Compaq Armada M700

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Compaq Armada M700

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1-6 von 18 Erfahrungsberichten    
> Alle 18 Compaq Armada M700 Erfahrungsberichte anzeigen
Ein altes aber geniales Laptop, auch für Linux!!!
Erfahrungsbericht von 23illuminatus23 über Compaq Armada M700
14.05.2006


Produktbewertung des Autors:   

Verarbeitung ausgezeichnet 
Akkulaufzeit lang 
Kontraste gut 
Festplatten-Kapazität riesig 
Bedienung/Ergonomie ausgezeichnet 
Software-Ausstattung gut 

Pro: Wechsellaufwerke, Stabiles Gehäuse, APM + ACPI, Linuxtauglichkeit, Tastatur,
Kontra: Akkuleistung/ - verbrauch, Grafikkarte, Entlüftung/Hitze

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

UM WAS GEHT's?
Der Armada M700 war einer der größten Verkaufsschlager der (inzwischen zu HP gehörenden) Firma Compaq. Besonders zur Zeit von Windows 2000 fand er unter Geschäftskunden großen Anklang und wird auch heute noch verwendet.
Heute findet man ihn bei vielen Online-Händlern und Online-Auktionshäusern für 300 bis 450 Euro, je nach Ausstattung und Zubehör.

FEATURES DES / MEINES ARMADAS:
(Da es eine ganze Menge verschiedener Ausführungen des Armadas gibt, kann ich hier nur die Werte von meinem eigenen nennen.)

* Prozessor: In meinem Armada werkelt ein Intel Pentium III (Coppermine), 845 Mhz (bei Akku-Betrieb und geringer Auslastung taktet die Intel SpeedStep Technologie automatisch runter auf bis zu 500 Mhz) mit einem L1 Cache von 32KB, und einem L2 Cache von 256KB.

* Arbeitsspeicher: In meinem Armada stecken 256 MB RAM, von denen 64 fest eingebaut sind und nochmals 64 MB und 128 MB auf zwei Chips in den beiden Slots liegen. Maximal lassen sich in einen Armada also 576 MB RAM einbauen (64 intern + 2 x 256). Die Chips liegen direkt unter der Tastatur, die sich mit ein wenig Fingerspitzengefühl ohne Werkzeug hochheben lässt. So ist das austauschen des Arbeitsspeichers eine extrem einfache Angelegenheit.

* Festplatte: Ich benutze eine TOSHIBA MK8032GAX mit ~80GB Kapazität. Diese Platte habe ich selbst eingebaut und die ehemals vorhandene Hitachi Platte mit 20 GB verkauft. Beide vertragen sich mit dem Armada super. Auch der Festplattenwechsel ging zwar nicht schnell aber einfach: Die Platte wird beim Armada vorne in der Mitte eingebaut, wo sich die kleine Abdeckung mit nur einer Schraube entfernen lässt. Ist sie entfernt, lässt sich die Platte, die noch in einen Extra-Rahmen gepackt ist, den man dann mit seine 4 Schrauben an die andere Platte packen muss, hinausziehen.

* Wechsellaufwerk: Auf der rechten Seite hat der Armada einen Schacht für ein Wechsellaufwerk. Ich besitze ein dafür gemachtes Compaq DVD-ROM-Laufwerk "SD-C2402" und ein Disketten-Wechsellaufwerk. Mit ersterem lassen sich prima - sowohl unter Windows als auch unter linux - DVDs gucken und einigermaßen schnell (8fach) Images erstellen.Letzteres verwende ich fast nur um von einer Rettungsdiskette o.Ä.. zu booten.

* Grafikkarte: Für bunte und bewegte Bildchen sorgt eine "Rage Mobility P/M AGP 2x" von "ATI Technologies Inc" mit dem Mach64-Chipsatz..Sie kann das Bild nicht nur auf dem internen Bildschirm, sondern auch über die externe VGA-Schnittstelle (diese liefert eine Auflösung von bis zu 1600x1200 Pixeln) oder sogar über den analogen TV-Out ausgeben, so dass sich auf einem Fernseher Filme, DVDs, o.Ä. gucken lassen. Allerdings beherrscht die Grafikkarte nicht das verwenden zweier Bildschrime im "Dual-Head-Modus", d.h. auf allen Bildschirmen wird immer der gleiche Inhalt dargestellt. Die Grafikkarte stellt aber auch den Punkt dar, an dem der Armada eindeutig hinter heutigen Laptops zurückbleibt. 8 MB Speicher sind einfach viel zu wenig für moderne Spiele. Klassiker wie Age of Empires II, Warcraft III, Siedler I bis IV, CS 1.5 und 1.6 laufen aber recht gut, erstgenanntes sogar perfekt auf den höchsten Grafikeinstellungen.

