Clash of the Titans (2 CD) - Laurence Rosenthal

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Clash of the Titans (2 CD) - Laurence Rosenthal

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Erfahrungsbericht über "Clash of the Titans (2 CD) - Laurence Rosenthal"

veröffentlicht 08.01.2011 | Spassprediger
Mitglied seit : 21.08.2005
Erfahrungsberichte : 1259
Vertrauende : 80
Über sich :
www.spassprediger.de
Ausgezeichnet
Pro Über 103 Minuten Material für Fans von romantischen Kompositionen
Kontra nix
sehr hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:

"Wo mögen sich wohl die 2999 anderen Fans der Musik verstecken?"

Schaurig-schön: Das Artwork der mittlerweile sehr dem Vergessen anheimgefallenen Brüder Hildebrandt

Schaurig-schön: Das Artwork der mittlerweile sehr dem Vergessen anheimgefallenen Brüder Hildebrandt

Zuweilen muss man als Fan symphonischer Filmmusik einen wirklich langen Atem mitbringen: Es kann schon mal 20, 30 Jährchen dauern, bevor ein Score in seiner kompletten Version auf CD veröffentlicht wird. Fans von Laurence Rosenthals schwelgerisch-romantischem Score für “Clash of the Titans“ dürfen inzwischen frohlocken: Seit kurzem gibt’s vom legendären Label Intrada eine Doppel-CD, auf der erstmals sämtliche knapp 90 Minuten Musik erscheinen, die Rosenthal seinerzeit für den charmanten Fantasy-Kintopp komponiert hat.


Vor noch nicht allzu langer Zeit war auf der großen Leinwand ein Streifen zu bewundern, den man mit Fug und Recht als Machwerk bezeichnen darf: Das in seiner vollkommenen Überflüssigkeit höchst ärgerliche Remake vom „Kampf der Titanen“ verdient es, für eine Auszeichnung nominiert zu werden, die zum Beispiel „Der Goldene Kropf“ heißen könnte. Das Original ist, wie eingangs bereits erwähnt, ein wirklich charmantes und überaus unterhaltsames Garn, für das die Produzenten munter verschiedene Handlungsfäden der griechischen Mythologie miteinander verwoben haben.

Die legendäre Stop-Motion-Technik, mit der Animationslegende Ray Harryhausen die zahlreichen von ihm für den Film entworfenen Monster seinerzeit zum für die Methode typischen ruckeligen Leben erweckte, hat zwar nur noch im Bereich der so genannten Claymation-Filme (z. B. im von Miss Vega vollkommen zu Recht wärmstens empfohlenen „Mary und Max“) überlebt, „Kampf der Titanen“ aber darf als Sternstunde gelten – auf mich wirken Harryhausens fabelhafte Figuren jedenfalls erheblich lebendiger als die seelenlosen Computerkreaturen der Neufassung.

Auch die Musik zum Neuaufguss ist mir zum einen Ohr hinein- und zum anderen wieder hinausgegangen – vielleicht sollte ich sagen „zum Glück“, den so konnte ich mir die Ausgabe für den Score schließlich sparen. Stattdessen habe ich jüngst lieber in ein Exemplar der auf 3000 Stück limitierten, lange überfälligen Neuauflage von Laurence Rosenthals gefälligem Score investiert. Im Unterschied zu einer vor Jahr und Tag vom längst abgewickelten Label „PEG“ veröffentlichten CD-Fassung, deren Inhalt identisch mit dem des 38 Minuten kurzen Plattenschnitts war, bietet die Neuausgabe zum ersten Mal nicht lediglich Auszüge aus dem Score, sondern das komplette Material. Zugegeben: Nicht jedes Stück der beiden CDs, die es zusammen auf eine Spieldauer von mehr als 100 Minuten bringen, ist ein Highlight – insbesondere das knapp 3 Minuten lange, eintönige Stück source music „The Procession Drums“ ist eine Zugabe, die ich prima hätte entbehren können. Trotzdem bleibt auch nach Abzug verschiedener eher mittelprächtiger Kompositionen noch eine Fülle an Material übrig, die den Kauf lohnt – wer das Original im Ohr hat, darf sich auf eine Reihe von Stücken freuen, die manches sattsam bekannte Thema in einer neuen Klangfarbe variieren. Zudem scheint mir, dass der Score auch in einer anderen Form hinzugewonnen hat: Der Klang der Original-CD von PEG hat auf mich stets etwas schwachbrüstig gewirkt, mit dem der Neuauflage bin ich aber sehr zufrieden.

Unterm Strich kann ich den 2999 anderen Fans, auf die noch jeweils ein Exemplar dieser Auflage in den Lagern der einschlägigen Händler wartet, nur zurufen: Greift zu, solange der Vorrat reicht – “Clash of the Titans“ ist fraglos eine der lohnenswerteren Veröffentlichungen, mit denen das Label Intrada Fans symphonischer Filmmusik im Jahr 2010 beglückt hat; vor allem, zumal diese Veröffentlichung wirklich eine Masse an bislang nicht veröffentlichtem Material bietet und ergo nicht einer Reihe von Doppelmoppel-Mogelpackungs-CDs zuzurechnen ist, die eine zweite CD kurzerhand mit dem Original-Plattenschnitt füllen. Ach, ja: Das Booklet ist, wie gewohnt, üppig und informativ ausgefallen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • CiaoFonzie veröffentlicht 19.01.2011
    ich glaube, dass mir das auch gefallen würde. LG Matthgias
  • Dr.Ed veröffentlicht 10.01.2011
    Äh, macht jetzt die Musik den Film noch besser oder macht der Film die Musik besser?? Aber wegen des Querverweises auf den von MissVega, Jean-Luc_Picard und meiner Wenigkeit zurecht gelobten Film über Mary und Max, werde ich auf jeden Fall mal die Augen offen halten!
  • MissVega veröffentlicht 09.01.2011
    *Haare zurückwerf* Du hast mich in einem Deiner Berichte erwähnt...hach...Je suis...très erfreut. ;-))
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Produktdaten : Clash of the Titans (2 CD) - Laurence Rosenthal

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Atomic Keyword: Soundtrack

Medium: CD

Atomic Veröffentlichungsdatum Jahr: 2010

Label: INTRADA

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 01/01/2011