Coco Cay (Little Stirrup Cay), Bahamas

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Coco Cay (Little Stirrup Cay), Bahamas

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Erfahrungsbericht über "Coco Cay (Little Stirrup Cay), Bahamas"

veröffentlicht 28.03.2014 | celles
Mitglied seit : 27.02.2011
Erfahrungsberichte : 2215
Vertrauende : 190
Über sich :
Gut
Pro im Inneren der Insel unberührter
Kontra der viele Schaum
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Manchmal sind Karibik-Träume echt nur Schäume !"

Mehr Schaum als Traum..Coco Cay (Little Stirrup Cay), Bahamas

Mehr Schaum als Traum..Coco Cay (Little Stirrup Cay), Bahamas

Grüß Gott aus Wien !

Im Februar 2014 waren wir auf Coco Cay, das eigentlich Little Stirrup Cay heißt. Dabei handelt es sich um eine ursprünglich unbewohnte Insel, auf der jetzt saisonales Personal wohnt und das als „Privat Insel“ vieler Reedereien angefahren wird. Das berühmteste Beispiel ist wahrscheinlich Labadee (Haiti) von Royal Caribbean.


F A K T E N

Little Stirrup Cay gehört zu den Berry Islands, die zu den Bahamas gehören. Diese Insel misst rund 1 km x 185 m und liegt 90 km nördlich von der Haupstadt Nassau. Die Insel wurde auch für große Besuchermassen ausgelegt und diese werden dorthin mit großen Kleinfähren hingebracht. Mit normalen Rettungsbooten würde die Ausschiffung viel zu lange dauern und der Aufenthalt ist meist auf 8 bis 10 Stunden beschränkt.

Die Insel bietet Strände, die teils stark mit Liegestühlen übersät sind, aber auch einsame Flecken sind zu finden. Der Osten der Insel gilt als Zentrum für die entspannenden Aktivitäten. Auch kann man eine handvoll Ausflügen buchen, wie den aufblasbaren Aquapark oder das Glas Bottom Boot durch die Cays. Ein Besuch der Nachbarinseln ist gänzlich ausgeschlossen !!!

Die meisten Strände haben Korallenabschnitte oder graue, felsige Teile.


A N R E I S E

Die Anreise ist nur per Schiff möglich. Meinem Wissen nach ist dies nur mit einem Kreuzfahrtschiff möglich. Wenn es andere Sonderregelungen gibt, mögen diese bestehen, aber ich habe noch von keinen je gehört. Auf der Insel gibt es keinen Flughafen, aber einen Helikopterlandeplatz. Anreisen kann man unter anderem im Zuge von Kreuzfahrten mit Royal Caribbean, oder wie wir zuletzt, mit Carnival. Wenn man Great Stirrup Cay sehen will, muss man nur zum nächsten Kreuzfahrtschiff gucken und der Insel, vor der es liegt.


K L I M A

Nachdem Little Stirrup Cay bei fast 26° N und 78 ° W liegt, fällt es schon in der suptropische Zone und die Entfernung zum Nördlichen Wendekreis beträgt nur 320 km. Dort war es im Februar schon richtig warm, mit 27°C. Das Wasser, das schon zum Atlantik zählt, fand ich überraschend kühl, aber ich war wegen der Gegebenheiten nur kurz mit den Füßen im Wasser. Der Wind ist kaum zu spüren und im Februar sind Niederschläge selten. Diese verteilen sich auf die Sommermonate mit noch mehr Luftfeuchte und von hoher Luftfeuchtigkeit gekennzeichneten Hitze.


H A F E N

Die Hafeneinfahrt schien in die Insel gesprengt worden zu sein. Beidseits war alles sehr schmal und auch die grauen Felsen lugten hervor. Das Schiff konnte hier nicht schnell einfahren und machte im Hafenbecken noch eine Wendung bei der etwas größeren Kopie von der „Meerjungfrau“. Hier sah man schon die Farbenfrohheit der Insel. Auch ein auf der Ecke stehendes, blaues und quadratisches Schild hieß einen auf der Insel willkommen. Bis man an Land konnte, dauerte es nicht lange. Die Rampe wurde heruntergekippt und die Fotografen lauerten schon.