* PCMCIA-Slots: Der Armada bietet (im Gegensatz zu den meisten neueren Modellen) zwei PCMCIA-Slots für Erweiterungskarten (z.B. eine USB 2.0 Karte, eine weitere Soundkarte, usw.). Zum Einsatz kommt hier der PCI1450 CardBus von Texas Instruments. PCMCIA-Karten die ich in meinem Armada erfolgreich betrieben habe waren diverse W-LAN-KArten, ein SD-Karten-Leser und eine zweite Netzwerkkarte. Alle Karten liefen ohne Probleme.

* Netzwerkkarte: Im Armada integriert ist eine "Ethernet Pro"-100Mbit-Netzwerkkarte von Intel, mit der ich ebenfalls keine Probleme gehabt habe, sowohl unter Windows als auch unter Linux und anderen Unix-basierten Systemen.

* Modem: Außerdem ist der Armada fit für "Internet auf die gute alte Art": Ein LT WinModem von Agere Systems (ehemals Lucent Microelectronics) ist ebenfalls eingebaut. Auch dies habe ich getestet und keine Probleme gehabt.

* Soundkarte: Damit es was auf die Ohren gibt, hat der Armada eine "ES1978 Maestro 2E" von ESS Technology und integrierte Lautsprecher, die eine mittelmäßige Klangqualität liefern. Störend ist, dass sowohl der Kopfhörerausgang als auch die integrierten Boxen ein Rauschen ausgeben, das v.a. hörbar wird, wenn man Aktiv-Boxen anschließt und den Sound ordentlich verstärkt. Das Rauschen wird durch Festplattenzugriff und Mausbewegungen beeinflusst, ist also vermutlich auf eine miserable Abschirmung der Soundkarte zurückzuführen. Allerdings stört das Rauschen bei meiner durchschnittlichen (hohen) Musiklautstärke nicht, da man den Ausgang doch recht laut regeln kann und mit den Aktiv-Boxen nicht viel mehr verstärken muss.

* Mikro: Im Drehgelenk zwischen Bildschirm und Gehäuse ist ein kleines Mikrofon so angebracht, dass es sowohl Ton von hinten, das heißt über die Tastatur weg, als auch von vorne, d.h. vor dem Laptop, einfängt. Auch wenn es so nah an der Tastatur liegt eigenet es sich für VoiceChat-Anwendungen wie z.B. Teamspeak, Ventrilo oder Skype, ohne dass man seine Gesprächspartner gleichzeitig mit dem lauten Tastengeklapper nervt. Es ist schon ein tolles Multimedia-Erlebnis, ohne Headset und/oder Extra-Mikro gleichzeitig Musik zu hören, zu tippen und mit anderen per VoIP oder Ähnlichem zu reden

* Power-Management: Hier liegt eine der größten Stärken des Armadas: Es unterstützt BEIDE gängigen Powermanagement-Systeme: Sowohl das etwas veraltete und beschränktere APM (Advanced Power Management) als auch das "neuere" ACPI. Ich verwende allerdings unter Linux ACPI, das zwar noch nicht so weit entwickelt ist, aber weniger - eigentlich garnicht - konfiguriert werden musste.Mein Armada geht nun also in den Stand-By oder Ruhezustand und wacht auch problemlos wieder auf.

* Tastatur: Im Armada steckt noch eine "richtige" Tastatur. Das soll heißen eine mit einer ordentlichen Einsinktiefe der Tastaten. Natürlich noch lange nicht so wie bei externen PC-Tastaturen, aber es ist schon ein deutlich "festeres" Tipp-Gefühl als bei modernen Laptops, bei denen ausgerechnet so versucht wird an der Bauhöhe zu sparen.

* Track-Point: Statt einem Touchpad hat das Armada M700 einen sogenannten Track-Point: Ein kleiner Weichplastik-Knubbel steckt zwischen den Tasten G,H und B. Drückt man ihn in eine Richtung, entpricht dies der Mausbewegung. Die drei Maustasten liegen dort, wo man eigentlich das Touchpad vermutet hätte. Diese Art von Laptop-Maus ist zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man mal damit klar kommt komfortabler und genauer als ein Touchpad.

* Infrarot-Sender und -Empfänger: Diese nette Technik ist ungefähr der Vorgänger von Bluetooth gewesen. Handys, Digitalkameras, Drucker, Laptops u.v.m. wurden bis vor ein paar Jahren mit Infrarot-Schnittstellen ausgestattet. Die vom Armada M700 lässt sich vielseitig einsetzen: Um Daten zu anderen Laptops oder Handys mit Infrarot-Schnittstelle zu schicken oder auch als Fernbedienung um einen Fernseher, eine Stereoanlage oder gar einen Tamagotchi fernzubedienen. Und besonders nett ist auch, dass es auch andersherum geht und ich unter Linux schon eine handelsübliche Fernseherfernbedienung zum Steuern meines Laptops verwenden konnte. Dabei ist allerdings die Lage des IR-Ports etwas unpraktisch: auf der Rückseite nach hinten rechts zeigend.


