Erfahrungsbericht über

Clatronic TA 2934

Gesamtbewertung (11): Gesamtbewertung Clatronic TA 2934

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Ein "blaues Wunder" erleben...?

5  14.08.2006

Pro:
Gute Ausstattung bei kleinem Preis

Kontra:
-  bis jetzt nichts -

Empfehlenswert: Ja 

feldmaus

Über sich: Endspurt zu Bronze nur noch ca.200 Pkt abnehmend. Noch gibt es einige UHU's , deren Abbau mir auf d...

Mitglied seit:27.11.2002

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Vertrauende:85

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 115 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ja wie das so ist, aller guten Dinge sind 3 - sagt zumindest ein altes Sprichwort.
Da wir auf unserem Campingplatz praktisch einen Zweithaushalt führen, gehört eben auch ein Toaster dazu. Muss ja nix Teures sein, dachte ich mir und kaufte mir ein chromblitzendes Billigteil, auf dessen Verpackung weder Typ noch Hersteller stand. Hauptsache Toaster, dachte ich mir und 4,99 EUR - da kann man nichts falsch machen. Aber hier irrte die Feldmaus gründlich. Man kann eben doch! Nach 3 Wochen hatte es sich ausgeblitzt und ausgewundert mit dem Toastbäcker. Zum Glück führte mich ein Weg in die Nähe des Ortes wo ich das Teil gekauft hatte. Wandeln? Kein Problem - Geld zurück - aber nicht doch….! Was half es. Süß-sauer zog ich mit einem nagelneuen Austauschgerät nach Hause. Aber nicht einmal die verhaltene Freude währte länger als 14 Tage….. . Ja und extra 50 km fahren zur 3. Pleite? Nö, da schaute ich mich dann doch lieber bei GLOBUS um und fand etwas, was mir etwas mehr Vertrauen einflößte.
Es ist der Toaster vom Typ TA 2923.
Laut Beschreibung ist das nicht irgendein Toaster, sondern ein Toastautomat.
Na dann soll es losgehen, mit der Beschreibung.

Aussehen, Preis, Leistung und so
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ja wie sieht ein Toaster aus? OK, es gibt lange, flachere, höhere. Der Clatronic® -Automat sieht auf dem Verpackungsfoto beinah aus, wie ein Bauarbeiterhelm. Ja, er ist irgendwie nach allen Seiten abgerundet. Packt man ihn aus, sticht das nicht mehr ganz so sehr ins Auge. Aber etwas rundlich bleibt er eben. Ein gestalterischer Schwung in die Seitenwand geprägt, so sieht es nicht so eintönig aus.
Nicht so aufregend ist die Farbauswahl. Man kann zwischen weißem oder blauem Plastikgehäuse wählen. Irgendwo habe ich gelesen, dass auch schwarz im Angebot wäre, aber eben nicht bei GLOBUS.
Da ich auf blau stehe, kam mir das Tiefblau des Toasters genau recht!
An der Seite befindet sich der Taster mit dem die Toastscheiben in das Innere des Automaten versenkt werden können. Oben ist der Schacht für 2 Toastscheiben und über diesen Schacht lassen sich mittels eines kleinen Schiebers 2 dünne Chromstahlbügel aufgerichtet oder abgesenkt werden. Da kann man Brötchen aufbacken, oder wenigstens aufwärmen.
Natürlich fehlt der Regelknopf nicht, mit dem die Röstdauer nach Bedarf und Brotsorte eingestellt werden kann. Eine stufenlose Skala von 1 bis 7 gibt Anhaltspunkte vor, die man sich aber merken sollte, denn je Brotsorte ist die Röstzeit sehr unterschiedlich lang. So wird bei uns Weizentoastbrot auf der Stufe zwischen 2 und 3 genau so, wie wir es gern wollen.
Auffällig sind aber 3 Tasten über dem Regelknopf. Die hatte ich an früheren Toastern nicht!
Dazu aber später.
Nun könnte man meinen, dass dieses Teil doch ziemlich teuer ist. Falsch!
Ganze 9,95 EUR prangten auf dem Preisschild und das ist wohl der Normalpreis. Mit etwas Glück findet man das Teil sicherlich auch irgendwo für 1 oder 2 EUR billiger. Ich war aber mit dem Preis knapp unter 10 EUR völlig zufrieden.
Ein Blick in die Bedienungsanleitung verrät dann, dass der Toaster bei üblichen 230 Volt und 50 Hz Wechselspannung betrieben wird.
750 Watt bringen den Stromzähler zum drehen, aber das ist nicht sehr viel.
Die Schutzklasse 1 weist darauf hin, dass der Toaster nicht im Feien betrieben werden sollte, zumindest nicht dort, wo es nass zugeht.

