahren und anders ist.
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19.07.2012 20:59
Noch nie von gehört, ich gehe ja sowieso nicht ins Kino, aber wenn er dann auf Premiere läuft, werde ich ihn mir nach diesem Bericht sicherlich anschauen. LG Loewie
13.05.2012 22:23
Mal schauen ;-)
09.05.2012 16:30
Toller Bericht, lg von Bullet42:)