S H O P P I N G ::: I M ::: H A F E N

Neben einer kleinen Touristeninformation mit Auskünften zu Ausflügen und einer Übersichtskarte der Insel standen auch gleich diverse, farbenfrohe Hütten, die ihre Waren feilboten. Natürlich waren alle Erzeugnisse in Dollar ausgeschildert. Postkarten gab es leider überhaupt keine.


Die meisten Gebäude waren rosa mit blauen Umrahmungen. Diese waren mit farbenfrohen Schirmen geschmückt und hatten alle ihre Waren auf einmal, übereinander und nebeneinander ausgestellt. Den Großteil bildeten die T-shirts und die und Tücher. Alles war sehr fotogen, aber das Einkaufen war gar nicht einfach, weil alles sehr beengt war und sich viele Leute dort tummelten. Auch konnte man nichts in Ruhe ansehen und die T-Shirts waren auch nicht so mein Geschmack. Auch der Island’s Boss war dort vorhanden, was immer dies auch immer gewesen sein möge.


G R I L L B E R E I C H

Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Deshalb landete man nach einigen Schritten beim Blackbeard’s Grill. Dieser bestand im Großen und Ganzen aus bunten Holzhütten, die sehr offen gebaut waren und über ein graues Giebeldach verfügten. Die meisten waren in den Farben Orange und Gelb gehalten. In der Früh war noch alles leer. Zu Mittag begann dann der große Run auf die Stände. Auch eine Rotunde in mehreckiger Form war vorhanden.


A Q U A P A R K

Der Aquapark dort soll einer der größten sein – im Bereich der aufblasbaren Konkurrenz. Er bestand auf Wasserrutschen und einer Art Eisberg und einer doppelseitigen Rutsche. Das Ganze war weiter draußen vor dem Strand und war kostenpflichtig. Auch an Land gab es noch eine große Rutsche, die aufblasbar war und mit Wasser zu rutschen war. Auch fand man ganz originelle Wegweiser wie ein gelbes, aufgestelltes Boot mit einem roten Pfeil und der Aufschrift KAYAK.


S T R Ä N D E

Auf die Strände haben wir uns eigentlich gefreut. Diese waren vom Sand her ziemlich fein und hell. Auch waren die Wege dorthin einladend und zumeist sehr sandig. Dazwischen gab es einige Wiesenflecken und natürlich waren die Wege auch teils gut beschattet. Dafür sorgten hohe Palmen und Bäume und darunter waren auch etliche Hängematten gespannt.

Bei den Stränden, die auch eigene Namen trugen, hatte man die Wahl, ob man sich lieber ins Halligalli legen wollte, d.h. viel Musik und eine Liege knapp an der anderen oder ob man es lieber ein bisschen abgeschiedener haben wollte. Je weiter man vom Hafen weg ging, desto schütterer wurde schon die Dichte an Liegen. Wir wollten uns nicht in die Massen legen. Die hatten wir schon am Schiff und die braucht man wirklich nicht noch einmal auf der Insel.


B A R E F O O T ::: B E A C H

Nach fast 10 Minuten Gehzeit kamen wir zum Barefoot Beach. Dieser wurde durch ein hellblaues Schild mit großen, gelben Lettern ausgezeichnet und hatte als Symbol zwei schwarze Fußpaare, also vier Fußabdrücke. Dort gab es schon weniger Liegen, aber dafür in einer Reihe nebeneinander aufgefädelt. Über diese waren auch große Strohschirme gespannt. Hier sah man auch schon Reifenspuren von Fahrzeugen, die auf dem Strand unterwegs waren. Dies ist in den USA leider keine Seltenheit.

