Ente fahren ist eine eigene Lebensphilosophie.
03.07.2000
Pro:
billiges Auto
Kontra:
rostanfällig
Empfehlenswert:
Ja
 Hofo
Über sich:
Mitglied seit:07.06.2000
Erfahrungsberichte:877
Vertrauende:70
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 9 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ente fahren ist eine eigene Lebensphilosophie. Nicht jeder mag diesen "französischen "Schaukelstuhl", weil dieses Gefährt mit 27 PS nicht gerade ein Sportflitzer ist. Ich mochte sie dafür um so mehr und hatte selber jahrelang eine Ente. Dafür ist sie aber ein ausgesprochen bequemes und gemütliches Auto und für den Stadtverkehr allemal ausreichend. Zur Zeit als dieses Auto noch gebaut wurde, war es einer der preiswertesten Neuwagen, die es überhaupt gab. Dafür ist sie aber recht spartanisch ausgestattet. Die Sitze sind urgemütlich und die Federung dieses Autos entspricht der eines Schaukelstuhls. Charakter hat dieses Auto durch seine durch und durch abgerundeten Formen. Auf vieles, was fast jedes andere Auto hat, wurde bei der Ente verzichtet. Aber immerhin hat sie vier Türen und einen recht geräumigen Kofferraum. Vergrößern kann man den Kofferraum auch, indem man die hintere Sitzbank einfach ausbaut. Notfalls läßt sich auch noch der Beifahrersitz entfernen. Der Motor der Ente hat keine Wasserkühlung, wie andere Autos, sondern eine Luftkühlung. So fängt das Auto garantiert nie an zu kochen. Trotz der niedrigen PS-Zahl kann man mit einer Ente selbst noch steile Paßstraßen hinaufkommen, wo andere Autos schon mit kochendem Motor auf der Strecke bleiben, allerdings immer nach dem Motto "Langsam kommt man auch zum Ziel". Aber das Auto verfügt im Sommer über eine gute "Klimaanlage". Es gibt nichts schöneres als im Hochsommer mit einem völlig geöffneten Verdeck durch die Gegend zu fahren. Einen Luftfilter, der verdrecken kann, gibt es bei diesem Auto auch nicht. Dafür gibt es vorne einen großen Lüftungsschlitz, der mit einem Fliegengitter versehen ist und den man per Handrad auf und zudrehen kann. Aber auch im Winter kommt man mit einer Ente meistens noch ganz gut von der Stelle. Der Wagen liegt relativ hoch und hat einen Frontantrieb. Wenn es zu kalt ist, kann es sein, daß die Ente mal nicht will. Dafür gibt es aber eine Handkurbel, mit der man den Motor notfalls anschmeißen kann. Allerdings fallen mir bei all dem positiven auch ein paar negative Dinge zur Ente ein. Wie fast alle französischen Autos ist die Ente sehr Rost anfällig. Außerdem geht der Auspuff öfter mal kaputt und wenn man Reparaturen oder Inspektionen bei Citroen machen läßt, so kann dies ganz schön ins Geld gehen.
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30.03.2003 22:01
Na, das ist ja wirklich Kult: Handkurbel, Lüftungsschlitz, usw. Von den Tücken dieses Autos wusste ich ja gar nichts... LG, Anja