ICH BIN JETZT AUCH DIGITAL!!!!! *Update 2007*
07.06.2004 (22.01.2007)
Pro:
Handhabung, Video, gute Bilder, Photoprogramm usw .
Kontra:
der Joystick ist zu empfindlich, kein Ton, hoher Energieverbrauch, Videos lohnen nicht
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 anonym50
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:294
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 441 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Liebe Leserinnen und Leser, Nachdem ich vor ein paar Monaten meine Minolta verkauft hatte, habe ich mir von dem Geld gleich eine Digitalkamera zugelegt. Die Minolta war mir zu schwer und das mit den ganzen Objektiven zu umständlich. Jetzt habe ich eine ganz leichte, ganz kleine und leicht zu bedienende Digicam und von der möchte ich jetzt mal berichten. Ich werde nicht die ganze Bedienungsanleitung durchgehen, sondern versuchen mich auf das Wesentliche zu beschränken und hoffe, dass es mir gelingt.
1. Produkt Concord Eye-Q 4060AF Digitalkamera mit Zubehör Preis: 99,00 Euro Angebot/ Normalpreis 229,00 Euro Kompatibel mit Win 98 bis XP und Macintosh 2 Jahre Garantie
2 Hersteller Concord Camera GmbH Augustinusstraße 13 d 50226 Frechen-Königsdorf Tel: 0800/1800563 (gebührenfrei) www.concordcamera.de
3. Zubehör und technische Daten An der Kamera selbst ist noch eine Handschlaufe angebracht und mit im Karton waren nicht nur die 2 AA Alkaline Batterien, sondern noch eine Tasche, ein Mini-USB Kabel, ein TV-Verbindungskabel, eine Kurzanleitung und ein Handbuch mit passender Software. Auf der CD befindet sich ein Bildbearbeitungsprogramm namens ArcSoft PhotoImpression 2000, Microsoft DirectX 9.0, Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, der Abdoe Acrobat Reader 5 (ohne den kann man die Bedienungsanleitung nicht lesen) und ein USB Treiber. Eine Garantiekarte fiel auch noch aus dem Handbuch.
Die Kamera hat: 4 Megapixel 2272 x 1704 bis 640 x480 Auflösung 1,5'' Farb-LCD Anzeige mit LED Hintergrundbeleuchtung und Phasenviewfinder mit 30 fps Objektiv: 10,0 mm (gleichwertig bis 48 mm auf dem 35 mm Format) f/3.0 - f/6.0, 4 Gruppen, 5 Elements alle Glas Autofokus von 1m bis unendlich, Makromodus ab 20 cm 6 x digitaler Zoom Videoclips 16 MB interner Speicher (erweiterbar) Kompatibel mit Secure Digital (SD) Speicherkarten (256 MB kosten 54, 00 Euro) Ausgabeformat: JPG/EXIF Meine Erfahrungen mit ~~~~~~~~~~~~~~~~~ 4. Aussehen, Bedienung und Software
Die Kamera ist nur 10 x 6 cm groß und wiegt gerade mal 166 g inkl. Batterien. Apropos Batterien: Man kann auch Akkus nehmen. Die Vorderseite der Kamera zeigt rechts das Objektiv mit eingebautem Verschlussdeckel. Schräg darunter befindet sich der Makromodusschalter. Oben in der Mitte ist das Blitzlicht, daneben der Sucher und neben dem findet man 3 kleine Punkte. Einer ist das Mikrophon, einer hat die Funktion gegen rote Augen und die Selbstauslöser LED. Der dritte ist der Sensor für den Blitz. An der Seite sind die Anschlüsse für USB und TV-Out Port. Nun die Rückseite: Nicht zu übersehen ist das LCD Display mit einem Menüschalter und dem LCD Ein- und Ausschalter. Neben dem Sucher ist die Blitzbereitschafts-LED und Auto-Fokus LED. Rechts davon ist der Modusschalter, ein Reset-Schalter und der Joystick. Letzterer ist übrigens sehr empfindlich, aber dazu später mehr. Dann haben wir noch 3 längliche Vertiefungen, das ist der Lautsprecher. Die Unterseite der Kamera hat ein Gewinde für ein Stativ und das Batteriefach in dem neben den Batterien noch ein Einschub für eine weitere Speicherkarte ist. Nun muss ich nur noch oben den Ein- und Ausschalter erwähnen und den Auslöser und das war es dann zur Optik.