Von der Weite sahen wir schon, dass das blau-türkise Wasser sehr seicht war. Viele Leute waren schon weit draußen und waren noch immer nicht tiefer im Wasser, als mit den Knien. Auch sah man die Korallen durchschimmern und es tat mir weh, dass wieder Touristen über Korallen trampelten, aber die Entspannung geht nun mal vor.

Mit der Entspannung' war es schnell vorbei, als ich mir mal die Füße nass machen wollte. Dabei sah ich schon komischen, weißen Schaum herantreiben. Auch ein fauliger, kloakenartiger Duft machte sich breit. Dabei dachte ich mir nur, dass das weniger gut wäre. Weiter vorne war dann der Strand seltsam weiß. Bei näherer Betrachtung waren dies Schaumkronen, die sich schon aufeinander türmten. Dieser 'Schaumteppich dehnte sich über den Rest der Strände aus und es gab auch schon ausgetrockneten Schaum an Land, der aussah, wie ein eingefallener, gelblicher Schwamm. Da ist uns dann das Badevergnügen vergangen und ich habe mir nachher am Schiff die Füße ordentlich abgeduscht. Ich war verwundert, dass dies auf so einer Privatinsel überhaupt möglich wäre und hoffe, dass dies nicht jeden Tag dort der Fall ist.

Auch beim felsigen Teil mit den Ufergebüsch nahm der Schaum kein Ende. Dort konnten wir auch nicht mehr weitergehen und mussten umkehren. Dabei kamen wir auch bei einem hohen Sandberg vorbei. Dieser sah nicht sehr natürlich aus und diente wahrscheinlich der Aufschüttung am Strand.


N A T U R E ::: T R A I L

Für Naturbegeisterte gab es auch ein Highlight ! Dieses war in Form eine Naturpfades von 1,6 km Länge. Man sollte nicht glauben, wie lange man auf dieser Insel gehen kann, ohne viel zu sehen und auch ohne irgendwelche Leute zu treffen. Unglücklicherweise war dieser in das Gebüsch geschlagene Pfad gar nicht ausgeschildert und wies auch keine Hinweise zu Flora und Fauna auf. Diese hätte man schon haben können, wenn man den 20 Dollar teuren Ausflug mit einem Guide gebucht hätte. Folglich konnten wir nur rätseln und staunen, was wir alles zu sehen bekamen. Der Weg war rund 2 m breit und das Buschwerk war dermaßen hoch, dass man nicht darüber hinaussehen konnte. Auch waren wir auf dem Trampelpfad der brütenden Sonne hilflos ausgeliefert !

Der Weg war aber nicht so einfach zu begehen. Schnell wechselte reiner Boden mit größeren Steinen, Felsen oder fast nur Felsen. Auch von der Fauna hatten wir etwas mitbekommen. Ein verliebter Hahn krähte und lief seiner Henne hinterher. Als beide uns erblickten, verschwanden sie ins Dickicht und waren kaum noch zu erkennen. Auch ein paar kleine Echsen kreuzten unseren Weg. Für diesen Weg sind Sandalen zu empfehlen oder sehr unempfindliche Fußsohlen. Am Ende das Pfads stand ein hoher, gelber Pfahl mit der Längenangabe und der berechneten Gehzeit von 60 Minuten.


W E S T E N D

Der Naturpfad endete am so genannten WESTEND. Dies verkündete eine hellblaue, runde Tafel, die von zwei grauen Delphinen flankiert wurde. West End Girls gab es dort zwar keine, dafür saßen im Wipfel niedriger Bäume Vögel, die einen nicht so netten, dafür sehr hungrigen Eindruck machten ! Das einzige Highlight war eine Art Tiefladeranhänger und ein altes Mobil. Entlang der Wasserlinie standen ein paar Strohschirme. Auf einem fand sich die Tafel Photostop wieder. Was man dort fotografieren sollte, kann ich aber nicht sagen. Die kleine Landspitze war damals menschenleer und vermittelte wirklich ein Ende der Insel mit unserem Schiff in weiter Ferne auf Reede !