Funktion
~~~~~~~
Nun werden ja die meisten wissen, wie so ein Toaster funktioniert.
Am besten verwendet man so genannte Kastenbrotscheiben. Halbrunde Scheiben von "normalem" Brot sind meist zu breit für den Toasterschlitz und meist auch zu flach.
Der Toaster bietet Breite und Tiefe für handelsübliches Toastbrot. Meist ist das helles Weizenbrot. Aber es gibt auch etwas dunkleres Mehrkornbrot. Wir toasten auch ganz gern mal dunkleres Roggenmischbrot. Das ist besonders herzhaft, aber das gibt es meist nicht in Kastenform.
Nach dem Test mit welcher Einstellung der gewünschte Bräunungsgrad erreicht wird, kann es losgehen: Brotscheibe in den Schlitz, Taste nach unten schieben und die Heizung springt an.
Die Elektronik sorgt dafür, dass der Schlitten nur unten bleibt, wenn Netzspannung anliegt. Nach einer bestimmten Zeit ist der Vorgang abgeschlossen und der Schlitten schnipst nach oben. Und das mit heftigem Schwung, bei dem die Scheiben fast komplett herausgeschleudert werden. Ich nehme an, dass sich das im Lauf der Zeit geben wird. Noch aber sollte man in der Nähe bleiben, falls die Toastscheiben doch mal zu hoch fliegen…
Das Bräunungsergebnis ist einigermaßen zufrieden stellend. Nicht absolut gleichmäßig, aber auf jeden Fall ausreichend. Der Toast ist an keiner Stelle verbrannt und auch nirgends völlig blass.
Sicherlich hängt das auch ein wenig von der Feuchtigkeitsverteilung im Brot ab. Die Oberfläche wird cross.
Der ganze Toastvorgang dauert cirka 60 bis 120 Sekunden. Das ist aber nur ein ungefährer Richtwert. Hier muss man einfach probieren.
Nach der 3 oder 4 Ladung sollte man den Regler einen Tick zurücknehmen, da die Restwärme die Bräunung etwas beschleunigt. Aber auch das ist von der Pausenlänge abhängig, die zwischen der Beschickung des Toasters liegt.

Und jetzt kommen die oben beschriebenen Tasten zur Sprache.
Wer kennt es nicht - man frühstückt ausgiebig, schwatzt und vergisst den fertigen Toast. Die Scheiben sind kalt und pappig. Kein Problem, die Aufwärmautomatik regelt das sofort, sollte man wenigstens annehmen. Und tatsächlich, es funktioniert. Drückt man die Mittlere der drei Tasten, dann schnippt der Schlitten nach 20 bis 30 Sekunden wieder hoch. Der Toast ist wieder frisch und heiß, wie eben erst zubereitet. Die Bräune hat sich nicht verändert.
Eine praktische Angelegenheit.

Die obere Tast zeigt einen Gefrierstern. Hier kann gefrostetes Toastbrot geröstet werden. Der Toastvorgang verlängert sich einfach ein wenig. Auch hier ist es nötig, den Vorgang zu testen.
Meine Erfahrung zeigt, dass bei gefrostetem Toastbrot die Einstellung gegenüber normal temperiertem Toast nicht geändert werden muss. Ist der dann allerdings inzwischen aufgetaut, und das geht ja bei den dünnen Scheiben recht schnell, dann kann es sein, dass der Toast ungewollte recht dunkel werden könnte.
Diese Funktion ist gut gemeint, aber als so richtig sinnvoll sehe ich sie nicht an.

Und es gibt noch eine dritte Taste.
Zu sehen ist das typische Symbol für "Stopp", das man auch von der Mikrowelle kennt: Ein Dreieck in einem Kreis. Ein Druck darauf beendet den Toastvorgang sofort. Zum Beispiel dann, wenn man sich beim Testen vertut und schon Rauchschwaden anzeigen, dass sich der Toast zur Grillkohle entwickelt….. Antippen reicht, und die Toastscheiben schnipsen nach oben.

Irgendwann kann es sein, dass aus dem Toaster brandige Düfte aufsteigen, ohne dass diese von den Toastscheiben stammen. Dann nämlich haben sich genügend Krümel am Boden des Toasters gesammelt.
Gegenüber des Schlittenhebels befindet sich am Boden des Toasters eine Schublade, die sich einfach herausziehen lässt. Dort liegen die Toastkrümel drauf, die im Laufe der Zeit so abgebröckelt sind. So entfernt man diese Krümel einfach und unkompliziert.

Als letzte Funktion sei das Aufwärmen / Aufbacken von Brötchen genannt. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass die beiden verchromten Stahlbügel nicht geeignet sind, vorgebackene (halbfertige) Brötchen oder Baguettes fertig zu backen. Das sollte wirklich im Herd oder Umluftherd erfolgen. Der Toaster eignet sich nur dazu, Brötchen vom Vortag wieder knusprig zu machen.
