Conan The Barbarian - Basil Poledouris

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Conan The Barbarian - Basil Poledouris

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Erfahrungsbericht über "Conan The Barbarian - Basil Poledouris"

veröffentlicht 20.12.2010 | Spassprediger
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Ausgezeichnet
Pro Endlich: 28 Jahre nach der Kinopremiere des Films erscheint der komplette Score
Kontra Das Cover der CD (siehe Foto) lässt zu wünschen übrig
sehr hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:

"Good things come to those who wait"

Für ein ansprechendes Cover hat das Geld dann wohl nicht mehr gericht - schade.

Für ein ansprechendes Cover hat das Geld dann wohl nicht mehr gericht - schade.

Als ich eines schönen Tages im Jahr 1982 Basil Poledouris’ Score zum Fantasyfilm “Conan, der Barbar“ kaufte, ahnte ich sicher nicht, dass ich soeben eine Filmmusik erstand, die sich im Laufe der Jahre einen Namen als echter Meilenstein des Genres machen würde. Ebenso wenig konnte ich damals ahnen, dass ich den Score 28 Jahre später zum 5. Mal kaufen würde.

Ja, richtig gelesen: Poledouris’ Score habe ich im Laufe von bald 30 Jahren immer mal wieder gekauft. Erst landete die aus den US of A importierte LP in der heimischen Sammlung. Als die, trotz pfleglicher Behandlung, ob vielfach wiederholten Anhörens erste Verschleißerscheinungen zeigte, habe ich ein „baugleiches“ neues Exemplar erworben. Zu meiner großen Enttäuschung jedoch war die neue Pressung qualitativ noch minderwertiger als die Fassung, die sich schon seit Jahr und Tag auf meinem Plattenteller drehen durfte – US-Pressungen, die älteren Musiksammler unter Ihnen werden sich sicher noch erinnern, eilte seinerzeit nicht gerade der Ruf voraus, zur Crème de la crème zu gehören. Hätte es eine Japan-Pressung gegeben, hätte ich die vermutlich auch gekauft, aber ein solcher Import ist mir nie in die Finger gekommen.

Irgendwann erbarmte sich ein französischen Label namens „Milan“ und erwarb endlich die Lizenz, „Conan“ auf CD zu veröffentlichen (O frabjous day! Callooh! Callay!) Die CD-Fassung entsprach 1:1 dem Plattenschnitt, unveröffentlichtes Material bot der Frankreich-Import nicht. Die Scharte auszuwetzen blieb einer Veröffentlichung des unter Filmmusik-Fans wohlbekannten Labels „Varèse Sarabande“ vorbehalten – die mittlerweile zu Liebhaberpreisen gehandelte Veröffentlichung erweiterte die 12 Stücke der „Milan“-CD um weitere 4, unterschlug aber leider immer noch einen Großteil des Materials, das Poledouris für den Film geschrieben hatte. Das erschien ausschließlich auf so genannten „Promo Discs“, die zuweilen im Online-Auktionshaus Ebay auftauchen und bei denen es sich um so genannte Bootlegs handelt: Illegale Veröffentlichungen, an deren Anfang wahrscheinlich eine für die Einreichung bei der Oscar-Jury angefertigte Aufnahme des kompletten Scores gestanden hat.

Wer der Versuchung widerstanden hat, ein Exemplar der überteuerten CD-Roms zu kaufen, dessen Geduld wird in diesen Tagen belohnt – und zwar mit der ersten Komplettaufnahme von Poledouris’ epochalem Score, die das Label Tadlow/Prometheus kürzlich veröffentlicht hat.

Bei der Musik auf der vorliegenden Doppel-CD handelt es wohlgemerkt um eine Neueinspielung – das dürfte übrigens auch im Sinne des Komponisten liegen, der die Veröffentlichung des kompletten Scores leider nicht mehr erleben durfte. Fans der bislang erhältlichen Fassungen dürfen beruhigt: Die Neueinspielung ist mit sehr viel Sorgfalt geschehen – wer den Score so in- und auswendig kennt wie ich, dem werden die Unterschiede mit Sicherheit auffallen; m. E. gibt es allerdings nichts, das wirklich negativ auffällt (im Stück „Wheel of Pain“ vermisse ich zwar den im Original integrierten Geräuscheffekt, aber das kann ich prima verschmerzen) – das Prager Symphonieorchester unter der Leitung von Nic Raine hat sich hörbar Mühe gegeben, dem Original so nahe zu kommen wie irgend möglich, und unterm Strich ist der Versuch sehr, sehr gut geglückt. Übrigens war Komponist Poledouris mit der Originalaufnahme aus den 80ern nie wirklich glücklich, da das seinerzeit verpflichtete Orchester ihm nicht die Klangfülle und -vielfalt bieten konnte, die der Komponist sich eigentlich gewünscht hatte. Fans des Scores (und von denen gibt es, so mein Eindruck, eine ganze Menge – übrigens nicht nur unter eingeschworenen Sammlern symphonischer Filmmusik) dürften aber wohl vor allem an bislang unveröffentlichtem Material interessiert sein – und davon wird wirklich reichlich geboten: Insgesamt bringt es der Score jetzt auf 27 Stücke, 5 Bonus Tracks sind da noch nicht einmal eingerechnet. Unterm Strich ergibt das eine Laufzeit von etwas mehr als 2 Stunden.

Bekennenden Fans von Poledouris’ zeitlosem, monumentalem Orchesterwerk kann ich deshalb nur empfehlen, sich schnellstens ein Exemplar dieser Ausgabe zu sichern – die Tonträger aus dem Hause Tadlow werden zwar offiziell nie als limitierte Auflagen ausgewiesen, sind erfahrungsgemäß aber stets innerhalb eines sehr überschaubaren Zeitraums vergriffen.
R e s ü m e e

Unbedingt und ohne Abstriche kaufenswerte Neueinspielung eines Meilensteins aus dem Bereich der symphonischen Filmmusik – nicht vom Cover abschrecken lassen, der Inhalt ist um Klassen besser als das grottige Motiv, das man sich aus unerfindlichen Gründen für die Doppel-CD mit der ersten Komplettaufnahme des Scores ausgesucht hat.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • CiaoFonzie veröffentlicht 28.12.2010
    die kenne ich noch nicht. LG Matthias
  • Chapikra veröffentlicht 21.12.2010
    Prima Rezension - GLG Sandra
  • mp3undlos veröffentlicht 21.12.2010
    scheint sich ja erneut ein Sahneteil den Weg in Deine erahnenswerte Sammlung gebahnt zu haben....passend dazu vermutlich ab und an ein Gläschen feiner, golden anmutendender Hochprozentiger!?;-)
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Produktdaten : Conan The Barbarian - Basil Poledouris

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Artist: Original Motion Picture Soundtrack

Composer: Basil Poledouris

Atomic Keyword: Soundtrack

Medium: CD

Atomic Veröffentlichungsdatum Jahr: 2010

Label: Other

Ciao

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