Die Kamera hat also ein Mikrofon und einen Lautsprecher, aber beides funktioniert nicht. In der Bedienungsanleitung steht, dass diese Dinge vom Model abhängig sind, aber wozu hat man die dann hier angebracht? Jetzt geht es also los: Sobald man die Batterien eingelegt hat und einschaltet geht das Display an. Ein kurzer Willkommensgruß und schon kann man die Sprache wählen. Danach blinken Datum und Uhrzeit. Alle Einstellungen werden mit mir dem Joystick bedient. Es ist ein kleiner Plastikknopf den man in alle Richtungen bewegen kann. Wenn ich den nach oben oder nach rechts bewege, dann kann ich Tag/Monat/Jahr usw. Einstellen und jede Einstellung speichern in dem ich auf den Joystick draufdrücke. Weil die Stick so klein und empfindlich ist, brauchte ich mehrere Anläufe dazu, denn immer, wenn ich z. B. noch die Tage weiter klicken wollte, dann drückte ich den Knopf versehentlich, statt ihn nur nach der Seite zu bewegen. Mit etwas Übung klappte es dann aber und jetzt passiert so was nur noch selten.
Das Display ist mit seinen 2,5 x 3,0 cm groß genug und rundum kann man die Zeichen sehen für Blitz, Modus, Batterie, Makro, Weißabgleich usw. All das wird mit dem Joystick über das Menü gesteuert. Ich dachte am Anfang, dass der Sucher ziemlich ungenau ist und so nutzte ich lieber das Display. Hinterher stellte sich heraus, dass ich da nur einen Bedienungsfehler machte. Wenn man mit dem Sucher fotografieren möchte, dann muss man erst den Auslöser halb drücken um den Autofokus einzuschalten, danach geht es dann. Man kann bis zu 60 Sekunden einstellen, wann die Kamera sich ausschalten soll um Energie zu sparen. Ein kurzes Antippen des Auslösers reicht und schon ist sie wieder betriebsbereit. Am Anfang habe ich alles mögliche ausprobiert und ich dachte, dass die mitgelieferten Batterien entweder nicht voll oder nicht neu waren. Nach nur 3 Tagen waren sie damals schon leer. Die nächsten Batterien, die ich danach einlegte hielten aber auch nicht wesentlich länger. Lag aber wohl eher an meinem Knipswahnsinn. Kommt also darauf an wie oft ihr die Kamera benutzt. Ich denke so für ca. 100 Bilder reicht es allemal. Wie viele Bilder man machen kann, kommt darauf an welche Auflösung man gewählt hat. Mit der größten Auflösung passen 20 Bilder auf den 16 MB Chip, mit der mittleren, die ich gewählt habe sind es 34 Bilder geworden. Aber auch da kommt es wieder darauf an ob man die Bilder Fine, Normal oder Economy macht. Da gibt es nämlich Unterschiede von 20 bis 430 Bildern. Ich habe die Einstellung auf Fine stehen. Videoaufnahmen hängen auch vom Speicher ab und bei leerem Speicher kann man ein ca. 20 Sekunden-Video drehen, was sich nicht wirklich lohnt und daher nutze ich diese Funktion gar nicht mehr.