Hier noch einmal eine Zusammenfassung alle externen Anschlüsse des Armadas:
1x USB 1.1
1x PS/2 (externe Tastatur oder Maus)
1x RJ45 / LAN
1x RJ35 / Modem
2x PCMCIA
1x 9pol. Seriell (unter Windows auch COM- Schnitstelle genannt)
1x XXpol.Seriell (um einen Drucker anzuschließen, unter Windows auch LPT genannt)
1x IrDA (Infrarot)
1x Analog-TV-out
1x VGA
1x 3,5mm-Stereo Ausgang (Kopfhörer oder externe Lautsprecher)
1x 3,5mm-Mono Eingang (Mikrofon)
1x Compaq-Docking-Port


MEINE ERFAHRUNG:
Ich besitze jetzt seit mehr als 3 Jahren einen Compaq Armada M700 und bin bis auf einige Akku-Probleme rundum zufrieden.
Ein besonderes Erlebnis mit meinem Armada war auf jeden Fall auch der Abend, an dem ich ihn mal vom Schreibtisch (ca. 1,20 m hoch) habe fallen lassen. Das Laptop fiel (während es geöffnet und eingeschaltet war) genau auf die vordere rechte Ecke. Das DVD-Wechsellaufwerk rutschte ein Stück hinaus und das Laptop ging schlagartig aus. Ich dachte schon das war's, auch nachdem es sich nicht mehr einschalten ließ. Ich entfernte Netz-Stecker, Akku und wartete 10 Minuten. Dann setzte ich alles wieder zusammen und siehe da: Mein braver Armada startete wie immer und lässt sich den Sturz heute überhaupt nicht mehr anmerken. Auf dem Magnesium-Gehäuse ist nichts zu sehen.
Den Akku meines Armadas habe ich einmal ausgetauscht, da der erste bereits gebraucht war. Der neue Akku hielt am Anfang ca. 3 Stunden, je nachdem ob ich DVD geguckt oder nur Texte geschriene habe weniger oder mehr. Nach ca. einem Jahr intensiver Nutzung hält er noch etwas weniger als 2 Stunden.

KOMPATIBILITÄT MIT WINDOWS / SUPPORT VON COMPAQ
Compaq stellt auf seiner Homepage alle Treiber und Software zum Armada bereit. Dies beinhaltet eine erweiterte Energiekontrolle inkl. Akku-Kalibrierungssoftware, eine Free-Version von WinDVD, u.v.m.
Alle Software ist kostenlos, ebenso gibt es HAndbücher und sogar Montageanleitungen (zum Festplattenwechsel, Modemaustausch etc.) als PDF zum Download.
Die Treiber zur BIOS-Kontrolle ohne Reboot, zur Grafikkarte, zur Energieverwaltung und für die drei Kurztasten zwischen Tastatutr und Bildschirmrand integrieren sich problemlos in die Systemsteuerung.
Der Armada hat meistens ein "Designed for Microsoft Windows 2000 Professional"-Logo aufgeklebt, läuft aber auch mit Win XP Pro mit SP2 problemlos.

LINUX AUF DEM ARMADA M700:
Eine besondere Frage, dich ich selbst jedem PC und Laptop, das ich in die Finger bekomme stelle, und die ich deshalb auch hier in meinem Testbericht noch ein wenig erläutern will, ist die nach der Linuxtauglichkeit. (Linux ist ein freies Betriebssystem, das unter der sogenannten GPLv2 steht. Mehr unter www.linux.org) Besonders bei Laptops kann eine Linuxinstallation und -konfiguration zur reinen Frust- und Durststrecke werden. Dies liegt oft daran, dass Hardwareteile wie die Grafikkarten, die PCMCIA-Slots, die internen Netzwerkkarten oder auch das Power-Magaement nicht unterstützt werden.
Anders beim Armada M700: Auf meinem Modell läuft seit ca. 1 Jahr Linux, wobei ich zwischendurch öfters die Distribution gewechselt habe (von RedHat zu Suse, von Suse zu Mepis, von Mepis zu Kubuntu).
ACPI funktioniert auch unter Linux ohne Probleme, die Wechsellaufwerke werden erkannt, das (Win)Modem funktioniert, die Grafikkarte wird erkannt und alle Videoausgänge sind benutzbar.
Ein Problem ist allerdings, dass man nur mit einer Menge Aufwand die 3D-Beschleunigung der GraKa aktivieren kann, was viele Spiele unspielbar macht.

EMPFEHLUNG:
Ich empfehle den Armada allen, die kein absolut neues Laptop benötigen und keine Graphisch anspruchsvollen Programme (z.B. neuere Spiele wie CSS, TrackMania SunRise etc.) benutzen wollen, sondern ein stabil (laufend)es, gut aussehendes Notebook zur Kommunikation und Office-Arbeit benötigen, auf dem man auch mal eine Runde Age of Empires spielen kann ;-)

ZUSAMMENFASSUNG:
Ein super Laptop, etwas alt, aber gerade deswegen sehr zuverlässig und auch für Linux geeignet.

--
~ 1500 Wörter, Testbericht für ciao & yopi   

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01.01.1970
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01.01.1970


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