Dazu sind die Bügel mit dem Schieber oberhalb des Schlittenhebels auf eng zu stellen und man kann die Brötchen auflegen. Mehr wie zwei passen keinesfalls gleichzeitig drauf.
Die aufsteigende Wärme aus dem Toastschacht macht die Brötchen wieder schön cross. Das dauert allerdings doch so 4… 6 Minuten. Und man muss die Brötchen auf jeden Fall wenden. Ganz so toll überzeugt bin ich auch von dieser Funktion nicht, denn energiesparend ist die nicht. Ich verwende da einen Minibackofen und das sind in 4 Minuten 4 Brötchen aufgebacken…

Hersteller und Service
~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wer dieses Teil nun wirklich herstellt bleibt im Dunkeln.
Vertrieben werden CLATRONIC ® Geräte über die

Clatronic International GmbH
Service Haushaltsgeräte
Industriering-Ost 40
47906 Kempen

Mit der Service-Hot-Line-Nummer:
02152 20 06-888

Wer mehr wissen will, der klicke einfach die Homepage unter

http://www.clatronic.de

an.
Dort findet man u.a. Bedienungsanleitungen, Schaltpläne und sonstige sinnvolle Links.

Hat man Probleme mit einem Produkt von CLATRONIC ®, dann erklärt man auf der Homepage:

" Bitte wenden Sie sich an Ihren Clatronic-Händler
oder senden Sie uns das Gerät frei Haus an obige Adresse."

Etwas eigenartig ist, dass in der beiliegenden Bedienungsanleitung in den Garantiebestimmungen ausgeführt wird, dass man das Gerät zusammen mit der Originalverpackung einzusenden habe. Eine doch wohl fragwürdige Regelung, die rechtlich keinen Bestand haben dürfte. Da müsste sich ja jeder ein extra Kartonkeller zulegen, wo er Originalverpackungen sammelt. Wohl eher ein unsinniger Hinweis.
Ansonsten ist die Bedienungsanleitung eher spartanisch ausgestattet. Es wird eigentlich nur aufgezählt, was wofür ist, ohne zu erklären. Sowohl "Auftauen" wie auch "Aufwärmen" muss man selbst ausprobieren. Da man ansonsten davon ausgehen kann, dass Toasten nicht wirklich kompliziert ist, kann man über die etwas dürftige Anletung wohl hinwegsehen.

Immerhin gewährt CLATRONIC ® eine Garantie von 2 Jahren. GLOBUS legt noch ein Jahr oben drauf.
Ich meine, das ist bei 9,95 EUR Kaufpreis eine sehr noble Sache.
Auf jeden Fall hält dieser Toastautomat immerhin schon gut 6 Wochen ohne zu mucken. Ich glaube, der Griff zu diesem Gerät war nicht der schlechteste!


Fazit:
~~~~~~
Für 9,95 EUR habe ich hier einen Toaster bekommen, der für mich keine Wünsche offen lässt. Ich meine, dass ein Toaster nicht mehr können muss.
Ich kann hier reinen Gewissens eine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben, verbunden mit dem Ratschlag, die 3-Jahre-Globus-Garantie zu nutzen. Da ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Klar - wenn ich eine Kaufempfehlung ausspreche, dann gibt es auch alle 5 Sternchen!

Also liebe Toastliebhaber - viel Spaß beim Toasten, Lesen und Werten.


Es grüßt die Feldmaus

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
WC_Erpel

WC_Erpel

10.12.2011 00:41

Meinen nutze ich viel zu selten... dabei war er nciht mal so billisch :-/

little_maryann

little_maryann

24.11.2006 08:22

Dann wünsche ich Dir mal, dass Du lange Freude an dem Teil hast. Clatronic hat seinen Sitz hier in meinem Heimatort Kempen und ich hatte selbst etliche Clatronicgeräte. Meine Waschmaschine kippte nach fast 3 Jahren vom Sockel, zwei Staubsauger gaben innerhalb der Garantiezeit auf, mein Fernseher starb in der Einführungsrunde eines Formel1 Rennens und seitdem achte ich penibelst darauf, das auf zu kaufenden Geräten ganz sicher nicht Clatronic steht, Lokalpatriotismus hin oder her.

snoopy41

snoopy41

05.09.2006 01:34

Ein supergeiler Bericht für einen kleinen Toaster. bh und lg. Udo

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  1. snoopy41
  2. pfiffikus55
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  2. WC_Erpel
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