Die Bilder und Videos kann man sich danach auf dem Display ansehen. Die Kamera hat einen 6fach Zoom, dass heißt, dass man die Bilder nachher auf dem Display ranzoomen kann. Mit dem Joystick kann man zoomen und den Bildausschnitt dann bewegen. Wer die Bilder auf dem Fernseher anschauen mag, der schließt das TV-Kabel an Kamera und Fernseher an und sobald man den Videokanal einschaltet kann man Bilder oder das Video von der Kamera auf dem Bildschirm sehen. Will man die Bilder auf dem PC überspielen, dann muss man nur die Kamera mit dem USB-Kabel an den PC anschließen, aber dazu sollte vorher die Software installiert sein. Die Software:
Was ich jetzt schreibe gilt nur für Windows-Nutzer. Die CD lädt sich selbständig und nachdem man die Sprache ausgewählt hat, kann man alle Programme installieren. Wichtig ist der Kameratreiber und das Photoprogramm. Das dauert ca. 5 Minuten und danach ist ein Neustart nötig. Um jetzt die Bilder oder Videos von der Kamera auf den PC zu spielen, muss man den USB Stecker am PC und Kamera anschließen. Dazu muss die Kamera eingeschaltet sein, denn dann beginnt die Installation des Treibers. Klick man danach auf Arbeitsplatz, findet man dort einen "auswechselbaren Datenträger" Den klickt man an und dann noch 2 Klicks und schon sieht man die Bilder. Diese kann man jetzt speichern wo man will. Das war's schon. Wenn jetzt die Kamera mit dem PC verbunden wird, beginnt das herunterladen der Bilder. Bei meiner Einstellung hat das ca. 2-3 Minuten gedauert und ich hatte am Ende einen Ordner mit allen Bildern im Format .jpg. Danach habe ich den Speicher der Kamera gelöscht. Man kann sowohl einzelne Bilder löschen als auch alle zusammen und schon ist wieder Platz für die nächsten Bilder. Jetzt kann man mal das mitgelieferte Photoprogramm probieren. Dazu muss man das Programm starten und mit 3 Klicks hat man eine Miniaturansicht der Bilder, die man dann in dem Programm speichern und bearbeiten kann. Hier ist alles möglich, von Rahmen, Ausstechformen, Grußkarten, Kalender erstellen bis retuschieren. Helligkeit, Kontrast, Scharfzeichnen und was weiß ich nicht alles. Die Bilder speichern sich automatisch im Format .PSF ab, aber man kann sie auch als .jpg speichern.
Zum Schluss noch ein Pflegehinweis: Da die Concord 4060 AF keine Unterwasserkamera ist, sollte man bei Verschmutzungen ein trockenes Tuch nehmen. Für Objektiv, Sucher und Display kann man ein Spezialreinigungstuch aus dem Fachhandel nehmen, aber ein nebelfeuchtes Stofftuch tut es auch. 5. Schlusswort
Die Kamera ist jedenfalls ihr Geld wert und durchaus empfehlenswert, auch wenn ich 2 Sterne abziehen muss. Dass bei diesem Model kein Ton dabei ist kommt mir doch spanisch vor, da die Bedienungsanleitung speziell für dieses Modell gilt und da nun mal Mikro und Lautsprecher angebracht sind. Ein Anruf beim Kundendienst ergab dann ganz schnell, dass zwar die Gehäuse gleich sind, aber bei meinem Modell kein Sound vorhanden wäre. Da ich aber damit nicht filmen will, ist es weniger wichtig. Der zweite Stern wird wegen dem hohen Energieverbrauch abgezogen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich das erste Bild scharf hatte. Es gibt einfach zu viele Einstellungen, die man erst mal kennen lernen muss, aber dann ist alles ein Klacks. Da man alles mit dem Joystick einstellt ist ein bisschen Fingerspitzengefühl notwendig, denn der ist wirklich sehr empfindlich. Fingernägel sind in jedem Fall hilfreich. Das überspielen der Bilder geht ganz schnell und das mitgelieferte Programm ist wirklich der Hit. Ich könnte Stunden damit rumspielen, so viele Möglichkeiten gibt es. Alleine dieses Photoprogramm ist das Geld schon wert. Die Möglichkeit die Bilder auf dem Fernseher anzusehen ist eigentlich nicht schlecht, aber dazu muss die Kamera ununterbrochen eingeschaltet sein und das geht wiederum auf die Batterien. Hier empfehle ich dann doch den PC und vor allem empfehle ich Akkus inkl. Reserve-Akkus.
