Auf den ersten Blick sehr gewaltig inszeniert
30.04.2002
Pro:
sehr viel Action und Humor
Kontra:
an der Realitätsnähe haperts dann doch etwas . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Action:
Romantik:
mehr
 ThKr
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:19
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 114 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
.-=] Vorwort [=-. Ein Film den ich oft gesehen habe. Dazu muss ich jetzt einfach mal was loswerden, sowohl positives als auch negatives.
1. Cast & Crew 2. Story 3. Meine Meinung 4. Filmfehler 5. RC1 DVD 7. Sonstiges 6. Fazit .-=] Cast & Crew [=-.
Nicolas Cage - Cameron Poe John Cusack - Vince Larkin John Malkovich - Cyrus Grissom Steve Buscemi - Garland Greene Regie: Simon West (Tomb Raider) Produktion: Jerry Bruckheimer (The Rock, Pearl Harbor...)
.-=] Story [=-. Cameron Poe, ein ehemaliger Ranger, tötet einen Mann, der ihn und seine schwangere Frau Tricia erniedrigt und eine Schlägerei provoziert hat. Doch Cameron kann von einer Strafe für diese Tat nicht wegen Notwehr freigesprochen werden, da er durch seine Kampf-Ausbildung als Ranger eine besondere Verantwortung für seine Gewalthandlungen zu tragen hat.
Er bekommt eine Freiheitsstrafe von 7 Jahren aufgedrückt, während denen er nur Briefkontakt zu seiner Frau und später auch seiner Tochter pflegt. Umso größer ist die Freude, als er seine Strafe endlich abgesessen hat und nun, pünktlich zum siebten Geburtstag seiner Tochter, nach Hause geflogen werden soll. Wie der Zufall nunmal will, fliegt gerade an dem Tag die "Con Air", ein Knast in Form eines Flugzeuges, die Gefangenen aus Camerons Schwedischem Schaufenster in einen nagelneuen Knast. Nun hat Poe eine Mitfluggelegenheit, die ihn nach Hause bringt.
So sitzt er also zusammen mit seinem einzigen Knast-Freund Baby-O in einer Maschine, umringt von "Lebenslänglichen". Kaum ist das Flugzeug gestartet, ziehen sich die Gefangenen schon Nadeln aus der Haut und würgen prophylaktisch heruntergeschluckte Benzinampullen herauf; alles, was man für einen Abend unter Feinden so braucht. Cameron und Baby-O können nur dabei zusehen, wie sich der Abschaum um sie herum aus ihren Fesseln befreit und den Flieger unter ihre Kontrolle bringt. Angeführt werden sie von Cyrus "The Virus" Grissom, Leser des "Kochbuch für Anarchisten", einem Buch über effizientes Verletzen und Morden.
Den Gefangenen (obwohl, jetzt ja nicht mehr) steht auf dem Weg in die Freiheit scheinbar nichts mehr im Wege,.. sie müssen nur noch einen Stopp machen, bei dem Gefangene ausgetauscht werden sollen. Also werden Freiwillige gesucht, die die Maschine verlassen, und in die Gefangenschaft zurückkehren wollen. Da bei der Übernahme des Flugzeuges einige Gefangene getötet wurden - natürlich gerade diejenigen, die jetzt zum Austausch gebraucht werden - muss man improvisieren. Kurzerhand schnappt man sich den Bord-Polizisten und den Piloten, stopft ihnen das Maul, und stülpt ihnen einen Sack über den Kopf, so wie es bei Gefangenen üblich war, die nicht gehorchen wollen. Man schlägt das Gesetz also mit seinen eigenen Mitteln.
Nun hat man also alle von Bord gehenden verhüllt, um eine Widererkennung zu vermeiden. Doch Cameron Poe, der immernoch der Staatestreue Gerechtigkeitskämpfer ist, versucht die Sache auffliegen zu lassen, indem er einem der vermeindlichen Gefangenen ein Diktiergerät eines DEA-Mitarbeiters zusteckt. Von nun an wissen die Cops bescheid und machen Jagt auf das Flugzeug (Unter den Gefangenen, die durch den Austausch das Flugzeug betreten, gehört auch der Massenmörder Garland Greene. Das muss ich als Steve Buscemi Fan einfach noch erwähnen *g*)...
.-=] Meine Meinung [=-. Nach dem ersten Gucken vor ein paar jahren war ich total fasziniert, wie von fast jedem Science Fiction Film. Besonders bei der Szene, in der Garland Greene (das ist der, der die Köpfe kleiner Mädchen als Hut trägt) unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen aus seinem Transportwagen geleitet wird, bakam ich Bauchkribbeln und war hin und weg.
