Ciao-Ciao
02.04.2012
Pro:
Fusel
Kontra:
Schmeckt nicht
Empfehlenswert:
Nein
 XXLALF58
Über sich:
Der Sinn des Lebens besteht in dem Unsinn des Lebens, und der Unsinn des Lebens besteht darin, neuen...
Mitglied seit:26.06.2007
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 184 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Bei einem Wochenendeinkauf im REAL entdeckte mein Mann in einem Regal, auf dem Weg zur Kasse, einen Tetra-Pack mit der Aufschrift „Ciao“. Ein lächeln, bzw. ein schallendes Lachen war in diesem Moment kaum mehr möglich zu unterdrücken, zumal uns allen dreien, meinem Mann, einem lieben Freund, welcher uns bei unserem Einkauf begleitete, und mir, der Name „Ciao“ als Plattform wohlbekannt ist. Kopfschüttelnd standen wir vor den aufgestapelten Tetra-Packs, wobei wir es nicht fertigbrachten, einfach achtlos daran vorüberzugehen. Nein, so schnell landet bei uns kein Wein im Einkaufswagen. Auch kein Wein im Tetra-Pack, zumal ich gestehen muss, dass ich bis dato noch nie einen Wein, außer Glühwein, aus dem Tetra-Pack gekostet hab. Deshalb wurde dieser zunächst studiert, wobei zu allem Überdruss, es überhaupt nichts zu studieren gab. Nichts, aus was für einer Region, noch, ob dieser trocken oder süß ist. Nur, dass dieser aus Italien kommt, was man jedoch auch schon so, auf dem Bild des Tetra-Packs erkennbar ist. Ein Bild, welches an die Toskana oder Umgebung erinnert, zumal ich gestehen muss, dass ich mich in dieser Hinsicht nicht so gut auskenne. Aber dass es der Norden Italiens ist, das ist gewiss.
Na ja, richtige Weinkenner werden entweder jetzt neugierig wie dieser wohl schmeckt, oder lassen es gleich bleiben, zumal ja allgemein bekannt ist, dass Wein aus dem Tetra-Pack ein Verschnitt verschiedener Weine, bzw. Rebsorten ist, wobei natürlich auch die Region nicht die ein und dieselbe sein muss. Aber deshalb muss es sich lang nicht um einen schlechten Wein handeln, wenngleich dieser in der Kategorie der Tafelweine zu suchen ist. Aber da uns ein richtiger Weinkenner bei unserem Wochenendkauf begleitete, und dieser, je länger er missbilligend die Verpackung betrachtete, mit den Nasenflügeln zu beben anfing, griffen wir doch lieber zu einem edlen Tropfen in der Flasche, und ließen Tetra-Pack, Tetra-Pack sein.
Aber dennoch war das letzte Wort noch nicht gesprochen. Denn als ich für uns, Tage später, ein leckeres italienisches Gericht zauberte, musste dieser „Ciao“ Wein im Tetra-Pack dran glauben, den wir natürlich ohne diesen guten Freund im REAL für 1 Euro 19 Cent, der Liter, gekauft haben. Nein, in eine Karaffe, oder einer Weinflasche umgefüllt wurde dieser „Ciao“ Wein nicht. Zu was auch? Zumal man einem richtigen Weinkenner nicht so schnell was vormachen kann. Da wird entweder noch vor dem ersten Schluck das Etikett der Flasche studiert, oder unmittelbar danach. Also warum? Er wusste, was ich gekocht habe, und dass wir diesen „Ciao“ Wein Rosso im Tetra-Pack gekauft haben, um ihn nicht nur gemeinsam zu verkosten, sondern auch um zu urteilen, ob der Wein der gleichnamigen Plattform alle Ehre macht.
Okay, ein bisschen komisch sah so ein Wein im Tetra-Pack auf einem schön gedeckten Tisch schon aus. Das muss ich ehrlich sagen. Aber da es sich mehr um einen Gag handelte, weil wir uns alle drei zu den Ciaoanern zählen, rückte diese Etikette total in den Hintergrund. Und im Grunde was soll es auch. Entweder der Wein ist gut und schmeckt einem oder nicht. Mehr kann ja einem auch fast nicht passieren. Höchstens man wacht am nächsten Tag mit einem dicken Kopf auf. Aber dann weiß man hinterher auch nicht mehr so recht, welches der Gläser schlecht war ;-) Der Tetra-Pack lässt sich leicht und schnell öffnen, weil dieses mit einem Schraubverschluss verschlossen ist. Na ja, und weil es sich um einen Vino Rosso handelt, ist der Wein auch rot. Aber das allein ist ja nicht das entscheidende, zumal wir diesen Wein im Tetra-Pack auf Herz und Nieren prüfen wollen. Sozusagen unsere Augen, Nase und Zunge, sowie den Abgang oder Nachhall entscheiden lassen, ob dieser Wein was taugt oder nicht.
