Compaq Armada 1500

Erfahrungsbericht über

Compaq Armada 1500

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Langzeitbericht zum 1500C

5 17. Aug 2002

Pro:
Noch heute alltagstaugliches Laptop

Kontra:
ein paar Kleinigkeiten

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Verarbeitung:

Akkulaufzeit:

Gewicht:

Bedienung/Ergonomie:

Bedienungsanleitung:

Support/Service:

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tdaur

Über sich:

Mitglied seit:25.04.2000

Erfahrungsberichte:4

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Das Compaq Armada 1500 c habe ich 1999 gekauft. Es gehörte seinerzeit zu den preiswerteren Marken-Geräten, mit einem Straßenpreis von ca. 4.000 DM. Ich habe das Gerät nach wie vor in Betrieb und möchte nun nach einigen Jahren von meinen Erfahrungen berichten.

Ich habe inzwischen einige Notebooks neueren Datums in die Hände bekommen und damit ganz gute Vergleichsmöglichkeiten - habe aber bisher keinen Grund gesehen, das Gerät zu wechseln.

Technische Daten:
Das Armada 1500c wurde mit unterschiedlichen Ausstattungen verkauft. Wichtig scheinen mit vor allem das Display: TFT oder DSTN sowie der Prozessor: Celeron 266 - 400.
Ansonsten hat das Gerät in der Grundausstattung eine 4GB-Festplatte, 32 MB Arbeitsspeicher, Windows 95 in einer von Compaq angepaßten Version, eine 2MB-Grafikkarte, 800x600 Bildschirmauflösung (auf dem Monitorausgang 1024x768), Diskettenlaufwerk (tauschbar gegen zweiten Akku), CD-ROM, 2 PCMCIA-Slots, Druckeranschluß, serielle Schnittstelle, Touchpad.


Nutzung:
Ich habe das Gerät seit dem Kauf an den meisten Arbeitstagen benutzt, es kam und kommt also viel zum Einsatz. In der Firma als Zweitcomputer neben meinem PC, zuhause nach einer Weile als einziges Gerät.
Ein paarmal ist es in der Tasche vom Rad gefallen - dabei hat sich eine Plastikabdeckung gelöst (Klebeband half), mehr nicht.
Im Gerät tun PCMCIA-Karten dienst: Bis vor kurzem eine d-link dfe-650 Netzwerkkarte (10/100), derzeit eine Accton 10-Mbit Karte (die d-link gab den Geist auf), außerdem eine AVM-PCMCIA-ISDN-Karte und gelegentlich eine Modemkarte (Psion Gold irgendwas). Alle Karten laufen problemlos unter Windows, die beiden Netzwerkkarten habe ich auch unter Debian in Betrieb, ohne Probleme.

Meine Meinung zur Ausstattung:
Das TFT-Display ist scharf und klar. Sicher leuchtet es nicht ganz so hell wie heutige TFTs, dafür hat es aber auch nicht diese merwürdigen Randabfälle und ist deutlich schärfer als die von manchen aktuellen Notebooks. Ich arbeite regelmäßig auf im Freien mit dem Notebook - im Schatten geht's auch bei starkem Sonnenschein. 800x600 sind sicher nicht mehr zeitgemäß, aber es läßt sich gut nach wie vor damit arbeiten.
Ich habe den Arbeitsspeicher um 128 MB auf maximale 160 MB erweitert. Dadurch hat sich die Geschwindigkeit deutlich verbessert.
Die Festplatte habe ich vor einem Jahr gegen eine 10 GB-Platte (IBM) getauscht. Die kostete 300 DM und wurde vom Gerät automatisch erkannt (mehr als 10 GB seien nicht möglich). Auch das hat die Performance erhöht.
Ich habe mir, da ich das Gerät vorwiegend an zwei Orten verwende, ein zweites Netzteil gekauft (ca. 120 DM). Das Netzteil ist extern (das hat den Vorteil, daß das Gerät keinen Trafo - Wärme - enthält). Das eine liegt zuhause, das andere am Arbeitsplatz.
Genial an dem Netzteil ist, daß das Kabel vom Netzteil zum Notebook genauso lang ist, wie das vom Netzteil zur Dose. Damit liegt das Netzteil auf dem Boden und nicht auf dem Arbeitsplatz.
Vor einem Jahr ging der Akku (LI) von einem Moment auf den anderen kaputt, für runde 250 DM gab es einen neuen. Der Akku hält ca. 2,5 Stunden, das reicht, um auch mal gemütlich im Freien ohne Stromanschluß zu arbeiten.
W95 habe ich auf einer Partition durch W98, auf einer zweiten durch Debian (Linux) ersetzt.
Ein Celeron 366 mit 128 MB RAM und eine Grafikkarte mit 2MB klingen zwar museumsreif, wirft man einen Blick auf aktuelle Angebote. Unter Windows 98 und bei Verwendung von den für meinen Bedarf nötigen Programmen (Word/Excel/PowerPoint 97, IE/Netscape, Buchführungsprogramm, Editor, diverse Tools etc.) arbeitet es sich ausgesprochen flott. Wer 3D-Spiele will, wird sich natürlich ein aktuelles Gerät kaufen.
Die eingebaute Soundkarte ist gut, die eingebauten Boxen taugen, wie bei Notebooks üblich, nichts.
Das Touchpad funktioniert sehr gut. Der Mauszeiger läßt sich exakt positionieren, durch leichtes Antippen kann man damit auch etwas anklicken (daneben gibt es noch zwei "Maus"-Tasten). Andere von mir ausprobierte Touchpads waren im Vergleich deutlich schlechter. Eine Maus habe ich bis heute nicht angeschlossen. Lediglich bei feuchten Fingern macht das Pad, wie alle, Probleme.
Die Tastatur ist nach wie vor angenehm, auch für Vielschreiber. Sie ist für meinen Geschmack auch vernünftig aufgeteilt, nur der 10er-Block, der über den Tasten M-U-O-: liegt (und über eine Funktionstaste aktiviert wird) ist nicht zu gebrauchen. Displayhelligkeit, Batteriestatus, Lautstärke, Displayauswahl (Display, Monitor, beides), lassen sich über eine Funktionstaste und die Tasten F4-F10 ansprechen, für die Lautstärke gibt es angenehmerweise noch zwei Tasten rechts vorne an der Seite.