Als 12 jähriger wird man von Filmen eben noch stärker mitgerissen. Heutzutage kann ich mich nur noch eher mäßig an der Action erfreuen. Gut finde ich ihn aber auch heute noch wegen seines Humors. Makabere und vulgäre Sprüche versüßen den Film mehr als alles andere. "If any of you passes gas in my direction, it offends my delicate nasal passages, your testicles will become my personal property" ist mein persönlicher Favorit. Laut loslachen musste ich auch, als Cyrus seinem Gefolge seinen Plan anhand von Bierdosen auf dem Boden erklärt, jemand auf einen Stein deutend fragt "What's that?" und Cyrus ganz trocken antwortet "Thats a Rock". Doch es gibt auch negative Aspekte. Oft wirkt der Film oft zu "geplant". Beispielsweise als Poe eine Vergewaltigung verhindert und der Vergewaltiger entsetzt fragt "You know what I am?" (natürlich würde er nicht fragen "WHO I am") und Poe antworten kann "Ugly all day.", oder dass gerade bei der Landung, wo niemand erkannt werden darf, zufällig ein Sandsturm über die Landebahn fegt. Eine solche Story verdirbt mir immer etwas den Film.
Die Effekte sind wie bei den meisten Bruckheimer-Filmen erstklassig, wenn auch (wie bei den meisten Bruckheimer-Filmen *g*) überdreht. Der gesamte Film ist sehr bildgewaltig, besonders die Actionszenen, die aussehen wie im Bilderbuch. Bei dem Schusswechsel zwischen Gefangenen und der Army gibts hier und da ne riesige Explosion, doch das Blut bleibt weg. Dutzende Soldaten fallen tot um, man fragt sich warum. Im Gegansatz dazu hat es bei der Übernahme des Flugzeugs noch schön gespritzt. Wahrscheinlich wäre das von der Koordination her bei der Insszenierung zu schwer geworden. Fraglich ist auch, ob Cyrus wirklich auf hundert meter mit einer Pistole einen Kopfschuss geben kann, während Maschinengewehrsalven ins Nichts treffen. Auf das unrealistische Helikopterschlacht Ende gehe ich mal garnicht ein...
.-=] Filmfehler [=-. - Das Tau, das das Flugzeug beim Start hinter sich her reißt, hätte sich beim Auto garnicht einhaken können, da es unter den Reifen hätte herrutschen müssen.
- Beim Endkampf landet Cyrus auf einmal in einer ungewöhnlichen Anlage, die ihm den Kopf zarhämmert, obwohl er eigentlich auf die Straße fallen müsste. Irgendwie musste man wohl dem "der Böse bekommt nen besonderen Abgang" Klisché nachkommen - als Cameron sich doch entscheidet nicht von Bord zu gehen hat William (einer der kriminellen) in der einen Szene die Arme verschränkt und in der nächsten runterhängen.
- Larkin weiß, dass der DEA Agent an Bord tot ist. Aber woher sollt er das wissen? Sie haben keinen Kontakt gehabt.
.-=] Die RC1 DVD [=-. Ich habe mir die RC1 DVD bei Ebay ersteigert, da die Special Edition in Deutschland zu dem Zeitpunkt noch nicht erhältlich war. Sie ist mit einem Trailer und einem teaser sehr schlecht ausgerüstet, aber ich möchte keine ausführliche Bewertung anstreben, da ich wohl als Besitzer der DVD zur Aussterbenden Art gehöre. Die Bildqualität ist erstklassig, sowie die Soundqualität. Bei der Deutschen DVD wird das nicht viel anders aussehen, bei einer Hollywoodproduktion der Klasse, allerdings siehts da in Sachen Extras viel besser aus.
.-=] Sonstiges [=-. "Con Air" USA 1997 115 Minuten im Original, 110 Minuten in Europäischer Ausgabe (ungekürzt)
.-=] Fazit [=-. Trotz allem ist Con Air ein sehr actionlastiger Feel-Good Film, bei dem auch der Humor alles andere als zu kurz kommt. Ein geeigneter Film für den Videoabend. Unverständlich finde ich allerdings die FSK18 Freigabe; je jünger der Zuschauer desto besser Con Air. Zu empfehlen, aber es gibt besseres
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10.01.2005 17:51
Echt toller Bericht zu einem echt tollen Film.LG
12.06.2004 22:29
Toller Bericht, aber "keine Altersbeschränkung" für diesen stellenweise recht brutalen Film? Das kann ich eigentlich kaum nachvollziehen.
09.06.2003 19:35
Ich hab da auch noch einen Filmfehler: Woher kannte Poe den US Marshal Larkin! Das ist mir bis heute ein Rätsel! Die anderen Dinge sind mir bisher noch gar nicht aufgefallen!! Klasse Bericht!! MfG, BigKing87