Cocktail-Torten / Dr. Oetker

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Cocktail-Torten / Dr. Oetker

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Caipirinha beim Kaffeeklatsch

5 20. Mai 2003

Pro:
stabiles Buch, tolle Rezepte, gute Angaben, Überraschung für Gäste, können auch ohne Alkohol zubereitet werden

Kontra:
Alkohol ist teuer

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Aufmachung:

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Edelgroove

Über sich: Schon seit einem Monat lässt die Telekom mich ohne Internetanschluss und ein Ende dieser Farce ist n...

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Ich bin ein absoluter Backfreak und manchmal glaube ich wirklich, ich wäre besser Konditorin geworden anstatt einen Bürojob zu erlernen, aber vielleicht macht mir backen auch nur soviel Spaß, weil es mich entspannt und einen schönen Ausgleich bietet. Nicht zu vergessen, kann man mit selbstgebackenem Kuchen auch immer Menschen glücklich machen. Das mache ich ganz besonders gerne und erfreue mich immer an dem Lob, das ich für meine Torten ernte.
Da Schwarzwälderkirsch und Sachertorte irgendwann keine Herausforderung mehr für mich darstellten, habe ich mich nach witzigen Tortenkreationen umgesehen und bin da bei den Backbüchern von Dr. Oetker hängengeblieben. Modetorten, Noch mehr Modetorten, Modetorten ohne Backen und meine neueste Errungenschaft: Cocktail Torten.

Das Buch
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Dr. Oetker Backbücher sind nicht besonders günstig, aber auf jeden Fall ihren Preis wert. Für 7,90 Euro bekommt man hier in einem schönen Hardcover-Einband 45 raffinierte Tortenrezepte. Die Rezepte und Bilder sind auf Glanzpapier (wirkt ein wenig seidig-beschichtet, ist aber chlorfrei gebleicht) gedruckt, was dafür sorgt, dass das Buch lange Zeit schön bleibt.
Ich klecker beim Backen immer irgendwie und kann es einfach nicht vermeiden, dass mir mal was auf das Buch tropft. Bei diesen Glanzseiten, kann man solche Malheurs direkt wegwischen ohne, dass größerer Schaden für das Buch entsteht. Allerdings finde ich es aber auch ganz nett, wenn man an einem Buch sehen kann, welches Rezept man am Liebsten backt, bei dem die Seiten ein wenig "mitgenommen" aussehen.
"Cocktail Torten" ist im Dr. Oetker Verlag erschienen und kann unter Angabe der ISBN-Nummer 3-7670-0625-1 in jeder guten Buchhandlung (online oder offline) bestellt werden.

Am Anfang des Buches steht wie immer ein kleines Vorwort, welches Lust aufs Backen und vor allem Lust aufs Essen der leckeren Cocktail-Torten macht. Bei dem Vorwort findet sich aber nicht nur die Einleitung, sondern auch eine Auflistung der Abkürzungen und ihrer Bedeutung, Hinweise zu den Zubereitungszeiten und Hinweise zu den Rezepten. Dem Hinweis, sich vor dem Einkaufen und Backen das ganze Rezept durchzulesen, kann ich übrigens nur zustimmen. Das sollte man immer so machen, da sich kompliziert aussehende Torten meist als gar nicht kompliziert erweisen.

Wo ich gerade bei "kompliziert aussehen" bin. Zu jedem Tortenrezept gibt es in diesem Buch das entsprechende große Bild der Torte. Einem Rezept wird immer eine Doppelseite gewidmet. Die Rezepte sind auch schön in Einzelschritten nummeriert aufgeführt, so dass eigentlich überhaupt nichts schief gehen kann.
Zu dem Rezepten gibt es auch immer Tipps, was man anders machen könnte und Tipps, wie man die Torte ohne Alkohol zubereiten kann.

Außerdem gibt es immer eine Nährwertangabe, die allerdings für den gesamten Kuchen und nicht nur für ein Stück gilt. Außerdem fehlt auch die BE-Einheit, die aber vermutlich aus gutem Grund weggelassen wurde, denn für Diabetiker sind die Torten schon wegen des Alkohols eigentlich nichts.

Die Rezepte
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Die Rezepte sind nicht in einzelne Kapitel unterteilt. Allerdings findet sich im hinteren Teil neben der alphabetischen Auflistung ein Register, in dem die Torten nach "Kuchen vom Blech", "Schnelle Zaubereien", "Coole Torten", "Mit Nuss und Mandelkern" und "Freche Früchtchen" aufgeteilt sind.

Man findet hier Kuchen bzw. Torten, die die Namen bekannter und eher unbekannter Cocktails haben. Bei den bekannten Sachen wie Erdbeer Daiquiri, White Russian, Singapur Sling und Woka Lemon kann man sich ja in etwa schon die Geschmacksrichtung der Torte vorstellen, aber ich wusste zum Beispiel nicht wie Hemingway-Schnitten schmecken können oder dass Alexander ein Cocktail ist.
Man wird also auch überrascht bei einigen Rezepten.

