Der Club ist wieder eröffnet
11.02.2003
Pro:
Filmvergnügen der prägenden Art
Kontra:
. . .
Empfehlenswert:
Ja
 corinna77
Über sich:
Ich bin nicht mehr regelmäßig hier, aber ich schaue periodisch immer wieder bei Ciao herein. Meinen ...
Mitglied seit:17.01.2003
Erfahrungsberichte:55
Vertrauende:14
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Todd Anderson, Neil Perry, Knox Overstreet, Charlie Dalton, Steven Meeks - sie sind zurück in Welton, und zwar auf einer mit knapp 14 Euro (Pro Markt) durchschnittlich erschwinglichen und mit Extras gespickten DVD im Vertrieb der Buena Vista Home Entertainment GmbH. Die Story des Peter-Weir-Films „Der Club der toten Dichter" dürfte hinlänglich bekannt sein. Der Englischlehrer John Keating (Robin Williams in seiner vielleicht besten Rolle) versucht mit seiner eigenen Auffassung vom Lehren den Staub Jahrhunderte alter Traditionen aus dem Klassenzimmer zu kehren und ermuntert seine Schüler getreu des Mottos „Carpe Diem" (Nutze den Tag), etwas Besonderes aus ihrem Leben zu machen. Von Keating inspiriert lassen die Jungen um den völlig verschüchterten Todd Anderson einen alten Geheimbund - den „Club der toten Dichter"- wieder aufleben, um „das Dasein auszukosten und das Mark des Lebens in sich einzusaugen" (Thoreau).
Fortan treffen sie sich in einer Höhle unweit der Schule, lesen die englischen Klassiker und eigene Gedicht, schmieden Pläne, machen erste Erfahrungen mit Mädchen und wachsen zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammen. Doch schnell merken die Jungen, daß eigenständiges Denken und das Entwickeln von persönlichen Wünschen in beständige Auseinandersetzungen mit ihrer einem völlig anderen Erziehungsideal verpflichteten Umwelt mündet. Es erweist sich als Kunstgriff das Mark des Lebens einzusaugen, ohne „am Knochen zu ersticken". Einige der damals unbekannten Jungstars (Ethan Hawke, Robert Sean Leonard u.a.) sowie Norman Lloyd (der Latein-Lehrer) äußern sich auf der Special Edition DVD in einer Homage an Peter Weir - ihr Lob sachlich begründend - zur Zusammenarbeit während des Films. Ihre Bewunderung basiert vor allem auf der Tatsache, daß Weir die Schauspieler ähnlich wie Mr. Keating seine Schüler zur aktiven Mitarbeit an ihrer Figur und eigenständigem Denken aufforderte.
Eine nette Beigabe ist auch das Booklet, das der DVD beiliegt. Doch das ist noch nicht alles, was die DVD an Extras bietet. Zwei zusätzliche Szenen verdeutlichen sowohl den Spaß den die Schauspieler am Set hatten, als auch die Fähigkeit des Regisseurs, sich von Überflüssigem trennen zu können. Peter Weir und David Lynch erzählen in einem Interview ebenfalls wohlwollend von den Qualitäten des bereits verstorbenen Sounddesigners Alan Splet. Ein weiteres Extra führt anhand eines Belichtungsworkshops des Kameramanns John Seale in die Arbeit mit Scheinwerfern und anderen Lichtquellen am Set ein. Wer die Dialoge bereits mitzusprechen in der Lage ist, der kann sich den Film mit den Audiokommentaren von Regisseurs, Kameramann und Drehbuchautor ansehen, die z.B. über ihre eigenen Schulerfahrungen sprechen. Und für einen zusätzlichen nostalgischen Effekt sorgt der Kinotrailer als letztes Extra der DVD. Leider findet man keinen Beitrag mit oder über Robin Williams, der doch einen wesentlichen Bestandteil des Films ausmacht und mit seiner hervorragenden schauspielerischen Leistung zum Erfolg des Dramas beigetragen hat. Die geneigten Käufer können sich in 3 verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch) anhören, wie man sein barbarisches JAUP über den Dächern der Welt erschallen läßt; mitlesen kann man gar in 10 - darunter neben Deutsch und Englisch auch Hebräisch oder Slowenisch. Und auch bei den im O-Ton wiedergegebenen Interviews unter den Extras ist es möglich, Untertitel einzublenden.
Die technische Seite der DVD ist durchaus zufriedenstellend. Der Ton ist sauber, das Bild im wesentlichen fehlerfrei. Deshalb kann ich die DVD uneingeschränkt empfehlen: Ein erstklassiger Film in guter Qualität und mit vielen Extras. Daten im Überblick
DVD erschienen 2002 Genre: Drama Regie: Peter Weir Darsteller: Robin Williams, Ethan Hawke, Robert Sean Leonard, Norman Lloyd u.a. FSK-Freigabe: 12 Laufzeit: ca. 123 min Extras: ca. 70 min Audio: Deutsch, Englisch, Italienisch (Dolby Digital 5.1) Bildformat: 16:9 (1.77:1) Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Hebräisch, Griechisch, Türkisch, Kroatisch, Slowenisch Extras: Hommage an Peter Weir/ zusätzliche Szenen/ Audiokommentar von Regisseur, Kameramann und Drehbuchautor/ Kinotrailer/ 8-seitiges Booklet
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25.05.2003 12:55
Den Film habe ich im Englischunterricht gesehen. Nicht schlecht. MfG, FlatStep.
12.05.2003 00:44
etwas übersichtlicher hättest du deinen bericht gestalten können, ansonsten klasse!
15.02.2003 11:11
Dazu habe ich das Buch auf Englisch gelesen :-) Den Film haben wir im Untericht geschaut - ich fand ihn OK, mehr aber nicht.