Leider kein neuer Xantia
27.10.2009 (10.06.2011)
Pro:
sehr gute Verarbeitung, ausgezeichneter Fahrkomfort, prima Sitze, hervorragende Straßenlage
Kontra:
umständliche Bedienung, zu hoher Verbrauch, weniger Platz als im Xantia
Empfehlenswert:
Ja
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Als unser Xantia auf die 300000-km-Marke zusteuerte, überedete uns unser Händler zum Kauf eines C5 Tourer. Der erste Qualitätseindruck und die Sitze überzeugten beim ersten Probesitzen total. Die Bestnoten in der Autopresse in puncto Sicherheit taten ein Übriges und so haben wir einen C5 HDi 135 Tourer bestellt. Die lange Lieferzeit brachte dann eine Änderung der Maschine mit sich, sie erfüllt jetzt Euro 5, aber leider ist in unserem Auto noch die alte Euro-4-Maschine eingebaut. Ernüchterung trat ein, als wir den Kofferraum das erste Mal vollluden. Der Xantia hatte deutlich mehr Platz gehabt. Auch Ablagemöglichkeiten gibt es im C5 nicht mehr so reichlich. Ein winziges Ablagefach befindet sich knapp oberhalb der Mittelkonsole. Es lädt geradezu dazu ein dort Karten von Parkhäusern oder die Mauttickets von französischen Autobahnen dort abzulegen. Genau das sollte man aber besser nicht tun, denn solche Kartonschnipsel können leider durch einen Spalt irgendwo hinter die Armaturenbrettverkleidung rutschen, so dass man sie im entscheidenden Moment nicht mehr zur Hand hat...
Die Sitze sind hervorragend und die Kopfstützen bieten noch Reserven für Leute, die größer sind als ich (1,88 m). Allerdings vermisste ich zunächst die weiche Armlehne des Xantia, da die Mittelarmlehne im C5 grundsätzlich nicht gepolstert und unangenehm hart ist. Für ca. 50 Euro konnte hier ein Autopolsterer Abhilfe schaffen. Die im Bekanntenkreis geäußerte Bewunderung für das tolle Fahrwerk ist zwar berechtigt, aber eigentlich nichts neues. Der Xantia bot dies ja auch schon. Das "hydraktive Fahrwerk" bleibt ein wesentliches Argument auch für die Wahl eines C5. Fast sämtliche Unebenheiten werden einfach weggebügelt, man bekommt das Gefühl, dass es keine schlechten Straßen mehr gibt.
Lästig ist die Bedienung der Heizung, Lüftung und Klimaautomatik über unzählige Sensortasten, die man nicht findet, ohne hinzugucken. Da war die Temperatureinstellung beim Xantia zwar nicht so exakt, dafür fand man die Schieberegler blind und verwechselte sie auch nicht. Störend ist die breite B-Säule, überhaupt ist der C5 Tourer gegenüber dem Xantia Break wesentlich unübersichtlicher. Das macht allerdings die Einparkhilfe (vorn und hinten) wieder wett. Weiteres nettes Detail ist das Kurvenlicht, auch die "adaptive" Variante schafft in unübersichtlichen Kurven wesentlich mehr Übersicht. Die gegeneinander laufenden Scheibenwischer sind ein Fortschritt, weil fast die gesamte Frontscheibe frei gewischt wird.
Vom Xantia an einen äußerst genügsamen Motor gewöhnt, erwarteten wir das gleiche vom C5. Von der Grundkonstruktion her die gleiche Maschine, auch der Verbrauch bzw. der Kohlendioxidausstoß wurde im Prospekt exakt gleich angegeben, doch in der Realität nahm der C5 gut 1,5 Liter mehr auf 100 km. Auf Langstrecke waren es deutlich über 6 Liter und im Kurzstreckenverkehr etwa 7,5 Liter, im Stadtverkehr noch deutlich mehr. Das erschien für einen neuen Diesel eindeutig zu viel. Die oben genannte neue Maschine soll denn auch wieder sparsamer sein. Inzwischen ist der Verbrauch geringfügig zurückgegangen. Auf Langstrecken lässt sich bei gleichmäßiger Fahrweise ein Durchschnitt von 5,7 Litern erreichen (immer noch mehr als einen Liter über dem Xantia-Wert), für Kurzstrecken benötigt er noch knapp 7 Liter. Über die Zuverlässigkeit können wir auch nach 29 Monaten erst wenig Angaben machen, da unser C5 noch keine 60000 km auf dem Tacho hat (da wäre dann die zweite Inspektion fällig). Dass die Kupplung von Beginn an etwas rutschte, war zunächst nicht weiter aufgefallen, auch der Werkstatt nicht bei der ersten Inspektion. Doch als bei voller Beladung im sechsten Gang der Motor am Berg plötzlich höher drehte, wurde uns dieser Mangel bewusst. Citroën hat unverzüglich auf Garantie eine neue Kupplung eingebaut, und die funktioniert einwandfrei.
Insgesamt macht der Wagen nach wie vor einen sehr soliden Eindruck, bis auf ein paar Dellen von diversen Türeinschlägen und Remplern auf Parkplätzen wirkt das Auto noch wie neu. Einen Parkplatzcrash am hinteren Kotflügel habe ich für 360 Euro ausbeulen und lackieren lassen, weil ich glaubte, das sei alles. Leider hatte sich jedoch bei der Angelegenheit auch die hintere Stoßstange verzogen, so dass jetzt die Heckklappe dort aufstößt. Hätte ich den Verursacher ermitteln können, würde ich das wieder richten lassen, so aber finde ich mich damit ab.
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28.10.2009 02:33
Fährt sich schön bin den Wagen schon gefahren Klasse
28.10.2009 01:44
Wieviel Laderaum hat der? Muss ziemlich viel sein, so wie der Wagen aussieht. Ist ja ein richtiges Schlachtschiff!