Die Zubereitung der Cocktail Torten, die alle hervorragend aussehen (und natürlich auch schmecken) ist denkbar einfach, da alles sehr genau beschrieben wird. Die Zutatenliste ist ebenfalls schön aufgeteilt in Zutaten für den Teig, für die eventuelle Füllung und für Verzierungen. Die Backzeiten sind gut angegeben, wobei natürlich auch hier die Holzstäbchenmethode unerlässlich ist..
Zu den Rezepten gibt es immer Tipps. Man erfährt, ob man die Torte vorbereiten kann, ob man eventuell andere Früchte nehmen kann und wie man die Coktail-Torte jugendfrei macht.

Die Torten
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Ich habe leider noch nicht alle Torten des Buchs ausprobieren können, denn man hat ja nicht immer Lust auf so aufwendige und kalorienreiche Torten, aber ich habe schon ausgiebige Erfahrungen sammeln können und kann sagen, dass jede Torte, die ich aus dem Buch nachgebacken habe, hervorragend geschmeckt hat. Bei einigen schmeckt man den Alkohol sehr stark (wie zum Beispiel bei der Tequila-Sunrise-Torte), bei einigen weniger (wie zum Beispiel dem Pina-Colada-Kranz). Überhaupt sind die Torten, die mit weniger prozentigem und cremigem Likör wie Batida de Coco gemacht werden, verträglicher, da der Alkohol sich besser zum Joghurt und zur Sahne fügt als höher Prozentiges. Das ist aber auch alles Geschmacksache. Man kann die Torten ja auch ohne Alkohol zubereiten. Da kann ich die Erdbeer-Daiquiri-Torte empfehlen, bei der die 3-4 Esslöffel Rum im Rezept einfach ersatzlos gestrichen werden können. Die Torte schmeckt besonders jetzt im Sommer sehr frisch.

Einige Rezepte, wie zum Beispiel die Swimmingpooltorte, bei der Wodka und Blue Curacao mit Gelatine gehärtet und danach in kleine Würfel geschnitten als Dekoration dienen, brauchen einige Zeit und Mühe. Die Zubereitung ist zwar nicht schwer, aber dauert doch ihre Zeit. Der Aufwand lohnt sich aber, da die Torten, die lange dauern, auch gut aussehen und schmecken und welcher Zuckerbäcker hört nicht gerne das staunende "aaaah" von den Gästen?

Leider sind die Torten durch den Alkohol auch nicht unbedingt billig. Gut, manchen Likör und Rum hat man im Hause, aber wenn man mal etwas ausgefallenes machen möchte, dann muss man halt für ein paar Löffel den Alkohol kaufen. Manchmal gibt es Likör wie zum Beispiel Kaffee- oder Pfefferminzlikör auch in kleinen Flaschen.

Wie anfangs erwähnt, sollte man sich die Rezepte vorher genau durchlesen und auch abwägen, was den Gästen schmecken könnte.
Meinen Gästen hat allerdings noch jeder Kuchen von mir geschmeckt, wobei unser Favorit ganz klar die Batida-Kirsch-Torte ist, weil wir eben Batida-Kirsch auch sehr gerne trinken. Diese Torte ist zwar sehr gehaltvoll, sind immerhin insgesamt 225ml Batida drin, aber mehr als ein Stück Kuchen isst man beim Nachmittagskaffee ja eh nicht.

Wer seinen (erwachsenen) Gästen mal etwas besonderes servieren möchte, sollte sich das "Cocktail Torten"-Buch anschaffen. 2 Proberezepte gibt es übrigens auf der Homepage von Dr. Oetker (www.oetker.de).

Man muss auch keine Angst haben, dass man nach dem Genuss der Torten beschwipst oder gar besoffen wäre. Man ist aber angeheitert, weil die Torten gut schmecken und man einen schönen Nachmittag mit Freunden und gutem Essen verbringen kann. 

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
moritzman

moritzman

30.05.2003 13:22

Kein Wunder, daß die Klatschtanten immer so gesprächig sind ...

Lady.Saw

Lady.Saw

25.05.2003 15:20

Oh das hört sich fein an,aber so ein richtiger Alk-Fan bin ich leider nicht...Viele liebe Grüße,Nadine

Psychodelic2

Psychodelic2

22.05.2003 20:54

Ich selbst hab noch nie selbst was gebacken, hab nur ein Kochbuch für Anfänger hier, was aber auch noch recht jungfräulich ist. Hab erst 1 Gericht daraus gemacht. Demnächst will ich aber mal wieder mal machen. Dein Text über das Backbuch war aber gut wie immer. Gruss Daniel

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