Na ja, auf den ersten Blick vielleicht, erscheint einem der Wein klar, mit seiner schönen rubinroten Farbe, jedoch bei genauerem Hinsehen merkte man, dass dieser leicht trüb ist. Auch den Geruch des Weins fand ich etwas merkwürdig, weil dieser so komisch fruchtig, irgendwie „unvergoren“ roch. Wie Sangria, wobei das treffende Wort dafür für mich schwer zu finden ist. Mein Mann meinte, darin einen reinen Traubensaft zu erkennen, wobei ich mehr auf Äpfel und Zitrusfrüchte tippte. Und unser Freund auch auf dieses „unvergorene“ schloss. Nun war das feine Zünglein dran, welches diesen Wein zunächst süß und fruchtig fand, wenn auch etwas rau und pelzig, was sich dann beim Abgang noch verstärkte und ins herbe umschlug.
Na ja schwer ist es, ein Mischmasch aus Rebsorten auf einen Nenner zu bringen, zumal es mir wirklich schwer fällt, die richtigen Worte für diesen Wein in Anführungszeichen zu finden. Okay, viele sagen ja, was kann man auch anderes von einem Tafelwein erwarten, wobei es durchaus auch recht gute Tafelweine gibt, die man nicht nur zum Kochen nimmt, sondern getrost auch zu Gerichten reichen kann. Aber mit diesen „Ciao“ Wein Rosso würde ich nie im Leben eine gute dunkle Soße aufmöbeln, oder gar unter ein Rotkraut rühren. Dazu wären mir das Rotkraut und die dunkle Soße viel zu schade. Also richtig geschmeckt, so dass wir uns wieder einmal an diesem „Ciao“ Wein Rosso vergreifen könnten, hat er uns ganz ehrlich gesagt nicht. Mich zumindest hat es am meisten gestört, weil dieser Wein keine klare Linie hatte, sondern wie ein Mischmasch aus verschiedenen Rebsorten und sonstigen Früchten schmeckte. Vom Geschmack her ordne ich ihn zu den Frucht-Weingetränken, wie Sangria z.B., welcher zu meinen Jugendzeiten auf keiner Party fehlen durfte. Ich glaub das war das Kultgetränk der 70ziger, wie auch der Lambrusco, welcher in großen Budeln zu Pizza auf den Tisch gestellt wurde. Auch diese Zeit ist vorbeigegangen, wie auch, dass der leere „Ciao“ Vino Rosso Tetra-Pack, ausgetrunken und nicht ausgeleert, in den Gelben Sack gewandert ist.
Mit einem Kater oder schweren Kopf bin ich zumindest nicht am folgenden Tag aus dem Bett gekrochen, auch wenn tatsächlich dieser Wein mit Alkohol angereichert ist. Aber nur mit 9,5%. Jedoch manchmal ist es allein nicht der Alkoholgehalt, sondern das Mischmasch der Trauben etc., der Zucker und eventuell die Zusatzstoffe, zumal es beim Wein noch kein Reinheitsgebot gibt. Da kann und darf noch alles rein. Nein, ein „Ciao“ Vino Rosso kommt mir nicht noch mal in den Einkaufswagen, bzw. auf den Tisch, wobei der Vertrieb nicht in Italien, sondern in Deutschland sitzt, genauer in Düsseldorf in der Schlüterstr. 7a.
Auf jeden Fall macht dieser „Ciao Wein“ der gleichnamigen Plattform keine Ehre. Im Grunde ist es eine Schande, dass ein solcher „Wein“, oder nennen wir ihn lieber „Fusel“ diesen Namen tragen darf. Ich weine diesem keine Träne nach, wenn dieser eines Tages vom Markt verschwindet, zumal ich ihm heute schon getrost und ohne mit der Wimper zu zucken, Ciao, Ciao sage.
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13.04.2012 10:11
ja - der Name ist ja interessant - aber kaufen würde ich den niemals :-) - ich trinke nicht viel Wein, kaufe aber immer eine rote und weiße Sorten, wenn ich in France einkaufe. ich brauche immer Wein wenn ich koche. Und der soll auch gut trinkbar sein :-) Als Pfälzerin in France Wein kaufen, geht eigentlich nicht, aber natürlich kaufe ich auch hier beim nahen Weingut Wein. Der ist relativ teuer, aber sehr gut. - Wenn Gäste da sind, die 'Wein mögen, dann gibts bei mir einen guten Pfälzer Wein :-)) - in France bekomme ich halt in der Preisspanne zwischen 1 und 5 euro ganz viel geboten. Tafelwein kaufe ich nicht, nur den aus Regionen, die auf dem Etikett angegeben sind. - Leider sind diese relativ preiswerten Weine nicht zu vergleichen mit denen, die es in supermärkten oder Discountern gibt. Die sehen nur so aus :-)))) - LG gisela
11.04.2012 20:01
Danke für die Warnung. LG =)
08.04.2012 17:48
schöne Feiertage