Nun zur Qualität der Bilder. Wie gesagt, es dauerte eine Weile bis die Bilder bei mir was geworden sind. Nun, da ich mittlerweile weniger rumspiele und meist mit der Werkseinstellung knipse, ist die Qualität der Bilder recht gut. Der Blitz ist hell genug um einen großen Raum auszuleuchten, auch wenn da kein Licht brennt. Im Notfall kann man das Bild noch bearbeiten, aber das war bisher noch nicht nötig. Wer viel fotografieren will und nicht immer den PC in der Nähe hat, der sollte eine weitere Speicherkarte dazukaufen, denn mit den 16 MB kommt man nicht weit. Der Auslöser der Kamera verzögert allerdings ein bisschen und ich dachte schon, dass ich mit meinen zittrigen Händen nichts zustande bringe. Auf den Bildern ist davon aber glücklicherweise nichts zu sehen. Ich kann die Kamera beim Knipsen bewegen und das Bild wird dennoch scharf. Das gleiche gilt für ein bewegtes Motiv, wenn es nicht gerade ein F2004 ist, der mit 380 km/h an einem vorbei rast. Im Videomodus macht die Kamera 30 Bilder/Sekunde und die Qualität davon ist auch sehr gut, aber wie gesagt, ich mache wenig Videos damit, weil ich dafür meine Webcam habe. Was mich aber noch begeistert ist das geringe Gewicht und die Größe. Diese Kamera kann man locker überall hin mitnehmen und sie passt auch in die kleinste Damenhandtasche. Ich habe bei dem Preis wirklich nichts großartiges zu bemängeln. Für mich reicht sie vollkommen aus und wer sich ein bisschen mit so was auskennt, der wird sicher auch begeistert sein. Übrigens habe ich noch kein Bild auf Papier entwickeln lassen, weil ich mir das mit dem Einkleben ersparen will, aber das geht natürlich auch. Man muss die Bilder nur auf Diskette oder CD speichern und zu einem Photoshop bringen. Ich bin jedenfalls froh, dass ich diese Lauferei und Warterei, die ich noch mit der Minolta mitgemacht habe jetzt hinter mir habe.
*update* Mittlerweile kann ich noch etwas zu den Batterien sagen. Ihr soltet daran nicht sparen. Ich empfehle leistungsstarke Markenbatterien. Hab mal im Norma billige gekauft. Ihr glaubt es nicht, aber damit ging die Kamera gerade mal an und schwub war sie wieder aus. Ich dachte schon sie sei kaputt, aber nein, es lag alleine an den Batterien. Möglich, dass ich da wirklich ganz miesen Schrott gekauft hatte, aber ich empfehle wirklich Markenbatterien, auch wenn sie ein bisschen mehr kosten. Man hat dann auch mehr Spass beim Fotogrfieren. *Update 22.1.2007* Auch nach zweieinhalb Jahren bin ich noch immer zufrieden. Das mit den Batterien hat sich weiter bestätigt. Es sollten schon leistungsstarke Markenprodukte sein. Es gehen auch Akkus, am besten welche mit ganz viel mAh ;-)
Vielen Dank für euer Interesse, fürs Bewerten und Kommentieren
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Concord Eye-Q 4060AF
|
|
26.07.2007 14:58
Der Bericht ist durchgehend gut gelungen. Bemerkenswert finde ich, dass du auch fast drei Jahre alte Berichte immer noch mit Updates regelmäßig „wartest“. Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob damals als du den Bericht ursprünglich verfasst hast von Ciao bereits sämtliche Produktdaten zu der Kamera angegeben wurden. Inzwischen ist dieser Teil des Berichtes aber eher überflüssig, da man ihn auch direkt unter dem Produktbild nachlesen kann. Gemessen am einwandfreien Gesamtbericht fällt das aber nicht ins Gewicht.
15.04.2007 13:35
Super informativer Bericht, der keine Fragen offen lässt und toll bebildert ist. Glattes BH! LG Diana
15.04.2007 06:37
Top Kamerabericht. Alles da, was man wissen muss. LG RickMasters