Meine Erfahrungen mit Compaq:
Ich war, was Compaq angeht, recht unbeleckt, wußte aber: Mein Notebook sollte ein Markengerät sein, denn ein Notebook zu bauen, scheint mir technisch komplexer als der Zusammenbau eines PCs, außerdem sind die Teile oft proprietär, so daß sich Schwachstellen recht schlecht korrigieren lassen. Mein nächstes Gerät wird sicher wieder ein Compaq sein, wenn ich denn mal ein nächstes brauche.
Denn:
- Bis heute gibt es Treiber auf der Compaq-Website für dieses Gerät, bspw. für Grafik- und Soundkarte, das Powermanagement, etc.
- Ein (EP?)ROM-Upgrade funktionierte problemlos.
- Der telefonische Support war recht gut, als ich aufgrund einer Linux-Installation zunächst an das software-basierte Bios nicht mehr herankam (da ist so eine merkwürdige Mini-Partition auf der HD, die man unbedingt in Ruhe lassen sollte, wie ich jetzt weiß :-))
- Der lokale Compaq-Händler nebst Werkstatt ist ausgesprochen kompetent und hat mich, wenn auch ungläubig, professionell bei meinen Überlegungen zum Plattenaus- und neueinbau unterstützt (die HD hängt an einem Compaq-spezifischen Anschluß, mit dem richtigen Schraubenzieher läßt sich aber der dahinter hängende Standard-Anschluß sichtbar machen).

Linux:
Die Distribution der Wahl ist für mich nicht Suse (6.3 hatte ich auch mal drauf, auch problemlos) sondern Debian. Siehe www.debian.org. Ich habe die aktuelle Version woody mit einem 2.4er Kernel installiert. Die Installation verlief entsprechend der Anleitung ohne Schwierigkeiten, ich habe dank DSL-Flat über das Netz installiert. Eine inzwischen teilweise veraltete Installationsanleitung für Debian auf diesem Gerät gibt es hier:
http://ieee.uow.edu.au/~daniel/compaq/compaq_armada_1500c/
Der Autor geht natürlich noch von Potatoe aus und patcht fleißig den Kernel - puh, nichts für mich. Nett und hilfreich für mich war seine Anleitung zur Verwendung der zusätzlichen 4 Funktionstasten unter Linux sowie seine Sound-Konfiguration.

Fazit: Für mich gibt es bis heute keinen Grund, das Gerät zu wechseln. Es ist ein ausgesprochen alltagstaugliches Arbeitsgerät. Vielleicht gibt es ja für den einen oder anderen hier nun einen Grund mehr, sich bei ebay danach auf die Suche zu machen? 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Simonster

Simonster

17.08.2002 20:42

Super Bericht! Ausführlich und informativ, daher sh. Wenn ich mal gut Geld hab, kaufe ich mir auch einen Laptop, irgendwann... In nicht allzu ferner Zukunft... *schwärm* Grüße, Simonster

bcco1

bcco1

17.08.2002 20:23

Sehr schöner und informativer Bericht. Vielleicht sollte ich wirklich mal bei Ebay gucken, um mir einen Drittrechner zuzulegen. Meine Frau meckert immer, wenn ich Ihr lappi stibitze... *ggg* Viele Grüße, Helge

Silence01

Silence01

17.08.2002 20:02

3D spiele laufen auch auf nem aktuellen nicht immer, ich weiß das zu genau:-(

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