D I A M O N D ::: P O I N T

Der Diamond Point lag nur einige Schritte vom Westend entfernt. Von der breiten, weiß-staubigen Nutzstraße, die den Eindruck eines Inselhighways hinterließ, mussten wir ein Stück nach links abbiegen. Dieser sah sehr einladend ein und verführte uns wirklich zum längeren Verweilen. Dort verbrachten wir unter dem breiten Strohschirm mit gelben Streben und weißem Gestänge auf den dortigen beiden weißen Bänken tatsächlich eine lauschige halbe Stunde. Auch ein sechseckiger, weißer Tisch war dort aufgestellt.

Bis zum Ufer hinunter konnte man nur mit viel Mut und Waghalsigkeit gelangen, denn dort gab es nur eine schroffe, graue Felsenlandschaft ! da war mir die weißen Fläche mit dem Ensemble viel lieber und auch das Korallenstück in Herzform, das man auf die eine weiße Bank gelegt hatte. Am Schirmständer war auch ein kleines Schild mit „Diamond Point“ angebracht.

Wir sahen auch das Glasbodenboot, das sich auf den Weg durch die Berry Islands machte und auch ein weiters Schiff am Horizont, nämlich die MSC Divina.


R U I N E N

Zurück ging es über diese breite, staubige Zweckstraße. Diese hatte immer Stopps, die an Bushaltestellen erinnerten. Diese sollten aber der Fitness dienen und dort waren auch diverse Übungen vorgeschlagen und aufgezeichnet. Diese haben wir aber nicht nachgemacht, weil es zu heiß war.

Plötzlich stießen wir auf die irgendwo im Tagesprogramm versprochenen Ruinen. Diese standen hinter einer Art Pferdezaun, aber gut einzusehen. Davor gab es auch ein Grab. Auf dem kleinen Grabstein war Black Beard eingraviert. Welchen geschichtlichen Hintergrund dies hatte, konnte ich leider nicht eruieren.

Die Ruinen in grauer Farbe sahen sehr imposant aus und schienen die Reste eines Gebäudes mit vielen Öffnungen zu sein. Gepaart mit den Palmen sieh dies alles sehr malerisch aus. Teils waren es noch ganze Wände, teils nur mehr aufeinander gelegte Steine unterschiedlicher Größe. Ich fand dies sehr spannend und auch historisch interessant.


P F L A N Z E N G A R T E N

Auf der anderen Seite wurde ein kleiner Pflanzengarten angelegt. Er erschien mir nicht sehr besonders, sodass ich ihn nur von der anderen Straßenseite aus beäugelte.


B E W O H N E R

Gibt es eigentlich nicht. Irgendwer wohnt dort, wahrscheinlich Leute, die sich um die Insel kümmern, es gibt Kleinfahrzeuge und Kleintraktoren, große und kleine Satellitenschüssel, schöne, bunte Häuser, ein Kraftwerk und überall die Schilder, dass man als Tourist dort keinen Zutritt hätte.


F A Z I T

Die Insel war nett zu durchwandern. Dabei genossen wir die Pflanzenwelt und die ungewohnte Ruhe. Eigentlich war sie schon sehr schön, wenn ich nicht an den Schaum im Wasser denke. Das Ziel ist aber mehr für Remmidemmi und Action Im Wasser gedacht und weniger für Wanderer, wie wir, die auch die Insel abseits der Strände erkundigen wollten.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Landeivomwald veröffentlicht 06.11.2017
    Jau
  • Rauschtester veröffentlicht 19.04.2017
    Top
  • Rjoel veröffentlicht 11.05.2016
    Schön
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Produktbeschreibung des Herstellers

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